Beiträge von Flupp

    Das Problem ist, dass
    1. sich das Land mal wieder im Zuständigkeitswirrwarr zwischen Dienstherr und Schulträger etwas neues überlegt hat.
    2. Die Schulträger nicht sinnvoll reagieren können (die paar Token wären billig gewesen, Dienstsmartphones für alle unrealistisch)

    3. Die meisten Lehrkräfte kein Problem sehen und ihr Privatmaterial für dienstliche Zwecke zweckentfremden.

    Zum Glück kommen wir als Schule bislang um Schule@BW herum, da wir eigene Lösungen (mit Token vom Schulträger und Freigabe für private Smartphone-Lösungen) haben.

    Naja, ein bisschen krankheitsbedingter Ausfall ist schon eingepreist.
    Immerhin gibt es (vermutlich in jedem Bundesland) Mehrarbeitsregelungen, insbesondere wenn es ein Deputatsmodell gibt.

    In BW sind zum Beispiel im Landesbeamtengesetz fünf unbezahlte Mehrarbeitszeitstunden pro Monat bei dienstlicher Notwendigkeit bereits abgegolten. Dies wird in 3 Vertretungsstunden (nicht Aufsichtsstunden) unvergütete Mehrarbeit pro Monat übersetzt.

    Je nach Monat könnte also pro 17 oder 33 Vollzeitkollegen ein Vollzeitollege dauerhaft ausfallen.
    Das wäre im großzügigsten Fall eine über das System tragbare, dauerhafte Krankheitsquote von knapp 3-6 %. Laut Medienberichten ist jeder im Schnitt ca. 14 Tage pro Schuljahr krank. Bei wiederum ca. 200 Schultagen sind das 7 %.*

    Das System reicht derzeit also zwar nicht, es stimmt aber nicht, dass es gar nicht vorgesehen ist.

    *Die Rechnung ist natürlich nur überschlägig.

    "Macht Unterricht bis zur letzten Sekunde." ist ein Qualitätsmerkmal.

    Beim anderen kann man sich selbst fragen, ob da ein Körnchen Wahrheit dran sein könnte. Dann überlegt man sich, ob das verbesserungswürdig/-fähig ist. Menschen sind unterschiedlich und das ist auch gut so.

    Oder man fragt sich das nicht und ignoriert es.
    Gibt deutlich schlimmere Kategorien und Ausfälle.

    Ich finde die diskutierte zwei von drei Lösung eigentlich ganz nett, habe aber erstens Sorge, dass dies ein bürokratisches Ungetüm wird, und zweitens bin ich mir unschlüssig, wie damit umzugehen sein sollte, wenn der überstimmte Elternwille sich für z. B. Realschule anstatt des empfohlenen und ertesteten Gymnasiums ausspricht.

    Die Inhalte ermöglichen eine einfache Identifikation für eventuell hier mitlesende Kolleginnen und Kollegen deiner Schule.

    Mit den ausgestoßenen Beleidigungen und Gewaltphantasien bewegst du dich als Erwachsene auf ziemlich ähnlicher Ebene wie das Kind, dessen Fehlverhalten du im ersten Beitrag beschreibst.
    Du bist zwar weniger vulgär, dafür hast du hier das viel größere Forum und bewegst dich nicht im geschützten Rahmen einer schulischen Onlinekonferenz mit beschränktem Teilnehmerkreis. Hier kann jeder lesen, der Zugang zum Internet hat.

    Kann man so machen, man muss aber eventuell auch mit dem Echo leben können.

    "Liebe SL, könnten Sie mir kurz XY sagen..."
    "Vielen Dank für die Gesprächsanbahnung, nennen Sie bitte im Sekretariat den Grund, dann machen wir einen Termin."

    Wenn im Vorfeld bereits die SL mit Überrumpelungsmanövern aufgefallen ist, dann verstehe ich die Vorsicht. Ansonsten halt ich das Vorgehen für übertrieben.

    Eine Rückfrage dazu:
    Woraus schließt du, dass unter den begleitenden Lehrkräften ein betrieblicher Ersthelfer sein muss?
    Meines Erachtens genügt es, wenn ein (ausgebildeter) Ersthelfer dabei ist.

    Ansonsten stimme ich dir zu. Die Medienberichte vom Urteil wirken für mich immer mehr so, als wäre nur ein rasches Urteil angesteuert worden und es wurde weder ein etwaiges Vor-Ort-Versage oder ein Organisations- oder Genehmigungsversagen geprüft.

    Das empfinde ich nicht so, da es sich - zumindest dem Medienbericht nach - bloß um ein Experimentierfeld handelt.


    Wenn es später tatsächlich freigegeben werden würde, dass jede Schule das regeln muss, wie sie möchte, dann stimme ich dir zu.

    Das Thema Arbeitszeiterfassung ist hingegen ziemlich unabhängig von der Art des Arbeitszeitmodells.

    Ich kenne die Schule in Wutöschingen. Sie ist in meiner Nähe und es ist definitiv kein normales Schulgebäude, was anderen Unterricht ermöglicht (einige Kollegen kenne ich von Fortbildungen). https://asw-wutoeschingen.de/

    Das stelle ich nicht in Abrede, hat aber mit dem Arbeitszeitmodell, dass in dem erwähnten Artikel beschrieben wurde, nur teilweise zu tun.

    Wenn sich Kollegien intern entscheiden, dass manche mehr Unterrichtsstunden übernehmen um andere an anderer Stelle zu entlasten, dann ist das erstmal unabhängig von der Gebäudegestaltung.

    Ich habe gehört, dass es nicht das Hamburger Modell werden soll. Wutöschingen (du meinst sicher die Alemannenschule) bietet hervorragende räumliche Möglichkeiten, die wir anderen nicht haben). Präsenzzeitmodelle funktionieren dann nicht (so gut).

    Ich würde zu diesem Stadium nichts ausschließen, die Lage empfinde ich derzeit als sehr dynamisch. Kann also alles oder auch mal wieder gar nichts passieren. Erinnere mich noch zu gut an die Einsetzung der Arbeitszeitkommission zu Schavan-Zeit.


    Wenn man sich die Artikel in der Lehren & Lernen vom Dezember ansieht, dann ist Wutöschingen mehr als nur ein Präsenzzeitmodell, sondern schon eine erhebliche Abweichung vom ansonsten üblichen Standard auch in der Aufgabenzuweisung. Dafür benötigt es in erster Linie eine breite Verständigung im Kollegium.

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