Beiträge von CDL

    Ich frage mich bezüglich Schweden, wie es eigentlich sein kann, dass dort nur 7 - 8 % der Bevölkerung seropositiv ist. Bei uns schätzt man für Genf etwa 10 %, für die Waadt etwa 8 % und insgesamt irgendwas um die 5 %. Wie kann das sein, dass wir trotz Lockdown auf vergleichbare Werte kommen oder anders gefragt: Warum sind in Schweden nicht schon viel mehr Leute infiziert worden? In Ischgl kommt man auf sagenhafte 40 %, auch in New York sollen es um die 25 % sein. Irgendwie geht das für mich nicht recht auf ...

    Vielleicht testen die in Schweden zu wenig symptomlose Menschen im Vergleich zu anderen Ländern, um so die tatsächlichen Zahlen zu erlangen? (Würde ja zur Strategie passen, die nicht auf Vermeidung von Ansteckung abzuzielen scheint.)

    Zur Einstellungsprognose bei deinen Fächern kann ich nichts sagen (BL?), aber wenn du im Dienst bist, wirst du nicht plötzlich deine Arbeit verlieren als unbefristet Beschäftigter, nur weil sich die Geburtenzahlen kurz bevor du die Rente erreichst stark ändern könnten. Das ändert dann vor allem etwas an den Einstellungen auf dem Weg bis du das Rentenalter erreicht haben wirst. Lies dir die Einstellungsprognosen für dein Bundesland und deine Fächer durch, um eine Orientierung zu haben, prüf ergänzend, ob bei deinen gesundheitlichen Problemen ein GdB möglich wäre im Hinblick auf die Gesundheitsprüfung zu Beginn des Refs und vor Antritt einer Planstelle, schau dir ergänzend zu deinem BL an, wie die Einstellungsprognosen mit deinen Fächern in anderen für dich infrage kommenden Bundesländern aussieht und behalte im Beruf die Bereitschaft, dich weiterzubilden. Wer weiß, vielleicht hat sich bis 2040 ja auch einfach in der Politik die Erkenntnis durchgesetzt, dass kleinere Lerngruppen kein Schaden sind, Inklusion WIRKLICH kein Selbstläufer ist, sondern ausreichenden Personaleinsatzes bedarf oder auch ganz simpel die recht naheliegende Erkenntnis, dass wenn weniger Kinder geboren werden, man endlich aufhören muss es sich zu leisten, dass rund ein Fünftel eines Jahrgangs noch nicht einmal das untereste Anforderungsniveau bei den PISA-Tests schafft und fördert diese entsprechend (was ausreichende personelle Ressourcen voraussetzt). Es kann sich an sehr vielen Stellschrauben etwas ändern bis 2040 abgesehen von Geburtenzahlen (die ebenfalls nicht in Stein gemeißelt sind, wie man die letzten Jahre beispielsweise in meiner Region feststellen konnte).

    Hast du einen Lehrauftrag während der Promotion bzw. erhältst dafür Drittmittel? Falls ja, könnte das anzeigepflichtig sein, sonst wüsste ich erstmal nicht, was das den Dienstherrn angehen sollte.

    Mir fällt auf Anhieb kein Biologe oder Biologin im Forum aus BW ein, der/die aktiv schrieben würde. Firelilly ist Biologin und Lehrerin in SH (?), vielleicht könnte sie dir weiterhelfen, wobei sie die letzte Zeit wenig im Forum war (wie mir gerade bewusst wird). Mir ist allerdings- auch wenn ich nicht helfen kann- nicht ganz klar, was du dir genau erhoffst. Welche Materialien ihr in der Schule habt können nur du und deine KuK auflisten und mit den Bildungsplanvorgaben abgleichen was noch fehlt, sonstige Vorgaben des Landes sollten beim RP erfragbar sein. Vielleicht meldet sich ja noch jemand hier, wenn du dein Anliegen etwas konkreter formulierst, so dass klar wird, was du wissen möchtest. :) Ansonsten könntest du auch:

    1. Eine berufliche Schule in eurer Nähe kontaktieren, die diesen Bildungsgang bereits anbietet und dort mit einem Fachkollegen oder einer Fachkollegin deine/eure Fragen besprechen.

    2. Über deine Gewerkschaft einen passenden Ansprechpartner suchen und deine/eure Fragen besprechen.

    3. Offene Fragen/Unklarheiten mit dem RP klären.

    Die allermeisten Menschen sind inzwischen von den Masken genervt und warten auf den Tag, an dem das Ende der Maskenpflicht verkündet wird. Ich meine Mitte Juli, mein Vater sogar nächste Woche. Dass es inzwischen in Richtung Randale geht, siehe deine Ausführungen mit den Jugendlichen, ist schade, aber früher oder später wird es dazu kommen. Es wäre auch der Fall gewesen, wenn Gastronomie und Fitnessstudios länger geschlossen geblieben wären.

    Mit freundlichen Grüßen

    Solange es immer wieder zu Hotspots kommt, solange nicht klar ist, wie sich das Virus bzw. die Ansteckungszahlen im Herbst/Winter oder auch einfach nur über die Sommerferien entwickeln werden, solange wird der MNS ein Dauerbegleiter bleiben, auch wenn es Menschen gibt wie dich selbst, die lieber Leichtfertgkeit predigen, als diese Realitäten anzuerkennen. Ich sehe nicht, inwiefern das ein Opfer wäre, auch wenn die Dinger jetzt im Sommer durchaus anstrengend zu tragen sind.

    Der "will to please" macht die Arbeit erheblich leichter, ist aber nicht die eine Grundvoraussetzung für einen Assistenzhund. Eine ehemalige Kommilitonin hat ihre französische Bulldogge zum Diabeteswarnhund ausgebildet. Das ist sicherlich keine Rasse, die man als Assistenzhund im Kopf hat, aber der Hund hat einfach von sich aus begonnen ihre Unterzuckerung anzuzeigen, nachdem sie einmal ins diabetische Koma gefallen war und hat das so gut gemacht, dass nur noch wenig zusätzliches, gezieltes Training erforderlich war, um einen kompletten Diabeteswarnhund zu erhalten. Wenn dein Hund dir also entsprechende Hilfestellungen anbietet, entsprechend aufmerksam ist dir gegenüber, dann kann daraus für dich einfach genau der richtige Assistenzhund werden, auch wenn der Trainingsweg unter Umständen an der einen oder anderen Stelle länger ist, als bei anderen Rassen. Und dies geschrieben, kenne ich zwar diverse Menschen mit ihren Assistenzhunden, bin aber die Einzige, die einen Golden Retriever hat, Labrador Retriever gibt es auch nur einen, ansonsten zwei weiße Schäferhunde, verschiedene Hütehundrassen und diverse Mischlinge. Viele Hunde waren erst einfach nur Familienhund und haben aus Liebe zu ihrem Menschen dann irgendwann begonnen für ihren Menwchen zu arbeiten, so dass sie in der Folge gezielt trainiert und ausgebildet wurden. Lediglich die weißen Schäferhunde, mein Goldie und der Labrador wurden bereits als Welpen zielgerichtet aus ihren Würfen ausgewählt und entsprechend ausgebildet, weil die Halter eben schon bei der Anschaffung des Hundes wussten, welche Arbeit dieser leisten können sollte.

    Ich wünsche euch alles Gute für euren weiteren Weg. Melde dich sehr gerne, solltest du einmal eine Frage haben. :) Vielleicht kann ich weiterhelfen oder dir zumindest einen Hinweis geben, wenn du ansprechen könntest.

    es sollte nach den Sommerferien weitergehen, aber jetzt bin ich arbeitslos, weil das Ministerium gesagt hat Leute mit einer gewissen Anzahl an Verträgen und Dauer nicht weiter beschäftigen. Ich gehe jetzt zum Anwalt

    Falls du Gewerkschaftsmitglied bist: Rechtsschutz kontaktieren. Sollte dir zu Unrecht die Entfristung vorenhtalten werden ist es deiner Gewerkschaft ein Fest dich bei diesem Rechtsstreit zu unterstützen und du sparst dir die Kosten für den Anwalt.

    Ich lese immer wieder 5 Jahres Schwelle, oder länger. Hat jemand Erfahrung

    Das passt dazu und gibt zumindest einen Anhaltspunkt, was geprüft werden muss:

    (...)

    Selbst wenn der Arbeitgeber die Eignung der befristet eingestellten Lehrkräfte anerkannte, erfolgte in der Regel lediglich eine Weiterbeschäftigung mit einem neuen, wieder befristeten Arbeitsvertrag, statt einer Entfristung. Dies ist zunächst auch nicht weiter problematisch: §?14 Abs. 2 Satz 1 Teilzeit- und Befristungsgesetz ermöglicht den Abschluss von befristeten Verträgen bis zur der festgelegten Höchstdauer von zwei Jahren bei maximal dreimaliger Verlängerungsmöglichkeit ohne Sachgrund. Ist ein Sachgrund nach §?14 Abs. 1 TzBfG gegeben, etwa das Vorliegen eines konkreten Vertretungsbedarfes, ist der Abschluss von befristeten Verträgen auch über diese zwei Jahre hinaus zulässig.

    Auch wenn die Höchstdauer von zwei Jahren als auch die Möglichkeit der dreimaligen Verlängerung bei einer sachgrundlosen Befristung also erheblich überschritten werden können und man eine Dauer von über fünf Jahren in der ununterbrochenen Beschäftigung unter dem Aspekt des Sachgrunds der Vertretung noch als vertretbar bezeichnen mag, übersteigt eine hohe Anzahl von Befristungsabreden in dieser Zeit den gesetzlichen Richtwert jedoch. Gerade in einer Kumulation könnte dann ein Rechtsmissbrauch des Einsatzes der Befristung vorliegen, der in der neuen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts anhand in einer grundlegenden Entscheidung des EuGH vom 26. Januar 2012 (C-586/10 – Kücük) entwickelten Rechtsgrundsätze von zur Missbrauchskontrolle von sogenannten Kettenbefristungen geprüft wird.

    (...)

    Die 5 Jahre sind also nicht als absolut gesetzt zu betrachten, sondern einerseits zu prüfen, ob es sachgrundlose Befristungen oder sachlich begründete Befristungen gab und anderseits, ob dennoch am End ein der Kumulation rechtsmissbräuchlich gehandelt wurde. Wenn du seit 5 Jahren ununterbrochen Kettenverträge hattest lohnt es sich sicherlich, das anwaltlich überprüfen zu lassen.

    (...)

    CDL , wie würdest du dir einen gesellschaftskompatiblen Umgang wünschen, wie würdest du entscheiden, wenn du für dein Bundesland entscheiden müsstest? Auch in Hinblick darauf, anders zu handeln als andere Bundesländer, Nachbarstaaten, in Hinblick auf Expertenmeinungen, Statistiken und allem, was wir in den letzten Monaten erfahren haben?

    Die Teilfrage der Entscheidung für mein Bundesland ist bezogen worauf, auf die Schulöffnungen? Mir ist unklar, was du mit dem fett markierten Teilabschnitt meinst. Für mich liest sich das so, als meintest du, ich würde mich wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Corona- auf denen ja in weiten Teilen die Vorgehensweise in Deutschland beruht- verschließen oder diese anzweifeln, was nicht der Fall ist. Vielleicht kannst du das etwas genauer schreiben, damit ich verstehe, was du fragst bzw. meinst?

    Ich finde sehr vieles, was in den letzten Wochen speziell hier in BaWü zu Corona entschieden worden ist sehr nachvollziehbar und vernünftig.

    Das Schwierigste aus meiner Perspektive ist die nachlassende Breitschaft von immer mehr Mitmenschen MNS zu tragen. Gestern im Supermarkt haben vier Jugendliche Angestellte des Supermarkts und sämtliche Kunden im Eingangsbereich ungefragt gefilmt, weil sie nicht bereit waren der Aufforderung des Personals folgend einen MNS zu tragen und den Umstand, dass man sie so nicht den Laden betreten lassen wollte als rassistischen Übergriff bezeichnet haben- polnischer Background, der mir auch nur klar wurde, weil mein Auto zufällig neben deren Auto stand und ich warten musste, bis die Polizei mit denen fertig wahr, ehe ich wegfahren konnte. Das ist sicherlich ein extremer Auswuchs, ich beobachte aber immer öfter in Supermärkten, dass nicht nur das Personal keinerlei Schutz trägt, sondern auch die Kundschaft, die- trotz enstprechender Schilder überall- vom Personal in vielen Fällen nicht darauf hingeweisen werden. Ausreichend Abstand zu halten vergessen auch wieder immer mehr Menschen auf der Straße oder im Supermarkt und werden zunehmend rabiater in der Ausdrucksweise, wenn man sie freundlich darum bietet diesen zu beachten. Unter gesellschaftskompatiblem Umgang verstehe ich, dass sich alle (oder zumindest eine Mehrheit) an dieser Gesellschaft Beteiligten an diese reichlich simplen Grundregeln konsequent halten, damit es möglichst keiner weiterreichenden Einschränkungen bedarf. Stattdessen beobachte ich eine zunehmende Aggression von Menschen, die für sich entschieden haben diesen Regeln nicht mehr folgen zu wollen, was im Ergebnis Menschen wie mich zunehmend einschränkt, um gesund bleiben zu können.

    Jup, vier Uhr in der Früh ging es los, gewitterte dann den gesamten Vormittag, am Nachmittag wieder elends schwül und heute früh gegen vier kam dann die nächste Ladung (weniger Blitz und Donner, dafür noch ergiebigerer Regen) und ist - wie könnte es anders sein- jetzt schon wieder elends schwül den ganzen Nachmittag über. Mein Hund geht grad echt ein und benötigt regelmäßige Kühlung. Dafür muss ich meine Pflanzen auf dem Balkon nicht gießen und der stete Wind der mit der Wetterlage einhergeht ist sehr angenehm. So lässt sich der Sommer auf Balkonien aushalten.

    DUUM verbringt den Sommer ebenfalls auf Balkonien.

    jaaa hab ihn Anfang des Jahres gestellt. Und jetzt geht es nicht mehr weiter

    Wenn die rechtlichen Voraussetzungen für eine Entfristung vorliegen muss du dir keine Sorgen machen, könntest aber- ggf- unterstützt durch deine Gewerkschaft- nachhaken, wie der Bearbeitungsstand ist. Inzwischen kam nunmal diese Kleinigkeit names Corona dazwischen und hat viele Sachbearbeiter in der Verwaltung sehr umfassend beschäftigt gehalten, so dass sich die Bearbeitung einfach verzögert haben könnte. Wenn du dir nicht sicher bist, ob die rechtlichen Vorraussetzungen für eine Entfristung vorliegen, könntest du dich ebenfalls von deiner Gewerkschaft beraten lassen.

    Statt sich innerlich wehement gegen Corona zu wehren, ist es auch einfacher, sich damit abzufinden, dass man es früher oder später bekommt. Wenn es doch nicht so sein sollte, dann natürlich umso besser, aber viele Leute haben inzwischen größere Angst davor, es womöglich zu bekommen, als vor der Krankheit selbst - und dieser dauerhafte Angstzustand macht auf Dauer noch zusätzlich krank mental. Also Leute, wir werden es schon überleben ;) !

    Sorry, aber das ist Quatsch, sich einfach damit abzufinden, dass man das Virus ja sowieso bekommen würde und das einfach hinzunehmen. Das mag für dich ganz persönlich der richtige Weg sein, ich weiß jedoch, dass ich ein äußerst relevantes Risiko für einen schweren Verlauf habe (und aus Erfahrung auch, dass meine Lunge eine Beatmung nicht so einfach wegsteckt) und ich möchte sehr gerne noch ein paar Jahrzehnte älter werden und nicht aus dümmlicher Leichtfertigkeit heraus am Ende Covid-19 erliegen oder lebenslang sehr schwere Langzeitschäden davontragen. Ich wehre mich also vehement dagegen, dass ich eine Covid-19-Infektion einfach hinnehmen soll als wäre es ein simpler Schnupfen, dafür ist mein tatsächliches Risiko zu groß, ich wehre mich vehement dagegen, dass Menschen die offenbar kein erhöhtes eigenes Risiko haben meinen vorgeben zu dürfen, Ansagen wie ein sinnvoller und gesunder Umgang mit Covid-19 aussehen kann und ich wehre mich vehement gegen Simplifizierungen à la "Wir werden es schon überleben!", denn mein Überleben ist ernsthaft gefährdet sollte ich mich mit Covid-19 infizieren und deine Leichtfertigkeit kann zu meiner Ansteckung beitragen. Mein Recht auf Gesundheit und Leben wiegt höher, als dein Recht auf Ignoranz und Leichtfertigkeit!

    Und mit 40 ist man alt?! Meine Schüler versuchen mir schon seit Wochen zu erklären, dass das nicht so ist. Ich hab nur noch ein paar Wochen um mich mental drauf einzurichten. ^^

    Nö, du entscheidest selbst, ab wann du dich alt oder jung fühlen möchtest oder ob du das von der Einschätzung deiner Mitmenschen abhängig machen willst. *Schreibt die gerade erst 40jährige, jungspundige Kollegin, die trotz Laktoseintoleranz nicht auf ihre Milch verzichten möchte, weil alle Pflanzenmilchalternativen höchstens ausnahmsweise meinem Gaumen mal erträglich sind, aber noch nie gemundet haben. Viele Käsesorten sind sowieso schon immer laktosefrei gewesen und bei der Milch gibt es hier aus dem Schwarzwald inzwischen eine gute Biomilch laktosefrei, bei der ich weiß, dass auch die Bauern fair bezahlt werden von der Molkerei im Vergleich zu anderen Molkereien.*

    Hunde klauen- unfassbar! Ich hatte bei Frau Hund einmal die Situation, dass als ich rauskam ein Bekannter beim Hund stand und mich darüber inormiert hat, dass ein Paar als er herauskam versucht habe den Hund mitzunehmen. Da er den Hund kannte und wusste, dass dieser zu mir gehört, sprach er die Leute an, woraufhin diese abhauten. Danach habe ich Frau Hund nur noch ausnahmsweise mal vor einem Laden warten lassen und das auch nur, wenn es gar nicht anders ging. Bei Frau Arbeitshund sind die Verlustängste ja noch ein Thema. Sie also komplett zuhause zu lassen während ich einkaufen gehe war gerade zu Beginn völlig undenkbar, das Auto hat sie zu Beginn aber auch gestresst, weil sie das verbunden hat mit "ich verliere jetzt mein Zuhause und werde weggefahren", also habe ich versucht, ob es möglich ist, sie kurz vor dem Laden warten zu lassen. Letztlich hat sich das Autotraining dann doch schneller ausgezahlt als vermutet, so dass es inzwischen gut möglich ist für sie im Auto zu warten (nur völlig neue lange Strecken stressen sie jetzt noch sehr- als ich mit ihr zu meiner Schwester nach Köln gefahren bin, war sie erst erleichtert, als sie gesehen hat, dass ich meinen Koffer ebenfalls auspacke). Mal vor dem Laden warten muss sie jetzt nur noch, wenn ich in meinem Stadtteil in einem Laden bin, wo ich sie von innen sehe und genau genommen betrifft das auch nur die Metzgerei, sonst darf sie überall mit reinkommen bzw. sonst nehme ich eben das Auto und sie wartet darin.

    Das Training am Straßenrand mache ich letztlich aus meiner Bequemlichkeit heraus so konsequent: Bei Frau Hund war es zutiefst entspannend, dass ich ab einem bestimmten Punkt mit ihr im Stadtteil komplett ohne Leine unterwegs sein konnte, da sie an allen Straßenüberquerungen und Ecken auf mich wartete (das war für meine Mitmenschen immer ziemlich faszinierend) und sich nie weiter als maximal 7m von mir entfernte, dann stehenblieb, sich umdrehte und auf mich wartete. So war das für uns beide entspannend, weil jeder in seinem Tempo gehen konnte und wir dennoch zusammen unsere Freizeit genossen. Außerdem mag ich die Ruhe und Konzentration, die das in einen Spaziergang bringt.

    Na ja, sie ist nicht wirklich ängstlich von ihrem Grundcharakter her, da ist sie genau genommen sogar deutlich gelassener, als Frau Hund das war, sie hat nur einfach als sie bei mir ankam schon zweimal ihr Zuhause und ihre Menschen verloren gehabt und war dadurch sehr verunsichert und sehr angestrengt. Zusätzlich war ihr zweites Zuhause kein richtig guter Ort für sie: Kein Training, ein Mensch der keinerlei Ahnung von Hunden hatte und erst den Umgang lernen musste bei schwerer Erkrankung und der Ernährungs- und Pflegezustand war auch nicht richtig gut. So standen als sie bei mir ankam ihre Rippen weit heraus so mager war sie, ihr Fell war nicht gut gepflegt und ihre Ohren standen bis zum Rand voller Dreck, weshalb wir erstmal in den ersten zwei Wochen Ohrenpflege und Behandlung der darunter liegenden Ohrenentzündung auf dem Plan stehen hatten. (Tipp für Hundebesitzer: Zur Ohrenreinigung etwas Olivenöl auf ein Wattepad geben. Das löst den Dreck besser als trockene Watte und pflegt gleichzeitig die zarte Haut in den Ohren.) Sie benötigt einfach Zeit um anzukommen, Vertrauen zu fassen und ihre Verluste zu verarbeiten und abgesehen davon liebevolle Konsequenz (kommt einem als Lehrkraft ja nicht ganz unbekannt vor).

    Bei Frau Hund hatte ich noch viele Zweifel, da ging es mir aber gesundheitlich auch einfach noch deutlich schlechter einerseits und andererseits hatte ich bis dahin noch nie einen Welpen ausgebildet und schon gar keinen Assistenzhund und habe mich immer wieder gefragt, ob ich mich nicht total überschätze, auch wenn ich konstant von Trainern begleitet und ausgebildet wurde, damit ich weiß, was ich mache. Jetzt bei Frau Arbeitshund geht es mir gesundheitlich so viel besser und ich weiß auch, wie gut ausgebildet meine Frau Hund war und worauf ich mich bei einem Golden Retriever verlassen darf, was dieser vom Wesen her mitbringt, aber kann auch besser einschätzen, was mir meine Züchterin über den Charakter und die Arbeitseigenschaften dieses besonderen Hundes mitgeteilt hat, so dass ich einfach auch gelassen bleiben kann. Ich kann darauf vertrauen, dass ich das schaffen werde und auch diesem Hund nicht nur eine gute Ausbildung ermögliche, sondern ihm auch gerecht werden kann und ich weiß inzwischen, dass mein Weg der Beziehungsarbeit- die Ruhe, die Zuversicht, das Vertrauen, die liebevolle Konsequenz- nicht nur beruflich, sondern auch in der Hundearbeit genau richtig ist und für mich und den Hund sehr gut funktioniert.

    Im Asthma-Bereich lernt sie beispielsweise mich frühzeitig zu stoppen, ehe meine Atmung sich in einen kritischen Bereich hin verändert. Sie lernt bestimmte Hormonveränderungen (die Hunde riechen können) anzuzeigen. Da sind viele kleine Schritte notwendig und es wird etwas länger dauern, da sie das nicht von klein auf mitgelernt hat. Aber auch das werden wir schaffen. Ein Pfötchen nach dem anderen..

    Was können Hunde alles lernen? Gute Frage, die ich mir gar nicht erst anmaßen möchte abschließend zu beantworten, weil es einfach zu vielfältig und komplex ist, genau wie die Einsatzbereiche von Hunden. Es gibt aber online spannende Aufstellungen was beispielsweise "Service Dogs" leisten können, an denen ich mich orientiert habe, als ich für mich die Idee entwickelt habe vor vielen Jahren einen Assistenzhund zielgerichtet für mich auszubilden mit Unterstützung passender Trainer, da meine Ärzte keine neuen Therapieansätze hatten für mich und ich so viele Medikamente einfach nicht vertragen habe, die zur Entlastung und Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit wichtig gewesen wären.

    Ich habe Frau Hund, nachdem sie alles Wichtige konnte auch noch jede Menge Dinge beigebracht, die ich nicht gebraucht habe, die ihr aber Spaß gemacht haben und mir auch, einfach weil ich es konnte und neugierig war, ob das wohl klappt. So konnte sie mir die Socken an- und ausziehen oder war eine äußerst fleißige und umsichtige Unterstützung beim Ausräumen des Trockners. Frau Arbeitshund mag meine Socken sehr, klaut sich die gerne mal auch aus der Schmutzwäsche, insofern habe ich schon angefangen ihr zu zeigen, wie man einem Menschen die Socken auszieht. Die Socke darf sie dann kurz abschleppen, apportieren, werfen, apportieren, kraulen zur Belohnung, 2.Socke und fertig. Liebt sie, ob das mit dem Anziehen klappen kann bei der Begeisterung die Socken abzuschleppen bezweifel ich aktuell allerdings, aber nachdem ich das nicht brauche, muss das auch nicht klappen. ^^

    Es gibt diverse Vereine und Organisationen die damit werben Assistenzhunde auszubilden und Betroffenen zur Verfügung zu stellen kostenfrei. Ich habe im Bekanntenkreis erlebt, was das im worst case bedeuten kann, obwohl der Verein scheinbar seriös war und von diversen Prominenten beworben und unterstützt wird. Da wurde dann ein schlecht ausgebildetes Tier übergeben, das per Elektroschockhalsband (verboten in Deutschland) "ausgebildet" worden war und als angeblich fertiger Assistenzhund übergeben wurde. Der schwerst traumatisierte Hund war völlig unfähig irgendeine Aufgabe zu erfüllen, sondern hat einfach selbst Unterstützung benötigt, um die erlittenen Qualen zu verarbeiten. Vor diesem Hintergrund würde ich persönlich zu äußerster Vorsicht raten bei jedweder Art von Fremdausbildung, sehr genau hinschauen, wie mit dem Hund gearbeitet wird, sehr kritisch die Qualifikationen der sogenannten Trainer prüfen, sehr kritisch prüfen, wie trainiert wird. Die altbekannte "Leckerchenmethode" ist keine adäquate Erziehungsmethode (wenngleich erheblich besser, als gar nichts aka "der will doch nur spielen"), das Minimum für Assistenzhunde ist Clickertraining oder alternativ Natural Dogmanship, um Hunde zu bekommen, die nicht nur lebenslang fürs Leckerchen ein bestimmtes Verhalten abrufen, sondern erwünschtes Verhalten futterunabhängig zeigen und im Idealfall sogar dazu imstande sind komplett unbekannte Situationen zu meistern, indem sie ihnen bekanntes Verhalten adaptieren.

    Solltest du jemanden haben, für den das von Interesse wäre, könnte ich dir per PN den Namen meiner Züchterin nennen, die ja auch meine Frau Arbeitshund die ersten sechs Lebensmonate ausgebildet hat, ehe diese an ihre erste Einsatzstelle kam. Das ist eine seriöse Züchterin und Trainerin, die auch weitere entsprechende Trainer kennt und empfehlen kann.


    P.S.: Heute war Frau Arbeitshund tatsächlich 60min im Kennel. Die ersten 30min hat sie immer mal wieder gefiept, sich aber sofort beruhigt, wenn ich ihr ruhig "Bleib" gesagt habe (gesehen hat sie mich die gesamte Zeit über), dann ist sie einfach eingeschlafen während ich das hier getippt habe. Das war wieder ein wichtiger Meilenstein heute, den sie gemeistert hat.

    P.P.S.: "Fiffi" kann ich als ernsthaften Namen für eines meiner Tiere dauerhaft ausschließen, merke ich mir aber gerne vor als potentiellen Arbeitstitel, sollte Frau Arbeitshund mal Gesellschaft bekommen. :victory:

    So, ich hatte ja versprochen ab und an mal etwas über Frau Arbeitshunds weitere Ausbildung zu schreiben, hier also ein kleiner Zwischenstand, nachdem wir die ersten zwei Monate miteinander geschafft haben (womit Frau Arbeitshund jetzt schon beinahe so lange bei mir ist, wie sie an ihrer ersten Einsatzstelle war). Wir sind inzwischen sehr spürbar zusammengewachsen, kennen uns besser, vertrauen uns mehr, verstehen uns immer besser, was uns beiden sehr viel Ruhe gebracht hat. Die Trauer um Frau Hund ist noch immer präsent, aber steht nicht mehr im Vordergrund und überwältigt mich nicht mehr ganz so sehr. Wenn sie dann kommt und ich weine, kann ich mich immer darauf verlassen, dass meine flauschige kleine Frau Arbeitshund sofort zu mir gelaufen kommt und versucht mich zu umarmen (sic!), mich per Handschlecken zu trösten sucht und an meiner Seite ist, bis es wieder geht. Frau Arbeitshund hat inzwischen einen ordentlichen Wachstumsschub (Länge und Höhe) hingelegt und ist eine ausgewachsene Hündin geworden, aber immer noch deutlich kleiner und zarter, als Frau Hund das war, ein flauschiges Baby halt. :verliebt:

    Sie ist inzwischen deutlich ruhiger geworden. Einerseits natürlich, weil sie angekommen ist und dadurch ruhiger werden konnte, aber auch weil sie nicht nur etwas älter geworden ist, sondern auch unser Training wirkt. An manchen Tagen muss ich mir selbt bewusst machen, dass wir tatsächlich ja mehrmals täglich trainieren, weil es sich gar nicht so anfühlt, als würden wir arbeiten, sondern alles sehr leicht ist und große Freude bereitet. Es ist eben die Konstanz im Alltag, die das hauptsächliche Training ausmacht, jeder Spaziergang, jede Spieleinheit, unser gesamter Umgang zuhause zählt und bringt in der Summe- neben dem weiteren Training- die schnellen Fortschritte.

    Frau Arbeitshund weiß inzwischen, dass sie sich an Straßenüberquerungen abzusetzen und zu warten hat auf mein "OK", ehe sie eine Straße überqueren darf (jede Straße bei jedem Spaziergang angewendet, sehr gelobt und gestreichelt, wenn sie es gut gemacht hat, wortlos und ruhig mit ihr zurück gegangen und es erneut versucht, wenn sie ungeduldig einfach mit losgelaufen ist, jetzt sage ich nur noch "Straße" und sie weiß, was ich von ich erwarte), sie hat verstanden, dass ich nicht möchte, dass meine Balkonkästen umgegraben oder meine Zimmerpflanzen entblättert werden (ruhig "no" wenn sie ihre Nase im Kasten vergraben hat, Blätter die sie mir in die Hand gelegt hat- da war sie immer sehr gründlich- einfach kommentarlos abgenommen, wenn morgens Blätter herumlagen diese einfach weggeworfen, wenn ich sie erwischt habe an der Pflanze zu mir gerufen und vom Entblättern abgehalten- der "will to please" macht den Rest) und der bis zur Ankunft bei mir offenbar unbekannte Aufzug schreckt sie nicht mehr, so dass sie nicht direkt wieder herausläuft, sobald die Türen sich zu schließen beginnen. Stattdessen weiß sie jetzt, dass sie am und im Aufzug ruhig bleiben muss und absitzen soll auf mein Handzeichen hin, ebenso weiß sie, dass sie wenn sie das macht mit einer dicken Ladung Krauleinheiten belohnt wird solange wir im Aufzug unterwegs sind.

    Frau Arbeitshund weiß bereits, dass ich ihr sicherer Hafen bin. Wenn sie sich erschreckt (wie heute früh wegen des nahenden Gewitters) kommt sie also zuverlässig zu mir gelaufen. Sollte sie gerade draußen ohne Leine sein rüpelt sie dann noch etwas, um mich ganz sicher davon zu überzeugen, dass so ein frecher Hund jetzt aber dringend angeleint werden müsse. Tatsächlich ist das einfach nur ein typischer Weg mit dem gerade junge Hunde versuchen einem Menschen ihre Überforderung mitzuteilen und um die Sicherheit der Leine (so diese als Welpe und Junghund positiv belegt wurde) zu bitten. Nachdem ich das weiß und auch sehr früh auf Zeichen der Unsicherheit reagiere und Frau Arbeitshund anleine oder gar nicht erst ableine hat sich dieses Rüpelverhalten bereits deutlich reduziert seit ihrer Ankunft und dürfte bis in zwei Monaten vollständig verschwunden sein. Vertrauen ist dennoch noch ein Thema, insofern als sie durch den Verlust ihres letzten Menschen unter starken Verlustängsten leidet. Zu Beginn ist sie mir auf Schritt und Tritt nachgerannt, ist im Zweifelsfall aus dem Schlaf hochgeschreckt wenn ich mich bewegt habe, hat sich, wenn ich im Flur unterwegs war, sicherheitshalber vor die Wohnungstür gelegt, damit ich nicht ohne sie verschwinden kann und mir entsetzlich nachgeweint (laut fiepend- das hat mir wirklich das Herz zerissen), wenn ich einkaufen gehen musste. Inzwischen läuft sie mir zwar noch in den Flur nach, bleibt aber meist am anderen Ende stehen und beobachtet mich ohne das Bedürfnis zu haben die Tür zu blockieren. Wenn ich mich bewege während sie schläft beobachtet sie mich im Liegen, läuft mir aber nicht mehr z.B. ins Bad nach und wenn sie beim Einkaufen im Auto warten muss (nehme ich aktuell oft, wenn ich weiß, dass sie warten wird müssen, weil sie sich darin sicherer fühlt ohne mich, als wenn sie alleine vor dem Laden warten muss) schafft sie das ohne Fiepen, auch wenn sie es erkennbar nicht schön findet getrennt zu sein von mir. Vor diesem Hintergrund habe ich jetzt angefangen mit dem gezielten Kenneltraining, da sie sich in diesem aufhalten wird müssen während der Unterrichtszeit, wenn sie mich ab Herbst in die Schule begleitet. Zu Beginn war es noch undenkbar den Reißverschluss oben und vorne zuzumachen, weil sie sofort begonnen hat zu "weinen", selbst wenn ich direkt davor saß, also habe ich die letzten Wochen den Kennel (den sie aus ihren ersten sechs Lebensmonaten noch kennt und immer mochte als sicheren Ort) immer nur offen genutzt und sehr positiv besetzt, indem es darin Kausnacks gab am Nachmittag (lecker Rinderohr mit Fell etc.:zungeraus:) oder Streicheleinheiten und Lob, wenn sie von sich aus reingegangen ist. Sie hat immer wieder auch einfach von sich aus ihren Mittagsschlaf darin gehalten. Jetzt haben wir begonnen ein halbe Stunde täglich im geschlossenen Kennel mit mir in Sichtweite sitzend und arbeitend zu etablieren. Das ist ok, aber noch entspannt sie sich dabei nicht. Wenn sie sich dabei zu entspannen schafft steigere ich auf 1h täglich usw., damit das für sie hoffentlich ab Herbst schon gut klappen kann. Letztlich werde ich aber einfach sehen müssen, wann sie soweit ist mit in die Schule zu kommen. Auch wenn ich sehr zuversichtlich bin, dass das schon ab September möglich sein wird, muss ich letztlich dem Hund die erforderliche Zeit für die weitere Ausbildung lassen. Sie ist schließlich noch nicht einmal ein Jahr alt.

    Was ihre sonstigen Hilfestellungen für mich anbelangt: Die klappen weitestgehend hervorragend, lediglich bei der Asthmaunterstützung müssen wir noch ausbauen, da das einfach komplett neu für sie ist und sie nicht auf ihr bisheriges Repertoire dafür zurückgreifen kann.

    Weiterhin zu tun haben wir mit dem "social distancing" (:victory:) im Fall des Hundes also das ruhige Abwarten wenn sie jemanden sieht, den sie gerne begrüßen würde, bis sie dafür ein Freizeichen erhält, sowie das Ruhigbleiben während der Begrüßung ohne Anspringen, ohne mit den Pfoten zu tatzeln, ohne den Menschen zu bedrängen. Sie hat zwar schon große Fortschritte gemacht, vergisst aber immer noch manchmal, dass sie erst fragen muss, ehe sie Menschen begrüßen gehen darf und vergisst noch oft, dass sie während einer Begrüßung ebenfalls ruhig bleiben soll. Zumindest im Umgang mit Kindern hat sie jedoch bereits große Fortschritte auf beiden Feldern gemacht, was einem dreitägigen Kurzbesuch bei meiner Schwester und dem Umgang mit meinen kleinen Neffen zu verdanken ist, die unglaublich gut auf das gehört haben, was meine Schwester und ich ihnen an Hinweisen zum Umgang mit einem jungen Hund gegeben haben, so dass sogar der Dreijährige am Ende dem Hund klare Grenzen setzen konnte und Frau Arbeitshund verstehen konnte, dass z.B. Weglaufen keine Spieleinladung ist, sondern bedeutet, dass man bei Kindern ganz ruhig an Ort und Stelle bleiben muss, dann kommen diese auch irgendwann zurück und verschenken Streicheleinheiten zum Dank dafür nicht gejagt zu werden. Davon haben die Kinder ebenso profitiert (für die es sehr toll war zu merken, dass der Hund ihre Grenzen versteht und respektiert, wenn sie diese ausreichend eindeutig und in Hundesprache vermitteln), wie der Hund. Dieses spezielle Trainingssetting werde ich auf jeden Fall bald wieder buchen. ;)

    Im Großen und Ganzen läuft es also hervorragend und Frau Arbeitshund ist im Mittel genau auf dem Stand, auf dem sie zu diesem Zeitpunkt und in diesem Alter als Assistenzhund sein sollte (in Teilbereichen ist sie schon etwas weiter, als Frau Hund das in ihrem Alter war, weil sie in den ersten 6 Monaten eine herausragende Grundausbildung erhalten hat, in Teilbereichen etwas hinter dem Stand von Frau Hund in dem Alter, weil sie halt 2,5 Monate lang ehe sie zu mir kam nicht mehr trainiert wurde und weil sie eben nicht von klein auf bestimmte Dinge die für mich wichtig sind mitgelernt hat).

    Noch eine letzte Anmerkung, nachdem ich bereits einmal per PN darauf angesprochen wurde: "Frau Arbeitshund" heißt natürlich ebensowenig so, wie "Frau Hund" diesen Namen getragen hätte. Das sind einfach anonymisierte Bezeichnungen fürs Internet, die gar nichts über meine Beziehung zu den Hunden besagen. "Frau Arbeitshund" mag nüchtern klingen, ist aber kein Ausdruck eines Mangels an emotionaler Bindung und Zuwendung, sondern einfach nur das, was mir in Abgrenzung zu "Frau Hund" als erstes eingefallen ist als Hundepseudonym, um die beiden Tiere bei Bedarf unterscheiden zu können ohne die tatsächlichen Namen offenzulegen. Auch wenn ich mir zutiefst wünschen würde, meine Frau Hund hätte mich nicht so früh verlassen müssen, kann und will ich mir mein Leben gar nicht mehr vorstellen ohne meine Frau Arbeitshund, die manches anders macht als Frau Hund und mit ihren neuen Akzenten mein Leben ganz neu bereichert hat.

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