Beiträge von EducatedGuess

    Ich hatte tatsächlich schon einen Tisch am Kopf. Schüler drehte völlig durch, warf einen Tacker in die Klasse und versteckte sich dann unterm Tisch. Ich ging in die Hocke und versuchte Kontakt herzustellen... Da trat er mit voller Wucht gegen das Tischbein und ich hatte die Tischkante am Kopf einschließlich Kopfprellung. Erste Klasse übrigens... Da lief aber hinterher noch genug anderes und er musste irgendwann die Schule verlassen.


    Sonst nur das "übliche": "Ich hasse dich" von Schülern mit emotional-sozialem Förderstatus. Da steh ich aber drüber.

    Uns wurde zumindest schon angekündigt, dass wohl ab Oktober die Quarantäneregeln geändert werden könnten. Bei Rückreise aus einem Risikogebiet müssten dann wohl in jedem Fall 5 Tage Quarantäne eingehalten werden und dann folgt erst der Test. Wir wurden dazu aufgefordert auf jeden Fall so zu reisen, dass diese 5 Tage in den Ferien liegen. Andernfalls sind dienstrechtliche Konsequenzen angekündigt. Also wissentlich ins Risikogebiet reisen ist wohl eher nicht so schlau.

    Wie offiziell das nun wirklich ist oder wird, keine Ahnung. Werden wir wahrscheinlich mit Beginn der Ferien erfahren.. oder mittendrin.

    Schulausschluss und Förderschule halte ich hier auch für völlig überzogen. Allerdings habt ihr ja mit den jetzigen Maßnahmen schon einmal einen Schritt Richtung Versetzung in eine andere Klasse getan. Diesen Weg würde ich nach der Aktion auch konsequent weitergehen. Die beiden Mädels müssen getrennt werden!


    Was die Sitzordnung angeht: Ich habe auch immer wieder Eltern auf der Matte, die da mit mir diskutieren wollen. Diese Diskussion habe ich immer konsequent abgelehnt. Sitzordnung ist deine pädagogische Entscheidung und gut.


    Holt euch Unterstützung von außerhalb der Schule. Welche Möglichkeiten gibts im Stadtteil? Maßnahmen durchs Jugendamt? Elternhilfe? Da muss dringend jemand IN die Familie, das könnt ihr schulisch alleine nicht lösen. Insofern musst du dich auch nicht schlecht fühlen.


    Die Aussage, die da auf dem Handy gelandet ist finde ich nach dem ganzen Theater, das es schon gab, nicht weiter schlimm... Natürlich ist die Aktion nicht zu akzeptieren, aber DU hast da wegen der inhaltlichen Aussage meiner Meinung nach nichts zu befürchten. Du bist Lehrer und Mensch und auch du darfst sagen, dass etwas stressig ist. Ich hoffe du hast eine SL, der hinter dir steht, aber das scheint ja so.

    Hallo zusammen,


    ich plane gerade Elternzeit und Elterngeld und bin dabei über Folgendes gestolpert:

    Wir würden gerne die 4 Monate Partnerbonus in Anspruch nehmen. Dabei müssen/dürfen beide Partner mind. 25 Stunden und max. 30 Stunden arbeiten. Natürlich wird hier von einer 40 Stundenwoche als Grundlage ausgegangen.

    In HH ist die Wochenarbeitszeit aber bei 46.5 Stunden. Damit werden die Ferien über die 30 Urlaubstage hinaus vorgearbeitet.


    So richtig 100prozentig kann mir nun keiner sagen, wie viel ich arbeiten dürfte, damit die Elterngeldstelle keine Probleme macht. Dort wurde mir nur gesagt, dass sie das Geld zurückfordern, wenn die Nachweise zur Arbeitszeit nicht stimmen.

    Hat da jemand vielleicht Erfahrung mit? Ich wäre sehr dankbar. Sollten wir das Geld zurück zahlen müssen, machen unsere ganzen bisherigen Überlegungen nämlich finanziell absolut keinen Sinn mehr...


    LG

    Aufgrund der physiologischen Anpassung und immunologischen Änderungen während der Schwangerschaft kann eine erhöhte Empfänglichkeit für Infektionen durch SARS-CoV-2 jedoch nicht ausgeschlossen werden.


    In zwei Studien mit kleineren Fallzahlen zeigte sich dagegen ein erhöhtes Risiko für schwangere COVID-19-Patientinnen (61, 62). Schwere Verläufe und vereinzelte Todesfälle werden zudem in mehreren kleineren Fallserien und in einer Studie aus den USA beschrieben.

    Das reicht völlig um Schwangere und Ungeborene besonders zu schützen, zumindest im derzeitigen Schulbetrieb. In Kombination mit den teilweise kaum auf positive Testungen an Schulen erfolgenden Maßnahmen (zumindest in HH), weiß ich nicht, was es hier noch zu diskutieren gibt.

    Ich weiß es nur für Hamburg. Da heißt es ganz klar, wenn die Gefährdungsbeurteilung keinen Einsatz in der Schule ergibt, dann darf auch nicht freiwillig in der Schule gearbeitet werden. Ich würde davon ausgehen, dass es in BaWü ähnlich ist.

    Dient ja auch deiner Sicherheit. Freu dich über deine Schwangerschaft, alles andere regelt sich schon :)

    Sorry, du hast Recht! Ich hatte mich auf HH bezogen, weil Anja82 auch in HH ist.


    Trotzdem ist es ja erstaunlich, dass die Gesundheitsämter da nicht abgestimmt agieren. Schön für die Hessen, wenn es da umsichtiger zugeht! :)

    Das sind die offiziellen Infos wie das Gesundheitsamt zumindest in HH Kontaktperson der Kategorie K1 und K2 festlegt, wenn in der Schule jemand positiv getestet wurde. Ob das nun Sinn macht... Dazu äußere ich mich lieber nicht.

    Im Prinzip kann dein Arzt dir auf ein Attest schreiben was er für medizinisch sinnvoll hält. Komplett arbeiten oder gar nicht, dazwischen gibt es ja vieles.

    Dein Arzt könnte dir zum Beispiel attestieren, dass ein Einsatz in ein oder zwei Lerngruppen dein Gesundheitsrisiko erheblich minimieren würde. Was dann die SL draus macht ist was anderes...

    Ich würde zu meiner SL gehen und sagen: Ich bin Risikogruppe, möchte aber möglichst arbeiten. Dafür bräuchte ich aber folgende Rahmenbedingungen, können wir da eine Lösung finden? Und bei Bedarf eben deutlich machen, dass du sonst ganz raus bist.


    Ich hab das auch so ähnlich (schwanger) gemacht und die SL war sehr froh, mich nicht komplett im individuellen BV zu haben, sondern als Entlastung noch einsetzen zu können, eben in einem bestimmten Rahmen.

    Ich hab mein Ref in HH gemacht, auch in Musik. Ich fühlte mich meistens fair behandelt, auch wenn es hier und da Mal Schwierigkeiten gab. In den Fachseminaren hab ich sehr viel für die Praxis mitgenommen, das fand ich super. Insgesamt hat man in HH Zeit um anzukommen, da es am Anfang bei den Unterrichtsbesuchen keine Noten gibt, erst die Prüfungen zählen. Das fand ich anfangs super... Gegen Ende hat es mich nervös gemacht, weil ich nicht wusste wo ich stehe.


    Insgesamt aber kommt es wohl wirklich auf die individuelle Konstellation aus Referendar und Seminarleitungen an. Es gibt auch ehemalige Mitreferendare, die dir was ganz anderes (Schreckliches) erzählen würden als ich.


    Frage ist ja auch so ein bisschen, wie mobil bist du? Ich fands in HH immer super, dass man alles mit den öffentlichen Verkehrsmitteln machen konnte. Man kommt ja doch ein bisschen rum.

    Also meine Kollegen im Präsenzdienst sind unglaublich froh, dass ich ihnen Arbeit abnehme. Das Home Schooling kommt ja nun zusätzlich für einzelne Schüler hinzu. Und das in ständig wechselnden Zusammensetzungen. Die Kollegenq schicken mir grob die Arbeitsaufträge aus dem Unterricht und ich vermittle das an die Schüler Zuhause. Außerdem müssen sie dann nicht noch den Kontakt halten, das läuft alles über mich.

    Ich entlaste also Kollegen nicht, damit sie ein bisschen entspannter arbeiten können, sondern ich nehme ihnen die zusätzlichen Aufgaben, die Corona bedingt auflaufen, ab.

    Für Schwangere in Hamburg gab es (allerdings im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung, die ja bei dir so nicht ansteht) verschiedene Möglichkeiten des Einsatzes. Zunächst musste geklärt werden, ob ein Einsatz in der Schule sicher möglich ist, wenn nein, ob es eine Aufgabe fürs Home Office gibt... Wenn nein, dann Einsatz in der Behörde. Ich würde davon ausgehen, dass die SL immer versucht dich mit Aufgaben an der Schule zu halten. Bei uns sah es auch erst nach wenig Home Schooling aus... Nun sind abwechselnd hier und da Schüler in Quarantäne.

    Das es nicht wirklich schön ist als gefühlt einziger alleine Zuhause zu arbeiten, merke ich gerade auch... Wenn man keine Klassen mehr hat fühlt sich das auch erstmal richtig doof an. Ich muss mich damit auch noch arrangieren. Zu Zeiten in denen alle Zuhause waren hatte man viel mehr Kontakt mit Kollegen. Manche Tage fallen mir auch schwer.


    Aber letztendlich: Du hast ja den berechtigten Wunsch Zuhause zu bleiben. Dafür bekommst du einen Arbeitsauftrag, den du für die Schule erledigen sollst. Mir gäbe diese Möglichkeit das Gefühl etwas zu tun, wovon ich selbst eines Tages profitiere und etwas, was auch den Kollegen zu gute kommt.

    Wenn du nun in irgendeiner Behörde Akten sortierst ist das vielleicht schöner für dein persönliches Bedürfnis... Aber einen Anspruch darauf hast du bestimmt nicht, solange die Schulleitung Verwendung für dich hat.

    Maylin85 Schön, wenn das bei euch klappt. Bei uns sind die Schüler nicht so, dass sie freiwillig arbeiten, die brauchen täglich einen Tritt ;) Außerdem soll ich ja die Kollegen entlasten, indem ich ihnen die zusätzlichen Sprechzeiten mit den Schülern abnehme... (Hat auch damit zu tun, dass ich im Home Office feststecke)

    Nun sitze ich in der Zwickmühle, dass ich eben kein Material bekomme und die Eltern sich (zurecht!!!) eben leider bei mir beschweren.

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