Ich glaub er rasiert jeden morgen eine Schulleitung, also sich selbst
In Zeiten von Gleichberechtigung wollen Frauen sicher nicht mehr ihren Bart vom Ehemann rasiert bekommen oder?
Ja, das habe ich schon auch verstanden, aber die erste Assoiziation die ich beim Lesen hatte war einfach bedeutend amüsanter. 
On-Topic: Mein Ref war jetzt weder die Hölle, noch komplett reibungs- und problemarm. Ich hatte das große Glück an einem engagierten, guten, menschlich und fachlich fähigen Seminar zu landen, wo ich bei Problemen meine Ausbildung betreffend immer Ansprechpartner fand bei meiner Päd-LB oder der Seminarleitung und es möglich war gute Lösungen gemeinsam zu finden. Lediglich zwei Lehrbeauftragte waren ein kleines Elend, eine davon hatte ich (leider) in einer Lehrprobe samt anschließendem Kolloqium, wo sie sich rechte Mühe gab Lücken, Schwächen und Fehler zu finden unter Missachtung aller Vorgaben die man uns vorab zum Ablauf des Kolloquiums mitgeteilt hatte. Statt sich die Hälfte der Zeit auf die gesehene Stunde zu beziehen oder die vorab gesetzten Themen zu berücksichtigen, wurde die Stunde ignoriert und die Themen die zu Beginn erfragt wurden über die ich gerne sprechen würde waren exakt die, die ausgeklammert wurden. Das war bitter, vor allem weil man so etwas nicht nachweisen kann im Nachhinein. Nachdem es bei uns in der Sek.I aber keine Einstellungsprobleme gibt, war es das nicht wert sich darüber weitergehend aufzuregen. An meiner Ausbildungsschule gab es zwar auch ein paar anstrengende Aspekte mit einem Mentor, auch das SL-Gutachten war sagen wir mal speziell (ich sage nur "Kleidungsstil" als Teil des dienstlichen Verhaltens) und in Teilen nicht so fair, wie ich mir das erhofft hätte, aber auch kein Weltuntergang. Viel wichtiger als diese Dinge war für mich, dass ich tatsächlich Mentoren und auch eine SL hatte, von denen ich in verschiedenen Bereichen viel gelernt habe, die meinen Blick geschärft haben für bestimmte Baustellen und ich vor allem ein großartiges Kollegium hatte, wo ich immer Hilfe und Unterstützung erhalten habe, wenn ich diese benötigt habe und wusste, dass ich um Rat fragen darf, weil alle dort sich für die Referendare mit verantwortlich fühlen, nicht nur die jeweiligen Mentoren, alle mitfiebern bei UBs und LBs ud sich mitfreuen, wenn man das Ref erfolgreich abgeschlossen hat.
Ich glaube vor allem im Vergleich zu dem, was Mitanwärter erzählt haben wie es in ihren Schulen zuging, war nachgerade vor allem das gute Klima im Kollegium ein absoluter Pluspunkt im Ref, der mich manche Hürde hat überwinden lassen, denn am Ende verbringt man nun einmal die meiste Zeit nicht im Seminar, sondern an der Schule.