Beiträge von Conni

    Warum kann man nur einen Smiley anklicken?

    Hier war heute Autokorso. Impfen tötet die Menschen in den Altenheimen. Glockengeläute aus dem Lautsprecher: "Gott liebt euch alle." OMG.

    Puh, danke, dann bin ich beruhigt. Bei mir bilden sich übrigens schon Schuppen. (An dem Ellenbogen, mit dem ich mich im Homeoffice immer abstütze.) Reptiloidisierung hat eingesetzt.

    OT 1: Ich habe mir dieses Buch vor kurzem gekauft, aber noch nicht gelesen. Geht das in diese Richtung (Zustimmung zu gewissen "Theorien")?

    und OT 2:

    Echt? Das wird tatsächlich gelehrt? Ist das so - selbst im Reli-Unterricht - zulässig?

    ad1: Ich habe bisher nur über den Kauf nachgedacht, da ich noch so viele Bücher, die ich unbedingt lesen wollte, hier liegen habe.

    ad2: Keine Ahnung. Die Dame kam aus BW an unsere gottlose Schule auf ehemaligem DDR-Gebiet. Ich weiß nicht, was sie im Religionsunterricht gelehrt hat, vielleicht haben das auch Eltern erzählt, die des einen Kindes waren tatsächlich in der Kirche. Keine Ahnung.

    Wir sind der Meinung, dass Verschwörungstheorien dazu beitragen, dass man auf eine skandalöse Art und Weise versucht, Falschinformationen/Informationen, die nicht bewiesen werden können, zu verbreiten. Dagegen vorgehen könnte man, indem man die SchülerInnen dazu auffordert, ihre Meinungen kund zu geben und daraufhin zusammen darüber redet und aufklärt, warum die Theorie (nicht) zutreffend sein kann.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das tatsächlich bei einem Teil der Menschen so ist. Gerade im Bekanntenkreis erlebe ich aber diejenigen, die schon im Verschwörungssystem leben. Für die ist das real, das sind für die keine Falschinformationen und sie "beweisen" es mit Videos und Posts von wem auch immer. Die finden eher reale, naturwissenschaftliche Informationen "skandalös". Es gibt von Mai Thi ein Buch, "Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit" und der Titel erinnert mich daran, dass die kgW in manchen Bereichen doch sehr klein sein kann.

    Im Kontext Schule sind mir ein paar wenige Kolleginnen begegnet, einmal eine Ingenieurin, die anderen mit nicht-naturwissenschaftlichen Fächern. Da waren Diskussionen zwecklos, die waren in ihrem Verschwörungssystem. Eine führte sogar einen Sorgerechtsstreit deshalb. Eine wollte Kolleginnen für eine Sammelklage gegen MNS im Klassenraum finden. Argumente zwecklos.

    Bei Schülern (Grundschule) habe ich sowas nie erlebt. Es gab nur einmal eine Situation, in der etwas behauptet wurde, was etwas problematisch hätte werden können:

    Kinder berichteten begeistert über ihre Kenntnisse bzgl. Dinosauriern, es ging mit Evolutionstheorien auf dem Stand von pfiffigen Zweitklässlern weiter. Zwei Kinder waren dann ganz konsterniert und meinten, der Mensch habe sich nicht vom Tier entwickelt, sondern sei von Gott erschaffen. Das hätten sie gerade im Religionsunterricht, der bei unserer Konrektorin stattfand, gelernt. Da das erste evolutionstheoriezugeneigte Kind anfing zu hyperventilieren und wenige Sekunden vor einem größeren Kicheranfall zu stehen schien, habe ich extrem schnell interveniert.

    Ich habe dann halt den Stand der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse dargelegt und darauf hingewiesen, dass es auch zur Bibel viel Forschung gibt und manche Religionswissenschaftler meinen, dass Gott dem Menschen geholfen habe, sich zu entwickeln.

    Habe wochenlang auf einer Reaktion der sehr gläubigen Konrektorin gewartet, aber offenbar haben die Kinder dort nicht nachgefragt.

    Aber das ist ja nun nicht das, was ihr mit Verschwörungsmythen meint.

    Ich glaube, bei Morgellonen würde ich etwas anders reagieren.

    Mit mir wurde gesprochen, weil ich im Lehrerzimmer war.

    Ich habe die Augen gerollt, weil ich schnell in den Unterricht musste.

    Von einer Lehrerin, für die Begründung fragen Sie bitte direkt bei der Person nach.

    Darüber wurde nicht im Lehrerzimmer diskutiert, weil die Kollegen überwiegend die Augen rollten. Die Kollegin sagt, sie habe nichts den Schülern gegenüber geäußert, die Schüler haben das anders erlebt. Eine Begründung können die betroffenen Personen vielleicht auf Nachfrage selbst liefern.

    Ja, weil sie auch arbeiten gehen.

    In meiner Schulzeit wurde immer gesagt, man antwortet nicht mit „Ja“ und „Nein“ sondern gibt eine Begründung dazu ab.

    In Situationen, in denen eine Begründung möglich war, weil Sie vorher etwas dazu gelernt hatten. Ihre Lehrer hatten einen Input vorbereitet und den Lernprozess strukturiert.

    Das ist hier leider nicht geschehen:

    Zitat

    1 Sind Sie in der Schule schon mit Verschwörungstheorien konfrontiert worden?

    2. Gibt es Schüler/innen, Eltern oder auch andere Pädagog/innen, die Verschwörungstheorien in die Schule tragen?

    Was genau soll man hier begründen?

    1. Ja, weil ich mich leider nicht ständig in einer Milchglaskapsel einschließen kann.

    2. Ja, für eine Begründung müssen Sie die Personen direkt fragen. Wäre reine Spekulation.

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