Dass Du Dich in einer komischen Situation fühlst, tut mir leid.
Objektiv betrachtet bist Du aber auch tatsächlich in einer sehr ungünstigen Situation - wir haben eine weltweite Pandemie und fast wöchentlich wechselnde Bedingungen. Die Kolleginnen und Kollegen sind derzeit quasi selbst wieder im Referendariat - die Strukturen und Abläufe sind nicht erprobt und schon gar nicht von Didaktikern über Jahrzehnte untersucht und aufbereitet. Wir lernen alle derzeit dazu und wissen noch nicht so richtig, ob unsere "Unterrichtsversuche" von langfristigem Erfolg gesegnet sind. Insbesondere sehr erfahrene Kolleginnen und Kollegen, die bislang immer eine gute Anlaufstelle für Referendare waren, sind derzeit selbst sehr eingespannt und unsicher ob der neuen Situation.
In den wenigen Präsenzphasen, die wir seit Januar haben, ist es nicht gerade ideal, da auch noch Zeit für Unterrichtsversuche anderer abzugeben.
Dass es derzeit bei manchen Kolleginnen und Kollegen keine Kapazität für eine fundierte (meist in "normalen Zeiten" schon untervergütete) Nebenbeschäftigung in der Referendarsausbildung gibt, ist zwar nicht gut, aber für mich nachvollziehbar. Daher würde ich das an Deiner Stelle erstmal nicht auf Dich beziehen.
Es wird in Deinem Kollegium Menschen geben, die sich Zeit für Dich nehmen und mit denen Du klar kommst.
Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Suche nach diesen - aus meiner Erfahrung ist das aber eine "Suche" und kein "Gefunden werden".