Beiträge von CDL

    das überrascht mich, bei uns arbeiten fast alle vollzeit. Liegt das an Ost und West-Einstellungen?
    Aber ist ja auch irrelevant für deine persönliche Entscheidung. Ich würde mir an deiner Stelle über die oben genannten Punkte Gedanken machen. Ruhegehalt usw. außerdem:
    - würde es sich ggf. lohnen, noch mehr zu reduzieren, damit der freie Tag sicher ist?
    - erkundige dich zuerst über die Teilzeitbedingungen in deinem Bundesland, Stichwort: "unteilbare Aufgaben" (wenn für die TZ-Leute keine Regelung existiert, diskutierst du um alles extra. Musst du zu jeder Konferenz? Wie viele Aufsichten? Bist du Klassenlehrer und machst eh jede dazugehörige Zusatzaufgabe? Usw.)

    No, mit Ost-West hat das gar nichts zu tun. Ich lebe tiiiiief im Westen und bei uns an der Schule arbeiten die meisten KuK in Vollzeit.

    Zu BW gibt es ja schon Antworten von LaMaison, Magister999 und mir. Konferenzen oder Dienstbesprechungen sind in BW keine teilbaren Aufgaben, teilbar sind beispielsweise Anzahl von Aufsichten, Vertretugsstunden, Klassenleitung, Prüfungen, schulische und außerschulische Veranstaltungen, Sprechstundenzeiten... Hier findet sich ein aktueller Überblick über teilbare Aufgaben in BW.

    Finde ich sehr interessant, dass auch das von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt ist! Ich habe seit ein paar Jahren meine Stunden um 4 Unterrichtsstunden (aus persönlichen Gründen) gekürzt und muss gar nichts begründen, sondern nur im Antrag mein Kreuz an der richtigen Stelle machen. Auch hatte ich nie Nachfragen oder Probleme bei der Genehmigung meiner Stundenreduzierung.Und ich muss sagen, dass sie mir gut tut, allein wegen der für die reduzierten Stunden nicht anfallenden Vor- und Nachbereitung inkl. Korrektur von Klassenarbeiten u. ä.

    Ist seit geraumer Zeit eine Vorgabe in BW für Schularten mit akutem Lehrkräftemangel, dass Teilzeitanträgen nur noch in besonders begründeten Fällen stattgegeben werden soll. Im letzten Schuljahr war die Umsetzung wohl noch etwas zahmer, seit diesem Schuljahr höre ich immer wieder von KuK, dass ihren Anträgen (oft einfach nur Verlängerungsanträge) nicht stattgegeben wurde, bei der Einstellung wird Junglehrern das metaphorische Messer auf die Brust gesetzt ("Vollzeit oder keine Stelle in dieser Runde") etc. BW möchte möglichst wenig mit Direkt-/bzw.Quereinsteigern arbeiten, was Konsequenzen hat für die bereits beschäftigten Lehrkräfte.

    Allein die Aussagen in diesem Thread zeigen doch schon, dass einige dies komplett selbst entscheiden, wodurch jegliche Vorgaben zur Gewichtung obsolet werden, während andere sich an Vorgaben bspw. bezüglich der Gewichtung halten. Ergo: Völlig uneinheitlich. Stört euch das nicht? Sehr ihr darin kein Problem? "Haben wir schon immer so gemacht"?

    Wen meinst du mit "ihr"? Die Mehrheit lebt in Bundesländern, in denen es Vorgaben gibt, die klar genug sind. Willst du über Hamburg diskutieren unter Einbeziehung von Sachsen-Anhalt, wo es offenbar keine Vorgaben gibt? Willst du forenweit diskutieren, also 16 Bundesländer, Schweiz, Österreich, Luxemburg (und ein paar stille Mitleser aus anderen Ländern vermutlich noch dazu)? Wenn es nur um sagen wir Hamburg geht, dann präzisiere entsprechend deine Beiträge. Geht es dir um die Beiträge aller User, dann hör auf immer wieder auf pauschale Fragen à la "Seht ihr darin kein Problem?" die schon mehrfach beantwortet wurden zurückzukommen, nur, weil die Antworten nicht zu deiner Meinung zu passen scheinen.

    Ich würde zumindest den schulischen Religionsunterricht zwar nicht als reine Indoktrination ansehen, dennoch steckt immer ein Teil Indoktrination darin (es geht nunmal vorrangig um christliche Antworten, an die Lehrkräfte gebunden sind und die sie auch nicht beliebig kritisch darstellen dürften). Dafür haben am Ende des Tages einfach die Kirchen zuviel Mitspracherecht beim schulischen Religionsunterricht, um das auch nur annähernd in dem Ausmaß zu verhindern wie das im Politikunterricht der Fall sein muss.

    Überprüfe mal deine abwehrende Vermutung: Wenn ich als Vater wegen einer schlechten Zeugnisnote hier wäre... wie wahrscheinlich ist es dann, dass ich Anfang Dezember dieses Thema eröffne? Echt nervig diese Versuche ein unbequemes Thema wegzuinterpretieren.

    Da interpretierst du aber gerade wild herum, denn das Thema an sich ist ja nicht "unbequem". Die Art und Weise wie du es einführst ist aber schlichtweg zu pauschal gehalten, um eine differenzierende Debatte zu erwarten, Versuche von dir weitere, zielführende Informationen, Antworten oder auch einfach nur inhaltlich weiterführende Diskussionsbeiträge zu erhalten laufen bislang ins Leere. Wenn du ein Lehrer bist, sollte es dir ein Leichtes sein, mit deinen eigenen Beiträgen zu einer zielführenderen Diskussion beizutragen, statt diese lediglich anderen abzuverlangen. Wärst du lediglich als Elternteil hier aktiv ohne eigenen schuldienstlichen Hintergrund ließe sich nachvollziehen, warum es dir schwer fällt diesen Hintergrund an praktischer Erfahrung, schulrechtlichen Kenntnissen, Wissen um Abstimmungen in Konferenzen etc. darzustellen, warum es dir nicht direkt präsent ist, weshalb gerade so ein Thema nicht einfach pauschal mit bundesweitem Bezug diskutiert werden kann, sondern einen völlig unmissverständlichen Bundeslandbezug hat, der höchstens im Laufe der Diskussion erweitert werden, nicht aber ignoriert werden kann, angesichts verschiedenster Landesgesetze und schulrechlicher Vorgaben. Wärst du ein Elternteil wären deine Beiträge zwar immer noch ein hundsmiserabler "Einstand" (von der fehlenden Schreibberechtigung abgesehen), aber weniger erklärungsbedürftig. Da du darauf bestehst Lehrer zu sein, sollte dir bewusst sein, wo deine Beiträge inhaltlich nicht annähernd das erfüllen, was du nicht müde wirst einzufordern. Also bitte: Erstmal selbst für eine vernünftige Diskussionsbasis sorgen (inhaltlich wie vom Tonfall her). Danke.


    EDIT: Nachdem inzwischen Beitrag Nr.39 dazugekommen ist möchte ich den letzten Satz noch einmal fett hervorheben. Beiträge die dir inhaltlich widerstreben als unredlichen Diskussionsstil abzutun sagt viel über dich und deine Diskussionskultur, aber in diesem Fall gar nichts über die von dir so abgewatsche Person, denn an dem Beitrag ist nichts Unredliches zu finden. Sachliche, inhaltliche Auseinandersetzung forderst du, dann leiste!

    Ich denke (und versuche dies umzusetzen), dass der Religionsunterricht existenziell ansprechend sein sollte. Dabei aber nicht normativ, sondern grundsätzlich offen gegenüber den individuellen Antworten der Schüler. Dass man dabei auf einer dezidiert christlichen Grundlage arbeitet, erlebe ich als große Hilfe, weil man die meisten wichtigen Themen eben nicht nur rein informativ und distanziert betrachten kann (mit Schülern sollte). Mit anderen Worten: Ich will, dass meine Schüler in eine innere Auseinandersetzung mit den Fragen geraten, sich dabei offen und differenziert mit anderen Meinungen auseinandersetzen und eine eigene Antwort finden. Ob sie dabei am Ende dieses Weges zu der christlichen Antwort, mit der wir gestartet sind, zurück kommen, bleibt ihnen überlassen.
    Eine Parallele sehe ich übrigens beim PoWi-Unterricht (oder unterstelle ich denen da was?): Man kann Demokratie nicht einfach nur informativ lernen. Es muss eine persönliche Auseinandersetzung folgen, damit Kinder zu mündigen Bürgern werden können.

    Na ja, als Politiklehrende sind wir an den Beutelsbacher Konsens gebunden, der im Fach Religion keine Gültigkeit hat. Wir müssen Kontroversität darstellen und dürften nicht Indoktrinieren, SuS dazu zu befähigen eigene Interessenlagen zu analysieren und danach zu handeln ist kommt eben noch dazu mit dem Grundziel des mündigen Bürgers. Natürlich ist auch konfessioneller Religionsunterricht an vielen Stellen inhaltlich kontrovers gestaltet, zentrale Basis ist aber am Ende doch die Vermittlung bestimmter Werte aus christlicher Perspektive oder täusche ich mich da? Zumindest aus meiner Warte als Politiklehrerin sehe ich da eine Menge Aspekte die unvereinbar sind mit dem Beutelsbacher Konsens, weshalb ich keine hinreichende Basis sehe für die von dir gezogene Parallele, auch wenn deine eloquente Darstellung anderes vermuten lässt. Spätestens im Leistungsraum musst du ja auch bestimmte christliche Antworten abfragen und nicht ausschließlich individuelle Haltungen und Argumentationen erfragen (zumindest war das so in dem Religionsunterricht, den ich erhalten habe und ist so in dem Religionsunterricht, der an meiner Schule stattfindet).

    Wenn du etwas Gesundes und Hilfreiches anstoßen möchtest bei deiner Mutter, dann gib ihr den Rat sich Unterstützung und Beratung zu suchen. Nur sie kann die Entscheidung treffen etwas zu ändern oder aktiv anzugehen, eine Beratung kann ihr helfen sich zu sortieren, herauszufinden, was sie machen will und kann und dieses mit Unterstützung dann auch tatsächlich umzusetzen.

    Ich weiß nicht, wie die Situation anktuell an den beruflichen Schulen ist, zumindest in der Sek.I ist es momentan beinahe unmöglich Teilzeit genehmigt zu bekommen und muss extrem gut nachgewiesen werden (Versorgung kleiner Kinder, Pflege naher Angehöriger/ schwere Erkrankung/Schwerbehinderung), um bewilligt zu werden. Falls es an den beruflichen Schulen aktuell ähnlich aussieht geh davon aus, dass du ohne entsprechende Begründung aller Vorraussicht nach keine Bewilligung erhalten wirst. Deine zweite Frage deutet an, dass dies der Fall sein könnte. Wenn dein "Zusatzamt" eine teilbare Aufgabe ist, könnte diese unter Umständen infolge der TZ auf zwei Funktionsträger geteilt werden, womit auch Ermäßigungsstunden geteilt werden würden. Ob dies notwendig oder möglich ist lässt sich so abstrakt nicht beantworten, deine Gewerkschaft bzw. dein PR sind deine Freunde in dieser Frage und bieten auch hilfreiche und schnelle Beratung zu den Stewi-Anträgen an.


    Ich bin ihr Sohn, nicht ihr Mann.

    Exakt, also verhalte dich auch so und versuch nicht die Partner- oder Elternrolle einzunehmen!

    Deine Mutter will kein Opfer mehr sein, dann muss sie sich dafür entscheiden aktiv zu werden und eine für sie gesunde Lösung einzuschlagen. DAS bedeutet es kein Opfer mehr sein zu wollen und nicht stur auf einem ungesunden Weg zu beharren. Du weißt das schon? Sehr gut, dann hör auf sie "bemuttern" zu wollen, sorg für dich und lass ihr ihren Lernweg.


    Mich verwundert, dass ausgerechnet der Sozialarbeiter die treibende Kraft ist. Alle Sozialarbeiter, die ich an der Schule erlebt habe, waren eher umgekehrt drauf. Gerade Sozialarbeiter sind besonders bei Schülern geschult, Mobbingfälle zu erkennen und sie haben da auch Konzepte. Warum mobbt ein solcher Sozialarbeiter ausgerechnet im kollegialen Bereich?

    Ja, aber auch Schulsozialarbeiter sind Menschen und verhalten sich nicht nur professionell.

    (Habe gerade selbst so ein Thema mit unserer Schulsozialarbeit, die persönlich beleidigt ist, nachdem ich sie bei einem gemeinsamen Ausflug-unter meiner Verantwortung- zuletzt darauf hinweisen musste, dass sie SuS nicht nach Gutdünken und ohne Rücksprache mit mir als verantwortlicher Lehrkraft entlassen darf egal wieviel älter sie sein mag als ich, weil es nunmal schulrechtliche Vorgaben zur Aufsichtspflicht gibt, die bei Schulveranstaltungen gelten. Als Revanche ist sie bei einem weiteren Ausflug heute einfach verschwunden und nicht wiedergekommen. Total erwachsen und professionell halt. ;) )

    Und ich bin mir sehr sicher, dass die von mir genannte Frage, wie man diese Endnote bildet, auch an deiner und vielen anderen Schulen eben nicht einheitlich gehandhabt wird. Der Punkt ist: Es macht eben einen Unterschied, ob ich bspw. die Halbjahre verschieden gewichte oder nicht, ob ich - wie in vielen Bundesländern Vorgabe der Behörde - die Gesamtnote basierend auf den Einzelleistungen über das gesamte Jahr bilde und nicht etwa irgendwelche Mittelwerte verrechne etc.
    Der Punkt bleibt also bestehen: Es ist nicht im Detail definiert und das ist nicht sinnvoll.

    Ich kann nur über BW, Sek.I schreiben: Hier ist klar geregelt, dass nicht Halbjahresnoten die Endnote bilden (möglicherweise samt Ungleichgewichtung von Halbjahren), sondern Einzelnoten. Wir verrechnen keine Mittwelwerte aus zwei Halbjahren, sondern Einzelleistungen gemäß der Gewichtigung, auf die wir uns in der Fachschaft und unter Berücksichtigung der Vorgaben des Schulgesetzes geeinigt haben. Ich sehe nicht, wo es zielführend sein könnte bis ins letzte Detail die Gewichtung zentral für mein Bundesland und meine Schulart (oder sogar darüber hinaus) festzulegen.

    Möglicherweise gibt es Bundesländer in denen deine Pauschalaussagen zutreffend sind (kann ich mir zwar erstmal nicht vorstellen, da mir dafür deine Beiträge zu undifferenziert sind bislang, aber möchte ich nicht pauschal ausschließen), BW gehört eindeutig nicht dazu.

    Also rettest du jetzt im Alleingang den kleinen Bruder und die Mutter, die es besser wissen könnte, aber nicht besser wissen möchte? Wo bleibst du an der Stelle?

    Deine Mutter ist für sich verantwortlich und nur sie kann sich hier selbst helfen. Wenn sie das aktuell nicht umsetzen möchte, kannst du sie nicht retten, auch wenn es hart ist das zu akzeptieren. Für deinen kleinen Bruder ist ebenfalls zunächst einmal deine Mutter verantwortlich. Es ehrt dich, dich hier ebenfalls verantwortlich zu fühlen, aber du solltest nicht vergessen für dich zu sorgen und deine Mutter als erwachsene Frau nicht auch noch zu retten suchen. Wenn sie dich fragt, gibt ihr den Hinweis sich versetzen zu lassen und/oder den Hinweis eine psychologische Beratungsstelle auzusuchen (die Arbeit kann ihr helfen, für sich eine gesunde Lösung zu finden bzw. zu akzeptieren, dass man manchmal auch als Opfer weggehen muss, um sich selbst zu schützen und dies zu können auch eine Form von Stärke ist). Der Rest liegt bei ihr, das musst du an dieser Stelle akzeptieren.

    Ah und barfuß findest du schon problematisch? Ich war mir da auch unsicher, aber andrerseits wird es im Sportunterricht ja auch so gefordert und eigentlich ist es ja nichts Schlimmes. Könntest du vielleicht noch mal sagen, warum es problematisch wäre, das zu verlangen?

    Habt ihr Fußbodenheizung in eurem Probenraum? Wenn nicht: Wie warm ist der Boden denn nach 30, 60 oder 90min barfuß noch in dieser Jahreszeit? Einfach mal selbst testen, ehe du das deinen SuS abverlangst.

    Davon abgesehen: Welche inhaltliche Aussage hat das Schuhwerk bzw. dessen bewusstes Weglassen an dieser Stelle?

    Was die Kostümwahl anbelangt: Wenn es inhaltlich sinnvoll ist, ein einheitliches Farbkonzept zu haben, dann wäre das der Rahmen, den du setzt und welche Farbe es wird könntet ihr gemeinsam festlegen, wenn ihr das Stück kennengelernt habt, alles andere klingt für mich extrem entmündigend gerade in der Oberstufe (würde ich aber auch bei meinen Hasen in 5-10 nicht machen, da das Teil der Erarbeitung des Stücks ist meines Erachtens und auch der Teamarbeit, hier eine gute, gemeinsame Lösung zu finden, die zum Stück passt). Wichtig dafür ist ja auch, dass alle ein komplettes Outfit in der Farbe zur Verfügung haben (nein, nicht alle besitzen ein schwarzes Outfit), denn eine Familie die von ALG II lebt kann nicht mal eben für ein Theaterprojekt neue Klamotten kaufen, womöglich noch mehrere Sätze davon, weil man ja für jede Probe passend eingekleidet sein muss und bei mehreren Pribentagen am Ende mal was gewaschen werden muss.

    Für Proben würde ich den Fokus noch nicht auf die Kostüme legen. Erarbeitet euch das erstmal spielerisch und inhaltlich, ehe ihr in den letzten Proben die passende Gewandung dazunehmt. Das macht es deutlich stressärmer, weil nicht jede Woche jemand sein Zeug vergessen hat, man sich nicht jedes Mal noch umziehen muss und ggf. für eine Generalprobe und die Aufführungen auch einfach etwas von einer Freundin leihen kann, wenn man nichts in der Farbe bestitzt und auch nicht über die finanziellen Mittel zur Anschaffung verfügt (wird schwieriger, wenn man die Kleidung wöchentlich benötigt).

    Es wäre ein leichtes, eine offizielle Software herauszugeben, in der die Einzelnoten einfach eingegeben werden und die Berechnung wird dann basierend auf offiziellen Vorgaben durchgeführt.

    Keine Software kann mir die Arbeit abnehmen Noten pädagogisch zu runden, womit jede Notensoftware (und ich nutze selbst eine) nur ein Hilfsmittel bei der Erfassung und Berechnung von Durchschnitten ist, die Endnote kann aber nur ich erstellen. Alles andere wäre ein Verstoß gegen die geltenden Gesetze des Landes Baden-Württemberg. Wie sieht es denn in Hamburg aus, dass ich jetzt bei dir lese als BL, dürft ihr dort Noten rein arithmerisch runden?

    Und was die Frage angeht was ich diskutieren wolle, das war eben gerade nicht die theoretisch irgendwo festgelegte Regelung, sondern die im ersten Beitrag genannte reale Praxis. Darauf ist noch keiner eingegangen.

    Wie sieht denn die reale Praxis an deiner Schule bzw. die Vorgaben in deinem BL aus? Dein Einstiegseintrag liest sich nicht unbedingt nach realer Praxis, sondern nach "ich habe gehört, dass", wenn das täuscht, dann bitte trag doch nach, was deine Basis ist, damit zumindest verständlich wäre, von welchem Ausgangspunkt aus du arbeiten musst weil es ggf. klare Landesvorgaben gibt oder eben diese komplett fehlen.

    Zitat von Methodiker

    Ist es für euch kein Problem, das sogar innerhalb der gleichen Schule, wie z.B. anhand der im zweiten Beitrag verlinkten Forumsbeiträge erkennbar, keine einheitliche Vorgehensweise herrscht oder das Kollegen gar nicht wissen, wie die Vorschrift lautet oder wie man korrekt rechnet? Oder ist es für einige hier so gängig, derartige Missstände zu leugnen oder als Einzelfälle vom Tisch zu wischen? Wenn ja so ist auch das kein gutes Vorbild. Mich würde interessieren, wie man sicherstellen kann, das dies in der Praxis transparent (ohoh!) abläuft.

    In meinem BL gibt es Vorgaben, die klar genug sind, ohne die pädagogische Freiheit von Lehrkräften komplett zu beschneiden. In meinen Fachschaften einigen wir uns auf ein gemeinsames Vorgehen zu Schuljahresbeginn und setzen das auch entsprechend um. Ich finde es wichtig, als Fachschaft an einem Strang zu ziehen, ich finde es keinesfalls wichtig, dass jede Schule meiner Schulart in meinem Bundesland z.B. schriftliche und mündliche Noten in Französisch Klasse 5 und 6 jeweils zu 50% in die Gesamtnote mit einfließen lassen, da es für andere Regelungen auch an meiner Schulart durchaus nachvollziehbare und angemessene Argumente gibt. Da du keine Missstände von deiner Schule konkret zu berichten weißt, wüsste ich spontan erstmal nicht, über welche angeblichen Missstände ich mir Gedanken machen sollte. Was die Transparenz anbelangt: Die rechtlichen Vorgaben sind nachlesbar für alle Interessierten, die Beschlüsse aus den Fachkonferenzen zur Gewichtung erfahren die SuS zu Schuljahresbeginn, notieren sie im Heft. Das wird auch in den Klassenbüchern dokumentiert, dass man den SuS die Notengebung offen gelegt hat und muss in allen Klassen geschehen. Die SuS wissen dabei, dass alle KuK im jeweiligen Fach derart gewichten. Bei weiteren Noten wie z.B. Rollenspielen mache ich vor einer Bewertung (und auch vor der Erarbeitung) meine Bewertungskriterien transparent- kurz: Ich sehe die von dir pauschal deklarierten Missstände gerade einfach nicht.

    Statt dich als neue Motzkugel vom Dienst zu etablieren: Wie wäre es denn, wenn du selbst etwas zur Sache inhaltlich beitragen würdest? Das würde einer fruchtbaren inhaltlichen Diskussion vermutlich nicht schaden, womöglich sogar helfen. (Tonfall gefällt dir nicht? Guess what- mir deiner auch nicht, könnten wir beide ändern oder?!)

    ^ ^ Schade sowas. Als ob es den Kindern an etwas fehlen würde, wenn sie im Vorfeld von der Lehrerin ein paar Arbeitsaufträge bekämen und in diesen Stunden durch eine Vertretungskraft betreut werden. In anderen Berufen klappt das mit dem Freinehmen bei persönlichen Anlässen ja auch und die Kinder müssten im zuvor beschriebenen Szenario ja nicht einmal auf Unterricht verzichten...

    Sorry, aber das ist Käse, den du schreibst. Natürlich macht es einen Unterschied, ob meine SuS beispielsweise im Fremdsprachenunterricht nur Aufgaben schriftlich bearbeiten und dabei von jemandem beaufsichtigt werden, der/die kein Wort Französisch spricht, ihnen bei Rückfragen nicht helfen kann, Aussprachefehler bei mündlich zu absolvierenden Übungen korrigieren könnte etc. oder ob ich als Französischlehrerin in derselben Zeit richtigen Unterricht mit den SuS mache. Den Kindern fehlt an der Stelle guter Unterricht anstelle reiner Betreuung, auf den sie einen Anspruch haben.

    Hallo, welche Fächer unterrichtest du in welchem Bundesland? Was sagt deine Fachschaft zu dem Thema ?

    Ich glaube, erst dann könnte man sinnvolle Antworten geben.

    Und wie ist die Notengebung im jeweiligen BL schulrechtlich vorgebenen und geregelt? Ich meine beispielsweise in Bayern muss man arithmetisch runden, hier in BW dürfen wir nicht einfach arithmetisch runden, sondern müssen Noten pädagogisch runden und bilden. Wie ist das denn in deinem Bundesland (welches wäre das?) und für deine Schulart geregelt @Methodiker und was stört dich an dieser konkreten Vorgabe? Wünschst du dir eine einheitliche Lösung für alle Klassen aller Schularten aller Bundesländer? Und falls ja, inwiefern sollte das pädagogisch gerechtfertigt sein, "mal eben" alle SuS über einen Kamm scheren zu wollen?

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