ich hätte es schöner gefunden, wenn diejenigen, die für die Ausrichtung des Fußballspiels zuständig sind, das selbst entschieden hätten statt der Staat.
Wenn die dann aber entschieden hätten, dass es stattfindet und damit Infektionen wahrscheinlicher geworden wären...
Irgendwie willst du es offenbar nicht verstehen: natürlich wäre es schön, wenn alle so vernünftig wären und die richtigen Dinge selbstständig entscheiden,
aber erstens ist der dafür oft nötige Abstimmungsprozess oftmals viel zu (zeit-) aufwändig, was angesichts einer akuten Gefahr irreversible Fehler zeitigen kann,
zweitens sind nicht alle vernünftig und man streitet sich schon darüber, was überhaupt vernünftig ist,
drittens sind in dieser Pandemie leider noch zu wenige Ursache- Wirkungszusammenhänge klar bzw. zahlenmäßig gesichert oder allen verständlich,
viertens sind zu viele Menschen tendenziell offenbar egoistisch.
Anekdotisch: Als Mitglied einer Schulleitung finde ich es unabhängig von der rechtlichen Situation inzwischen gut, wenn jetzt nicht immer die Verantwortung auf uns geschoben wird.
Und, nein, ich bin nicht der Typ, die sich generell eine starke autoritäre Führung von oben wünscht. Üblicherweise habe ich die Eier, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung für Fehler zu übernehmen usw.
Aktuell bin ich erleichtert, dass wir die Entscheidungen über Distanzunterricht und Schließungen nicht schulscharf treffen müssen. Das Gezeter war bei einzelnen, von uns beschlossenen Aussetzungen der Präsenz wegen positiver Fälle schon groß genug.
Wir haben teilweise nicht abgewartet, was das Gesundheitsamt sagt oder haben erwirkt, dass trotz der Masken nicht nur direkte Nachbarn in Quarantäne gehen, weil wir ja erlebt haben, wie das mit den Masken bei den Jugendlichen tatsächlich gehandhabt wurde.