Beiträge von CDL

    Das denke ich nicht, also dass es eine einsame Entscheidung war. Die SL hat es als Erfolg gefeiert, dass zusammen mit Nachbargrundschulen erwirkt wurde, dass wir wenigstens in der ersten Woche keinen Dienst hatten. Da war ganz zu. Die Hortbetreuer hatten da auch frei wie immer in den Pfingstferien die erste Woche.

    Letztlich irgendwie schon, denn es gibt zwar die Möglichkeit landesweit bei Bedarf in den Pfingstferien Notbetreuung anzubieten, die Schulen müssen diese aber nicht umsetzen, sondern sind angehalten zu prüfen, ob das erforderlich ist. Die GEW hat dazu vorab extra darauf hingewiesen, dass SLen hier im Sinne der KuK die bereits in den Osterferien Notbetreuung geleistet haben und vor dem Hintergrund, dass das Land mit der Einräumung dieser Option eine Zusage die Pfingstferien ohne Notbetreuung als Zusatzbelastung zu lassen nicht eingehalten habe wenn irgend möglich auf Notbetreuungsangebote verzichten sollten. Schließlich müssen Ferienzeiten auch sonst von Eltern eigenorganisiert abgedeckt werden. Eure SL hätte hier also auch anders entscheiden können (ich meine jedenfalls, dass da auch für Grundschulen nichts anderes galt als für die Sekundarschulen was die Notbetreuung in den Pfingstferien anbelangt) und hat euch letztlich damit im Stich gelassen, was mir sehr leid tut.

    Das eigentlich traurige ist ja, dass sie die Gelegenheit nicht einmal für eine solche Studie nutzen...wenn sie es sowieso machen, könnten sie jetzt auch hervorragend Daten erheben und schauen was Sache ist...

    Genau wie Schweden es versäumt hat seinen Sonderweg mittels Studien zu untermauern. Dort hätte man einige Wochen lang Zeit gehabt ganz gezielt in den Schulen und Kindergärten/KiTas zu testen und zu sehen, ob und inwiefern deren Öffnung relevant ist für das Infektionsgeschehen oder vielleicht auch nicht. Resteuropa wäre aktuell ausgesprochen dankbar für solche Daten.

    Nachdem du nicht schreibberechtigt ist (das Forum dient dem prefessionellen Austausch von Lehrkräften und angehenden Lehrkräften untereinander) wirst du von den Moderatoren gesperrt werden, du kannst aber weiter mitlesen. Trantor kommt aus Hessen und unterrichtet an der Berufsfachschule. Wenn er online kommt, wird er sicherlich Genaueres zu den Vorgaben für Hessen schrieben können. Ansonsten: Sofort nachfragen in der Schule, welche Möglichkeiten zur Nachprüfung vorgesehen sind, nachlesen, was in den Erlassen für Hessen und die Berufsfachschulen zum Prüfungsverfahren steht. Ausgehend von BW und dem, wa sich bisher von allen anderen Bundesländern gelesen habe, würde ich davon ausgehen, dass die Aussage, niemand solle dieses Schuljahr wiederholen müssen explizit die Abschlussklassen ausschließt, denen die Abschlüsse trotz Corona nicht einfach geschenkt werden.

    Der Sohnemann müsste eigentlich mindestens schriftlich von seiner Schule über das veränderte Prüfungsverfahren informiert worden sein, ggf. zusätzlich zu einer Informationsveranstaltung an der Schule für die Prüflinge. Was steht denn in den Unterlagen zu den Möglichkeiten einer Nachprüfung etc.?

    Ich habe Augen und sehe die Angst in den Augen der Frauen wenn die Zuhälter mit ihnen sprechen, sehe, wie sie sich instinktiv zu ducken beginnen. Ich habe Ohren und höre, wie der Tonfall beschwichtigender wird im Gespräch mit den Zuhältern, wache nachts auf, weil die Frau in der Wohnung unter mir plötzlich aufschreit, renne auf den Balkon während ein Freier brüllt und versuche abzuschätzen, ob der Frau gerade ernstliche Lebensgefahr droht während ich die 110 wähle. Am Morgen sehe ich die Frau mit toten Augen auf dem Balkon unter mir Männern telefonisch Dienstleistungen anbieten. Man muss schon blind, taub und blöd sein wollen um nicht zu verstehen, dass es diesen Frauen nicht gut geht, die sich dennoch vor die Zuhälter stellen, sobald die Polizei erscheint.

    ich bin mir ziemlich sicher, dass es auch auf den Inseln Wohnungen gibt, die man stundenweise mieten kann.

    Der Gewerbebereich ist aktuell allerdings auch noch nicht wieder im Geschäft.

    Soweit die Theorie jedenfalls. In der Praxis hatten wir hier im Haus - Corona sei Dank- die letzten drei Wochen keine "normalen" Mieter mehr in der FeWo, sondern eine kriminelle Bande, die jedes Mal die Besetzung wechselt, wenn infolge der Hinweise von uns Hausbewohnern die Polizei zur Kontrolle da war (diverse Strafanzeigen laufen da bzw.liegen jetzt bei der Staatsanwaltschaft, weil die u.a.auch diverse kleine Diebstähle im Haus zu verantworten haben) . Gerade erst ist wieder geräumt worden (überstürzte Abreise der jeweils aktuellen Besetzung, sobald die Polizei zur Kontrolle da war). Sowohl die Polizei, als auch die Hausverwaltung, als auch wir Bewohner gehen davon aus, dass die nächste Runde zeitnah folgen wird. Inzwischen ist hier das halbe Haus untereinander vernetzt um fremde Männer im Haus konsequent anzusprechen und die Polizei zu rufen sollten diese besagte Wohnung betreten (die hier nur noch zu viert bis sechst anrückt und uns gesagt hat, wir sollten immer direkt über den Notruf Bescheid geben, wenn Freier in die Wohnung gehen würden oder einer der Zuhälter).

    Mir tun die Frauen wirklich leid, denen es offensichtlich nicht gut geht und für die man nichts machen kann von außen. Die Zuhälter und Freier kotzen mich einfach nur an: Was für ein Mensch muss man bitte sein, um zu meinen Menschen könnten eine käufliche Ware sein, die man sich zum Sex kaufen und benutzen kann?!?! Ich würde mir sehr wünschen, dass wir hierzulande ebenso wie in Skandinavien oder Frankreich die Freier - Strafbarkeit einführen würden. Zumindest ein paar dieser Schweine würden so vielleicht realisieren, dass das so normal wie sie sich einbilden wollen nicht ist. In jedem Fall geht das Gewerbe weiter, nur eben aktuell noch weniger in den offiziellen Bordellen, sondern vielfach aus Ferienwohnungen heraus, die gerade nicht anderweitig vermietet werden können (bei uns im Haus sind sonst Studenten im Austauschjahr oder internationale Unimitarbeiter, die nur ein Semester an der Uni lehren in der Wohnung). Die Frauen sind dadurch nur noch weniger geschützt, weil es noch heimlicher erfolgen muss, was Missbrauch und Übergriffen aller Art Tür und Tor öffnet.

    Ist die Umfrage denn nur von Primarlerhrkräften zu beantworten oder nur von Lehrkräften, die Verbalbeurteilungen zumindest auch erstellen oder von Lehrkräften aller Schularten und den dort vorherrschenden Rückmeldeformen zu bearbeiten?

    (Und auch wenn es komplett OT ist, aber BITTE, ein wenig gründlicher darauf achten, dass die Höflichkeitsform durchgehend groß geschrieben wird. Dankeschön. :) )

    Das könnte Probleme mit dem Klassenfrequenzrichtwert geben.

    Dieses wunderschöne Wort, welches ich noch nie zuvor vernommen oder gelesen habe, musste ich jetzt erst einmal nachschlagen um sicher zu sein, dass es bedeutet was ich vermute (was der Fall war). Es scheint sich wohl um eine Spezialbezeichnung aus NRW zu handeln, zumindest konnte ich zu dem Begriff für BW keinerlei Treffer finden und abgesehen von NRW nur aus der KMK. So lernt man doch immer wieder etwas Neues in diesem Forum. ^^

    Danke, dass du den Abstract verlinkt hast. Der widerspricht halt einfach komplett dem, was in dem anderen Abstract an Zahlenwerten aufgeführt wird. Nachdem dieser Abstract https://www.medrxiv.org/content/10.110…5.28.20116129v2 jüngeren Datums ist, gilt es wohl abzuwarten, was nach einer Peer Review davon Bestand haben wird und wie es vor dem Hintergrund anderer Ergebnisse letztlich eingeordnet werden kann.

    Ich finde das Video auch sehr schön gemacht. Sehr liebevolle Arbeit der Kollegen und ein Beispiel von so vielen für das außerordentliche Engagement von Lehrkräften aller Schulformen in dieser Zeit.:top: Danke für den Link Zauberwald.

    Vielleicht mal was zum Zwischenstand: Ich habe mir inzwischen ein paar Verbündete gesucht und bin dabei, erstmal die Prävalenz zu erfassen.

    Das klingt sehr gut, vor allem im Hinblick auf die Debatte im Kollegium, wie ihr weiter vorgehen wollt und ggf. auch schlichtweg müsst. Gibt es an deiner Schule schon ein Konzept wie "Schule gegen Rassismus" auf das du zurückgreifen/verweisen kannst? Habt ihr eine fitte Schulsozialarbeit, die du mit einbeziehen kannst? Wie ist die Haltung deiner SL und des Kollegiums zu dem Thema- hast du dort Rückendeckung und wird das ausreichend ernst genommen deines Erachtens?

    ...das ist eher bezeichnend dafür, an welchen Schulen sich dann eben immer weniger Interessenten bewerben... bis die sich mal grundlegend ändern.

    Funktioniert in BW nur nicht so, weil es neben den schulscharfen Bewerbungen als Einstellungsverfahren noch das Listenverfahren gibt, wo einfach nach Bedarf, Fach und Leistungsziffer (=Noten des 1.+2.Staatsexamens jeweils x 20 addiert) zugewiesen wird vom Land. Allerdings haben Schulen mit schlechten SLen natürlich das Problem einer hohen Fluktuation, weil die guten Leute sich im Zweifelsfall nach Ablauf der drei Jahre die sie bleiben müssen wegbewerben. Wer also seine Leute (und vor allem die engagierten Leute) halten möchte muss eben auch ein entsprechend gutes Arbeitsklima schaffen, damit diese Leute bleiben und sich einbringen wollen, statt irgendwann zu resignieren und nur noch DnV zu machen.

    Ich musste im Ref meine Piercings entfernen, da ich eine "Vorbildfunktion" hätte. Mit Piercing ist man halt kein Vorbild...

    So in etwa klang das auch bei dem SL meines Mitanwärters bezüglich der Haarlänge (bin dem am Tag seines Friseursbesuchs zufällig über den Weg gelaufen- wäre er kein Ref gewesen und damit hoch abhängig wäre das anders ausgegangen und hätte ein Nachspiel für die SL gehabt, so kam diese mit ihrer Übergriffigkeit einfach durch). Ich hoffe einfach, dass wir, die so einen Mist selbst erlebt haben, das besser machen mit unseren Anwärtern und ggf. auch SLen gegenüber deutlich machen, wo Grenzen überschritten werden, wenn die Anwärter das qua eigener Position noch nicht vermögen. Bei mir war das zwar nicht negativ was vermerkt wurde, dennoch ist es erbärmlich, den Kleidungsstil zum Teil des Arbeitszeugnisses zu machen, egal wie positiv das gemeint und formuliert sein mag. Das hat einfach nichts in einem Arbeitszeugnis einer Lehrkraft zu suchen. Ich bin schließlich hauptberuflich kein wandelnder Kleiderständer.

    Wie machst du das denn inzwischen: Trägst du deine Piercings wieder in der Schule oder hat sich das aus anderen Gründen einfach erledigt inzwischen (gefällt dir selbst nicht mehr etc.)?

    Mein ehemaliger Mitanwärter erlaubt sich jetzt in der Probezeit wieder länger wachsende Haare anstelle eines "adretten Kurzhaarschnittes", der nunmal einfach nur von außen aufoktroyiert wurde, weil er zum Glück souverän genug ist zu wissen, dass man seine Probezeit nicht deshalb nicht besteht, weil dem Chef der Haarschnitt nicht zusagt wenn man insgesamt eine gute Arbeit leistet und er auch einfach inzwischen einen anderen SL hat, der Grenzen der eigenen Machtfülle offenbar bessser erfasst.

    Also vielleicht bin ich unnormal, aber wenn ich jemandem ein schönes Wochenende wünsche, dann meine ich das tatsächlich so :gruebel:

    Egal ob Kassierer oder meine Schüler. Wenn es mir egal ist, ob jemand ein schönes Wochenende hat, dann sage ich auch nicht "schönes wochenende". Und wenn ich meine Schüler mit "wie schön, dass ihr alle da seit" begrüße, dann meine ich damit tatsächlich, dass ich mich freue, sie zu sehen. Ich wünsche anderen Menschen grundsätzlich, dass es ihnen gut geht. Deshalb wünsche ich anderen Menschen freundliche Dinge. Wenn es mir egal wäre, könnte ich ja auch einfach "geh sterben!" als Abschiedsformel sagen. Gefällt mir aber nicht sooo gut :gruebel:

    Aber vielleicht bin ich auch irgendwie sonderlich :weissnicht:

    Nö, das klingt für mich total normal, menschlich und empathisch und geht mir ganz genauso. OK, ich definiere mich nur so begrenzt als "normal", erlaube mir sehr bewusst an bestimmten Stellen aufzubrechen, was teilweise als Norm betrachtet wird, insofern bin ich evtl. ein ganz schlechter Vergleich. Ich halte es aber für sehr normal zu meinen was man sagt und für ebenso normal seinen Mitmenschen tatsächlich von Herzen Gutes zu wünschen. Ich glaube auch, dass das den entscheidenden Unterschied am Ende macht in der Reaktion des Gegenübers, denn natürlich spüren andere Menschen ob man nur eine Floskel aufsagt oder es ernst meint was man sagt. Wo ich also positive Reaktionen überwiegend bekomme wenn ich der Kassierin im Supermarkt ein schönes Wochenede wünsche etc. da liegt das nicht einfach nur an dem Wunsch an sich, sondern daran, dass mein Gegenüber hört dass ich nicht nur floskelhaft höflich bin, sondern meine, was ich sage. Das macht den entscheidenden Unterschied aus. Ich treffe dadurch im Laufe eines Tages viele fremde Menschen, die mich ehrlich freundlich anlächeln, mir ehrlich freundlich einen schöne Tag wünschen etc., weil ich es ebenso ehrlich meine. Ich bin gerne freundlich zu meinen Mitmenschen und freue mich, wenn diese zu lächeln beginnen wenn sie mich sehen, sich wohl fühlen in meiner Nähe, wissen, dass sie mir gegenüber auch einfach mal nicht nur eine starke Fassade zeigen müssen, sondern ehrlich sagen dürfen, wenn es ihnen gerade beschissen geht. Hat schon seinen Grund, warum ich immer Golden Retriever habe: Ich bin halt ein menschlicher Golden Retriever. :D (Und nein, die tragen dem Einbrecher nicht noch alles nach, weil sie so nett wären, die wissen, wer nicht zum Rudel gehört und meine Goldies werden bei Bedarf auch einfach mal zum Golden Rottweiler, wenn es darum geht das Rudel zu schützen, was ich sehr sympathisch finde. Wir können also auch Grenzen ziehen bei Bedarf, wir Golden sapiens sapiens.:zahnluecke: Aber das geht jetzt gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz weit weg vom Ausgangsthema, wo es glaube ich um den Gegenentwurf zu Golden sapiens sapiens ging bei genauerer Betrachtung.;))

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