Beiträge von CDL

    Wie hast du die GFS damals bei der Notengebung berücksichtigt?

    Hast du einfach vorher eine Prozentzahl zur Gewichtung festgelegt? Ich denke da an 50%, weil die Fachschaftsempfehlung in meinen Fächern bei uns schriftlich:sonstiges = 2:1 lautet und Klassenarbeiten daher relativ viel zählen. Mehr halte ich bei einer solchen punktuellen Leistung dann aber auch nicht für gerechtfertigt. Die Arbeit in den vielen anderen Stunden ist ja auch etwas wert.

    Ich habe für mich selbst festgelegt, dass zwei Kurztests, die ich neben alternativen Leistungsmessungsofmraten in den Nebenfächern anstelle von KAs einsetze/ schreiben lasse wie eine KA zählen. Damit ist der Faktor für die GFS, die wie eine KA zählen soll, gesetzt, den ich dann dementsprechend in meinem Notenprogramm berücksichtigen und eingeben kann. Alle alternativen Leistungsmessungsformate habe ich ebenfalls nach demselben Prinzip berücksichtigt also entweder, dass diese so viel/so viel wie ein Kurztest zähle oder wie zwei Kurztests, sprich eine KA/GFS (je nach Aufwand).Pro Halbjahr lasse in den Nebenfächern 1-2 Kurztests schreiben und 1-2 alternative Leistungsmessungsformate bearbeiten, insgesamt sind dass dann meist drei kleinere schriftliche Noten pro Halbjahr plus ggf. eine GFS.

    Besser vermutlich einfach in einem Fach, in dem man keine Klassenarbeiten schreiben will, die GFS nicht annehmen.

    Diese Option gibt es bei mir an der Schule beispielsweise nicht. Es gibt zwar eine klar definierte Obergrenze bezogen auf das Deputat im jeweiligen Fach, wie viele GFSen man maximal annehmen muss, komplett weigern darf sich aber keine Lehrkraft, damit das eben anteilig fair verteilt wird auf alle Fächer und auch das gesamte Kollegium.

    In solchen Klassen nenne ich es nicht GFS, sondern Projektarbeit. Die kannst du grundsätzlich in jedem Fach durchführen und so gewichten, wie du möchtest. Auch wenn du keine KAs schreiben lässt, brauchst du ja trotzdem noch schriftliche Noten. Da wäre die schriftliche Ausarbeitung des Projekts eine Möglichkeit.

    Die Projektarbeit ist zumindest in der SEK.I etwas anderes, als eine GFS. Auch in Fächern, in denen man keine KAs schreiben muss, heißt eine GFS meines Erachtens GFS.

    Ich kann sehr gut Tacheles reden und eingreifen auch, nun sind die Methoden nicht erwünscht. Die "Erziehung" sberechrigten wollen die Schule verklagen. Soll ich dem "Kind" eine scheuern? Oder was meinst du mit eingreifen? Leider kann ich nur sagen, er soll den Hof verlassen und das tat er nicht! Daher muss die Klassenleitung oder die Schulleitung was machen.

    Welche Methoden sind nicht erwünscht, die du bereits angewendet hast? Natürlich darfst und sollst du keinem deiner SuS gegenüber gewalttätig werden, um diese zu stoppen. Zwischen Tacheles reden und jemandem eine scheuern gibt es aber durchaus noch ein paar Mittel und Wege mehr, um aggressive Grundschülerinnen und Grundschüler zur Räson zu bringen, wie dir klar sein sollte. Was machst du denn ganz konkret, wenn es zu solchen Übergriffen kommt? Wie geht ihr aktuell ganz konkret dagegen vor? Welche Komzeote gibt es an deiner Schule zum Umgang mit Gewalt? Wenn es diesbezüglich nicht gibt: Was hält dich davon ab, das Thema bei eurer nächsten Konferenz anzusprechen zusammen mit konkreten Vorschläge, was du dir an gemeinsamen (realistischen und schulrechtlich zulässigen) Maßnahmen wünschen würdest.

    Ich wurde mit einem Stoma verbeamtet (GdB von 80). Die Klinikleitung hatte attestiert, dass keine Dienstunfähigkeit zu erwarten ist.

    Mit GdB liegt die Latte aber auch deutlich niedriger, die es zu überspringen gilt, das darf man nicht vergessen, auch wenn es dann trotzdem- gerade weil man ja den GdB begründet hat- immer noch schwer genug sein kann diese Latte nicht zu reißen.

    Ui. Das war mir nicht klar. Muss man dann selbst einzahlen?

    Danke. Das muss ich mal erforschen.

    Irgendwie dachte ich immer, die Beamtenlaufbahn sei aus finanziellen Gründen für viele der Seeligmacher.

    Aber vielleicht ist das nicht so.

    Ich fand es nie attraktiv, aber nun habe ich einen Eindruck, dass Beamte noch mehr opfern als ich eh schon befürchtet habe.

    Was opfern Beamtinnen und Beamte denn für die Verbeamtung abgesehen von ihrem Streikrecht?

    Hm. Bitte noch mal für Freiberufler und Normalos.

    Als Anwärter wird nicht eingezahlt, aber als B auf Probe schon? Oder umgekehrt?

    Ja, natürlich kann ich googlen oder meine Familie fragen.

    Aber wenn möglich, wäre ich für eine kurze klare Antwort hier dankbar.

    Für verbeamtete Anwärter: innen werden während des Vorbereitungsdienstes Prozentpunkte für die Pension erworben, genauso wie für Beamte auf Probe oder für Beamte auf Lebenszeit. Für Anwärter: innen, die den Vorbereitungsdienst ins Angestelltenverhältnis absolvieren wird währenddessen, wie auch bei einer späteren Einstellung im Angestelltenverhältnis direkt in die Rentenkasse eingezahlt.

    Anonymes Posten verführt zu persönlichen Angriffen, weil man sich selbst als unangreifbar erachtet. Ich bin nicht sicher - denke jedoch, dass ich derzeit der einzige bin, der hier mit erkennbarer Identität unterwegs ist. Eigentlich schade. Vielleicht wäre der Umgangston freundlicher, falls alle sich aus der Anonymität lösen.

    Nicht alle tragen ihren richtigen Namen als Nick, das ist korrekt, trotzdem haben hier schon einige ihre Klarnamen preisgegeben und/ oder die Schulen, an denen sie tätig sind. Darüber hinaus weiß ich von zahlreichen Userinnen und Usern den tatsächlichen Namen und ggf. auch wo sie tätig sind über regen PN- Austausch über die Jahre, die umgekehrt auch von mir den Namen kennen, sowie unter Umständen meinen Schulort oder gar Schulnamen. Ich möchte trotzdem nicht meinen Klarnamen forumsöffentlich machen, dafür gebe ich zu viel bei Fragen zum Thema Behinderung preis, was ich sonst halt nicht gemacht hätte oder machen würde.

    Es ist von Vorteil, wenn man mit offenem Visier agiert. Dann ergeben sich derartige "Probleme" nicht.
    Schade, dass ich hier der Einzige bin, der erkennbar zu dem steht, was er postet.

    Auch wenn ich eine leiseAhnung habe, worum es in Gymsharks Fall gehen könnte, gehen solche persönlichen Details niemanden etwas an, wenn die betroffene Person selbst nicht darüber sprechen kann oder will. Niemand muss also mit offenem Visier spielen. Das löst Probleme mit übergriffigem Verhalten auch nicht pauschal, weil dann dafür unter Umständen Vorurteile zum Tragen kommen im Umgang mit dem, worüber man nunmehr Klarheit hat, was man bis dahin vielleicht einfach stillschweigend ignorieren und irgendwie tolerieren konnte.

    Inwiefern du hier der Einzige sein sollst, der erkennbar zu dem steht, was er postet erschließt sich mir generell nicht, aber wenn du dich selbst und alle anderen im Forum so sehen möchtest ist das wohl so. Es ergibt aber auch schlichtweg keinen Sinn als Antwort auf den Beitrag von Gymshark , auf den du damit geantwortet hast.

    Der Vergleich zur Behinderung hinkt dann auch etwas (sorry fürs Wortspiel), weil die Frage, ob jemand Unterstützung brauche, von den meisten Menschen mit Behinderungen lieber gehört wird als bei Hilfebedarf ignoriert oder einfach über die Straße gezerrt zu werden. Und sowas passiert doch auch in erster Linie, weil Menschen unsicher sind und eine komische Erziehung genossen haben.

    Nö, der hinkt nicht wirklich, denn ich habe denke ich deutlich gemacht, dass es nicht darum geht, dass mir Menschen Hilfe angeboten hätten als ich diese wirklich benötigt hätte (in solchen Momenten fragt einen eigenartigerweise nämlich niemand, ob man Hilfe bräuchte), sondern diese einfach in völlig normalen Situationen mir qua Behinderung übergestülpt wurde oder mir von wildfremden Menschen zudringliche Fragen zu meiner Gesundheit gestellt werden, weil sich viel zu viele Menschen einbilden, dass das Menschen mit Behinderung per se total freuen würde und sie wirklich unglaublich gerne ihre intimsten Krankengeschichten als „Smalltalk“ in Bus und Bahn auspacken. Bloß, weil ich behindert bin, bedeutet das aber nicht, dass jede und jeder, der/die mich deshalb nicht diskriminiert ein Anrecht hätte auf irgendeine Art von Gesundheitsinformationen. Und ehrlich, mir ist da dann echt egal, welche Erziehung diese Leute genossen haben. Das ist schlichtweg übergriffig und nicht in Ordnung und hat absolut nichts damit zu tun, dass man umgekehrt tatsächlichen Hilfebedarf nicht einfach ignoriert. Leute, die mir gegenüber deutlich machen, dass sie nicht sicher sind, ob ich Hilfe benötige, sie nur richtig handeln möchte antworte ich auch völlig anders als denjenigen, die einfach davon ausgehen zu wissen, was ich will.

    Und um das wieder zurückzuführen, weg von der Frage der Behinderung: Bloß, weil ich neugierig bin, ob jemand vielleicht Vorfahren in einem anderen Land hatte, die in der einen oder anderen Weise ihre Spuren hinterlassen haben, bedeutet das nicht, dass ich einfach jedem meiner Mitmenschen meine Neugierde- auch in anderen Fragen- einfach ungefiltert aufbürden dürfte und das dann noch unter dem Label „ich hab’s doch nur gut gemeint“ als normalen Smalltalk darstellen dürfte. Neugierige Fragen sind sehr oft sehr übergriffig und damit gerade nicht einfach nur ehrlich Fragen, sondern sehr schnell ehrlich verletzende Fragen. Seine eigene Wortwahl, die Art, wie man Fragen formuliert zu hinterfragen oder eben auch, dass man sich einfach mal etwas aus Respekt zu fragen verkneift ist- vor allem, wenn man nicht beständig der Elefant im Porzellanladen sein möchte- hilfreich im Miteinander. Das macht Gespräche nicht unehrlicher, nicht zwangsläufig weniger locker und- was viel wichtiger ist als reine Höflichkeit- tatsächlich respektvoller.

    Ist schon eine sehr diskriminierende Frage - kann ich es nicht, bin ich doof, will ich es nicht, bin ich ignorant.
    Ich bin in einer Siedlung aufgewachsen in der die Hälfte türkischstämmigen Kinder waren, wir waren mal bei der einen Familie mal bei der anderen. Auch da wurde gefragt, wo kommst du her und mal hieß es Essen, mal war es Izmir. Bei mir halt der Nachbarort bzw. meine Eltern sind beide nicht aus der Gegend. Vater im Grenzgebiet mit anderer Sprache und Mutter Kriegsflüchtling - ich fiel daher mit der Sprache auf und wurde immer wieder gefragt, wo ich denn her bin.
    Für mich bedeutet es halt, dass ich lieber den Mund halte, bevor ich was Falsches sage, als - wenn es die Gelegenheit ergibt - freundlich Konversation zu betreiben. Traue ich mich dann halt nur, wenn derjenige "deutsch" aussieht?

    Ich kann nur für mich antworten, aber ich halte dich weder für doof, noch für ignorant, sondern für einen reflektierten, empathischen Menschen deinen Beiträgen nach.

    Es geht auch nicht um freundliche Konversationen, die man nicht mehr führen sollte, sondern darum, dass bestimmte Fragen, die man selbst tatsächlich freundlich meint sich für das Gegenüber völlig anders anfühlen können, einfach weil beständig Menschen einem z.B. absprechen trotz anderen Aussehens einfach nur aus Essen zu kommen oder trotz Behinderung- wie in meinem Fall- über mehr als beispielsweise rudimentäre kognitive Fähigkeiten zu verfügen.

    Sich dessen bewusst zu sein, dass egal wie gut und freundlich es gemeint war, es beim Gegenüber sehr schmerzhafte Gefühle auslösen kann sollte meines Erachtens nicht zu Sprachlosigkeit führen, darf aber ein bewussteres Gesprächsverhalten zur Folge haben. Statt undifferenziert zu fragen woher jemand komme, könnte man so auch einfach fragen, wo jemand wohne. Wenn es nur um den Wohnort geht, nicht um andere Dinge, dann ist diese kleine sprachliche Veränderung Teil des Wegs, um tatsächlich auch ein freundliches Gespräch führen zu können.

    Sorry, aber bei dem Teil musste ich lachen. Es ist ja grauenvoll, was du schilderst.

    Ja, das war auch bei mir emotional angesichts der Absurdität angesiedelt zwischen ich möchte einfach mal laut losschreien (oder besser: zurückschreien) und dem Bedürfnis nach leicht hysterischem Lachen. Gelöst habe ich derartige Situationen in den meisten Fällen dadurch, dass ich mich hochelaboriert ausgedrückt habe- was meiner Erfahrung nach viele Menschen überfordert, wenn ich da mal voll auspacke, so dass sie intuitiv schon etwas zurückweichen- und deutlich gesagt habe, dass ich weder blind, noch taub wäre und auch kein kognitives Defizit hätte und mir in jedem Fall derart übergriffiges Verhalten verbitten würde. Das hat recht zuverlässig solchen Leuten einfach die Sprache verschlagen, weil sie das in dem Moment dann sei es emotional oder kognitiv überfordert hat.

    Ich brauche keine Spezialplätze, für mich musste insofern nie jemand einen solchen frei machen (was machen Menschen auch schon überfordert hat, die mir ungeachtet meines Hinweise, dass ich lieber stehe immer wieder ihren Sitzplatz angeboten haben, weil ich doch bestimmt besser sitzen sollte, damit ich nicht umfalle oder so- auch das eine Variante, Übergriffigkeit auszuleben über angeblich rücksichtsvolles Verhalten). Wo Menschen das benötigen, ist es gut, dass es derartige Plätze gibt und diese auch bei Bedarf frei macht werden. Ich habe aber genau wie du kein Verständnis dafür, wenn umgekehrt erwartet wird dass man diese Plätze in Bus und Bahn pauschal unbesetzt lassen sollte als nicht- behinderter Mensch, selbst wenn diese gar nicht benötigt werden von behinderten Menschen.

    Take it or leave it. Wenn ich in anderen Ländern bin ist es auch so.

    Bolzbold ist aber nicht in einem anderen Land, sondern in dem Land, in dem er geboren wurde, aufgewachsen ist und dessen Pass er hat. Das vergleichen zu wollen mit den Erfahrungen als Tourist in fremden Ländern ist einfach nur ignorant.

    ich zahle hier wie du die gleichen Steueren und Abgaben ich bin dem gleichen Recht unterworfen. Was genau sind meine Privilegien!!!

    Und jetzt komm mir bitte nicht mit der Optik.

    Wenn du tatsächlich keine Ahnung davon hast, dass und inwiefern eine andere Hautfarbe zu Ausgrenzungserfahrungen in diesem Land führen, dann solltest du entweder einfach mal Menschen wie Bolzbold richtig zuhören und was sie äußern ernst nehmen oder es erübrigt sich ob deiner Ignoranz jedwede weitere Debatte mit dir darüber. Alternativ könnte ich dir auch die Lektüre der Bücher von Florenze Brokowski- Shekete empfehlen. Die könnten dir helfen, einfach mal zu verstehen, wie Menschen anderer Hautfarbe hierzulande tagtäglich ausgegrenzt werden und welche zusätzlichen Kämpfe diese teilweise durchfechten müssen, die weiße Menschen so nicht durchmachen müssen, einfach nur, weil sie weiß sind.

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