Beiträge von Conni

    Die Frage, die ich mir jetzt stelle: wenn ein Kind seinen Ausweis vergisst, muss ich es dann allen Ernstes in der Schule lassen? Obwohl klar ist, dass es sich um ein Berliner Schulkind handelt, das sowieso nichts zahlen muss und somit auch niemandem schadet? Und wenn ich es trotzdem mitnehme: wäre ich dann verantwortlich, wenn es bei der Kontrolle keinen Ausweis vorweisen kann?

    Unsere Schulleiterin hat - nachdem es Kontrollen gab - bereits Anfang des Schuljahres bei der BVG angerufen, Auskunft der BVG: Falls du ein Kind mitnimmst, das keinen Fahrausweis zeigen kann, bist du verantwortlich, d.h. du müsstest dann das erhöhte Beförderungsentgelt bezahlen und zusehen, ob und wie du es von den Eltern wiederbekommst.

    Ein unsäglicher Schrott! Da haben wiedermal Leute nachgedacht, die maximal mit 2 Kindern gleichzeitig Öffis fahren.
    Wir müssen immer wieder Kinder in der Schule lassen oder Eltern anrufen. Dann haben wir Kinder, die Fahrkarten oder Geld dabei haben, weil sie den Ausweis verlegt haben, aber nicht in der Lage sind, die Fahrkarte zu stempeln oder eine Fahrkarte zu kaufen. Das können wir "nebenbei" teilweise gar nicht machen, weil einige Kinder die Öffis als eine Art Tanzpalast, Trampolinspringanlage, DSDS-Bühne oder Turnhalle ansehen und wir ständig das gleiche sagen: Festhalten, hinsetzen, leise sein, sitzen bleiben. Hält 20 Sekunden, dann fängst du von vorne an. (An guten Tagen geht eine Fahrt ganz ok. 3. Klasse wohlgemerkt.) Unsere Konsequenz ist, dass wir im zweiten Halbjahr die Zahl der Ausflüge reduzieren werden.

    Gurkensalat?
    Moment, bevor du es erklärst, lass doch mal die andern versuchen, hier sind doch noch mehr Naturwissenschaftler :thumbup:

    z.B.: 35 Punkte erreicht, 40 wären für die 6 (bei uns 1, Wollsocken ist aus der Schweiz) nötig gewesen: 35:40 = 0,875
    0,875 x 5 + 1 = 5,375. Gerundet wird an Wollsockens Schule (oder in der Schweiz generell?) auf Zehntel: 5,4. (entspräche in D einer 1,6.)

    Oder auch: 20 Punkte erreicht: 20:40 = 0,5. 0,5 x 5 + 1 = 3,5. (entspräche in D einer 2,5)

    Oder: 10 Punkte: 10:40 = 0,25 - 0,25 x 5 + 1 = 2,25 --> 2,3. (3,7 bei uns)



    (Edit: Schon geklärt... Kann nicht rechnen... Das heißt, eine 6 gibt es bei dir gar nicht, das Schlechsteste wäre die 5?)

    An meiner letzten Schule gab es einen, aus gutem Grund.
    Lief nicht so gut. Gründe:
    - regelmäßig unangekündigt unbesetzt, Kind kam wieder zurückgedackelt,
    - nur an einzelnen Tagen besetzt und nur für manche Klassenstufen geöffnet - Unmut unter Kollegen,
    - Bedenken, den Raum überhaupt zu nutzen (vermeintliche päd. Unfähigkeit),
    - Kinder weigerten sich, dorthin zu gehen - hier muss geklärt werden, wie damit umzugehen ist,
    - nur ein Kind pro Klasse pro Stunde, wenn man 5 massive Störer hat, macht es wenig Sinn,
    - nach 3 Mal Trainingsraum gab es ein Elterngespräch - zusätzliche Belastung für Klassenleiter, die nur in wenigen Fällen nachhaltig was brachte.

    Ich persönlich habe ihn regelmäßig genutzt, hatte aber das Glück, dass er nur 3 Räume weiter war und ich im Notfall schnell mal gucken konnte, ob offen. Mit den Eltern der betroffenen Kinder aus meiner Klasse war ich eh regelmäßig in Kontakt, daher störte es mich nicht, wenn Fachlehrer davon Gebrauch machten.

    Das regeln Schulen selbstständig, es gibt idealerweise ein Vertretungskonzept.
    An meiner ehemaligen Schule haben die Sonderpädagogen nicht in ihren Fächern unterrichtet und ihre Stunden wurden zuletzt zur Vertretung eingesetzt, nach Teilung, Förderstunden und Sonderpädagogen-Stunden, die durch Nicht-Sonderpädagogen durchgeführt wurden.
    An meiner jetzigen Schule unterrichtet eine Sonderpädagogin sehr wenig in ihrem Fach, eine hat eine Klassenleitung und kaum Sonderpädagogikstunden, der Rest der Sonderpädagogikstunden ist auf Nicht-Sonderpädagoginnen verteilt. Der Vertretungsunterricht wird gleichmäßig verteilt.

    Wie das in ein paar Jahren an Schulen, an denen du potenziell unterrichten könntest, sein wird, kann dir wohl niemand sagen.

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