VABO gibt es auf jeden Fall (auch?) hier in BW, das sind die Vorbereitungsklassen an beruflichen Schulen ("Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen"), VAB-R gibt es hier ebenfalls ("Vorqualifizierung Arbeit/Beruf"), nur AVD sagt mir nichts, vermute aber insofern, der TE kommt aus BW, wenn es das offenbar nicht bundesweit unter diesen Kürzeln gibt.
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Angesichts der Klassen mit dem Schwerpunkt Spracherwerb: @Stross : Ein Problem, dass ich spontan sehe ist natürlich das Sprachverständnis. Ich hatte noch immer keine Zeit, das Spiel selbst durchzuspielen, weshalb ich nicht genau weiß, wie relevant Sprachelemente dabei sind. Das müsstest du aber je nach Klasse mit im Blick haben und - zusätzlich zur inhaltlichen Vorentlastung- auch eine sprachliche Vorentlastung einarbeiten. Weiterhin könnte der kulturelle Hintergrund deiner SuS eine Rolle spielen bei der Art und Weise, wie sie sich speziell auf das Thema Antisemitismus einzulassen bereit sind. Gerade bei Teilnehmern aus arabischen Ländern wirken teilweise aktuelle Vorbehalte gegenüber Israel auch auf die historische Wahrnehmung ein (was selbstredend nicht bedeutet, dass man SuS mit diesem Hintergrund über einen Kamm scheren und generell als antisemitisch bezeichnen könnte). Da solltest du den Hintergrund deiner SuS gut mit im Blick haben bei der Art und Weise deiner Vorentlastung und Diskussionsführung. Ebenfalls zu prüfen wäre, ob es in den Lerngruppen dir bekannte SuS mit Fluchterfahrungen und/oder Kriegstraumata gibt, die durch so ein Spiel massiv angetriggert und be- bzw. überlastet werden könnten. Du willst nicht am Ende SuS haben, die dir die nächsten Wochen absent gehen, weil sie diese Art des Unterrichts psychisch nicht aushalten können. Insofern je nach Klasse in dieser Art Lerngruppen durchaus sehr kritisch zu prüfen, ob ein solcher Ansatz nicht zu überwältigend wäre am Ende.