Bei uns gibt es Methodenwoche ab Klasse 2. Letztlich sind wir relativ frei in der Gestaltung. Mit meinen 2. Klassen habe ich also in dieser Woche geübt: Arbeitsplatzorganisation, Umgang mit dem Lineal, Schneiden, Kleben, Benennen der Stifte, das ganze meist eingebettet in das Thema Uhr. Danach muss man es weiter üben. Ich finde so eine Woche nicht wirklich sinnvoll, ich habe meist "nebenbei" bereits mit der Wiederholung der Lerninhalte des 1. Schuljahres angefangen, die Kolleginnen in Klasse 3 bis 6 schwören aber drauf.
Meine Vermutungen zu Klippert: Der hat ja vorwiegend Methoden kooperativen Lernens ab Klasse 5 beschrieben. (Also zumindest das, was ich kenne kann man auf Klasse 1 bis 3 in unserem Einzugsgebiet kaum irgendwie anwenden.) Er geht vermutlich davon aus, dass man in dieser Woche alle möglichen Methoden anhand irgend eines Themas mal anwendet und so Gruppenbildung und soziales Lernen vorangetrieben werden. Meine Erfahrung: Klippert ist total "in" bei den Schulinspektoren in Berlin, kooperatives Lernen ist supertoll, egal ob was bei rauskommt, es geht um die Methode. *würg*
Ich übe 1- bis 2mal die Woche mit meiner 2. Klasse "Pairs-Check". Seit fast 3 Monaten. So laaaaaahaaaaaahaaaangsam kann es mehr als die Hälfte der Klasse. Line-Up habe ich einmal ausprobiert, das wird dann das Ziel für Klasse 3, 1. HJ. (Wie finde ich die richtige Richtung, in der ich weitergehen muss und wie unterdrücke ich "Iiihhh!", "Wärgs!" und Grunzgeräusche, wenn ich nicht meiner besten Freundin oder meinem besten Freund gegenüberstehe?)
Aus meiner Sicht ist es besser, das regelmäßig in den Unterricht einzubinden bei den "Kleinen".