Beiträge von CDL

    CDL, hier besonders für dich eine Anekdote, die deine Position stützt und dir vielleicht ein Lächeln aufs Gesicht zaubert:

    Ich, auch Team deutlich übergewichtig, lief einen 5 km Straßenlauf und überholte auf dem letzten km drei junge Grazien. Die eine schaute die andere an und sagte sowas wie: Nä, von sowas lasse ich mich aber nicht überholen. Die setzte zum Überholvorgang an, und …. kotzte mir nach wenigen Metern fast vor die Füße 🥳 unnötig zu sagen, dass ich vor ihr im Ziel war.

    Aber trotzdem: der Typ superfit, sehr stark übergewichtig und kann aus gesundheitlichen Gründen nicht abnehmen ist sicherlich eine Minderheit.

    Herrlich, ich danke dir! Und ja, ich musste gerade lachen, als ich das gelesen habe. ^^ Superfit bin ich zumindest keinesfalls, aber fitter als einige meiner schlanken Mitmenschen auf jeden Fall bzw. fitter als die Klischees mir rein qua Gewichtsklasse andichten.

    Meine (!) Schlussfolgerung: der übergewichtige oder in welcher Hinsicht auch immer optisch von der Norm abweichende Lehrer hat es schwerer am Anfang, muss deshalb auf anderen Ebenen einfach besser sein, damit die Beziehungsarbeit gelingt. Der Kollege „cool, hip und sexy“ ( sei froh wenn du ihn nicht kennst) hat es da erstmal leichter. Aber man bleibt halt auch selten ein Leben lang so ein Typ. Kann dann auch peinlich enden, wenn man im höheren Alter immer noch diese Time spielt, ohne andere Qualitäten entwickelt zu haben…

    Doch, ich habe so einen Kollegen.^^ Ich freue mich für ihn, dass er durch seine Art und wie er wahrgenommen wird einen leichteren Zugang hat zu seinen SuS, mache mir deshalb aber keinen Kopf, am Ende ist die Tür auch nur leicht "angelehnt" für ihn, dass er tatsächlich "durchgehen" kann liegt daran, wie er dann tatsächlich mit den SuS umgeht und arbeitet (freundlich, interessiert, wertschätzend). Ich mag nicht mit "hip und sexy" punkten können (dafür mit nerdig an manchen Stellen :zahnluecke: und wenn ich- weil es thematisch passt- durchblicken lasse, dass ich mal für eine große Gamingfirma gearbeitet habe, finden das manche SuS durchaus "hip"), bin aber als Lehrkraft sehr freundlich, wertschätzend, interessiert, verbindlich und punkte damit ein offenes Ohr für meine Hasen zu haben, wenn sie Hilfe benötigen. Jede:r hat seine Stärken. Ich bin recht gelassen, was das anbelangt.

    Auf der Klassenfahrt bin ich am Mittwoch 14,5km und am Donnerstag fast 18km mit den SuS gewandert. Kaputt waren die Kids, ich hätte auch noch mehr laufen können :) Liegt aber auch ein wenig daran, dass ich - auch wenn man es mir nicht ansieht - regelmäßig Sport treibe und daher eine gewisse Grundfitness mitbringe.

    Das ist finde ich das Grundproblem, dass einem bei Übergewicht oftmals pauschal unterstellt wird, dass man a) nur Fastfood fresse in Massen und b) keinen Sport betreibe und komplett unfit wäre. Letztlich sind Menschen aber nur weil sie schlank sind nicht automatisch fit, ernähren sich auch nicht automatisch gesünder.

    Ich könnte sicherlich auch fitter sein, aber ich bewege mich täglich in meiner Freizeit, bin an einem Schultag bis auf vielleicht 10min den ganzen Tag über auf den Beinen, weil ich auch im Unterricht nicht sitze, sondern stehe, herumgehe, gestikuliere, gehe zwischen den Stunden mehrere Stockwerke Treppen hoch und runter (und schaffe das deutlich schneller als viele meiner schlanken, aber eben komplett bewegunsarm lebenden SuS). Als ich gestern mit dem Hund draußen war, waren zwei Jungs zum Zeitungsaustragen unterwegs. Während der Jüngere auf die gegenüberliegende Straßenseite gegangen ist, hat der Ältere den Wagen mit den Zeitungen abgestellt und auf seiner Seite Zeitungen eingeworfen, ca. 5m vom Wagen entfernt. Offenbar war die Bremse am Wagen nicht korrekt angezogen, jedenfalls ist der erst langsam, dann immer schneller werdend nach schräg hinten losgerollt Richtung Straße und parkender Autos. Ich, 30m entfernt, losgelaufen, dabei versucht die Jungs darauf aufmerksam zu machen was gerade passiert, Hund an der Leine noch mitgeführt und geschaut, dass der nicht auf die Straße flitzt. Die Jungs haben dann ihren Wagen bemerkt. Der auf der gegenüberliegenden Straßenseite war zu perplex, um überhaupt zu reagieren, der auf meiner Seite, der näher dran war als ich, hat sich zwar in Bewegung gesetzt, hat aber anders als ich- eingeschalteter Lehrerturbo- nicht direkt Vollgas gegeben so dass ich an dem wie ein ICE an einem Regionalzug vorbeigerast bin zum Wagen und diesen im letzten Moment noch erwischt habe, ehe etwas Schlimmeres passieren hätte können. Ja, ich war danach kurz außer Puste und mein rechter Oberschenkel hat mit einem leichten Zwicken vermeldet, dass er den Spaziergang davor nicht unbedingt als Aufwärmtraining für den Sprint verbuchen würde, das war es aber auch schon (was verdammt gut war, bedenkt man die zwei Asthmaanfälle, die ich davor an dem Tag schon hatte- Pollenflug, nicht Übergewicht ursächlich). Passt nicht zum Klischee eines Menschen mit BMI >35, Klischees ignorieren aber eben prinzipiell das Individuum- egal wie viel statistische Wahrscheinlichkeiten in ihnen enthalten sein mögen.

    Ich finde es bedauerlich, dass- ungeachtet dessen, dass ein (gesunder) Gewichtsverlust bei Übergewicht natürlich immer nur Vorteile mit sich bringt und mögliche gesundheitliche Nachteile abwenden kann- auch hier in diesem Forum manche sehr pauschal qua BMI urteilen, obgleich sie die dahinter stehenden Individuen, deren tatsächliche Fitness oder auch Ernährung, bzw. Gründe für deren Übergewicht gar nicht kennen bzw. über einen Kamm scheren. Ich bin mir dessen sehr bewusst, dass Übergewicht ein Risikofaktor für bestimmte Erkrankungen ist. Ich würde sehr gerne abnehmen, kann das aber wie bereits beschrieben gesundheitlich bedingt nicht, da die Risiken beim Absetzen meiner Medikamente bedeutend größer wären, als die Risiken durch mein Übergewicht es sind bei entsprechender Ernährung und ausreichender Bewegung/Sport.

    (...)

    Hier zu suggerieren, dass übergewichtige Lehrer die Disziplinprobleme eigentlich aus anderen Gründen haben und ihr Gewicht nur vorschieben, finde ich schwierig … Die Studien sprechen ganz klar eine andere Sprache!

    Es gibt Studien, die besagen, dass übergewichtige Lehrkräfte Disziplinprobleme infolge ihres Gewichtes haben? Oder was wolltest du eigentlich sagen? Und warum ist es deines Erachtens schwierig davon auszugehen, dass Disziplinprobleme nicht am Gewicht liegen, sondern andere Gründe haben?

    Zitat

    Vielleicht mal eine andere Perspektive: wer es schafft, ein gutes Verhältnis zu den Schülern aufzubauen, obwohl er nicht „hip und sexy“ (aus welchen Gründen auch immer) ist, der hat es auf lange Sicht vielleicht leichter. Schönheit ist vergänglich…

    Ich verstehe nicht, was die Kategorisierung als "hip und sexy" überhaupt für eine Aussagekraft haben könnte/sollte bezüglich der Qualität oder des Erfolges von Beziehungsarbeit. Wer auch immer von wem auch immer warum auch immer gerade als "hip und sexy" wahrgenommen wird betreibt deshalb noch längst keine konstruktive Beziehungsarbeit. Auch wenn vielleicht das Gegenüber bei als attraktiv empfundenen Menschen die innere "Tür" eher mal leicht anlehnt, statt komplett verschließt, durchgehen darf man auch als äußerlich attraktiver Mensch nicht so einfach, sondern muss sich das erarbeiten

    Wenn du in irgendeiner Gewerkschaft sein solltest, die dem DGB angehört im Hinblick auf deine bisherige Arbeit, dann ja, kannst du kulanzhalber die Beratung der GEW in so einem Fall auch in Anspruch nehmen, ohne bereits selbst Mitglied zu sein (über den DGB vermitteln lassen), sonst eher nicht, fragen kannst du aber natürlich und um eine Beratung bitten angesichts deiner besonderen Situation und der Unklarheit die weitere berufliche Entwicklung betreffend, die dich natürlich jetzt nicht direkt in eine Bildungsgewerkschaft eintreten lässt, solange du dich noch nicht einmal sicher für den beruflichen Wechsel entschieden hast. Ich würde dir aus meiner persönlichen Erfahrung im Schuldienst zum Quereinstieg dann tatsächlich die Mitgliedschaft in einer Bildungsgewerkschaft empfehlen. Ich habe schon mehr als einmal davon profitieren können, dass ich dort starke Mitstreiter:innen hatte, sowie gute Beratung und Unterstützung.

    Dann frag deine Gewerkschaft. Die wissen das auch und für die herrscht Vertraulichkeit (wie eigentlich auch für den PR). Denen kannst du also offen deine Wünsche / Sorgen/ Bedenken mitteilen, aber eben auch klären, wie das Versetzungsverfahren für Quereinsteiger in Hessen abläuft, was zu beachten ist, was in deinem Fall hilft, deinen Wunsch zu begründen, etc. Wenn es dann irgendwann konkret wird solltest du unbedingt den aufnehmenden und abgebenden PR mit ins Boot holen und diesen mit allen erforderlichen Informationen versorgen, damit er sich im Rahmen des Verfahrens für dich stark machen kann.

    Österreich hat die Impfpflicht immer noch. Sie war aber noch nie aktiv, d.h. ist von Beginn an ausgesetzt.

    Soll die Impfpflicht noch einmal evaluiert werden oder will man sich einfach vorbehalten diese doch noch zu reaktivieren bei einer problematischeren Variante als Omikron/überlastetem Gesundheitssystem/höheren Todesfallraten/angepassten Impfstoffen/...(was davon?) bzw. zur Gänze wieder abzuschaffen unter gewissen Voraussetzungen (welche wären das?)?

    Ok, danke Dir - wie so oft - für die ausführliche und gute Antwort. Ich hatte die letzten Tage eine 3. Klasse die wirklich handzahm ist. Das gibt mir Hoffnung…

    Auf der anderen Seite sind Schüler in der ersten Klasse, die sich keine 5 Minuten auf eine Sache konzentrieren können und dauernd aus dem Unterricht rennen wollen (!!). Wirklich bitter

    Was könntet ihr mir empfehlen? Die 3,5 Jahre durchziehen und dann hoffen das man an eine andere Schule kommt oder jetzt schon an das Schulamt wenden mit der Bitte um Versetzung in die Nähe meines Wohnorts?

    Gerne. Letztlich kannst wirklich nur du wissen, was an der Stelle für dich der richtige Weg ist. Wenn es aber eine Chance gibt bereits jetzt vorab zu beeinflussen ob du wohnortnah eingesetzt werden wirst und das für dich ausschlaggebend wäre, dann solltest du das auf jeden Fall versuchen und dem Schulamt auch deutlich machen wie wichtig das für dich familienbedingt- du hast ja geschrieben, du habest bereits eigene Kinder- ist, um den Quereinstieg gut bewältigen zu können. Anfangen in der Hoffnung auf eine andere Stelle klingt dagegen für mich ehrlich gesagt nach einem verdammt ungesunden und langen Weg. Das wären dann ganz besonders harte 3,5 Jahre, ohne Garantie, dass es danach direkt mit einer Versetzung klappt und das Ref ist ehrlich gesagt auch ohne den ständigen Gedanken "ich will nur weg von hier" oft schon hart genug (und ein Quereinstieg mit Sicherheit nicht einfacher). Versuch also für dich von vornherein eine bessere Lösung zu finden als einfach nur 3,5 Jahre durchziehen in der Hoffnung auf Besserung danach, eine, mit der du gelassener und zuversichtlicher diesen neuen Weg einschlagen kannst, der dich schließlich nicht direkt ausbrennen soll.

    (Ach so und gern geschehen. Ich freue mich, wenn ich dir etwas weiterhelfen kann, auch wenn nicht an einer Grundschule tätig bin.)

    Vielen Dank für deine Antwort und Beitrag. Wieso herrscht der Mangel gerade an Brennpunktschulen? Ich hatte auch ein Bewerbungsgespräch an einer Schule in einem sehr guten Viertel.. die Lehrer können sich die Planstellen doch auch nicht aussuchen…

    Na ja, bei schulscharfen Bewerbungen kann man es sich schon aussuchen, wo man landen wird bzw. sich auch im Listenverfahren natürlich dagegen entscheiden eine Stelle anzutreten. Gerade in Schulformen mit großem Lehrkräftemangel ist es problemlos möglich eine Vertretungsstelle zu bekommen und damit erst einmal Zeit zu überbrücken, während man hofft seine Chancen zu erhöhen, sein Profil schärft oder auch einfach nur hofft, dass die Wunschschule ausschreiben darf. In meinem Jahrgang haben das einige gemacht, die nicht direkt eine Planstelle in der Wunschregion erhalten haben, diese aber keinesfalls verlassen wollten.

    Dazu kommt, dass man sich nach einer gewissen Zeit (hier in BW 3 Jahre) von der Schule wegbewerben kann. Gerade Schulen mit schwierigen Standortbedingungen haben - zumindest in meiner Schulform- dementsprechend eine sehr hohe Fluktuation unter den Lehrkräften mit Planstellen (Wegbewerbungen, Schwangerschaften, Elternzeit mit Umzug in ausreichende Entfernung aus beruflichen Gründen von Partner:inne:n und dann der Antrag auf familienbedingte Versetzung- es gibt viele Wege zu flüchten, wenn man nicht glücklich ist an einer Schule), dazu viele befristete Abordnungen und Vertretungen, die für noch mehr Unruhe sorgen können und damit den Trend zur Wegbewerbungen verstärken können, vor allem, wenn das Klima im Kollegium entsprechend schlecht ist ob der dauernden Wechsel und Überlastung ständiger Kräfte. Natürlich betrifft ein genereller Mangel in einer Schulart auch andere Schulen als nur Brennpunktschulen, die aber sehr lange deutlich stärker, weil ihnen eben ihre ungünstigen Standortbedingungen nicht zum Vorteil gereichen bei der Personalgewinnung und dabei dieses zu halten.

    Gibt es hier Lehrkräfte aus dem Umkreis von Aschaffenburg oder dem Landkreis Miltenberg, die mir ein wenig was dazu erzählen könnten?

    Ich würde wirklich gerne weiterhin an einer Grundschule arbeiten - einfach weil mir das Thema Inklusion sehr am Herzen liegt.

    Vielleicht kennt ihr Schulen oder Kontakte, an die ich mich wenden könnte - evtl. auch um mal zu hospitieren.

    Wozu genau erhoffst du dir denn Informationen? Wenn du deine Fragen deutlicher machst, steigen deine Chancen passende Antworten zu erhalten. :)

    Kontakt zu Grundschulen wegen einer Hospitation könntest du ja einfach selbst anbahnen oder alternativ die bayrische Sektion deiner Gewerkschaft um einen Kontakt bitten, den für Grundschulen in deiner Wunschregion zuständigen PR kontaktieren,.. Auch Bayern wird, wie der Rest der BRD, recht umfassenden Mangel haben an Lehrkräften an Grundschulen. Interessierte Grundschulen zu finden dürfte also ein Leichtes sein, komplizierter könnte das Ländertauschverfahren werden, wobei du natürlich mit der Beendigung der Wochenendehe ein hervorragendes Argument hast. In jedem Fall solltest du aber Gewerkschaft und PR mit ins Boot holen für dieses Verfahren, damit das so schnell als irgend möglich erfolgreich sein kann /wird.

    Weißt du, für wie viele Menschen die Steuererklärung die totale Überforderung darstellt? Ich bin sehr froh, dass es so nicht gelöst wurde.

    Wenn ich sehe, dass Geringverdiener auch mal eine kleinere Reise unternehmen können, die sonst völlig unmöglich wäre, finde ich das schön. Oder meine Oma auf dem Land, wir haben ihr das Ticket gekauft, damit sie auch öfter mal einen Stadtbummel machen kann, ohne gleich 12 Euro los zu sein oder gefahren werden zu müssen.

    Oder auch Menschen mit ALG II / Erwerbsminderungsrente/ kleiner Rente auf Grundsicherungsniveau, die sich sonst gar kein ÖPNV - Ticket leisten können, dank 9€- Ticket aber auch mal wieder weiter entfernt lebende Familie / Freunde treffen können, die seit Monaten empfohlene, aber nicht zahlbare Fahrt zu einem weiter entfernten Facharzt unternehmen können oder die auch einfach nur drei Monate lang etwas weniger für ihr Aboticket zahlen müssen, so dass sie etwas Geld zurücklegen können für die nächsten Schuhe des Kindes, die dringend benötigte Brille oder die Zuzahlungen für Medikamente.

    Ich bin selbst nicht an der GS, kann dir diesbezüglich also nicht mit Erfahrungsberichten helfen. Ganz grundlegend solltest du dir aber vor Augen halten, dass du deshalb die Option auf den Quereinstieg hast, weil die Grundschulen akuten Personalmangel haben und du als Quereinsteiger natürlich dort eingesetzt wirst, wo akuter Mangel und damit Lehrkräftebedarf herrscht. Auch erfahrene Lehrkräfte arbeiten wenn sie die Wahl haben oftmals lieber nicht in Brennpunktschulen, sondern der idyllischen "Welt-in-Ordnung-Schule", wo insofern kein Mangel herrscht, sondern man nur mit großem Glück und passendem Profil landet. Der Mangel herrscht zuallererst an den Schulen mit den Kindern, die sowieso schon mit diversen Benachteiligungen zu kämpfen haben (gibt es auch auf dem Land btw), oftmals kein Elternhaus im Hintergrund haben, welches helfen könnte /würde und bei denen insofern Rückstände in der Entwicklung besonders gehäuft auftreten, die eine ideale Welt bis zum Ende der Grundschulzeit ausgeglichen hätte, die in der Realität dann aber Abstriche zur Folge haben, die sich durch die gesamte Bildungsbiographie der Kinder ziehen werden. Realistischerweise wirst du als Quereinsteiger eher an so einer Schule mit akutem Mangel landen. Überleg dir also gründlich, ob du den Beruf nur unter mehr oder minder Idealbedingungen ausüben möchtest /würdest /könntest oder vielleicht eine Motivation darüber entwickeln kannst Kinder zu fördern, die zuhause nicht die Unterstützung und Förderung erfahren, die deine eigenen Kinder erhalten. Ergänzend könntest du bei der ausbildenden Stelle nachfragen , wann klar ist, an welche Schule man kommen würde und ob sie absehen könnten, wo du landen wirst. Mehr als dir keine Antwort zu geben wird nicht passieren. Vielleicht aber, wenn du deine Bedenken transparent machst, wird man dir einen Hinweis geben (können), der dir bei deiner Entscheidung helfen würde.

    Dies alles geschrieben solltest du den Faktor Erfahrung nicht außer Acht lassen. Ich will nicht behaupten, dass schwierige Elternhäuser oder Entwicklungsdefizite oder andere herausfordernde Standortbedingungen einem irgendwann nichts mehr anhaben, aber man lernt nach und nach mit manchen Dingen erfolgreich umzugehen, versteht besser, wo man was mit Geduld, Zeit und ggf. weiteren externen Lernpartnern erreichen kann, lernt aber auch, was man manchmal akzeptieren muss, weil man weder im Alleingang alle retten könnte, noch deshalb die Augen auch vor diesen Realitäten verschließen dürfte. Ich versuche für mich die innere Balance darüber zu finden, dass ich vor allem an die Fälle denke, bei denen der stete Tropfen den Ausschlag gibt (und wenn auch nur im ganz Kleinen), nicht diejenigen, bei denen es am Ende doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein war. Viele meiner SuS kommen aus Grundschulen mit besonders schlechten Standortbedingungen, schwierigen Elternhäusern, bringen Entwicklungsdefizite mit in Klasse 5. Was mir an schwierigen Tagen bislang hilft ist Rückhalt im Kollegium einerseits und gesunder Abstand und Ressourcen auftanken in der Freizeit andererseits.

    Eine Erhöhung des PKV-Satzes stellt im Regelfall (da kommt es dann tatsächlich auf deine konkreten, aktuellen Vertragsbedingungen an) nicht einfach nur eine schadlose Veränderung des bestehenden Vertrages dar, sondern einen Neuvertrag mit geänderten Bedingungen. Mein Makler hat mir damals erklärt, dass es bei meinem Vertrag ohne erneute Prüfung möglich wäre den PKV-Satzes zu senken, eine Erhöhung aber eine erneute Gesundheitsprüfung zur Folge hätte.

    Insofern schnell CD-Laufwerk besorgen und bis dahin vielleicht einfach schonmal deine Versicherung fragen, wie das übliche Prozedere ist bei denen/deinem Vertrag und wo das im Vertrag nachzulesen ist.

    Ich schaue bei Fortbildungen nach Interesse und dann natürlich zuerst nach Terminangeboten, die nicht mit meinen Unterrichtszeiten kollidieren, sondern in meine andere Arbeitszeit fallen. Wo es das nicht gibt, aber die Fortbildung auch für die Schule relevant genug ist, fällt eben Unterricht dafür aus, wobei ich Vertretungsstunden in dem Fall ja auch vorbereiten muss, insofern ist es mir bedeutend lieber Fortbildungen am Nachmittag zu haben. Im letzten Schuljahr habe ich alle vier beantragten Fortbildungen anstandslos bewilligt bekommen, das scheint also zu passen wie ich vorgehen für meine Schulleitung. (Für andere BL sei erwähnt, dass es hier in BW kein schulinternes Fortbildungsbudget gibt, welches für Pädagogische Tage und solche weiteren Fortbildungen reichen muss. Pädagogische Tage müssen wir hausintern finanzieren, die weiteren Fortbildungen einzelner Lehrkräfte sind dann zumindest bei uns in der Sek. I kein schulinterner Geneinschaftstopf. Es hat also niemand an meiner Schule nicht auf Fortbildung gehen können, weil ich gleich 4x durfte und kein Geld mehr da gewesen wäre.).

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