Bildungsgewerkschaften sind nicht unterrichtsfachbezogen, sondern haben einen Schwerpunkt bei bestimmten Schulformen und unterscheiden sich dann vor allem bei ihren politischen Zielsetzungen und Ausrichtungen. Ich lese bei dir Sek.II, da wäre die Spezialgewerkschaft, die sich exklusiv der Sek.II verschrieben hat der Philologenverband, der dem konservativen Spektrum zuzurechnen wäre, auf der anderen Seite des Spektrums wäre die GEW zu verorten, die alle Schularten vertritt, sowie Erzieher und Hochschuldozenten/VHS-Dozenten, sprich sich dem Gesamtspektrum des Bildungsbereichs widmet (kann man als Vorteil oder Nachteil sehen, je nach eigener Position). Der VBE liegt politisch zwischen den beiden, ist aber deutlich konservativer als die GEW und spielt in vielen Regionen gar keine Rolle, hier in Baden ist das umgekehrt in der Sek.I die Bildungsgewerkschaft mit den meisten Mitgliedern und entsprechend gut vernetzt und aufgestellt. Du merkst, es gibt einige Überlegungen, die man anstellen kann bei Gewerkschaften, die aber nichts mit dem Fach zu tun haben.
Lies dir einfach mal bei Philologenverband, VBE und GEW durch, für welche politischen Forderungen sie stehen und was da zu dir passen könnte. Schau dir an, was wer im Bereich der Versicherungen anbietet (ich weiß als GEW-Mitglied, dass die GEW mir eine Schlüsselversicherung bietet, meine aber, dass das nicht alle Gewerkschaften anbieten, insofern müsstets du da bei VBE und Philologenverband nachlesen, ob diese das mit absichern und in welchem Umfang) und prüf für dich, was neben dem Versicherungsschutz politisch zu dir und deiner Vorstellung von Schule und Bildung passt, damit du dich in deiner Gewerkschaft gut aufgehoben und von ihr vertreten fühlen kannst bzw. auch passende Ansprechpartner für dich bei Bedarf findest.