Dann liegt hier schon ein großes Problem. Wenn der Lehrer eine Ansage macht, muss der Schüler gehorchen. Gehorcht er nicht, muss ich wissen, wie ich das Problem löse. Hier ist jedoch das gesamte Kollegium gefragt. Habt ihr hier keinen Handlungsrahmen festgesetzt?
Mein Eindruck ist, dass das ein leidiges Problem an (Grund-?)-Schulen ist.
An meiner letzten Schule gab es irgendwann zwar ein Konzept, das funktionierte aber zu 50% nicht, weil Personalmangel, Krankheit, wichtige Aufgaben der Schulleitung dem entgegenstanden. Eltern sind eben in der Regel nicht einverstanden mit dem Abholen. Der Lehrer muss das machen, der Lehrer hat das studiert und der Lehrer ist der Pädagoge und muss sich um's Kind kümmern und das hinbekommen, was Eltern versäumt haben. Eltern gehen z.T. dann auch nicht mehr an's Telefon.
Was bei uns in den Klassen abging, geht auf kein Schaffell.
Arbeitspläne mit mehreren Ausflippern funktionieren in der Regel nicht, die sabotieren das. Alles schon durch.
Und gerade bei emotional-sozial auffälligen Schülern im Grundschulalter hat man es als Fachlehrer immer schwer, weil die i.d.R. nur den Klassenleiter akzeptieren, mehr ist zu viel für die Entwicklungsstufe.
Lehramtsstudent:
Willkommen in der Schule.
Sieh zu, dass du den Klassenleiter in die Pflicht nimmst, dich zu unterstützen sowie deine Mentoren.
Sieh zu, dass du deine Sprache verkürzt und vereinfachst.
Arbeitspläne müssen immer gleich aussehen, wurde hier schon genannt.
Und: Ich würde nienichtnimmer in so einer Klasse mit einem Spiel starten. Eher die Stunde mit einem Spiel abschließen. Idealerweise mit einem, an dem auch nur ein Teil der Klasse teilnehmen kann. Oder Stempel oder Bonbons oder Weißdergeier.