Beiträge von CDL

    Wenn in deinem Unterricht die SuS das Handy kurz vor dem Klingeln ungefragt und ohne deine ausdrückliche Erlaubnis herausholen, dann läuft in deinem Unterricht etwas falsch, das zu ändern du in der Hand hättest. Wenn an deiner Schule kein Medienkonzept existiert, dass insbesondere Pausenzeiten und Pausenräume zu vorwiegend oder vollständig handyfreien Zonen macht, wenn es kein Pausenhofkonzept gibt, welches beispielsweise Bewegungspausen fördert, dann liegt es unter anderem an dir hieran etwas zu ändern und entsprechende Konzepte anzuregen, zu konzepieren und etablieren zu helfen. Einfach nur jammern und "früher war aber alles besser" zu erkären, ohne selbst das Heft in die Hand zu nehmen ist zu billig.

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    Wenn hier einige LehrerInnen den Beruf positiver beschreiben als ich, so bedenke, dass gerade Lehrerinnen oft nur sopradisch arbeiten, sozusagen als nicht schlechter Nebenverdienst mit allen sozialen Absicherungen ergänzend zum Gehalt des Ehepartners. Manche haben nur eine halbe Stelle oder weniger, pausieren für längere Zeit wenn sie mehrmals Mutter geworden sind...Da kann man Schule natürlich entspannter sehen.

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    Angesichts des inhärenten Sexismus dieser Aussagen habe ich den Beitrag gemeldet. Such dir ein anderes Hobby oder nimm dir die Zeit dich noch einmal in die Lektüre des Grundgesetzes zu vertiefen und bring die darin ausgedrückten Werte in deinen Beiträgen zum Ausdruck. Ich verbitte es mir, dass meine Meinung qua Geschlecht entwertet und weniger aussagekräftig dargestellt wird. Ich verbitte mir Unterstellungen, dass ich qua Geschlecht meinen Beruf weniger ernst nehmen würde oder weniger arbeiten würde, als ich das als Mann würde. Ich verbitte mir die Darstellung, dass ich qua Geschlecht meinen Beruf nur sporadisch wahrnehmen und damit wohl weniger ernst nehmen würde bzw. weniger von den wahren Herausforderungen des Berufs verstehen könnte. Und ich lege den allergrößten Wert darauf, dass meine Aussagen auch dann noch uneingeschränkt gelten würden, wenn ich tatsächlich Kinder hätte oder auf ein Gehalt eines Ehepartners vertrauen wollen würde oder familienbedingt in Teilzeit arbeiten würde. Dein Sexismus widert mich an. Den Umstand, dass du bei deinen Fächern unter anderem Politik angibst empfinde ich als Hohn, denn diesem Fach wirst du ebensowenig gerecht, wie den Werten, auf die du einmal vereidigt wurdest.

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    Und mal ganz allgemein bzgl. Verbeamtung und psychiatrische/psychologische Behandlung:

    Ich glaube, das sehen hier viele viel zu locker. Wie kommt ihr zu euren Einschätzungen, dass das alles nicht so wild sei? Es sind schon Leute vom Amtsarzt nicht zugelassen worden, weil ihr BMI zu hoch war. Hat man Angststörung oder sowas in der Akte stehen, wird das in 99% der Fälle ein K.O.-Kriterium sein. So zumindest meine Einschätzung. Sorry, aber die Wahrheit ist nicht immer schön.

    Aber es geht zur Not eben auch ohne Verbeamtung und es gibt eben die o.g. Aufbewahrungsfrist.

    Ich komme zu der Einschätzung, weil ich selbst u.a. wegen einer chronischen psychischen Erkrankung in Dauerbehandlung bin und mit etwas vernünftiger Vorbereitung des Amtsarztbesuches (ärztliche Atteste zur Einordnung des Gesundheitszustands) natürlich bereits im Vorbereitungsdienst probemlos verbeamtet wurde und auch jetzt zum Herbst auf Probe verbeamtet werde (und mein BMI ist auch zu hoch, hat niemanden interessiert, weil ich 2-3x wöchentlich Kraft- und Fitnesstraining mache, das schlägt den stark erhöhten BMI angesichts der erkennbaren Fitness und Beweglichkeit trotz starken Übergewichts; Angststörung: wurde mal vermutet bei mir, bis sich nach 2 Jahren Behandlung der Traumasymptomatik gezeigt hat, dass meine Ängste sämtlich auf traumaspezifischen, realen Erfahrungen beruhen und im Rahmen der Traumatherapie in den Hintergrund getreten sind; die Diagnose Angsterkrankung steht trotzdem in alten Arztbriefen und musste eingeordnet werden durch neuere Atteste. Sonst noch eine Einschätzung von dir?). Ich komme zu der Einschätzung, weil ich infolge meiner eigenen Gesundheitsgeschichte und Schwerbehinderung mehr Austausch habe mit anderen KuK mit Schwerbehinderung und auch ohne, die in der Vergangenheit Therapien erfolgreich abgeschlossen haben und bei denen insofern die Verbeamtung kein Problem darstellte. Ich komme zu der Einschätzung, weil ich viele Gespräche mit verschiedenen Personalräten und Schwerbehindertenbeauftragten zu dem Thema geführt habe. Nein, das geht nicht "locker" mit der Verbeamtung bei gesundheitlicher Vorbelastung, aber eine erfolgreich abgeschlossene Therapie ist weder ein Einstellungs- noch ein Verbeamtungshindernis, wenn man sie entsprechend als erfolgreich abgeschlossen nachweisen kann oder nachweisen kann, dass ungeachtet einer Fortbehandlung keine Einschränkung für den Zielberuf besteht. Welche persönliche Erfahrung hast du mit dem Thema außer Mutmaßungen und Bauchgefühl?

    Ja, es geht natürlich auch ohne Verbeamtung und Überlegungen dazu sollten niemals einer medizinisch erforderlichen Behandlung im Weg stehen. Nachfragen wie diese hier sind aber alles andere als selten, weil sich mehr als hartnäckig das Gerücht hält, man habe mit Therapie keine Chance mehr auf Verbeamtung, ein Gerücht, dass von Menschen wie dir, die sich offenbar nur auf persönliche Einschätzungen, Mutmaßungen und Gerüchte stützen ohne tiefere Kenntnis der Thematik erkennen zu lassen mitgetragen und verbreitet wird. Es wäre sehr viel gewonnen, wenn insbesondere Menschen die selbst keinen persönlichen Bezug zur Thematik haben anstelle von Gerüchten die Hinweise und Erfahrungen von tatsächlich Betroffenen bzw. von Schwerbehindertenvertretungen weitertragen würden. Wir therapieerfahrenen Lehrkräfte sind nämlich sehr viel mehr, als öffentlich bekannt ist, weil eben auch später noch im Schuldienst psychischen Erkrankungen aller Art ein Stigma anhaftet infolge all dieser unnützen Gerüchte und Bauchgefühle gepaart mit falsch verstandenem Leistungsbewusstsein.

    Ich hatte dir am Anfang schon mal gesagt, dass deine Akte bei dem jeweiligen Arzt irgendwann vernichtet wird, wenn du dort nicht mehr Patient bist.

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    Ärzte müssen Unterlagen mindestens 15 Jahre aufbewahren. Bis dahin wäre die TE- wenn die "88" im Nick das Geburtsdatum darstellt- 47 Jahre alt. Das Thema Verbeamtung hat sich bis dahin qua Alter erledigt. Insofern ist eine Behandlung, um dann ein Attest über Genesung oder Behandlungsstand einreichen zu können in jedem Fall sinnvoller, als über Aktenvernichtungsfristen nachzudenken.

    "Nein, meine Alma mater und mein Kanton sind viiiiiiiel attraktiver!":prost:

    "Aber bei uns wird man noch viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel besser unterstützt!":haudrauf:

    "Aber wir haben einen Steinschlagschutzschirm, der sicherstellt, dass erst gar keine Steine im Weg landen!":sofa:

    "Wir haben aber dafür einen quasi flachlandigen Campus dank innovativster Forschung ( verseh**** :stumm: also zufälliges und total erwünschtes Nebenprodukt der Corona-Forschung bei La Roche), bei dem Steine weder im Weg noch per unerwartetem Steinschlag zu befürchten sind. Selbst Meteoritenschauer aus dem All können wir inzwischen wegimpfen- campusweit!":doc:

    "Äh, :gruebel: wir sind schweiziger, weil nicht so nah an der Nürnberger Würstel-Grenze!":rauchen:

    ...

    Das es jetzt schon wieder mehr wird ist jetzt aber nicht wirklich überraschend, bedenkt man, wie viele Menschen eben doch ins europäische Ausland gefahren sind für ihren Urlaub, dort womöglich in Rehionen mit deutlich stärkerem Infektionsgeschehen nicht auf Abstand/Masken/Hygiene ausreichend achten, hier ergänzend dann nicht weniger Menschen, die Abstand/Masken/Hygiene nicht mehr ganz so ernst nehmen möchten. Mir war eigentlich klar, dass die Sommerferien/Sommerurlaubszeit, nachdem in begrenztem Maß reisen wieder möglich geworden ist, auch schon vor der nächsten Grippe- und Erkältungssaison die Infektionszahlen wieder anziehen lassen werden und wenn wir mal ehrlich sind, ist das den meisten hier im Forum klar gewesen. Hat dich das jetzt ernsthaft überrascht Tom123 ?

    Ich werde mich vielleicht in Vorlesungen setzen, einfach studieren kommt bei mir nicht in frage.

    Warum nicht? Was spricht dagegen erstmal nur mit dem Fach zu starten, für das du dich ganz klar entscheiden kannst und für das dein Herz schlägt?

    Na ja, da kann man jetzt aber auch die Kirche im Dorf lassen: Ja, wir haben jetzt den zweiten Tag in Folge wieder um die 800 Neuinfektionen und ja, das ist eindeutig ein Schritt in die falsche Richtung, der uns aufmerken lassen sollte. Wir haben aber nicht "jeden Tag einen neuen Rekord" oder "tagelang neue Rekorde" hierzulande- die gibt es global betrachtet bzw. in einzelnen Ländern (USA, Brasilien, Indien..) gerade am laufenden Band, aber eben nicht hier in Deutschland. Die Urlaubszeit und nachlassende Vorsicht lässt sich denke ich an den Zahlen von gestern und heute ablesen, insofern befürchtet ein Teil von mir natürlich auch, dass es die kommenden Tage ähnlich weitergehen könnte, aber zwei Tage mit erkennbar gestiegenen Infektionszahlen sind- auch wenn es nicht gut ist, dass diese, wie man lesen kann, eher in der Fläche, als an einzelnen Hotspots erfolgen- noch keine dramatische Trendwende hin zu neuen Rekordzahlen der Ansteckung hierzulande. Bitte etwas weniger überdramatisieren, denn das bringt niemanden, der das aktuell nicht macht dazu sich wieder besser an die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen zu halten.

    Ich möchte ja gerne Lehrerin sein , bzw. glaube ich das das ein guter Beruf für mich ist. Jedoch weiß ich halt echt nicht weiter....

    Vielleicht solltest du einfach erst einmal Sozialpädagogik zu studieren beginnen, denn dafür schlägt dein Herz offenbar unmissverständlich, dich nicht allzusehr am Lehramt aufhängen, sondern im ersten Semester in Fächern, die eventuell als Zweitfach infrage kommen könnten Einführungsvorlesungen belegen und schauen, ob du dich tatsächlich genug für das Fach begeistern könntest, um dieses 5 Jahre lang zu studieren. Wenn du dabei ein weiteres fach für dich entdeckst: Wunderbar, dann wechselst du auf Lehramt mit dann zwei Fächern. Wenn nicht: Wunderbar, dann wirst du Sozialpädagogin und wirst dir damit eine berufliche Perspektive entwickeln. Erlaub dir selbst an dieser Stelle auch die Offenheit, dass es am Ende nicht auf Lehramt hinauslaufen muss, statt dich daran festzubeißen und fang mit dem Studium des Faches, dass dich wirklich interessiert erst einmal an. Du verlierst gar nichts auf diese Weise, gewinnst aber sehr viel an Handlungsfreiheit, die du dir aktuell nimmst.

    Man muss auch nicht "brennen" für seine Fächer, ernsthaftes Interesse reicht durchaus aus und vielleicht gibt es ja, wenn du darüber nachdenkst, Fächer, für die du dich deine gesamte Schulzeit über (oder zumindest in der Oberstufe) ernsthaft interessiert hast. Oder neben der Islamischen Theologie (die war gesetzt oder?) weitere Ergänzungswissenschaften, die besonders gut dazu passen bzw. in Teilaspekten sowieso Teil des Studiums sind.

    Wenn du eigentlich Lehrerin werden möchtest Picardine, dafür auch bereit wärst Verdiensteinbußen hinzunehmen und dich nachzuqualifizieren, dann überleg dir doch wirklich, ob nicht angsichts deiner Fächer ein berufsbegleitender Lehramtsmaster für Sek.I oder berufliche Schulen dein Weg sein könnte. Ja, das sind nicht die Grundschulkinder, aber dafür eine Zielgruppe, für die du schon relevantes Fachwissen mitbringst, wodurch deine Chancen eben recht gut sein dürften, tatsächlich nur noch einen Lehramtsmaster draufsatteln zu müssen, was auch berufsbegleitend recht flott geschafft werden kann. Am Ende macht dich dieser Kompromiss bei der Altersgruppe vielleicht glücklicher, als der erneute Kompromiss bei der Berufswahl es machen könnte.

    In der Sek.I hast du in 5/6 auch noch richtig Kleine und glaub mir, es gibt auch in diesem Alter noch genügend Grundlagen, die du anlegen kannst in deinem Unterricht. :)

    Such dir einen Facharzt, bei dem du dich gut aufgehoben fühlst und dem du dich anvertrauen kannst. Denn kein Arzt kann dir vernünftig weiterhelfen, wenn du diesen anlügst, das ist dir denke ich zwar auch selbst klar, aber da musst du für dich selbst den Mut finden ehrlich zu sein, auch wenn dir die möglichen Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten große Angst machen. Ja, du darfst natürlich einen anderen Facharzt aufsuchen und musst nicht bei diesem bleiben. Das verlangt keine Krankenkasse und wäre auch unzumutbar, schließlich muss das Vetrauensverhältnis stimmen. Mach dir aber bewusst, dass Neurologen oder Psychiater im Regelfall nicht die Ärzte sind, die du für ein ausführliches Gespräch oder gar eine Therapie aufsuchst und selbst wenn sie diese ebenfalls anbieten, das Extratermine wären, die erst einmal verordnet (und bei der Krankenkasse beantragt) werden müssten. Wenn du also bei einem anderen Neurologen oder Psychiater einen Termin vereinbarst, dann wird wahrscheinlich auch dieser dir ein Medikament verordnen. Es liegt dann an dir deutlich zu sagen, dass du zumindest ergänzend einen Therapie machen möchtest und nicht nur ein Medikament isoliert nehmen möchtest. Dafür müsstest du dich aber in dir überhaupt erstmal dafür entscheiden dich tatsächlich in Behandlung begeben zu wollen, müsstest dich frei machen von deinen Ängsten bezüglich einer Verbeamtung und müsstest dich auch darauf einlassen, dass zu einer wirksamen Behandlung unter Umständen zumindest zeitweise auch eine medikamentöse Behandlung gehört.

    Und wie schon andere hier richtig geschrieben haben: Man kann auch trotz Psychiatrieaufenthalt, trotz Einnahme von Antidepressiva, trotz Gesprächstherapie am Ende verbeamtet werden. Deine Krankenkassenunterlagen sieht übrigens der Amtsarzt später natürlich nicht ein. Diesem gegenüber musst du aber ehrlich angeben, welche Erkrankungen du hattest und ggf. Freigabeerklärungen erteilen, damit der Amtsarzt Rücksprache mit behandelnden Fachärzten halten kann. Der beste Weg so etwas vorzubereiten besteht darin sich behandeln zu lassen und nach erfolgter Genesung dann vom behandelnden Facharzt ein entsprechendes Attest ausstellen zu lassen das man dem Amtsarzt von vornherein mit einreicht oder bei weiter bestehender Behandlung ein Attest aus dem hervorgeht, dass die Erkrankung keine Einschränkung für den Zielberuf bedeutet. Das ist am Ende dann auch wichtiger, als irgendeine ungenannte Verdachtsdiagnose, die dein aktueller Neurologe notiert haben mag.

    Also erlaub dir selbst bitte die Hilfe zu finden und vor allem anzunehmen, die du jetzt aktuell dringend benötigst. Alles andere ist nicht annähernd so wichtig wie deine Gesundheit und eben diese Gesundheit ist umgekehrt aber die Basis, um überhaupt in deinem Beruf aktiv werden zu können und verbeamtet werden zu können (was man am Ende auch nicht überschätzen darf, vor allem nicht, wenn in der anderen Waagschale die eigene Gesundheit liegt).

    Gute Besserung!

    Offensichtlich stehst du dir da sehr im Weg mit deiner Angst vor der Fehlentscheidung, die zur Angst vor einer Entscheidung überhaupt wird, welche du in der Folge vermeidest. Da musst du dich schlichtweg an irgendeinem Punkt selbst ins kalte Wasser stürzen und etwas wagen. Selbst wenn sich dann nach einem oder zwei Semestern herausstellen sollte, dass das Fach nicht zu dir passt hasst du ganz viel gewonnen an Wissen, Erfahrung, Verständnis für dich selbst und vor allem weißt du dann schon, dass du den Mut hast Entscheidungen zu treffen. Ohne diesen Mut kannst du nicht vorankommen, mit diesem Mut einher geht immer auch die Möglichkeit, dass man an irgendeinem Punkt bemerkt, dass der eingeschlagene Weg nicht (mehr) passt und verändert werden muss. Das kann aber, wenn du das zulässt, etwas unglaublich Bereicherndes sein und muss nichts sein, dass dich ängstigt und blockiert. Geh an die Uni, schreib dich für zwei bis drei Fächer ein, für die dein Herz schlägt und probier diese aus und wenn du nach einem oder zwei Semestern bemerkst, dass deine Vorstellung vom Fach nicht zur Realität passt- das kann man nur feststellen im Studium und nicht vorab- dann nutzt du das, was du dabei über dich und deine Interessen und Fähigkeiten gelernt hast dafür, um ein anderes Fach zu wählen und weiterzustudieren.

    Ich habe Politik studiert und bereue die Wahl nicht. Für mich war das aber genau das richtige Fach, weil ich schon immer einen Schwerpunkt in den Gesellschaftswissenschaften hatte, sehr viel, sehr früh angefagen habe über den Schulstoff hinausgehend zu lesen und mich in Themen und Aspekte einzuarbeiten, die in der Schule gar nicht behandelt werden können. Tagesschau, Tageszeitung und politische Magazine/Zeitungen waren meine ständige Lektüre, ich habe leidenschaftlich gerne diskutiert. In den Politikwissenschaften kam ich also einfach voll auf meine Kosten und genieße es auch im Beruf ein Fach mit so hohem Aktualitätsbezug unterrichten zu können, bei dem ich sehr viel weniger mit Lehrbuchmaterialien arbeiten kann (und will) als z.B.in Französisch. Das hilft dir jetzt aber nullkommagarnix weiter, denn es geht am Ende ja um deine Leidenschaft und dein Interesse fürs Fach, die (ggf. ergänzt um Einstellungsperspektiven) für deine Entscheidung relevant ssein sollten.

    Ich habe ehe ich Politik studiert habe auch schon ein anderes Studium begonnen gehabt, ein ganzes Grundstudium abgeschlossen, ehe mir klar wurde, dass das Fach mich zwar auch weiterhin reizt, der dahinterstehende Beruf aber nicht. So ein Wechsel ist kein Weltuntergang und ich empfinde es tatsächlich als sehr bereichernd, dass ich auch noch in einen anderen Fachbereich reinschnuppern konnte. Erlaub es dir selbst doch einfach auch Fehler zu machen. Die gehören dazu und sind oft die schönste Möglichkeit etwas über sich selbst zu lernen und zu verstehen. Umgekehrt kann man viele wundervolle und besondere Dinge (oder auch Menschen) nur entdecken, wenn man sich selbst die Möglichkeit einräumt sich am Ende womöglich getäuscht zu haben und etwas verändern oder einen neuen Weg einschlagen zu müssen. Das Leben ist viel zu kurz, um auf perfekte Entscheidungen warten zu wollen und viel zu lang, als das eine kleine Wegkorrektur hier und da einen ernstlich zurückwerfen könnte. :)

    Angriff auf Kollegen? Das nimmt doch hier hoffentlich keiner ernst. Dazu müsste der TE ja überhaupt mal ein "Kollege" mit Unterrichtserfahrung sein.

    Ist er doch, auch wenn er sich die allergrößte Mühe dabei gibt so zu klingen, als hätte er in seinem Leben noch keinen Klassenraum von innen gesehen, geschweige denn einen entsprechenden Beruf ergriffen und seinen Anteil am schulischen Geschehen in der Folge nicht kritisch reflektiert in seinen Beiträgen.

    Mehr Selbstreflexion und Authentizität würde jedem einzelnen deiner Beiträge unendlich gut tun @Lehramtstudent. Andernfalls fällt es zunehmend schwerer dich als Kollegen zu verstehen und ernstzunehmen.

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