Beiträge von CDL

    Ich spreche in GK mit den SuS über Datenschutz, gehe auch mal exemplarisch anhand von WhatsApp mit ihnen durch, wie man was einstellen kann, wenn wir über Dinge wie Cybergrooming und Selbstschutz im Umgang mit sozialen Netzwerken sprechen. Mit diesen Einstellungen kennt sich erfahrungsgemäß nur eine Minderheit praktisch aus, weil die meisten SuS nicht kritisch nachdenken über Zugriffsrechte die sie Apps pauschal einräumen etc. Das läuft dann ganz konkret mit Handy unterm ELMO.

    Da möchte ich noch mal einhaken, denn auch das ist nicht korrekt. Auch vor dem Mutterschutzbeginn muss das nicht angekündigt werden, nur gilt das MuSchG erst mit Bekanntgabe, das einzige Recht, was der AG hat und was verpflichtend ist, ist die Mitteilung der Geburt, weil das dann nicht mehr freiwillig ist.

    Mein Gedanke war tatsächlich die Inanspruchnahme der Rechte aus dem MuSchG, für die man die Schwangerschaft irgendwann mitteilen muss, aber das war tatsächlich sehr unscharf formuliert von mir. Danke für diese wichtige Präzisierung. :rose:

    Also die meisten raten ja, nicht zu sagen, dass sie schwanger ist, was sie auch nicht muss. Angenommen, sie sagt es nicht und bekommt eine Stelle. Wann und wie kommt sie dann mit der Sprache raus? Nach vier 4 Wochen? Spätestens dann sieht man es vmtl. Sie schreibt anfangs, dass sie im Dezember wieder raus wäre.

    Das macht sie so wie jede andere schwangere Frau auch genau dann, wenn es sich für sie einerseits richtig anfühlt (für manche ist da die 12.Schwangerschaftswoche die magische Grenze, für andere ein anderer Zeitpunkt) und andererseits dies auch nötig ist, um den Mutterschutz rechtzeitig anzukündigen. Egal was wer sich da vielleicht im Kollegium schon eher denkt, weil sich die Figur vielleicht wirklich bereits früh verändert (da gibt es ja große Unterschiede, insbesondere bei Erstgebärenden): Es gibt keinen Anspruch als Schule darauf bis Schwangerschaftswoche X über eine bestehende Schwangerschaft informiert zu werden solange der Mutterschutz rechtzeitig angekündigt wird. Insofern soll die TE dann doch einfach erstmal in Ruhe ankommen an der Schule und für sich selbst prüfen, wann für sie der passende Moment gekommen ist ihre SL zu informieren. Einen Frosch als SL kann man sicherlich schon früher informieren, weil man merkt, dass man eine faire, anständige und menschliche SL vor sich hat, jemanden der einem Vorträge zur Zuverlässigkeit halten könnte informiert man vermutlich erst später, weil das Vertrauensverhältnis es nicht erlaubt früher als zwingend erforderlich etwas derart Persönliches und Intimes mitzuteilen.

    Keine erhöhte Covid-19-Gefahr für therapierte Asthmatiker

    06:29 Uhr

    Asthmatiker sind bei regelmäßiger Einnahme ihrer Medikamente nach Einschätzung des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) nicht besonders durch eine Covid-19-Erkrankung gefährdet. Das gelte für allergisches und auch für nicht-allergisches Asthma, erklärte eine Sprecherin des DAAB.

    Die cortisonhaltigen Sprays, die Asthma-Patienten nutzen, könnten demnach sogar schützend wirken. Die Mittel wirken auf den ACE2-Rezeptor (Angiotensin-konvertierendes Enzym 2), was zur Folge habe, dass sich die Viren nur schwer festsetzen können. "Wenn Viren in den Körper gelangen, docken sie an das ACE2 an, bringen mit Hilfe dieses Enzyms ihre Erbsubstanz in den Organismus und vermehren sich", erläuterte die Sprecherin. Die Anzahl der Viren bestimmt nach Einschätzung des Verbandes den Verlauf der Erkrankung - je mehr Viren desto schwerer der Verlauf. Studienergebnisse aus Europa und China hätten gezeigt, dass positiv auf Corona getestete Asthmatiker selten im Krankenhaus behandelt worden seien.

    Da mich das selbst betrifft, bleibe ich dran und versuche weitere Artikel/Informationen dazu zu finden. In jedem Fall sollte klar sein, dass das

    1. nur für gut eingestellte Asthmatiker gelten kann;

    2. vor dem Hintergrund weiterer Erkrankungen bzw. dem persönlichen Komplikationsrisiko bereits bei scheinbar harmloseren Atemwegsinfekten IMMER mit den behandelnden Ärzten abgesprochen werden muss;

    3. vor dem Hintergrund weiterer Erkrankungen bzw. dem persönlichen Komplikationsrisiko bereits bei scheinbar harmlosereren Atemwegsinfekten sich daraus keine Beurteilung des Risikos von KuK im Homeoffice ableiten lässt.

    Passend dazu die Meldung des Asthmabundes dargestellt vom RND: https://www.rnd.de/gesundheit/cor…TQ6V2TIJTQ.html

    Ebenfalls dazu die Meldung von dieser Woche, dass der für die Behandlung von Asthma bzw. allergische Reaktionen entwickelte Wirkstoff Dexamethason den vorläufigen Ergebnissen einer britischen Studie nach auch bei Covid-19 hilfreich sei und die Sterberate bei künstlicher Beatmung signifikant senken könnte: https://www.tagesschau.de/ausland/corona…thason-101.html

    Dass sie von vornherein darauf verzichten soll, hab ich tatsächlich nicht gelesen. Ich geb aber auch zu, dass ich nicht jeden einzelnen Beitrag bis ins kleinste Detail durchgelesen habe. Das sie damit rechnen muss den Job nicht zu bekommen (wenn sie erlich ist), ist leider die Wahrheit. Aber es geht (wie im Beispiel meiner Freundin) auch anders. Sie hat einen unbefristeten Vertrag bekommen, gerade weil sie Schwanger geworden ist. (Das das nicht die Regel ist, ist mir auch klar).

    Ich für meinen Teil habe ihr auch nur geraten, dass mit sich selbst aus zumachen. Wenn sie damit leben kann, das beim Gespräch zu verheimlichen, soll sie es tun. Wenn sie damit rechnet anschließend gewissenbisse zu bekommen, sollte sie es erwähnen und (damit riskieren den Job nicht zu bekommen).

    Ein kleiner Tipp für dein weiteres Studium und Berufsleben: Erst gründlich ALLES durchlesen, um Aussagen in ihren jeweiligen Kontext einzuordnen, dann gründlich darüber nachdenken, ob der eigene Senf an der Stelle den Kohl noch fett macht, sprich etwas Wesentliches, bislang Ungesagtes beiträgt oder womöglich im Kontext anderer Aussagen, die sich argumentativ mit der eigenen Position tatsächlich oder scheinbar überschneiden (Außenbetrachtung: Wie wirkt es auf das Gegenüber? Versteht man, was ich tatsächlich meine?/ Besagen meine Worte exakt, was ich meine?) nur so, als wolle ich einfach nur auf jemanden verbal einschlagen der womöglich bereits am Boden liegt, zumindest aber klar um Hilfe und Rat gebeten hat, nicht um Schläge mit der moralischen Keule.

    Empathie kann an dieser Stelle äußerst hilfreich sein, also wahlweise die Überlegung, wie du dich fühlen würdest an Stelle der ratsuchenden Person oder- nachdem du als Mann zwar nicht selbst schwanger werden kannst, deine Freundin das aber ja offenbar bereits war- die Überlegung, was du dir für einen nahestehenden Menschen (deine Freundin) in dieser Lage gewünscht hättest, wie ihre Peers (zu denen du bald auch gehören wirst, wenn du dein Studium absolviert hast) auf solch eine Anfrage antworten sollten vor dem Hintergrund der bestehenden Schwangerschaft. Damit meine ich gar nicht so sehr den Inhalt, als vielmehr die in diesem Thread vielfach gewählte Härte und Schärfe der Formulierungen. Zumindest in einem Thread, in dem eine Schwangere explizit wegen der Schwangerschaft um Hilfe bittet, sollte es möglich sein nicht zu vergessen, dass die verbalen Schläge die man austeilt nicht nur die Mutter treffen, sondern auch das kleine Menschlein, das sie in sich trägt. Soviel Menschlichkeit und Anstand sollte in uns allen sein, um eventuelle Kritik fünfmal zu prüfen, ob diese tatsächlich zielführend für die Fragestellerin ist oder nur das eigene Ego befriedigt, ob gewählte Formulierungen umsichtig genug sind, um nicht einfach nur als verbale Schläge rauszukommen, sondern ruhig und zurückhaltend mögliche Probleme aufzeigen die dem Gegenüber erwachsen könnten und um ggf. einen Beitrag auch einfach nicht zu posten, wenn dieser eine bereits vorhandene, extrem aggressive Umgangsweise mit einer Schwangeren nur weiter verstärkt, in der Sache aber nichts mehr sinnvoll zu ergänzen vermag

    Ich persönlich halte die Art und Weise wie hier einzelne User (zum Glück nur eine Minderheit, die aber dafür sehr laut, sehr vehement und teilweise sehr aggressiv argumentiert hat) argumentiert haben für moralisch tatsächlich bedenklich, denn das ist keine akademische Diskussion gewesen, sondern die Art, wie wir als Peers einer schwangeren Kollegin zur Seite stehen und ihr einen Rat zu erteilen suchen.

    Da stimme ich dir zu. Begründung ist, dass die Schüler sich theoretisch hätten verbessern können und Einsprüche von aus diesem Grund auch stattgegeben werden.

    Kann ich leider alles nicht beurteilen, da ich als Junglehrer meine Arbeitsaufgabe erstmal woanders sehe.

    Auch Junglehrer dürfen sich eine ausreichende Rechtskenntnis erarbeiten, um unzulässige oder zumindest problematische dienstliche Anweisungen bei Bedarf zu erkennen und anzuzeigen, statt diese im "guten" Köpenick´schen Stil einfach nur brav umzusetzen und sich hinter dem eigenen Status zu verstecken (erst war man ja nur Ref, jetzt nur Junglehrer, später hat sich das dann einfach schön eingeschliffen, dass man hinnimmt, was angewiesen wird.). Von jemandem der an anderer Stelle so deutlich den moralischen Zeigefinger seinen Peers gegenüber erhebt erwarte ich irgendwie mehr Bewusstsein für die eigenen dienstlichen Pflichten (Glashaus-Steine- etc.).

    Ich habe die App runtergeladen. Nach dem 5.Anlauf konnte ich endlich wie von dieser erwünscht die Google Play Dienste aktualisieren (mein Handy hat mich einfach ohne großes Federlesen jedes Mal wieder aus dem Play Store rausgeworfen, ehe ich aktualisieren konnte). Nachdem diese "Hürde" gemeistert war, kam eine mit vielen Zahlencodes versehende Fehlermeldung gleich mehrmals hintereinander (genauer gesagt nach jedem Klick), die leider nicht weiter erklärt wurde, aber dazu führt, dass die App aktuell eben nicht voll einsatzfähig ist oder um es in Corona-Appisch auszudrücken "Mein Risiko kann aktuell nicht erfasst werden." Bin gerade zu genervt im WWW weiterzusuchen was genau dieser verdammte Fehlercode mir sagen soll, damit ich das zugrundeliegende Problem lösen kann, kann aber zumindest vermelden, dass ich grundständig bereit wäre die App zu nutzen, sollte das irgendwann auch mir dann mal möglich sein. Bis dahin denke ich auch weiterhin guten Gewissens nicht an mein Handy wenn ich mit dem Hund rausgehe oder einkaufen gehe oder spazieren gehe oder sonst etwas mache, bei dem ich kein Handy an meiner Seite wissen muss.

    Der Beutelsbacher Konsens war überhaupt der Grund, warum ich mir unsicher bin, inwieweit Lehrer überhaupt im Rahmen ihres Amtes politisch auftreten dürfen.

    Um das nochmal ganz kurz aufzugreifen: Unser GG ist nicht wertneutral, sondern setzt klare Werte fest, erfordert klare Haltungen und ein klares Bekenntnis zu Demokratie, Pluralismus, der Würde und dem Lebensrecht von Menschen etc. Wir alle sind als Bürger dieses Landes, diejenigen, die dieses GG leben müssen, sind darüber hinaus als Lehrkräfte darauf vereidigt worden auch im Rahmen unseres Unterrichtes das GG nicht nur passiv zu achten, sondern aktiv umzusetzen und unseren SuS zu vermitteln, warum dessen Werte auch für sie relevant sind und gelebt und geschützt werden müssen. Wie sollte ich als Lehrkraft meinen SuS vermitteln, dass bestimmte Werte leben zu wollen unsere politischen Urteile beinflussen, wenn ich selbst meine politisch neutral sein zu müssen (oder zu können) und mir einen abbreche beim Versuch meine unmissverständlich vorhandenen Werte im Rahmen von Schule und Unterricht zu verstecken? Der bereits angesprochen Beutelsbacher Konsens ist der Rahmen, um Indoktrination und Manipulation vorzubeugen.

    Was die Unterscheidung von BLM versus ALM anbelangt: Würden tatsächlich alle Leben in der Bundesrepublik Deutschland ohne Ansehen der Person, der ethnischen und sozialen Herkunft, der Religion, des Geschlechts, der sexuellen Orientierung oder auch des Gesundheitszustands einfach geachtet werden, wäre die Würde des Menschen nicht manche Bevölkerungsgruppen betreffend antastbarer als andere betreffend, dann, ja dann könnte man einfach nur darauf verweisen, dass alle Leben wichtig sind und geachtet werden müssen. Ein Blick in unser Grundgesetz zeigt, dass dieser Gleichheitsgrundsatz und allgemeingültige Grundrechte allein nicht ausreichen, weshalb der Gesetzgeber hierzulande bereits bestimmte Merkmale die besonders häufig zu Diskriminierung und Ausgrenzung führen explizit hervorgehoben hat, die zwar auch vorher schon vom Gleichheitsgrundsatz umfasst waren, aber -leider- zu vielen Menschen noch in Erinnerung gerufen werden muss, dass das GG auch im Umgang mit diesen Gruppen Gültigkeit hat. Ja, alle Leben sind zu achten, solange wir das aber nicht einfach umzusetzen schaffen, müssen wir eben darauf gestoßen werden, dass die Leben von Behinderten zählen, dass die Leben von Mitgliedern der LGBTQ-Gemeinde zählen, dass die Leben Andersgläubiger zählen, dass Frauen zählen und all diese Gruppen ebenso ein Recht auf freie Selbstentfaltung haben wie das Menschen anderer ethnischer oder sozialer Herkunft haben. Black lives matter ist viel zu vielen Menschen noch längst keine Selbstverständlichkeit, die sich nur allzugerne hinter einem allgemeinem "All lives matter" verstecken würden, welches ihnen die Hintertür offen lässt manche Menschen dann einfach nicht als vollwertige Menschen und Gesellschaftsmitglieder zu betrachten und zu entrechten und auszugrenzen.

    -Methoden im Unterricht (Abseits der Tafel gewissermaßen)

    "Die Tafelmethode" ist mir unbekannt, ich kenne allerdings die Tafel als Medium. ;)

    Was die "Schülerarten" anbelangt wären da latürnich Jungen und Mädchen, Diverse bzw. Nicht- Binäre und wer eine kontroverse Diskussion über Transgender führen möchte nennt diese noch extra und ergänzt dann aber hoffentlich in Selbsterkenntnis, dass diese ja unter Jungen bzw. Mädchen fallen und damit bereits benannt wurden. Alternativ könnte man auf unterschiedliche Arten der Mitarbeit abzielen bei seiner Antwort, Verhaltensunterschiede, Klassenkasper, die sich anders als diejenigen, die von ihnen mitgezogen werden ihren Quatsch problemlos leisten und diesen kompensieren können etc. - Das würde ich angesichts der eher unscharfen Formulierung einfach als Einladung verstehen etwas anzubieten, was man darunter verstehen könnte und relevant ist für den schulischen Kontext. (Ja ja, schon gut, ich bin noch voll im Vorstellungsgesprächsmodus, da hört man so viele beknackte Fragen, dass man einfach kreative Antwortvarianten finden muss, die halbwegs passen könnten. Ich musste beispielsweise beantworten, was ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, welches Tier ich gerne wäre und warum oder aber, was ich in Nordafrika gelernt hätte, dass mich das Leben in Deutschland schätzen ließe und und und.:wacko:)

    Entschuldigt meine Unwissenheit. Aber wär es nicht besser, wenn man Mietpreisbremse und alles andere abschaft, dass den Wohnraum in Großstädten erschwinglich macht und so die Leute dazu zwingt aufs Land zu ziehen?

    Ich mein klar. Eine Zeitlang wäre es natürlich eine Art Zwei-Klassengesellschaft, so dass sich nur die "priviligierten" Wohnen in der Stadt leisten können. Aber dadurch dass das Land zwangsweise bewohnt werden muss, wird es auch für Firmen Interessant, da dort nun auch Nachfrage enstehen würde und dort vermutlich auch die Nebenkosten geringer sind. Was auch über längere Zeit gesehen dazu führt das Wohnraum in Städten wieder erschwinglich wird bzw. sich irgendwann eine Art Gleichgewicht einstellen wird.

    Oder seh ich das ganze zu naiv?

    Ehrliche Antwort? Ja. Die Attraktivität urbanen Wohnraums nimmt nicht ab, wenn man eine Mietpreisbremse abschafft, das zeigen die vielen Städte deutschlandweit deren Mietpreise bereits explodiert waren vor Einführung einer solchen und die auch weiterhin explodieren, weil Schlupflöcher von Vermietern sehr umfassend genutzt werden, um die Preise nach oben treiben zu können angesichts der Nachfrage, die dies auch weiter erlaubt. Die Speckgürtel rundherum sind nicht wesentlich günstiger und dort, wo es dann beginnt günstiger zu werden ist man entsprechend weit weg von gewissen Infrastrukturen, Dienstleistungen, kulturellen Angeboten oder auch Arbeitsplätzen und Schulen (die auch bisher schon nicht im großen Stil plötzlich abwandern würden oder das früher, vor Mietpreisbremsen, gemacht hätten), dass es eben ein Abwägen von Bedürfnissen erfordert, ob man den kleineren Wohnraum im urbanen Umfeld wählt oder die Vorzüge des tatsächlich ländlichen Raums relevanter sind und insofern den Vorzug erhalten. Nicht nur junge Singles entscheiden sich oft und gerne für den urbanen Wohnraum, auch für junge Familien ist dieser hochattraktiv, wenn auch oft nicht mehr leistbar, will man ausreichend Platz für den Nachwuchs haben. Die Zwei-Klassen-Gesellschaft gibt es im Übrigen auch schon jetzt mit der Mietpreisbremse, denn die Schere zwischen relativer Armut und Wohlstand oder gar Reichtum ist in ganz Deutschland nicht an die Mietpreisbremse gebunden und klafft ungeachtet dieser weit auseinander. Wer etwas daran ändern will muss über Dinge wie sozialen Wohnungsbau (den es im ländlichen Raum praktisch nicht gibt) nachdenken, über die Höhe von Mindestlöhnen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerade im Hinblick auf Alleinerziehende bzw. Familien mit geringem Einkommen (ALG II-Aufstocker), kostenlose und zumindest in Teilen verpflichtende vorschulische Bildung für alle Kinder und und und.

    Ich bin mir sicher, die GEW wird vor den Sommerferien noch einmal ein aktuelles Rundschreiben versenden mit Hinweisen zu den tatsächlichen Vorgaben. Aktuell will das KM zwar auf Notbetreuung in den Sommerferien verzichten, nachdem das aber ja schon die Ansage war die zunächst über die Pfingstferien getroffen wurde, kann sich das leider noch ändern. Wenn die GEW sich meldet, kann ich das Schreiben hier im Forum hochladen oder dir auch einfach zusenden.

    Ich habe einige Lehrer in der Familie, ein paar davon mit Doktortitel, u.a. mein Vater. Der meinte, als ich ihn mal als Jugendliche danach gefragt habe, dass der Titel vor allem manche Eltern beeindrucke und von diesen prinzipiell verwendet werde (was ihm relativ egal war bzw. er als völlig unnötig empfunden hat, er ist aber auch nicht der Typ, der sich den Titel in den Perso eintragen lassen würde, sondern das einfach aus wissenschaftlichem Interesse heraus damals für sich selbst gemacht hat), schulisch aber genau genommen irrelevant sei. Eine Mitanwärterin von mir hatte eine fachdidaktische Promotion abgeschlossen, war auch absolut nicht der Typ, der das raushängen lassen würde, erfahren habe ich das insofern von der SL, der das unglaublich wichtig war und die deshalb ständig am Bauchpinseln war, weil sie es offenbar beeindruckend fand so jemanden an der Schule zu haben. Die war dann schon im Ref für die SL komplett auf Augenhöhe und wurde fachlich zu Rate gezogen. Nachteile hatte natürlich niemand durch seine Promotion, Vorteile eben teilweise durch den Respekt von Eltern die sich von solchen Titeln beeindrucken lassen und meinen, Lehrkräfte mit Titel seien per se kompetent(er als andere Lehrkräfte) - was aber vernachlässigbar ist wenn wir ehrlich sind- oder eine bauchpinselnde SL (auf die man auch verzichten kann). Der zentrale Vorteil einer Promotion ist, dass du dich einem Thema wissenschaftlich vertieft widmen kannst und damit dein persönliches Erkenntnisinteresse und deinen Fachanspruch befriedigen kannst. Ich habe auch lange mit einer Promotion geliebäugelt, mich aus verschiedenen Gründen erstmal fürs Ref entschieden, möchte aber nicht ausschließen doch noch einmal eine fachdidaktische Promotion nachzulegen, einfach weil es mich persönlich reizt mich so intensiv einer politikwissenschaftlichen/politikdidaktischen Frage widmen zu können. Alles andere würde ich für die falschen Gründe halten, die einen eine Promotion auch nicht durchhalten und beenden lassen (und selbst wenn dieses Interesse vorhanden ist, ist es nicht leicht- meine Nachbarin promoviert seit 8 Jahren in Germanistik, weil sie die Promotion komplett selbst finanzieren muss und sich im Laufe der Arbeitsjahre immer mehr von ihrer wissenschaftlichen Arbeit entfernt hat. Ganz aufgegeben hat sie den Traum noch nicht- verständlicherweise- ich vermute aber, diese Promotion wird letztlich nicht abgeschlossen werden.).

    Das klingt wirlich extrem rücksichtslos, vor allem, weil es eigentlich eure Erholungszeit ist. Ich habe eben nochmal die Mail der GEW nachgelesen:

    "(...) Deshalb weise ich Sie alle ausdrücklich darauf hin, dass auch das KM im Schreiben eine Verpflichtung von Lehrkräften ausschließt. Die Schulleitung und nicht der Schulträger legt fest ob und in welchem Umfang eine Notbetreuung angeboten wird. Außerdem können für die Notbetreuung in den Pfingstferien z.B. auch Betreuunkgskräfte des Schulträgers oder anderer Träger eingesetzt werden. (...) "

    Das KM hat im Schreiben vom 19.Mai übrigens darum gebeten "die Lehrkräfte um ein freiwilliges Engagement in den Pfingstferien zu bitten." Von Pflichteinsatz ist auch da nicht die Rede, insofern solltet ihr nochmal deutlich mit eurer SL sprechen, gerade auch im Hinblick auf eine womöglich erneut drohende Notbetreuung in den Sommerferien: Angebote zur Notbetreuung nur zu Zeiten und Tagen, die von den Ganztagsbetreuern abgedeckt werden können, Einsatz von Lehrkräften keinesfalls auf Anweisung der SL, sondern lediglich nach freiwilliger Meldung (wobei im Hinblick auf die Sommerferien die GEW sogar fordert, dass ein Einsatz auf das Deputat des folgenden Schuljahres angerechnet werden müsse). Was die Situation jetzt anbelangt solltet ihr, falls eure SL euch zwangsverpflichtet haben sollte zur Notbetreuung Kontakt zu eurem örtlichen Personalrat und eurer Gewerkschaft aufnehmen. Eine solche dienstliche Verpflichtung steht im klaren Widerspruch zum Schreiben des KM zur Notbetreuung, insofern wäre auch über eine Remonstration nachzudenken. Auf jeden Fall solltet ihr mit Unterstützung der Gewerkschaft fordern für die Mehrarbeitsstunden bezahlt zu werden die dadurch anfallen.

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