Beiträge von CDL

    3/10 Demoralisierung, das geht viel besser. Nett-sein, zur Öffnung einer emotionalen Verbindung, und dann verdrängen wird bei vielen besser klappen. Ich würde es dir gerne beibringen, aber ich werde nicht nach Thüringen gehen.

    Es geht nicht um Demoralisierung, sondern darum, dass du eine „vergeistigte Umgebung“ in der Arbeit mit Pubertierchen oder auch SuS der Oberstufe nur höchst selten, wenn überhaupt erleben wirst. Das ist einfach ganz weit weg von der schulischen Realität und damit letztlich etwas, was wahlweise nach maximaler beruflicher Frustration gepaart mit Burnout oder innerer Emigration schreit oder eben alternativ einer ganz deutlichen Korrektur deiner Erwartungshaltung durch die Realität bedarf, um zufrieden sein zu können.

    Wenn du zu dieser inneren Korrektur nicht bereit bist, ist das letztlich ein ganz deutlicher Hinweis, dass Schule nicht der richtige Arbeitsbereich ist für dich. Also komm von deinem hohen, vergeistigten Ross runter und mach dich vertraut mit der Realität der Arbeit auch an Gymnasien mit 10-18 jährigen, die deine Fächer deutlich häufiger als dir lieb sein wird einfach nur für komplett überflüssig erachten werden oder die auch dich für komplett überflüssig erachten werden und daraus keinerlei Hehl machen.

    Hallo, danke für deine Antwort.

    Da ich recht neu bin, weiß ich gar nicht genau, was du meinst mit "Seminar" oder ich stehe gerade voll auf einem Schlauch...

    Möglicherweise heißt das in S-H einfach anders. Im Schulbereich gibt es eine Menge föderal bedingte Unterschiede und damit landesspezifische Besonderheiten.

    Ich meine mit „Seminar“ den Ort, an dem Anwärter: innen ergänzend zu Schul und Unterricht in Pädagogik, Fachdidaktik, sowie je nach Bundesland ggf. auch in Schul- und Beamtenrecht ausgebildet werden. Die Personen, die dich prüfen werden am Ende des Refs kommen von dort, aber auch diejenigen, die während des Refs deine Unterrichtsbesuche begleiten und beurteilen.

    Danke euch für die weiteren Kommentare. Irgendwie scheine ich mich immer noch missverständlich auszudrücken. Aber eine Sache ist mir doch ganz wichtig. Es ist falsch verstanden worden, wenn jetzt einige meinen, ich hätte keine Lust meine Arbeitszeit zu messen. Ich befürchte nur eine zusätzliche Arbeitsbelastung. Ich bin ja nicht in Rente gegangen und habe meine Stunden weiter reduziert und habe im nächsten Schuljahr keine Klasse mehr, weil es mir so gut geht. Ich mache dieses Jahr, weil ich darum gebeten worden bin und ich es mir unter erleichterten Bedingungen auch zutraue. Für mich, in meinem Zustand ist die Arbeitszeiterfassung mit Webinaren, Interviews und sonstigen Zusatzterminen einfach zuviel. Das sind meine Bedenken. Sehr persönlich und eben gewachsen aus meiner Krankheit. Ich finde es nach wie vor schade, dass es in meinem Fall keine Möglichkeit gibt, die Aufgabe an einen Kollegen zu geben, der voller Motivation und Kraft auch diese Aufgabe noch gerne zusätzlich erledigt. Naja, da muss ich da jetzt halt auch durch und hoffe, dass die Sache wirklich nicht zu arbeitsintensiv wird.

    Genau genommen ist es gerade wichtig, wenn man schon die Arbeitszeit anhand ausgewählter KuK repräsentativ erfassen möchte, dass das am Ende nicht nur die total fitten, pumperlgesunden Hansdampf- in-allen-Gassen- KuK machen, sondern eben auch solche mit gesundheitlichen und/ oder altersbedingten Einschränkungen. Ich verstehe aber gut, dass du Angst hast, dich damit letztlich zu übernehmen.

    Mach dir bewusst, dass diese Arbeitserfassung samt aller dazugehörigen Veranstaltungen Teil deiner Arbeitszeit ist. Gib also einerseits die Veranstaltungen und Erfassung selbst ebenfalls mit an, versuch aber auch an anderer Stelle zu kürzen und diese Zeit nicht einfach nur en top zu machen und mach auch deiner SL gegenüber deutlich, dass das so laufen muss angesichts der Gründe für deine Berentung.

    Falls hier keine Antwort kommen sollte, dann frag einfach mal bei einem der Seminare nach, bis wann du mit einer Antwort rechnen kannst. Diese kennen die üblichen Zeiten für Zusagen, weil sie in diesem Zeitfenster auch die Schulplätze zuweisen. Möglicherweise weiß aber McGonagall wann das in SH üblicherweise erfolgt.

    Es würde ja reichen, all das zu erfassen, wofür man in anderen Berufen auch einstempelt. Ein privates Forum gehört dazu ebenso wenig, wie Überlegungen im Auto oder Privatgespräche mit Dritten.

    Das private Forum kann aber dann berufsrelevant werden, wenn es ganz gezielt genutzt wird, um in einer beruflichen Frage mit Peers zu sprechen und nach einer Lösung zu suchen, weil die eigenen KuK vielleicht nicht weiterhelfen konnten. Hin und wieder gibt es diese Art Austausch hier ja auch. ;)

    “Schnellstmöglich“ ist wörtlich zu verstehen, also so schnell, wie eben personell bedingt möglich, soweit sämtliche Unterlagen vorliegen. Das kann dann je nach Behörde und Personalstand lediglich ein paar Tage dauern oder ein paar Wochen. Genauer kann dir das höchstens die einstellende Behörde selbst sagen. Ruf also, wenn du es gar nicht aushalten kannst, noch einmal an und wenn die Person am Telefon nicht zuständig wäre, erfrage, wer dir eine genauere Auskunft geben könnte.

    Mach dir aber auch bewusst, dass jeder Anruf mit einer Nachfrage, wie lange es denn noch dauern würde zeitliche Ressourcen bindet, die dann für eine raschere Bearbeitung fehlen. Es kann also sehr gut sein, dass du die entscheidenden Personen nicht telefonisch erreichen kannst, sondern tatsächlich einfach abwarten wirst müssen. Hier in BW wird bei Einstellungen explizit darauf hingewiesen, dass eine telefonische Nachfrage zum Bearbeitungsstand generell nicht möglich sei (das würde Personal binden, welches sinnvoller die Einstellungen selbst bearbeitet). Die Mitarbeitenden melden sich, wenn sie noch etwas benötigen sollten.

    Laut Statista hat Baden-Würtemberg ziemlich die niedrigsten Wiederholer-Quoten:

    https://de.statista.com/statistik/date…bundeslaendern/

    1,7% bei einem bundesweiten Durchschnitt von 2,3%, auch Sachsen ist mit 2,1 % unterdurchschnittlich. Nur in Bayern muss man noch ein bisschen befürchten, sitzen zu bleiben. Die bayrische Quote ist 4,1 %

    naja, das ist auch in sofern nicht verwunderlich, da es in BW außerhalb der Gymnasien an den Gemeinschaftsschulen schlicht kein Sitzenbleiben mehr gibt.

    Darüber hinaus ist eine Abschulung von den Gymnasien oder alternativ an den Realschulen der Wechsel vom M- Zug in den G- Zug ein Weg auch ohne Wiederholung auszukommen.

    Das verleitet schon die eine oder andere Schule, ein paar Gutachten mehr zu verfassen.

    Woher weißt du das? Macht deine Schule das dergestalt? Von wie vielen anderen Schulen weißt du gesichert, dass sie das derart handhaben?

    Sitzen in Niedersachsen Eltern nicht im Zweifelsfall sogar mit in Notenkonferenzen oder Klassenkonferenzen, müssten also insofern darüber mitentscheiden können, ob für ihre Kinder derartige Bedarfe geprüft werden?

    Nein, kann ich nicht bestätigen. Wir haben vielmehr massiv zu kämpfen, um Eltern überhaupt erst einmal davon zu überzeugen entsprechende Begutachtungen zu durchlaufen, obgleich deren Kinder massive Probleme haben, die wir nicht auffangen können und die einer anderen Art der Förderung bedürften.

    Dort, wo bei uns an der Schule (SEK.I) SuS erkennbar nicht (mehr) auf ihren Förderstatus angewiesen sind, empfehlen wir als Klassenkonferenzen sehr gerne den Eltern diesen aufheben zu lassen (dieses Schuljahr 2x erlebt), was dann auch immer gerne umgesetzt wird von den Eltern und auch den betroffenen SuS.

    Wir haben an der Realschule keinen Mehrwert davon willkürlich einen Förderstatus festsetzen zu lassen, der nicht angebracht wäre (welche Eltern würden das auch mitmachen, wenn das nicht wirklich angezeigt wäre beim eigenen Kind) und können das auch gar nicht (BW).

    Mich würde an der Stelle sowohl interessieren, was da wie ganz genau inhaltlich von welchen Wissenschaftlern beleuchtet und erfragt wurde, wie repräsentativ die befragte Zielgruppe zumindest mal für NRW war, sowie wie viele Schulen das letztlich tatsächlich betroffen hat, die angegeben haben Lücken im System zu nutzen, um unzutreffende Förderbedarfe zur Generierung zusätzlicher Personalstunden zuzuschreiben.

    Ich habe bereits vor deinem Beitrag das Profil gemeldet (über diese drei Punkte), vielleicht war es deshalb verschwunden.

    Vielleicht. Ich glaube aber nicht, dass das verschwinden würde, sondern denke eher, dass ich zu blind und doof war in dem Moment. Bedingt durch die Pfingstferien ist in den letzten Tagen bei mir richtig viel Müdigkeit rausgekommen und mein Kopf war so richtig doof die halbe Zeit über. :lach: :hammer:

    Könntest du dir vorstellen, deinen bisherigen Nebenjob über eine passende Ausbildung/ ein passendes Studium weiter zu professionalisieren?

    Warum genau wolltest du „immer“ Lehrer werden? Was hat sich an diesen Gründen geändert basierend auf deinen Erfahrungen im Praktikum?

    Ganz gleich, welchen Weg du für dich gehen möchtest solltest du dir in jedem Fall bewusst machen, dass die Professionalisierung in jedem Berufsfeld mehrere Jahre Einsatz erfordert und ein durchaus harter Weg sein kann, aber längst nicht durchgehend sein muss (oder sollte).

    Ebenso solltest du mit bedenken, dass es nicht dauerhaft so erschöpfend bleiben muss im Schuldienst. Ich erinnere mich auch noch, wie erschlagen ich in den Praktika oder auch noch zu Beginn des Refs war, weil es so unglaublich viel Neues zu lernen galt einerseits und andererseits ich ungeachtet meiner vorherigen Arbeit im pädagogischen Bereich nicht daran gewöhnt war in diesem Umfang auf die Bedürfnisse anderer Menschen kontinuierlich angemessen reagieren zu müssen als Dauerfeuer, während ich gleichzeitig noch x weitere Aufgaben hatte. Das ist etwas, was heutzutage definitiv nicht mehr gleichermaßen anstrengend ist, weil ich mehr Situationen bereits durchlaufen habe, ein breiteres Repertoire an Lösungsansätzen zur Verfügung habe, gelassener geworden bin.

    Gruselgeschichten übers Ref sollten jedenfalls keine Basis deiner Entscheidung sein. Die meisten Lehrpersonen erleben letztlich ein zwar anspruchsvolles Ref, dass sie durchaus auch mal an die Grenzen bringen kann, aber abgesehen davon einfach eine recht normale Ausbildungssituation mit weitestgehend fairen und unterstützenden Mentorinnen und Mentoren oder auch Seminaren. Die Gruselgeschichten sind nur einerseits immer die Geschichten, die besonders hängen bleiben und andererseits auch die Geschichten, die am ehesten erzählt werden. Darüber hinaus hat manche vermeintliche Gruselgeschichte mindestens zwei Seiten, weil gar nicht mal so selten die Person, die diese erzählt vor allem an sich selbst gescheitert war im Ref, nicht etwa an den bösen Mitmenschen.

    Mist kann man in jeder Ausbildungssituation und auch bei jedem Arbeitgeber erleben. Das ist kein Privileg des Referendariats. Also mach dich frei von Gruselgeschichten aller Art bei einer Entscheidungsfindung.

    Schau dir das doch erst einmal in aller Ruhe während der Vertretungsstelle an, ob deine Vorstellungen von einer Tätigkeit in der Grundschule zur Realität passen und dann überleg noch einmal ganz in Ruhe für dich, ob das deine Zielgruppe dauerhaft ist oder du auch weiterhin das Bedürfnis hast, dir zumindest den Weg in die Sekundarstufen in der Hinterhand zu behalten. Falls ja, bleibt nur der Weg das entsprechende Ref zu machen und zu schauen, ob du danach dennoch über eine weitere Sondermaßnahme an die Grundschule rutschen könntest. Der ideale Weg wäre das aber natürlich nicht, wie dir sicherlich auch bewusst ist, weil dir nicht nur einiges an Grundschuldidaktik aus dem Studium fehlen würde, sondern auch die Zeit, das, was dir fehlt im Ref nachholen zu können.

    Meines Erachtens ist das Problem nicht die Grundschulempfehlung, sondern die Tatsache, dass im Gymnasium kaum einer mehr durchfällt. Meine Kinder haben von ihren Klassenkameraden über die Schulzeit höchstens einen verloren.

    Bei mir seinerzeit (1980 ins Gymnasium) fielen in der 5. Klasse von 24 Schülern 4 durch, in der 6. Klasse noch mal 4. Auch in den nachfolgenden Jahren fiel eigentlich immer mindestens einer durch. In der 11 wurden noch die ausgesiebt, die kein Abitur kriegen sollten, bevor man alles mögliche abwählen durfte. Das war auch mehr als einer, aber schon auf den Jahrgang gerechnet. Natürlich bekamen wir auch Nachschub von oben, aber manche Eltern sahen auch schnell ein, dass weder sie noch ihr Kind bereit sind, diesen Weg weiterzugehen. Alle anderen wussten wenigstens, was erwartet wird.

    Anderes Bundesland, aber hier in BW gibt es auch weiterhin Abschulungen der Gymnasien und das teilweise nicht zu knapp. Allein meine Schule weist so jedes Jahr zum Halbjahr mindestens eine halbe Klasse Gymnasiasten, die abschulen müssen mangels ausreichenden Platzes ab. Das ist also alleine bei uns eine zweistellige Personenzahl, die sich gerne anmelden würden. Stadtweit geht es wohl jedes Halbjahr um etwa eine Klassenstärke von den Gymnasien, die an die SEK.I- Schulen weitergereicht werden.

    Im deutschen Mittel haben wir eine Akademikerquote von 26,8 %. In Großstädten über 100.000 Einwohner sind es 36,9 %. In Großstädten wohnt man nicht zufällig, ich schätze die Akademikerquote meiner Nachbarschaft auf mindestens 60%.

    Dir ist sicherlich bewusst, dass die eigene Nachbarschaft nicht repräsentativ ist für eine generelle Akademikerquote, weder eines Landes, noch einer Stadt.

    In meinem früheren Wohnhaus in Freiburg wäre ich auch direkt auf 90% (angehende) Akademiker: innen gekommen unter den Parteien. Für das Stadtviertel in dem ich gewohnt habe war das aber keinesfalls repräsentativ. Dort gab es bedingt durch einige Stadtbauwohnungen, aber auch den Umstand, dass es ein altes Arbeiterviertel war, eben auch sehr viele Handwerker: innen, einfache Angestellte, ungelernte Kräfte, etc.

    Das Viertel in dem ich inzwischen lebe ist deutlich hochpreisiger. Rundherum in den zahlreichen Einfamilienhäusern die mein Wohngebäude umgeben leben mehrheitlich Familien mit Studienhintergrund. Ich lebe aber auch weiterhin in einem Mehrfamilienhaus, wo tatsächlich die Mehrheit der Parteien nicht studiert haben. Also eine Umkehr der früheren Situation.

    Für die Freiburger Akademikerquote war mein früheres Wohnhaus aber deutlich repräsentativer als der Stadtteil drumherum, wohingegen mein aktuelles Wohnhaus für die Akademikerquote der Stadt in der ich heutzutage lebe repräsentativer ist als der Stadtteil in dem dieses liegt.

    Hallo zusammen, ich wollte euch fragen, wie der Ablauf der Fachgespräche war: Betrafen sie den Fächerinhalt, die Didaktik usw. oder war es ein Gespräch über euer Studium und eure Erfahrungen? Also war es wie eine Prüfung?

    Teacher80 ist kein Mitglied des Forums mehr, kann also nicht mehr antworten. leererin war seit Oktober 2022 laut Profil nicht mehr im Forum aktiv, wird dir also mutmaßlich ebenfalls nicht antworten. Sollte sich also niemand anderes melden, würde ich dir empfehlen, das z.B. bei deiner Gewerkschaft zu erfragen oder auch dem Personalrat. Ich würde aber davon ausgehen, dass alle von dir angesprochenen Aspekte angesprochen werden könnten. Darüber hinaus auch deiner bisherige Berufserfahrung oder auch Fragen dazu, wie du in einer typischen Situation (z.B. Unterrichtsstörung) pädagogisch vorgehen würdest basierend auf deinen bisherigen Erfahrungen.

    So, wie du es geschrieben hast höre ich in meinem Kopf ja Johann Lafer reden, aber nachdem der meine ich Österreicher ist, war es wohl eher so jemand wie Alexander Herrmann? Nicht, dass das wirklich relevant wäre, aber ich hoffe gerade irgendwie die Lafer- Stimme wieder aus dem Kopf bekommen, ohne mir den Ohrwurm von den glückliche Zellen antun zu müssen.

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