Bisschen OT, aber es interessiert mich: Das Referendariat ist Teil des Studiums für Grundschullehrkräfte in BaWü, also ohne Ref gibt es keinen Masterabschluss? Das ist ja ein ziemlich seltsames Konstrukt - schreckt das nicht eher Studieninteressierte ab, da man eben nicht so leicht nach dem Master einfach mal in ein anderes Bundesland wechseln kann?
Ist noch nicht ganz so alt, die Regelung. Um eben auch im GS-Bereich 3 Jahre Bachelor plus 2 Jahre Master zu bekommen ohne einerseits Studieninhalte ergänzen zu müssen, die andererseits am Ende womöglich -Gott bewahre- dazu führen könnten, dass es sich nicht mehr länger durchdrücken lassen würde Primarkräfte mit A12 anstelle von A13 abzuspeisen, ist man auf die glorreiche Idee gekommen in BW, das letzte Halbjahr des Masters ins Ref zu integrieren, welches dadurch nicht länger wird (also am Ende immer noch etwas kürzere Ausbildungszeit als Sek.I und Gymnasiallehrkräfte, die A13, bzw. A13Z erhalten). Ein Schelm, der Böses dabei denkt... Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das maßgeblichen Einfluss auf die Studienanfängerquote hat. Mal ganz abgesehen davon, dass erschreckend viele Studierende nicht so lange im Voraus strategisch planen, klingt das für viele erst einmal super, dass sie kürzer studieren müssen (je, für manche ist das ein Muss, und kein Privileg) und dennoch am Ende einen Master bekommen, ehe sie dann umso schneller in die Praxis kommen. Darüber hinaus hängen wenn wir mal ehrlich sind gerade wir Lehramtsstudierende doch oft auffällig an der heimischen Scholle. Schon der Gedanke, sich nach dem Ref im gesamten eigenen Bundesland zu bewerben versetzt viele in Angst und Schrecken, bundesweite Bewerbungen sind für viele von uns aus diversen Gründen keine Option, insofern schadet die Landesbindung auch im Ref nicht.
Last but not least: BW zahlt im Vergleich mit den direkt umgebenden Bundesländern ziemlich gut. Nur Bayern liegt leicht über uns. Auch das dürfte zur Attraktivität von BW beitragen.