Aber die, die häufiger gewählt werden oder gemacht werden müssen (Mathe, Deutsch, Englisch/Frz.), sind ja "große" Fächer mit einer entsprechenden Fachschaft dahinter. Bei uns machen 3-4 Kolleginnen immer die Englisch-Kurse, von ca. 12 Englisch-Lehrkräften. Die 3-4 Leute sind alle in TZ und die jeweiligen 11er-Kursleiter machen Zweitkorrektur bei den jeweiligen 12er-Kursleitern und umgekehrt.
Klingt, als wäre es gut, wenn du dir Mitstreiter in deiner und auch anderen ähnlich betroffenen Fachschaften suchen solltest und das Thema dann im Rahmen einer GLK einbringen solltest. Das ist ja sogar noch einmal ganz unabhängig von einem Teilzeitkonzept, dass man die Oberstufenkurse (und damit die Korrekturlast durch das Abitur) innerhalb der Fachschaften nicht prinzipiell so einseitig verteilt, sondern darauf geachtet wird, dass alle in diesem Beeich eingesetzt werden. Ergänzt werden könnte das dann noch darum, dass - wenn stundenplanerisch möglich- TZ-Kräfte nicht mehr als x Oberstufenkurse im Laufe von y Jahren erhalten sollen (so können Spitzen in einem Jahr, die sich stundenplanerisch nicht umgehen lassen manchmal, in einem anderen Jahr ausgelichen werden, in dem z.B. du dann vielleicht auch einfach mal gar keine Oberstufe hast), für VZ-Kräfte könnte man das ebenfalls definieren, um eben auch darüber einen gewissen Wechsel und eine anteilige Belastung aller KuK der Fachschaft sicherzustellen, aber eben auch deutlich zu machen, dass die VZ-Kräfte natürlich auch nicht uneingeschränkt herangezogen werden sollten.
Zum Ausgangpost:
(...)
Umgekehrt heißt das, auch wenn ich unterhälftig arbeiten gehe, werden diese Stunden auf 4 Arbeitstage verteilt. (...)
Unterhälftig hieße bei mir an der Realschule beispielsweise, dass wir von 13 Deputatsstunden abwärts sprechen, also der Stundenzahl, die man als Anwärter*in im Vorbereitungsdienst zu leisten hat oder weniger. Wenn ich das mal als ersten Vergleich heranziehe: Als Ref ist man an einem Tag im Seminar (=keine Unterrichtsversorgun an der Schule) und hatte je nach Stundenplaner/Stundenplanungsmöglichkeiten zusätzlich noch 0-2 komplett unterrichtsfreie Tage. Ein Mentor von mir hatte 6 Wochenstunden und war- natürlich- nur an zwei Tagen die Woche an der Schule- das wäre auch auf einen Tag gelegt worden, wenn gewünscht (war aber ein klassischer Fall von "Überstunden ohne Ende schieben dank TZ und ausgelebten Perfektionismus": Da war jede Stunde wenigstens zwei Stunden lang penibelst vorbereitet und es gab umgekehrt null Toleranz oder Verständnis dafür, dass ich es mir zum Ziel gesetzt hatte meinen persönlichen Perfektionismus gesund einzuhegen, statt nach dem Ref Deputatstunden zu reduzieren, nur um die Stunden die ich halte "perfekt" halten zu können.). Ich halte es zwar für völlig nachvollziehbar, dass es stundenplanerische Zwänge gibt, die man auch in einem Kollegium mit womöglich nur Kräften in Teilzeit noch erfüllen können muss, finde aber auch, dass man als SL mit im Blick haben muss, was man seinen Lehrkräften zumuten möchte und wieviel Raubbau man diesen abverlangen will. Lehrkräfte 4x wöchentlich für dann womöglich jeweils nur 2 Stündchen anfahren zu lassen scheint mir ein Fall zu sein, den man stundenplanerisch durchaus zumindest reduzieren können sollte (entsprechenden Willen vorausgesetzt)- vorausgesetzt, es gibt nicht noch ein halbes Dutzend weiterer Bedingungen, die gleichrangig erfüllt werden sollen (also nie zur 1.Stunde, kein Nachmittagsunterricht, keine Hohlstunden, Wochentag X muss auf jeden Fall frei sein...). Wo sich das gar nicht reduzieren lässt in einem Schuljahr mal, sollte es zumindest möglich sein, im nächsten Schuljahr einen entsprechenden Ausgleich zu schaffen.
Ich bin selbst TZ-Kraft und hatte infolge meiner Behinderung ein paar Wünsche zum Stundenplan (so kam für den freien Tag nur einer von zwei Wochentagen infrage, da ich Facharzttermine an die anderen Tage nicht legen kann). Wurde berücksichtigt, dafür habe ich dann halt keinen 2.freien Tag in der Woche und etwas mehr Hohlstunden, als andere mit meiner Stundenzahl (ist beides ok für mich, hatte ich vorab auch entsprechend signalisiert). Überleg dir vielleicht *Jazzy* , was du an Kompromissbereitschaft signalisieren kannst, um nicht nur Maximalforderungen zu stellen (so fühlt es sich womöglich für deine SL an, auch wenn ich dich für einen kompromissbereiten Menschen halte). Ein spezifisches TZ-Konzept ist mir an meiner neuen Schule tatsächlich noch gar nicht bekannt. Ich habe aber bei unserem SL-Team plus den weiteren Stundenplanern den Eindruck, dass diese sich sehr viel Mühe geben möglichst viele Kollegenwünsche bei der Stundenplanung zu berücksichtigen und Zwänge durch äußere Rahmenbedingungen sehr transparent gemacht werden. Wie ist das denn bei euch prinzipiell, werden solche Kollegenwünsche überhaupt berücksichtigt bzw. könnt ihr diese angeben?