Beiträge von CDL

    Das Unterrichten ist leider ein Punkt, bei dem ich meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden konnte (aus den genannten punkten: die fehlende Authentizität usw.). Ein zentraler Punkt der Lehrkräfte (wenn nicht sogar der wichtigste), ich weiß.

    Unterrichten ist unser Kerngeschäft als Lehrkräfte. Das wird im Ref dazugehören und kann auch danach ein Teil deiner Arbeit sein, denn Inklusionsbedingungen ändern sich beständig. Das solltest du mit bedenken bei deinen Überlegungen. Wenn du nur in Einzelförderung gut funktionierst und in ganzen Klassen nicht gut arbeiten kannst, dann ist meines Erachtens der reguläre Schuldienst kein Weg, auf dem du dein Bestes wirst zeigen können. Auch Förderschullehrkräfte müssen in inklusiven Settings im Zweifelsfall nämlich Mal mit 30 SuS arbeiten können.

    Ich meine das keinesfalls als angriff. Aber es ist doch faktisch so, dass die Leute rausgepickt werden, die am besten ins schema passen. Das sind meines Wissens doch Leute, die eben möglichst keine Abweichungen zeigen.

    Was für ein "Schema" soll das sein und was meinst du mit "Abweichungen"? Es wäre hilfreich, wenn du Aussagen präzisieren würdest, statt solche Allgemeinplätze rauszuhauen.

    Man kann ja ohne 2. Stex auch auf die kinder "los gelassen werden". Wir studieren dafür immerhin 10 Semester lang (Regelstudienzeit in meinem Fall).

    Die Anforderungen für das ref wirken nochmal ein Stück härter als bei anderen zertifikaten und das hat heutzutage mmn mehr mit den Privilegien zutun.

    Ohne 2.Staatsexamen hat man de Faktor aber seine Ausbildung als Lehrkraft noch nicht abgeschlossen und folgerichtig auch keine volle Lehrbefähigung. Im Studium lernt man vieles wie guter Unterricht in der Praxis funktioniert, welche schulrechtlichen Vorgaben wir als Lehrkräfte beachten müssen, wie Elternarbeit gestaltet werden kann, etc. aber nicht. Dafür ist das Ref da und auch unerlässlich im Sinne der Unterrichtsqualität. Das hat nichts mit "Privilegien" zu tun (welche sollten das sein?), sondern mit dem, was uns als Gesellschaft guter Unterricht und eine gute Ausbildung von Lehrkräften wert sein darf.

    Naja, deutsches Großküchenessen ist eh schon furchtbar, wenn es regional und Bio wäre, könnte man vielleicht noch guten Gewissens vegetarisch kochen. Aber wenn du lediglich den Fleisch-Fischanteil weglässt, bekommen Kinder nur noch verkochte Erbsen aus der Dose und Kartoffelbrei aus der Packung.

    Einfach nur Fleisch oder Fisch wegzulassen ist keine Umstellung auf ein vegetarisches Angebot. Dazu gehört mehr. Wie ein Fall aus Freiburg vor etwa 2 Jahren gezeigt hat, schreien übrigens auch dann noch Eltern Zeter und Mordio, wenn dieses vegetarische Angebot dann regional und Bio ist, weil zu teuer, weil fleischlos, weil keine Auswahl, was Gesine-Kerstin aber von zuhause gewohnt ist, weil....

    Ja. Das habe ich auch gesehen. Aber wenn das alles gelöscht wird, gibt der Text keinen Sinn mehr. Weil genau darin die vielen Fehler versteckt sind, die ich nicht einschätzen kann, weil ich befangen bin.

    Dann geht es hier wohl nicht.

    Wenn dein Zwischenzeugnis eindeutige, unstrittige Fehler enthält, dann klär das entsprechend, damit diese korrigiert werden. Wenn diese nicht ganz so unstrittig sind, dann hol dir Unterstützung und Beratung durch deine Gewerkschaft, diese unterliegt der Schweigepflicht.

    Müsste aber heute eine vegane Schlachteplatte sein, mit Möhrchen und Spinat und Zucchini,

    wenn es Rohkost ist, kann man selbst die Pflanze erdolchen.

    Ach, Quatsch, die Mehrheit der Deutschen sind auch im Jahr 2024 noch recht konsequente Fleischfresser, ernähren ergo auch ihren Nachwuchs entsprechend und schreien Zeter und Mordio, wenn z.B. im Bereich des Kita- oder Schulessens der Einfachheit halber im Hinblick auf diverse Ernährungswünsche einfach komplett umgestellt wird für alle auf ein vegetarisches Angebot.

    ... der Weihnachts(ehe)mann hat mir coole Schwimmkopfhörer geschenkt und natürlich habe ich mich schon am 24. Dezember darüber gefreut.
    ... Heute war ich schon das zweite Mal damit schwimmen und über den laufenden Podcast beim Schwimmen habe ich mich sehr gefreut und darüber sowieso, dass ganz offensichtlich zwischen uns eine gute Freundschaft entstehen könnte.

    Auf ein Schwimmjahr 2024!

    Wie funktioniert das denn? Liegt da das Handy irgendwo am Rand, von dem aus du streamstnd sind die Kopfhörer irgendwie anders, als normale Kopfhörer, um wasserfest zu sein, aber eben auch im/ am Ohr zu halten, während man schwimmt? Klingt auf jeden Fall ziemlich genial!

    Sehe ich auch so. Und BLW ist meiner Meinung nach nur ein neues Wort für etwas, das schon lange gemacht wurde. Aber man benennt ja gerne Sachen um, damit sie besser klingen. Schon vor 20 Jahren hat man Babys in vielen Familien nicht mehr nur Brei gegeben, sondern sie auch am Tisch mitessen lassen, was sie konnten, also ihnen ein bisschen Kartoffel hingelegt oder ein Stück Toast mit Frischkäse, Banane etc.

    Das gibt es auch schon deutlich länger als 20 Jahre. Mein älteres Geschwister- Baujahr 1976- und ich - Baujahr 1980- sind auch schon genau so groß geworden, dass es bei Interesse neben dem selbst gekochten Brei auch die Möglichkeit gab mitzuessen, was die anderen gegessen haben. Am Anfang wurden Sachen dann halt nur ausgiebig abgelutscht oder angekaut und irgendwann liegen gelassen, aber ich habe so wohl im Alter von 10 Monaten bereits begeistert bei der Schlachtplatte am Schlachtfest meiner Großeltern (Nebenerwerbslandwirte) mitgegessen, wie nicht zuletzt auch einige alte Bilder (neben den Erzählungen meiner Mutter früher) bis heute bezeugen.

    Und worin besteht nun die besondere Verantwortung der SL? Ihre finanzielle und personelle Verantwortung ist nun wirklich sehr begrenzt und die Folgen, die sie bei Fehlentscheidungen zu befürchten hat sind ebenfalls sehr begrenzt.

    Das kommt doch wirklich auf die Art der Fehlentscheidung an und lässt sich nicht einfach pauschal beantworten. Für grobe Fahrlässigkeit und alles was darüber hinaus geht haften wir Lehrkräfte natürlich und unser Dienstherr stellt sich nicht mehr schützend vor uns.

    Nur, weil nicht alle Nase lang Schulleitungen entlassen werden, wenn sie mal einen Fehler machen bedeutet das doch nicht, dass sie schalten und walten könnten, wie es ihnen genehm ist als kleine, absolutistische Herrscher ihrer Schulen. Und ganz egal wie viele oder wie wenig SuS, Lehrkräfte, weiteres Personal eine Schule hat die Verantwortung für diese ist, wenn ich mir mal ganz kurz vergegenwärtige, was meine SL so alles tagtäglich leistet innerschulisch, in den diversen Gremien zur Zusammenarbeit mit dem Schulträger und anderen Schulen, politisch, damit sich Missstände ändern und Gutes ausgebaut werden kann ausreichend groß, dass ich mir das nicht zusätzlich aufbürden wollen würde.

    Ich glaube wirklich nicht, dass du einschätzen kannst, was gut arbeitende SLen tatsächlich alles leisten für ihre Schulgemeinschaften und was das umgekehrt für einen mental load mit sich bringt, wenn man seine Fürsorgepflicht für die Menschen, die einem als SL anvertraut sind entsprechend ernst nimmt und wirklich etwas bewirken möchte für diese.

    Da das Kollegium mittlerweile nicht mehr einig ist, wird man wahrscheinlich abwarten müssen, bis den Eltern was auffällt.

    Wer sollte alleine zum Schulamt gehen. Anonym wird es wohl niemand machen...

    Wenn du denkst, dass das staatliche Schulamt zuständig sein könnte, sprich von eindeutigen Verstößen gegen staatliche Auflagen rechtlicher bzw. fachlicher Art weißt, was hält dich dann davon ab, diese Verstöße einerseits dem Trägerverein gegenüber deutlich anzusprechen und andererseits dem Schulamt gegenüber?

    Zusätzliche Qualifikation erwerben, um von A 14 auf A 12 zu fallen, mehr Deputatsstunden leisten zu müssen und im gesellschaftlichen Ansehen zu sinken? Ich gehe davon aus, diese Sondermaßnahme ist eigentlich für Leute gedacht, die keine Stelle in ihrer studierten Schulform erhalten haben.

    Das ist nur eine Betrachtungsweise, die andere Variante wäre es sich zu fragen, ob dieser Schritt vielleicht die Zufriedenheit im Beruf der TE erhöhen könnte und damit mittelbar auch einen Beitrag leisten könnte zum Erhalt ihrer Dienstfähigkeit bis zum Pensionsalter. Gar nicht mal so wenig Menschen ist das durchaus auch mehr wert als ein paar Euro mehr im Monat.

    Joah, dann könntest du wahlweise den Trägerverein ansprechen oder dir angesichts dessen, dass dieser offenbar ja keinen Handlungsbedarf sieht trotz sinkender Anmeldezahlen, deinen Teil denken und dir wie bereits erwähnt eine neue Wirkungsstätte suchen mit etwas professionellerer Organisation, die sich im Idealfall dann auch in der Personalwahl wiederspiegelt.

    Ab Dienstag habe ich meine erste Referendarin. Ich übe mich dann schon mal im Schweigen an den richtigen Stellen…Nicht, dass sie wegen mir noch Probleme mit ihren Ausbildern bekommt.

    Dann verweis im Zweifelsfall auf die Forschung und darauf, dass eben manches, was in Bildungsplänen steht oder auch von Fachleitern gepredigt wird bezogen auf eure Zielgruppe im Widerspruch dazu steht. So lernt deine Anwärterin im besten Fall selbst kritisch mitzudenken bei methodischen Empfehlungen und diese bezogen auf die eigene Zielgruppe zu prüfen, nicht nur irgendeine Empfehlung aus einer Fortbildung oder einem Seminar unkritisch zu übernehmen. Diesen klaren Blick aus der Praxis heraus, manchmal auch als Gegenpol zum Seminar braucht man als Refi, weil man selbst meist noch nicht genügend Erfahrung hat, wirklich einschätzen zu können, was die bessere Variante wäre, um sich basierend darauf schrittweise eine eigene, fundierte Haltung erarbeiten zu können.

    Fachliche Nachfrage:
    Habt ihr im Studium gelernt, dass man keine 4 Schutzscheiben verwenden darf?
    :autsch:

    Selbst mir als Nicht- Chemikerin ist klar, dass eine Schutzscheibe (womöglich auch noch vor einer Abzugshaube, unter der ein Versuch stattfindet) etwas anderes ist als ein zweckentfremdetes Terrarium mit seinem engem (Reaktions-) Raum bei schlechtem Abzug. Das sollte dir doch ebenfalls klar sein, wenn du schon so lange Chemie unterrichtest.

    CDL: Komisch, obwohl ich mein Referendariat in der Förderschule gemacht habe, wollte davon kaum ein Seminarleiter etwas hören und auch in verschiedensten Fortbildungen geht es immer um selbstentdeckendes Lernen. Auch das ist ein Grund, warum ich kaum mehr Fortbildungen zur Unterrichtsgestaltung besuche. Die aktuellen Bildungspläne in BW scheinen das auch anders zu sehen…

    Das mag ja sein, dennoch ist es klarer Stand der Forschung. In meinem Ref (BW, SEK.I, ab 2018) wurde das auch genau so thematisiert, gerade weil die Bildungspläne interpretationsbedürftig sind bzw. manche Vorgaben darin (ich denke dabei insbesondere an bestimmte methodische Vorgaben für GMS) durchaus im klaren Widerspruch dazu stehen.

Werbung