In dieser Krise sind Lehrer abgesichert. Ich kenne aber auch junge Lehrer, die damals in der Finanzkrise 2008 vieles verloren haben und die auf einmal am Rande ihrer wirtschaftlichen Existenz standen.
Das mag ja sein, aber davon spreche ich hier nicht.
Da glaubst du falsch. Es soll tatsächlich Lehrer geben, die bereits vor ihrem Lehrerdasein ein Leben mit Höhen und Tiefen und Existenzängsten hatten. Ich zb war Alleinerziehende Mutter von 2 Kindern, bevor ich überhaupt mit dem Lehramtsstudium began.
Darum geht es doch gar nicht. Wir reden hier über Ereignisse, die viele Menschen pauschal in ihrer Existenzsicherheit treffen und zwar systematisch. Ich möchte gar nicht in Abrede stellen, dass jeder mal private harte Schicksalsschläge erlitten hat (z.B. durch schwere Bedingungen oder meinetwegen die Finanzkrise) ,die sich im ihren Privatleben ergeben haben. Aber den Zusammenhang mit der jetzigen Krise sehe ich nicht. Bezogen auf die jetzige Situation sind Lehrer im Allgemeinen einfach abgesichert, Punkt, da gibt es für mich auch nichts zu relativieren. Ich glaube auch, dass Privilegierung in dieser Krise zu einem Mangel an Verständnis für die Bedürfnisse der schwer getroffenen Bevölkerungsgruppen führen kann. Ich sage nicht, dass das notwendig so ist, aber dass das naheliegt, lässt sich an der öffentlichen Diskussion doch gut sehen.
