Beiträge von Conni

    Dann liegt hier schon ein großes Problem. Wenn der Lehrer eine Ansage macht, muss der Schüler gehorchen. Gehorcht er nicht, muss ich wissen, wie ich das Problem löse. Hier ist jedoch das gesamte Kollegium gefragt. Habt ihr hier keinen Handlungsrahmen festgesetzt?

    Mein Eindruck ist, dass das ein leidiges Problem an (Grund-?)-Schulen ist.
    An meiner letzten Schule gab es irgendwann zwar ein Konzept, das funktionierte aber zu 50% nicht, weil Personalmangel, Krankheit, wichtige Aufgaben der Schulleitung dem entgegenstanden. Eltern sind eben in der Regel nicht einverstanden mit dem Abholen. Der Lehrer muss das machen, der Lehrer hat das studiert und der Lehrer ist der Pädagoge und muss sich um's Kind kümmern und das hinbekommen, was Eltern versäumt haben. Eltern gehen z.T. dann auch nicht mehr an's Telefon.
    Was bei uns in den Klassen abging, geht auf kein Schaffell.

    Arbeitspläne mit mehreren Ausflippern funktionieren in der Regel nicht, die sabotieren das. Alles schon durch.
    Und gerade bei emotional-sozial auffälligen Schülern im Grundschulalter hat man es als Fachlehrer immer schwer, weil die i.d.R. nur den Klassenleiter akzeptieren, mehr ist zu viel für die Entwicklungsstufe.

    Lehramtsstudent:
    Willkommen in der Schule.
    Sieh zu, dass du den Klassenleiter in die Pflicht nimmst, dich zu unterstützen sowie deine Mentoren.
    Sieh zu, dass du deine Sprache verkürzt und vereinfachst.
    Arbeitspläne müssen immer gleich aussehen, wurde hier schon genannt.

    Und: Ich würde nienichtnimmer in so einer Klasse mit einem Spiel starten. Eher die Stunde mit einem Spiel abschließen. Idealerweise mit einem, an dem auch nur ein Teil der Klasse teilnehmen kann. Oder Stempel oder Bonbons oder Weißdergeier.

    Doch, schau gerne im Duden nach... ;)

    Das war ironisch gemeint, denn deine Rudel-Punkte und -Striche erinnern mich ehrlich gesagt an die Schreibweise von Teenagern in sozialen Medien, ebenso diese zusammengestückelten Sätze. Es liest sich unheimlich schwer. Du schreibst wie du sprichst und das entspricht nicht den Normen der Schriftsprache.
    Ich habe beim Anblick deines Beitrags den Sperrfinger gezückt, weil ich von einem Schülerbeitrag ausging.
    Für einen Teenager ist aber die Rechtschreibung wahrscheinlich zu gut.

    Du sitzt im Glashaus und wirfst mit Gebirgen.

    An meiner letzten Schule (meine neue hat keinen Sozialarbeiter), ich ergänze Kodis Vorlage:

    • Beratung/Unterstützung von Schülern im sozialen Bereich
    • Streitschlichtung (Schüler, Eltern, Lehrer)
    • Ausbildung der Streitschlichter
    • Beratung von Lehrkräften bzgl. sozialer Schülerprobleme
    • Sozialtrainingsstunden in Klassen
    • Beratung von Lehrkräften bzgl. Sozialtrainingsstunden
    • Beteiligung an Projekten in Klassen
    • Klassenfahrtsbegleitung bei schwierigen Klassen
    • Kommunikation mit Jugendamt/Schulpsychologe, etc.
    • Unterstützung bei der Beantragung von Inklusionshelfern
    • Koordination und Aufteilung der zugeteilten Inklusionshelferstunden
    • Kommunikation mit Inklusionshelfern
    • AG im Ganztagsbereich
    • Elternhilfe bei Anträgen, z.B. BUT
    • Organisieren von Dolmetschern
    • Anwesenheit bei einzelnen (herausfordernden) Elterngesprächen / Unterstützung
    • Kommunikation mit Asylbewerberwohnheimen
    • einwerben von Projektmitteln im sozialen Bereich
    • Organisation und Durchführen von Kaffee- und Kuchenbasar bei allen Festen
    • Auftritte mit der AG bei allen Festen bzw. Schulhausgestaltung mit AG-Produkten
    • Leitung des Teams aus Schulleitung, Schulsozialarbeit, Sonderpädagogik, Schulpsychologie, Jugendamt (Vorstellen der wichtigsten Problemschüler reihum)
    • Vernetzungsrunden im Bezirk
    • Vernetzungsrunden mit KiTas
    • Telefondienst
    • Klingel- und Türöffnungsdienst
    • Mitglied im Krisenteam
    • Partnerverträge mit externen Partnern und Kommunikation mit diesen
    • wöchentliche Gesprächsrunden mit Sonderpädagogen
    • wöchentliche Gesprächsrunden mit Schulleitung
    • Schreiben von Berichten über die eigene Arbeit an den Arbeitgeber (freier Träger)
    • Schreiben von "Das-will-ich-besser-machen"-Schriftstücen an den Arbeitgeber (bestimmt gibt es im Managerdeutsch dafür ein wohlklingendes Wort)

    Wohlgemerkt, eine Schule, etwas mehr als 1,5 Stellen. Die Inhaberin der vollen Stelle hat sich den Allerwertesten aufgerissen, weil sie eben auch eigene Ideen umsetzen wollte.
    Aber wie gesagt: Das kann an der nächsten Schule anders aussehen. Es gibt meist keine (klare) Beschreibung.

    Ganz ehrlich: Das ging mir als Berufseinsteigerin mit Studium / normalem Referendariat anfangs auch so. Nach ca. 4 bis 5 Jahren hatte sich alles gut eingespielt. Ganz am Anfang, direkt nach dem Referendariat hatte ich eine 2/3-Stelle, die fand ich gut zu bewältigen. Die anschließende volle Stelle war hart.

    Wir haben eine Informatikerin, die hat ihr Referndariat aber teilweise am Gymnasium gemacht und ist dann vollständig an die Grundschule gewechselt.
    Außerdem eine Kulturwissenschaftlerin, der wurde Gesellschaftswissenschaften als Fach anerkannt. Das bedeutet, sie muss sich in den Lehrplan der Gesellschaftswissenschaften (Klasse 5/6 Grundschule), Mathematik, Deutsch, die Pädagogik und Didaktik einarbeiten und ein Jahr unterrichten. Dann ein Jahr Deutsch und ein Jahr Mathe studieren, anschließend 1,5 Jahre Referendariat. Dauert insgesamt 4,5 Jahre. Vorteil: Es gibt Geld, Nachteile: Dauert lange, ein Jahr muss man im kalten Wasser schwimmen und durch Mathe fallen jetzt die ersten durch (bei uns noch nicht).


    Für mich war der erste Ausbildungsabschnitt besonders belastend, da ich an den Stundenplänen meiner Mentoren hing und dadurch an einzelnen Tagen 10 Stunden an der Schule war. Mit dem eigenständigen Unterricht ist das deutlich besser geworden.

    Die Quereinsteiger in Berlin haben 18 Stunden eigenständigen Unterricht in Vollzeit. Auf Antrag ist Teilzeit möglich, mindestens 13 Stunden eigenständiger Unterricht sind nötig. Normalerweise kann man das nur zu Vertragsbeginn vereinbaren.
    Vielleicht gibt es aber eine Möglichkeit, das auch später zu reduzieren? frage doch wirklich mal bei Ausbildern oder Personalrat nach.

    Ruf die Personalräte an, frage bei der Personalstelle - das sind die, die es wissen müssten.
    Die Wahrscheinlichkeit, dass hier jemand langkommt, der genau das schon getan hat, ist recht gering.
    Und: Gibt es keine Möglichkeit auf Entlastung, sodass du weitermachen kannst? Oder ist es einfach nicht "dein Beruf"?

    Bisher dachte ich immer, dass ein Arbeitskampf dem Arbeitgeber weh tun muss.Wobei wir damit beim Problem des Arbeitskampfes im öffentlichen Dienst sind - die Arbeitskämpfe tun dem Arbeitgeber nicht weh. Manchmal verschaffen sie ihm sogar noch (finanzielle) Vorteile. Der Image-Schaden geht auf Kosten der Streikenden. Und den eigentlichen Schaden haben (siehe cdl) "unbeteiligte Dritte".

    kl. gr. frosch

    Das ist nicht nur im ÖD so. Wir hatten kürzlich einen Streik der Verkehrsbetriebe, (fast) gleiches Problem. Vermutlich fallen mir noch weitere Beispiele ein.
    Ich würde - wenn es um Prüfungen geht - vermutlich auch nicht streiken gehen. Aber außerhalb von direkten Prüfungsvorbereitungen schon, sonst ruht sich der Arbeitgeber auf unserer Moral aus.


    Es ändert ja nichts an der vorhandenen Rechtschreibkompetenz. Ich sehe ja eher die Gefahr, dass ein schwacher Rechtschreiber dann weniger förderungsbedürftigt wirkt, nur weil alle anderen auch schwächere Ergebnisse haben... oder habe ich da einen Denkfehler?

    Nein, du hast keinen Denkfehler, genauso ist es. Die Vergleichsgruppe hat schlechtere Werte, also ist der Einzelne besser im Vergleich zur Vergleichsgruppe.
    Interessant wird das, wenn der Schüler im grenzwertigen Bereich liegt, dann ist er im Ballungsgebiet nicht mehr förderbedürftig.
    Noch interessanter wird es, wenn er im grenzwertigen Bereich liegt und psychisch krank ist und es eventuell um eine Lerntherapie gehen könnte. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Bei offiziellen Feststellungen (Schulpsychologie, SIBUZ) wurde an meiner bisherigen Schule der Ballungsgebietvergleichswert verwendet.

    Mathe 6 testet leider größtenteils nur die Lesekompetenz. Da sind meine leider sehr schwach. Hätte ich ihnen die Aufgaben aber vorlesen dürfen, hätten alle viel besser abgeschnitten und zeigen können, wie es um ihr mathematisches Verständnis aussieht.

    Ja, das war in Vera 3 in Mathe auch so. Ich habe einzelnde Schüler hinterher gefragt, warum sie die Aufgabe nicht gelöst oder völlig falsch gelöst haben. Ergebnis: Kinder mit Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache (2/3 der Klasse) haben die Aufgabenstellungen nicht verstanden, kannten einige Wörter gar nicht. Im Leseteil ähnlich.

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