Beiträge von Helvi73

    Liebe KuK,


    die 10. Realschulklasse hat am Freitag ihre Abschlussarbeit in Deutsch geschrieben. Leider sind da einige dabei, die eine bedeutend schlechtere Note in der Arbeit als in ihrer Vornote haben.

    Was ich bisher beim Kultusministerium gefunden habe ist, dass der Prüfling eine freiwillige Nachprüfung in dem Fach machen kann. Nun ist mir nicht klar, ist diese Nachprüfung freiwillig? Oder MUSS der Prüfling in die Nachprüfung, wenn die Arbeit 2 Noten schlechter als die Vornote ist? Und kann eine mündliche Nachprüfung tatsächlich nur in einem Fach in Anspruch genommen werden (habe ich gerade von anderer Seite gehört) oder kann der Prüfling sich theoretisch in allen drei Prüfungsfächern nachprüfen lassen?

    Es geht hier um Realschule in Niedersachsen.


    Danke für eure Hilfe!

    Hallo,

    oha, hätte nicht gedacht, dass diese Frage so hohe Wellen schlägt =O.

    Dann kläre ich euch mal auf: Ich habe jeweils dazu geschrieben, dass die Fragestellung ist, ob in Still- und Einzelarbeitsphasen..... und nicht allgemein im Unterricht. Punkte abgezogen habe ich nicht, außer die Argumentation ging in eine völlig falsche Richtung, schließlich gab es dazu Texte, denen Argumente entnommen werden sollten. Eine Schülerin schrieb z.B. sie sei gegen ein Verbot von Musikhören im Unterricht, ein anderer meinte, in den Pausen soll doch Musik hören erlaubt sein. Das ging mir dann etwas zu weit, denn die Argumentation ging in eine falsche Richtung.

    Es gab aber keine 6 :-).

    Vielleicht habe ich die SchülerInnen überschätzt, andererseits gab es tatsächlich 3 SchülerInnen, die genau argumentiert haben (also Stillarbeit...) und die haben auch super argumentiert, formuliert. Denke schon, dass es da einen Zusammenhang gibt.


    Viele Grüße!

    Die Schüler hatten sogar kleine Texte, denen sie Argumente entnehmen konnten. Daran lag es nicht. Es lag daran, dass die Aufgabenstellung nicht richtig gelesen wurde.

    Naja, in meinem Fall 10. Klasse Realschule, wie erwähnt. SuS sind zwischen 15 und 17 und ich hatte tatsächlich im Vorfeld geübt, Aufgabenstellungen genau zu lesen.

    Liebe KuK,


    ich weiß gerade nicht, ob ich das zu pedantisch sehe oder es gerechtfertigt ist....


    Heute habe ich meine 10. Klasse (Realschule) eine lineare Argumentation als Klassenarbeit schreiben lassen. Das zu erörternde Thema war “Sollte in Stillarbeitsphasen und Einzelarbeiten das Musikhören im Unterricht erlaubt sein?”.


    Bis auf eine (!) Schülerin haben alle darüber geschrieben, ob Musikhören im Unterricht erlaubt sein sollte.. Das war doch aber gar nicht die Frage. Sehe ich das jetzt zu eng? Wie würdet ihr damit in der Bewertung umgehen?


    Viele Grüße!

    Edit: ich habe wirklich noch nie gedacht "hmm, ob xy wirklich krank ist oder mir bloß Mehrarbeit machen will und daher ein bisschen simuliert?" Aber schon sehr oft "nimm deine verrotzten Taschentücher und geh weg von diesem Ort der Menschenansammlung!" Ganz besonders dann, wenn man gerade *öhöho* zu hören bekommen hat, dass xy es nur mit Wickmedinight und Ibu 1000 in die Schule geschafft hat.

    Da hast du natürlich recht, ich ebenfalls nicht;) bzw. wenn in diesen Tagen Schüler hustend und niesend vor dir sitzen und du die nach Hause schicken musst...:autsch: gehts noch?


    Trotzdem bin ich so blöd und habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich krank melde. Andererseits, niesend und rotzend in der Schule hätte ich wohl ein noch schlechteres Gewissen8o.

    Moin!

    Diese Frage stelle ich mir auch gerade. Habe seit gestern eine laufende Nase, leichte Halsschmerzen, leichte Gliederschmerzen, aber keinen Husten, kein Fieber und war gestern auch in der Schule, weil es morgens noch okay war, aber im Laufe des Tages schlimmer wurde. Normalerweise würde ich wohl weiter zur Schule gehen, auch wenn ich mich nicht 100%ig fühle.... aber derzeit:grimmig:... Da fühlt man sich doch unwohl den KuK gegenüber und auch nicht so toll, wenn man vor den Schülern rumniest. Werde wohl lieber zuhause bleiben und Material bereitstellen;).


    Total blöd gerade alles:(.

    Liebe KuK,


    ich habe in meiner 6. Klasse (Realschule) einen Schüler, der seit den Herbstferien wegen Corona Infektionsgefahr bis auf Weiteres vom Präsenzunterricht befreit ist. Ob das bei diesem Schüler gerechtfertigt ist oder nicht (nicht er selber gehört zu einer Risikogruppe, sondern ein im Haushalt lebender Angehöriger), sei dahin gestellt.

    Er gehört eh nicht zu den besten Schülern und meine KuK und ich zweifeln stark daran, dass es ihm schulisch und sozial (er hat in der Klasse eh soziale Probleme und seine Abwesenheit wird von den Mitschülern verwundert aufgenommen). Er selber scheint zuhause ganz happy und seine Eltern unterstützen ihr dabei. Aber auch das ist für mein Anliegen eher irrelevant.


    Da nicht abzusehen ist, wann der Schüler wieder im Präsenzunterricht ist, muss auch bei ihm eine Leistungsüberprüfung stattfinden (er hat ja einige Klassenarbeiten und Tests verpasst und ist zurzeit nicht bewertbar).


    Nur wie seine Leistung überprüfen? Leider ist es seit Schulbeginn so, dass die Eltern ihn bei allen Aufgaben, die zuhause erledigt werden sollen (Referate, Präsentationen etc) massiv unterstützen und teilweise (auch schon gehabt) die Arbeit für ihn komplett erledigen. Daher kommen auch keine Referate oder schriftlichen Ausarbeitungen in Frage. Ich will ja ihn und nicht seine Eltern bewerten.


    Nicht jeder Kollege hat Zeit und Lust, mit ihm eine „Live“ Klausur oder Test per Videokonferenz zu absolvieren. Und Referate bzw. schriftliche Ausarbeitungen kommen aus o.g. Gründen nicht in Frage.

    Eine Kollegin meinte schon, er könne ja mal an einem Nachmittag zur Schule kommen, wenn kein Schüler mehr da ist. Im Prinzip eine gute Idee, aber man kann ja an einem Nachmittag 3 Fächer überprüfen. Und es bedeutet wieder erheblichen Mehraufwand für die KuK.


    Habt ihr da einen guten Tipp?


    Ich freue mich auf eure Vorschläge!


    Viele Grüße!

    Huhu!

    Ich wollte euch „aufklären“ was letztlich aus den Praktikumsberichten bzgl. Deadline und (handschriftlicher) Form geworden ist.

    Es gab hier ja doch sehr viele Rückmeldungen, vielen Dank dafür!, und Spekulationen.


    Nochmal zur Situation:

    Zum Abgabetermin waren 3 SuS krank bzw. nicht anwesend.

    Schüler 1 hat den fertigen Bericht einem Mitschüler geschickt, der ihn zur Deadline abgegeben hat.

    Schüler 2 hat mich kontaktiert und mir mitgeteilt, dass er krank ist. Nach 2 Tagen war er wieder da und gab den Praktikumsbericht ab.

    Von Schüler 3 habe ich bin heute nichts gehört. Da hätte ich mir wenigstens eine kurze Nachricht über IServ gewünscht.

    Eine 6 kriegt keiner von denen (Nr. 1 eh nicht), alle werden normal gewertet.


    Der handgeschriebene Bericht:

    In dem ausführlichen Handout, welches die Schüler direkt nach den Sommerferien bekamen (und welches ich bei iServ hinterlegt habe) standen explizit die Vorgaben für den Bericht, auch die formellen. Wir haben den Bericht (mehrfach) besprochen auch noch nach dem Praktikum. Die formellen Vorgaben waren also lang bekannt.

    Letztes Jahr war es das gleiche und der Schüler hat den Bericht damals am PC geschrieben, also war die Person dazu auch in der Lage.

    Obwohl wir uns 3x die Woche gesehen haben und ich, wie gesagt, explizit mehrfach meine Hilfe angeboten habe, kein Wort bzgl. fehlendem Schreibprogramm. Außerdem ist unsere Schule digital sehr gut ausgestattet und der Schüler hätte sich jederzeit kurzfristig ein IPad ausleihen können oder den Bericht in der Schule abtippen können, wenn er keine Hilfe bei Eltern oder Freunden bekommen hätte.


    Und so schön es auch ist, wenn ein Schüler eine lange handschriftliche Arbeit verfassen kann, die Vorgabe war eine andere! Zudem ist der Schüler in Klasse 10 und es ist der 2.Praktikumsbericht.


    Zusammengefasst bekommt jetzt keiner eine 6 aufgrund Späterabgabe durch Krankheit oder Nichteinhaltung der Vorgaben. Allerdings fallen beim handschriftlichen Bericht einige Punkte weg wegen Nichteinhaltung der Formalien (außerdem enthält der Bericht auch viele sprachliche Fehler, v.a. Flüchtigkeit, die beim Tippen wohl nicht passiert wären, sowie einige inhaltliche Defizite, Note wird eh nicht berauschend).


    Aber um nochmal auf die handschriftliche Abgabe zurück zu kommen, wenn in einer Klassenarbeit die Aufgabe lautet „Interpretiere die Kurzgeschichte X“ und der Schüler schreibt einen inneren Monolog, weil er nicht mehr weiß, wie man bei einer Interpretation vorgeht, ist doch die Vorgabe auch nicht erfüllt und es wäre eine 6......

    Aber egal, ich denke nur, in der 10. Klasse, wenige Monate vor der Abschlussprüfung und dem Beginn einer Ausbildung, sollte man der Lage sein, formelle Vorgaben einzuhalten. Und wenn das aus Gründen nicht geht, wenigstens den Lehrer informieren...


    Viele Grüße!

    Liebe KuK,


    wie geht ihr mit nicht eingehaltenen Deadlines sowie nicht eingehaltener Form von schriftlichen Arbeiten um?


    In meinem Fall geht es um den Praktikumsbericht 10. Klasse Realschule.

    Die SuS haben die zwei Wochen vor den Herbstferien ihr zweites Betriebspraktikum absolviert. Gestern, am 2.11.20 13 Uhr war Abgabedeadline. Das heißt, dass die SuS noch eine Woche nach den Ferien Zeit hatten, den Bericht fertigzustellen. In der vergangenen Woche hatten wir noch dreimal zusammen Unterricht, in dem wir wiederholt über den Bericht (Inhalt, Form, Deadline) gesprochen haben sowie ich mehrfach meine Hilfe angeboten habe, die einige wenige der SuS auch in Anspruch genommen haben.

    Außerdem gab es vor dem Praktikum eine ausführliche Anleitung mit einzuhaltenden Formalien für Form und Inhalt, auf die wir immer wieder zu sprechen gekommen sind. Zudem bin ich mehrfach darauf eingegangen, welche Konsequenzen die Nichteinhaltung der Formalien sowie die Nichtabgabe zur Deadline haben. Nämlich eine „6“ für eine Klausur in den Fächern Deutsch und Wirtschaft.

    Alles war also klar UND ich habe mehrfach Unterstützung angeboten.

    Zudem sind die SuS in der 10. Klasse und es ist bereits ihr 2. Betriebspraktikum, letztes Jahr war es das gleiche Spiel.


    Nun war es gestern so, dass 2 SuS krank bzw. nicht in der Schule waren. Die eine Schülerin hat sich gemeldet und gesagt, sie sei krank und würde den Bericht heute, also einen Tag verspätet, abgeben. Der andere Schüler hat sich gar nicht gemeldet. Den beiden Schülern habe ich eine Mail über den Schulserver geschrieben, dass sie mir den Bericht bis 22.00 Uhr (gestern) digital schicken sollen. Hat keiner von beiden gemacht:autsch:.


    Eine andere Schülerin hat den Bericht handschriftlich abgegeben:autsch::autsch::autsch:. Daraufhin habe ich sie nach dem Unterricht angerufen (wir hatten gestern keinen Unterricht zusammen). Sie meinte, die hätte kein Schreibprogramm auf ihrem Laptop????? Word würde nicht funktionieren und das von der Schule über IServ bereit gestellte Office Programm wäre dauernd abgestürzt.

    Sie hat mich aber nicht einmal kontaktiert bzw. im Unterricht angesprochen, obwohl ich mehrfach meine Hilfe angeboten habe.

    So etwas macht mich fassungslos:autsch:.


    Eigentlich ist es ja keine Frage, 6 in beiden Fächern für die drei SuS. Zumal ich allen dreien noch eine Chance gegeben habe, die von keinem auch nur zur Kenntnis genommen wurde. Auch aus Fairness den anderen SuS ggü. die sich teilweise echt „ein Bein ausgerissen haben“.


    Oder sehe ich das zu eng? Wie würdet ihr das handhaben?


    Viele Grüße

    eure Helvi

    @samu Ich wollte mit dem Threadtitel meine eigentliche Fragestellung umschreiben, wie man damit umgeht, dass Teile der Schülerschaft das nicht versteht bzw. nicht anwenden kann und ob man dann irgendwann sagt, Leute, jetzt müsst ihr damit klarkommen oder ewig damit rummacht, bis 90% es draufhaben.


    Palim Und genau diese vorangestellten bzw. hintenangestellten Begleitsätze habe ich gemacht. Nichts komplizierteres. Und ich weiß eben, dass es in der GS gemacht wird, da meine Tochter das letztes Schuljahr am Ende der 3.Klasse auch gemacht hat.

    Daher war ich ja auch so erstaunt, dass es solche Probleme macht bei einigen. Davon abgesehen ist auch die Rechtschreibung teilweise grausig, Kommasetzung sowieso. Und das ändert sich auch nur bei wenigen im Laufe der Jahre. Trotz Rechtschreib- und Zeichentrainingseinheiten.

    Manchmal habe ich in Deutsch das Gefühl, ich müsste eigentlich den ganzen Grundschulstoff wiederholen. Und bei einigen würde auch das nichts bringen. An Inhalte können sie sich erinnern, an Formalien nicht:grimmig:.


    Ist das bei euch auch so?


    Ich habe auch in jeder Klasse mindestens 3-4 Schüler mit diagnostizierter Rechtschreibschwäche, daneben sitzen 5-6 Schüler, die genauso schlecht schreiben, ohne Diagnose. Dann sind da noch die Schüler, die sich richtig Mühe geben (mit mehr oder weniger Erfolg) und vielleicht 2 bis max. 3 Schüler die Rechtschreibung und Zeichensetzung gut bis sehr gut beherrschen und wo man das Gefühl hat, man kann auf etwas aufbauen.

    Ich rede hier auch nicht von Schülern, die erst nach Deutschland gekommen sind und Deutsch erstmal lernen müssen oder die, die zuhause hauptsächlich eine andere Sprache sprechen, sondern von Schülern, die es eigentlich gelernt haben müssten....


    Ist das wirklich die Normalität heute?

    Also, in dem konkreten Fall geht es um Satzzeichen bei wörtlicher Rede in der 6.Klasse. Das Thema kennen sie ja eigentlich schon aus der Grundschule. Nun habe ich das nochmal aufgenommen, erklärt, Übungen zusammen gemacht, um nun beim vermeintlich letzten AB festzustellen, dass das einige so gar nicht hinbekommen. Nun habe ich nochmal mit Online Übungen begonnen, vielleicht verstehen das einige Schüler dann doch noch..Aber irgendwann muss ich ja mal weitermachen. Das Thema ist ja auch nicht soooo anspruchsvoll....

    Hallo,


    wie geht ihr mit folgender Situation um: Ihr beginnt oder wiederholt ein Thema, erklärt und macht Übungen mit den Schülern. Schließlich wollt ihr weitergehen im Stoff bzw. darauf aufbauen und stellt fest, dass einige Schüler den Stoff nur sehr schlecht beherrschen, trotz Erklärungen und Übungen und Wiederholungen.

    Was macht ihr da? Weitermachen im Stoff und den besagten Schülern weiteres Übungsmaterial zukommen lassen? Oder einfach weitermachen und den Schülern sagen, sie sollen das Thema lernen?


    Mir wäre es schon am liebsten, wenn ich immer alle mitnehme, andererseits wollen die, das Thema beherrschen, auch weiter machen.. ein Dilemma.

    @samu Es gab schon eine Ordnungsmaßnahme bzw. Erziehungsmaßnahme, die allerdings milder ausfiel. Es gab ja auch ebenfalls eine offizielle Klassenkonferenz mit Elternvertretern, entsprechender Begründung etc. Also alles transparent und dokumentiert. Es steht ja auch das gesamte Kollegium sowie die Schulleitung hinter mir, und alleine das verhindert, dass das zwischen mir und der Schülerin bzw. der Mutter ausgetragen wird. Hoffentlich.


    *Jazzy* Oh ja, wir haben auch etliche LRS und/oder SuS mit Dyskalkulie.... (an meiner alten Oberschule hatten wir nicht in allen Klassen mindestens 3-4 diagnostizierte LRS und Dyskalkulie SuS...) und es gibt da echt 2 Gruppen. Die einen bekommen Superförderung (außerhalb der Schule) und schreiben besser als die „normalen“ SuS und/oder bemühen sich wirklich, und die andere Gruppe lehnt sich zurück und denkt sich, die brauchen gar nix mehr zu tun, haben ja die Diagnose. Und diese Einstellung schlägt sich auch auf andere Fächer nieder... echt schade.

    Huhu @samu und alle, die mir geantwortet haben,


    erstmal vielen Dank für eure Beiträge und Ratschläge!

    Ich sage mal zu ein paar Punkten etwas. Erstmal, wir sind eine recht kleine Privatschule und auch nur einzügig, sodass das besagte Schülerin übernächste Woche wieder in meiner Klasse sitzen wird. Wir sind zwar eine ganz normale Regelschule, dennoch ist es so, dass bei uns überwiegend Kinder sind, die irgendwo ein Thema haben, sei es z.B. ein sehr schüchternes Wesen (sodass die Eltern Angst haben, dass das Kind in einer einer großen öffentlichen Schule nicht zurecht kommt), oder durch mehr minder große Verhaltensauffälligkeiten aufgefallen sind, oder oder oder. So in der Richtung. Dies erzeugt bei einigen Eltern auch den Eindruck, dass sie die Verantwortung für die Verhaltensauffälligkeiten ihrer Kinder am Schultor abgeben, sie bezahlen ja schließlich Schulgeld...

    Dieses Mädchen hat keine offizielle Diagnose außer LRS und keine Ahnung, warum der Mutter in der GS die Möglichkeit gegeben wurde, neben ihrem Kind zu sitzen, wahrscheinlich aus „Gründen“. Man sieht schon, woher das Problem im Umgang mit dem Kind kommt, nämlich eher von den Eltern...

    Die KK der 2. Schülerin lief ganz anders ab, Eltern und Schülerin waren einsichtig und so war auch die darauf folgende Erziehungsmaßnahme eher mild. Bei dem Mädchen „wird alles gut“, davon gehe ich aus.

    Wenn Schülerin 1 wieder kommt.. Schauen wir mal, ob das einen Effekt hatte. Wenn nicht, werden eben neue Schritte eingeleitet. Und auch die Audioaufnahme war nicht von mir, aufgenommen durch andere Schülerinnen, sondern ihre Freundinnen hatten ihr eine Sprachnachricht geschickt. Bin mir ziemlich sicher, dass mir die Mutter das bewusst anders gesagt hat, um mich zu verunsichern (oder bin ich jetzt paranoid??). Irgendwer muss ja die Verantwortung für das Verhalten ihrer Tochter übernehmen. Sie jedenfalls nicht, jedenfalls nicht mehr ab dem Schultor :autsch:.

    Liebe Community,


    ich bin gerade richtig von der Rolle und weiß gar nicht, wie ich damit klar kommen soll...:traenen:

    Die Vorgeschichte: V den Sommerferien haben 2 Mädchen aus meiner damals 5., jetzt 6. Klasse einen Klassenkameraden (ebenfalls aus meiner Klasse) regelrecht gemobbt und richtig krasse Dinge behauptet, z.B. dass er sie sexuell belästigt und sogar vergewaltigt habe, was nachweislich nicht im Entferntesten stimmt. Außerdem machten Sie bis in die Nacht Telefonterror bei ihm.

    Dies passierte wenige Tage vor den Sommerferien, so dass wir hofften, dass es im neuen SH besser werden würde. Dies passierte leider nicht und so. Daraufhin fand am 2. Schultag ein Gespräch der beiden Mädchen mit der Schulleitung statt. Und auch die Eltern des Jungen drohten mit der Polizei.

    Nach dem Gespräch endete das Mobbing (finde schon, dass man das als Mobbing bezeichnen kann) gegen den Jungen weitgehend, und ein anderes Mädchen geriet in den Fokus der beiden. Das Mädchen ist eh durch eine Autoimmunerkrankung vorbelastet und ist seit Ende letzter Woche nicht mehr in der Schule gewesen. Deren Mutter „drohte“ schon damit, ihre Tochter von der Schule zu nehmen deswegen.

    Dazu kommt, dass sich beide Mädchen, v.a. eins auch den LuL gegenüber sehr oft respektlos verhalten und ständig den Unterricht wegen Gequatsche stören. Ich habe schon diverse Sitzordnungen versucht, nichts hat bei Mädchen 1 bisher geklappt. Zuletzt saß sie praktisch neben mir am Pult und quatschte mir ständig rein, auch wenn ich gerade etwas für die ganze Klasse erklärte. Das Schlimmste, sie bricht immer in Tränen aus und schluchzt laut, sodass man sie teilweise eine Stunde nicht ansprechen kann. Sie fühle sich von mir ungerecht behandelt und auf dem Kieker.

    Nun vorgestern Klassenkonferenz für (mobbendes) Mädchen 1, heute für Nr. 2. Mädchen 1 wird für 1,5 Wochen in einer anderen Klasse beschult und muss ein Buch zum Thema Mobbing bearbeiten. Die KK war im Übrigen ein Drama. Mädchen 1 sah nichts ein, stritt alles ab, beschwerte sich über lächerliche Dinge und heulte die ganze Zeit wie ein Schlosshund. Da jedoch alle KuK sie bereits im Unterricht erlebt haben und sogar die Elternvertreterinnen geschockt von den Vorkommnissen sind bzw. waren, wurde die Erziehungsmaßnahme akzeptiert, auch von den Eltern. Es wurde dort auch von der Mutter thematisiert, dass ich sie angeblich ungerecht behandele, was entkräftet wurde.


    Nun war gestern der erste Tag, an dem Mädchen 1 nicht in der Klasse war. Einige SuS beschwerten sich schon am Morgen, dass Mädchen 2 (deren KK heute ist) in der Klasse herumpöbele und die Mutter des einen Schülers (Elternsprecherin) als „Hure und Nutte“ beschimpfe. Mädchen 1 hat ihren Freundinnen natürlich alles aus der KK erzählt und die eine Elternsprecherin hat ihr eine ganz harmlose Frage gestellt.


    Nachdem vorne am Pult nun ein Platz frei war, ließ ich einen Jungen dort sitzen. Die 3 Freundinnen von Mädchen 1 sagten, dass das doch der Platz von Mädchen 1 sei, woraufhin ich erwiderte, dass dort doch jemand anders sitzen könne, solange Mädchen 1 nicht da sei und dass wenn sie wiederkomme, sowieso woanders sitzen würde, da das vorne so nicht funktionieren würde und es mir zu stressig sei (okay, vielleicht unglücklich formuliert). Nun der Knaller: Anscheinend hat eines der Mädchen dieses Gespräch unter den Tisch mit dem Handy aufgenommen und Mädchen 1 sowie deren Mutter geschickt! Daraufhin bekam ich einen Anruf der Mutter, dass Mädchen 1 völlig außer sich sei und nun gar nicht mehr zur Schule kommen wolle, weil ich sie nicht mögen würde!!! Ich hätte doch versichert, dass Mädchen 1 wieder auf ihrem alten Platz sitzen könne, wenn sie wieder kommt (das habe ich mitnichten gesagt) und nun sitze da jemand anders. Mädchen 1 habe doch sowieso ein Aufmerksamkeitsproblem und müsse vorne sitzen, damit man sie im Griff habe, so mache man das doch mit solchen Schülern. Am besten solle sie auch alleine sitzen (geht nicht, kein Platz). Und außerdem habe sie die 4 Jahre in der Grundschule auch immer einen Einzelplatz vorne gehabt und die (die Mutter) habe die dort begleitet... Da fällt einem nix mehr ein... Ich wendete ein, dass ich auch noch andere Kinder in der Klasse habe und es nicht immer nur um ihre Tochter ginge, da war sie kurz ruhig....


    Nun ja, um das mal abzukürzen, das Klassenklima ist zurzeit ziemlich im Axxxx, weil die beiden Mädchen aufmischen und 4/5 der Klasse einfach nur genervt von denen ist. Ich fühle mich furchtbar unfähig. Die Schulleitung und das Kollegium stehen 100%ig hinter mir. Aber ich bin einfach nur fertig :-(((.


    Danke fürs „Zuhören“ und vielleicht habt ihr ja auch einen Tipp für mich... Ich weiß, dass ich das viel zu sehr an mich ranlasse..

    Huhu!


    Das macht nicht wirklich Mut, aber nun weiß ich, dass ich nicht alleine bin :_o_).


    Wo mir jetzt noch die Hutschnur hochgehen könnte, sind irgendwelche „offenen Briefe“ von Eltern oder Beschwerden, dass die Lehrer so digital zurück geblieben oder faul seien, nicht einfallsreich oder offen für neues||.


    Ich bin Lehrerin mit Kindern in der Schule und kann mich so gar nicht beschweren, jedenfalls nicht über die Lehrer meiner Kinder:_o_D.

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