Beiträge von CDL

    "Regional" ist 'ne Marketingfloskel. Während es bei Bio auch Aufweichungen und unterscheidliche Standards gibt, so haben diese dovh wenigstens eine Schnittmenge von Anforderungen. "Regional" kann man so zeimlich alles nennen. Eine Einzelhandelskette nimmt alles, das im Umkreis von 300 km produziert wurde. Das trifft den Wortsinn "regional" nicht mehr, eher "national" oder "europäisch".

    Also auf meinem Wochenmarkt ist "regional" keine Marketingfloskel sondern bezeichnet das Feld, von dem Marktbeschicker X (von dem ich weiß, dass er/sie die Waren nicht vom Großmarkt bezieht) seine Produkte geerntet hat. Aber klar, man muss bei solchen Begriffen (gilt ja für "Bio" genauso) schon auch genau hinschauen, was das im Einzelnen bedeutet, damit es nicht zur Floskel und Verkaufsstrategie verkommt, die man dann vermeintlich guten Gewissens unterstützt, insofern bin ich da schon bei dir.

    Ich find's einfacher, kein Fleisch zu essen.

    Kann ich einerseits nachvollziehen, andererseits bin ich aktuell nunmal keine Vegetarierin (war ich viele Jahre lang, weil ich es für mich gar nicht verantworten konnte Fleisch zu essen) und in jedem Fall keine Veganerin. Da Milch und Käse ohne Tierhaltung ebenfalls nicht entstehen, steht man da vor demselben Problem, das sich meines Erachtens auch als Veganer stellen würde, denn viele Produkte die in veganen Rezepten auftauchen sind eben keine regionalen Produkte aus Bioproduktion, sondern werden unter Abholzung von Regenwäldern produziert oder unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen oder unter insektentötendem Einsatz chemischer Hilfsmittel etc. Die Grundfragen danach wie man konsumieren möchte, wie achtsam oder gleichgültig man dabei gegenüber Mitmenschen, Mitlebewesen und unserer Umwelt agieren möchte stellen sich in jedem Moment und jede und jeder muss für sich entscheiden, ob man das ernst nehmen und etwas am eigenen Konsumverhalten zu ändern bereit ist (wovon Verzicht ein Teil sein kann, aber nicht die abschließende Lösung darstellt an vielen Stellen). Weniger Fleisch zu essen schadet aber ganz bestimmt nicht. Bei mir gibt es inzwischen noch 2-3x die Woche Fleisch/Wurst (bin in meiner Kindheit aufgewachsen mit 6x die Woche Fleisch, dann viele Jahre lang Vegetarierin) und 1x wöchentlich esse ich komplett vegan (regionale Produkte, keine Importprodukte aus Übersee), ich kaufe weitestgehend Bio und regional ein (da kann ich noch etwas konsequenter werden), trage weitestgehend Kleidung und Schuhe aus nachhaltiger Herstellung. Ich weiß, woran ich noch arbeiten kann, ich weiß, wo ich meine Grenzen habe (Bücher, Fachzeitschriften...- da bevorzuge ich es einfach ein Stück Papier in der Hand zu halten. Bei der Tageszeitung habe ich inzwischen dafür auf digital umgestellt, da ich die weitestgehend nach einmaligem Lesen entsorge anders als Bücher und Co.).

    Gibt es aktuell nicht, auch wenn ich einige Filme sehr gerne mag ("Ziemlich beste Freunde", "Les choristes", "Willkommen bei den Schti" ...). Als Kind mussten zum Videoabend (für Jungspunde: Netflixabend) aber eigentlich immer Momo, Die unendliche Geschichte und das letzte Einhorn ausgeliehen (heutzutage: gestreamt) werden (ein Film am Freitag, einer am Samstag und einer war Teil des Dreierpacks, wurde aber letztlich meist nicht angesehen).

    DUUM nennt uns sein(e) Lieblingsfilm(e) der Kindheit.

    In meiner Ref-Schule lag das Didacta-Magazin immer als Schulabo aus. Das habe ich immer durchgeblättert und fand meist höchstens einen Artikel hilfreich, weshalb mir persönlich das nicht das Papier und Geld für ein Abo wert wäre. Vielleicht kommt es aber für eure Schule infrage (oder gibt es dort sogar schon?).

    Ich habe für jedes meiner Fächer eine passende, gute Fachzeitschrift abonniert, dort finde ich immer wieder auch gute Hinweise zu digitalen Unterrichtsmitteln. Zusätzlich bin ich neben den für mich passenden Schulbuchverlagen auch bei weiteren relevanten Fachbuchverlagen im Verteiler (z.B. Wochenschauverlag für Politik/Wirtschaft, da habe ich durch entsprechende Vorauswahl festgelegt, zu wechen Themen ich Informationen wünsche oder BpB) und erhalte regelmäßig per Mail Hinweise zu aktuellen Veröffentlichungen und Angeboten, Tutorials, Webinaren, didaktisierten Filmreihen etc.

    Was genau suchst du denn? Ggf. kann ich dir oder können andere dir genauere Hinweise geben, wenn du noch etwas präziser formulierst, was du suchst. :)

    Bildungsgewerkschaften sind nicht unterrichtsfachbezogen, sondern haben einen Schwerpunkt bei bestimmten Schulformen und unterscheiden sich dann vor allem bei ihren politischen Zielsetzungen und Ausrichtungen. Ich lese bei dir Sek.II, da wäre die Spezialgewerkschaft, die sich exklusiv der Sek.II verschrieben hat der Philologenverband, der dem konservativen Spektrum zuzurechnen wäre, auf der anderen Seite des Spektrums wäre die GEW zu verorten, die alle Schularten vertritt, sowie Erzieher und Hochschuldozenten/VHS-Dozenten, sprich sich dem Gesamtspektrum des Bildungsbereichs widmet (kann man als Vorteil oder Nachteil sehen, je nach eigener Position). Der VBE liegt politisch zwischen den beiden, ist aber deutlich konservativer als die GEW und spielt in vielen Regionen gar keine Rolle, hier in Baden ist das umgekehrt in der Sek.I die Bildungsgewerkschaft mit den meisten Mitgliedern und entsprechend gut vernetzt und aufgestellt. Du merkst, es gibt einige Überlegungen, die man anstellen kann bei Gewerkschaften, die aber nichts mit dem Fach zu tun haben.

    Lies dir einfach mal bei Philologenverband, VBE und GEW durch, für welche politischen Forderungen sie stehen und was da zu dir passen könnte. Schau dir an, was wer im Bereich der Versicherungen anbietet (ich weiß als GEW-Mitglied, dass die GEW mir eine Schlüsselversicherung bietet, meine aber, dass das nicht alle Gewerkschaften anbieten, insofern müsstets du da bei VBE und Philologenverband nachlesen, ob diese das mit absichern und in welchem Umfang) und prüf für dich, was neben dem Versicherungsschutz politisch zu dir und deiner Vorstellung von Schule und Bildung passt, damit du dich in deiner Gewerkschaft gut aufgehoben und von ihr vertreten fühlen kannst bzw. auch passende Ansprechpartner für dich bei Bedarf findest.

    Also geht es um deutsche Linguistik nehme ich an, womit ich raus wäre. Es gibt aber genügend KuK hier mit Deutschabschluss von der Uni, die insofern auch etwas über Linguistik erzählen können. Ob die allerdings wissen, was man mit Einzelfach Linguistik an der VHS unterrichten darf bezweifle ich fast. Das könntest du aber beispielsweise durch Nachfrage bei einer VHS klären.

    Deutsch als Fremdsprache ist ein eigenständiger Masterabschluss. Wenn dich das interessiert, wäre es wahrscheinlich sinnvoll einfach direkt diesen Master zumindest zusätzlich abzuschließen, damit du auch weißt, was du da machst. Auch wenn es natürlich Schnittstellen gibt mit Linguistik ist es einfach nochmal etwas anderes DaF/DaZ zu unterrichten.

    Falls du Gewerkschaftsmitglied bist prüf doch mal, ob deine Gewerkschaft das teilweise oder vollständig absichert, dann kannst du dir das Geld sparen. Falls du noch kein Gewerkschaftsmitglied bist: Das könnte monatlich günstiger sein, bringt noch den Arbeitsrechtsschutz und viele gute Kontakte, an die man sich bei Problemen wenden kann, so dass man nicht alleine kämpfen muss.

    Persönlich habe ich keine zusätzliche Diensthaftpflicht abgeschlossen. Was meine Privathaftpflicht nicht bereits abdeckt ist durch meine Gewerkschaftsmitgliedschaft abgesichert.

    Es gibt ja auch Bio-Metzgereien mit eigenem Schlachtbetrieb oder Bauern mit Hofschlachtung etc. Es lohnt sich auf jeden Fall genau hinzuschauen beim Fleisch, wo es herkommt, wie es gelebt hat und gefüttert wurde und wie es verarbeitet wurde, weil da an einer Menge Stellschrauben Schweinereien wie bei Tonnies vorkommen können. Ich kaufe inzwischen 80% meiner Wurst- und Fleischwaren beim Bio-Metzger meines Vertrauens (die haben eine eigene Schlachterei, können einem auf Nachfrage sogar raussuchen, wo die Kuh oder das Schwein gelebt haben von denen man etwas kauft, haben gut ausgebildetes Fachpersonal auch im Schlachthof- habe dort schon häufiger Sonderkram für den Hund bestellt und abgeholt- die insofern auch sicherlich nicht nur auf Werkvertragsbasis ausgebeutet werden, sondern fest angestellte Kräfte sind...), da ich merke, dass je älter ich werde, desto weniger kann ich ausblenden, wie mein Konsumverhalten am Ende Ausbeutung von Menschen zu unterstützen droht, wenn ich nicht im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten etwas verändere an diesem Konsumverhalten. Die Politik kann natürlich endlich notwendige rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, um diese offenkundige Ausbeutung in der Fleischbranche hierzulande zu verändern (idealiter: zu beenden), ob das aber tatsächlich etwas an Arbeitsbedingungen, Produktionsbedingungen und Nachhaltigkeitsaspekten verändert hängt nur und ausschließlich von uns Verbrauchern ab und davon, ob wir bereit sind z.B. einen fairen Preis für tierische Produkte zu bezahlen, der Bauern ein anständiges Leben erlaubt und gute Haltungsbedingungen für Tiere refinanziert oder ob wir am Ende doch wieder nur nach dem billigsten Fleisch oder der Milch greifen, die dann halt nicht mehr aus Deutschland kommen können, sondern aus Ländern mit geringeren Standards kommen. Ich bin mir absolut sicher, dass es allein in diesem Forum hunderte Menschen gibt, die sowohl finanziell imstande sind mehr beizutragen zu faireren Arbeits- und Haltungsbedingungen, als auch noch bewusster konsumieren könnten mindestens in Teilbereichen. Voraussichtlich kann jede und jeder hier sich bei diesem Thema an der einen oder anderen Stelle an der Nase packen und noch etwas verbessern.

    Also zumindest die Auseinandersetzung über Risiken im Umgang mit sozialen Medien oder Datenschutz im Internet/im Umgang mit Apps hängt weder ab von der medialen Ausstattung einer Schule, noch darf sie daran scheitern, dass man statt der Dokumentenkamera (ELMO) oder dem Beamer mit an die Tafel gehängten Ausdrucken oder OHP-Folien arbeiten muss (hatte ich im Ref in den Klassen im Altbau auch, hat ebenso geklappt, auch wenn die Alternative für die SuS ansprechender/passender ist bei dem Thema). Dennoch verstehe ich - abgetrennt von diesem Thema, dessen Bearbeitung nicht von digitalen Vermittlungsmedien im Klassenraum abhängt- durchaus, dass man gerne auch eine techische Austattung zur Verfügung hätte, die es einem erlauben würde von dme Foliensalat wegzukommen. Ich genieße es sehr, wenn ich in Räumen arbeiten kann, in denen ich meinen Klassen mit bunten Bildern aufgepeppte digitale Folien prsäentieren kann, ohne großes Umstöpseln eine kleine Filmsequenz ggf. auch noch kurzfristig auf Schülerwunsch einzubauen etc.

    Hallo,

    eventuell möchtest Du Dich mit Personen austauschen, die sich gerade im Quereinstieg befinden. Möglich wäre das in diesem Forum: http://www.referendar.de/forum/.

    Nachdem das Referendarsforum halbtot ist, ist der Bereich für Seiteneinsteiger in diesem Forum vermutlich zielführender. Der ist auch recht gut besucht, so dass die Chancen nicht nur auf Mitstreiter zu treffen, sondern auch mal eine Spezialfrage zum Seiteneinstieg beantwortet zu bekommen deutlich größer ist. ;)

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