Beiträge von CDL

    Und wieviel wird praktisch umgesetzt abgesehen von der öffentlichen Einhegung, um dieser Bewegung den Stachel zu rauben, den sie faktisch doch darstellt? An der Stelle zählen politische Taten mehr, als die ganze verbale Unterstützung und bei den Taten sieht es ganz offensichtlich ja noch zu mau aus oder hast du Informationen die besagen, der Klimawandel hätte abgewendet werden können die seriöser sind, als Trumps Twitter-Eskapaden?

    Achso ja, der Umstand, dass mit dem amerikanischen Präsidenten ein nicht ganz unwichtiger Politiker eines nicht ganz machtlosen Landes den Klimawandel einfach mal faktisch leugnet ist natürlich nur ein dummer kleiner Lapsus, kein gesellschfatlicher Widerstand. Ebenso wie es keinen Widerstand darstellt, wenn hierzulande die meisten zwar sagen, Umweltschutz wäre ihnen ach so wichtig, daraus aber bloß keine wirklich schmerzhaften persönlichen Konsequenzen ziehen wollen. Diese Art Widerstand mag nicht so sichtbar sein, weil wenig präsent im öffentlichen Diskurs, im alltäglichen Handeln sieht man ihn aber tagtäglich- wenn man denn sehenden Auges und hörenden Ohres durch die Welt geht.

    Wäre es möglich, dass manche Interessenten den Auftritt scheuen? Ist dieser verpflichtend oder besteht auch die Möglichkeit der AG-Teilnahme, ohne am Auftritt teilnehmen zu müssen? Nicht jeder fühlt sich ja unbedingt wohl dabei vor Eltern oder gar Schulkameraden aufzutreten, gerade in der Pubertät kann das als peinlich empfunden werden.

    Was sind Fächerkarten?

    Welche Klassenstufe? Gibt es besondere Bedarfe, die du mit einplanen und berücksichtigen musst?

    Materialien:

    - Ggf. eine "Störungsampel" basteln: 3 große Kreise aus Tonpapier in gelb, rot und grün ausschneiden und als Ampel zusammenkleben. Dann für jeden SuS eine Holzwäscheklammer nehmen, Papierschild mit Namen draufkleben, zu Beginn alle auf grün und dann überlegen, wie das fortschreiten soll, welche Konsequenzen damit verbunden sind etc. (Werden alle jeden Morgen wieder auf grün gestellt oder in jeder neuen Stunde?)

    - falls du noch nichts in der Art hast und das zu dir passt, irgendeine Art von Klangzeichen (Klangstab, Glocke,...) als Ruhezeichen, das im Raum bleibt

    - für deinen Tisch vorne ggf. (gibt es vielleicht sowieso in allen Zimmern bei euch) eine Organisationshilfe, in der du Whiteboardstife/Kreide/Folienstifte etc. unterbringen kannst

    - 2-3 Plakatbögen, um mit deinen SuS zu Beginn Klassenregeln zu erarbeiten, schirftlich festzuhalten und im Klassenraum aufzuhängen

    - ggf. etwas, was zu einem deiner Fächer und euren Schuljahresthemen passt (Plakat mit Englisch-Präpositionen oder ein Epochenüberblick mit zentralen Daten in Geschichte etc.)

    - evtl.eine Klassenpflanze

    - viiiiiiiiiiiiiiiel Offenheit, um den Klassenraum das Schuljahr über gemeinsam mit deinen SuS zu gestalten (Plakate von Präsentationen aufhängen - Lesetagebuch illustriert?- etc.)

    Dass ich pendeln muss und werde und nebenher arbeite, hat hier niemand mehr in Frage gestellt. Oder wo liest du das heraus

    Du selbst in deinen Threads hier im Forum zu all diesen Fragen. Am Ende ist es doch auch völlig egal ob noch andere Menschen deine Planung in Frage stellen, solange du dir sicher bist, dass es für dich und euch passt und umsetzbar ist. Versuch dich- und darum geht es in Kimettos Beitrag- weniger darauf zu fokussieren, was alles nicht optimal ist an deinen aktuellen Zwischenlösungen, sondern fang mit der praktischen Umsetzung an. Aktuell läuft das Semester noch nicht, du kannst also erstmal die dir angebotene Stelle (die immerhin die KV beinhaltet, die du also nicht noch extra zahlen müsstest) beginnen, um euren Lebensunterhalt zu sichern und währenddessen weitersuchen. Wenn du bis Semesterbeginn etwas besser Bezahltes findest kündigst du die aktuelle Stelle und gut, wenn nicht hast du zumindest etwas, was dir sowohl den von dir erhofften Mindestverdienst sichert, als auch die KV und musst dich eben zumindest mal im ersten Semester mit deinen Kursen entsprechend arrangieren (evtl.lässt sich mit dem AG ja vereinbaren 2 feste halbe Tage frei zu haben an die du dann besonders viele Seminare legst). Der Spatz in der Hand ist besser, als die Taube auf dem Dach.

    Mir geht es schon seit mehreren Jahren ähnlich! Ich überlege auch ernsthaft, wo bei dem Rechtsruck in Deutschland für mich die Grenze sein wird, nach der ich das Land verlasse.

    Nur, wenn die Anständigen flüchten (oder vor Angst erstarren) statt Widerstand zu leisten, kann sich nichts ändern.

    Würde es diese Zustände dort geben, gäbe es Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt. Diese gibt es aber nicht.

    Reisewarnungen gibt es dann, wenn dir als Tourist beim Urlaub im Land , wo du erkennbar als Ausländer unterwegs bist, Gefahr droht. Solange Länder wie Tunesien oder die Türkei ihre Touristen ausreichend schätzen und schützen und die Hauptmenge der Menschenrechtsverletzungen (wir vergessen dabei einfach mal die Deutschen türkischer Abstammung, die immer mal wieder im Urlaub in der Türkei zuletzt verhaftet wurden wegen in Deutschland getätigter Aussagen) nur "die Eingeborenen" betrifft können wir uns ja alle weiter ganz entspannt im Hotelpool aalen und eine Reisewarnung erübrigt sich.

    Das hängt aber sicher auch vom Mann oder Freund ab. Nicht alle Männer kommen gut mit Kindererziehung klar.

    Das hängt ..

    1. von der Gesellschaft ab, dem, wie wir unsere Kinder- Mädchen wie Jungen- sozialisieren und erziehen (Stichwort "Geschlechterstereotype"- hatten wir doch zuletzt mal schon.. :rauchen: ), wie Mädchen oder Jungen "zu sein haben"
    2. von dem, was Eltern konkret für ihre Kinder an Erziehung für sinnvoll halten: Wer meint kochen und Kinderfürsorge wäre nur Frauengedöns und zelten, Fußball spielen, Kanu fahren, Fahrrad reparieren nur Männergedöns darf sich nicht beschweren, wenn in der Folge Männer und Frauen heranwachsen, die genau das auch leben und nichts anderes
    3. von der eigenen Partnerwahl
    4. davon, wie man in der Partnerschaft miteinander umgeht: Ist ja bei entsprechender Erziehung womöglich auch bequem vom Hotel Mama umzuziehen zur Frau/Freundin, bei der man sich nur doof genug anstellen muss, um schon für´s Müll raustragen ganz wahnsinnig gelobt zu werden oder umgekehrt als Frau auch einfacher zu behaupten Mann stelle sich unwillig oder unfähig an, statt einfach mal entweder miteinander darüber zu sprechen wer was macht (und damit zu leben, dass die Umsetzung nicht deckungsgleich sein kann oder muss bei zwei Menschen) oder sich selbst einzugestehen, dass man bzw. in dem Fall frau infolge der eigenen Erziehung/Haltung es auch eigentlich ganz gut findet, für die Kinder hauptverantwortlich zu sein

    Hier mal ein Beitrag zum Thema Kita:

    https://www.watson.de/leben/meinung/…desmisshandlung

    Möchte nicht pauschalisieren, hab aber mit 14. beim ersten Kitapraktikum auch schon Kindesmisshandlung der Erzieherin erlebt.

    Machst du aber implizit durchaus, weil du faktisch deine eigene Erfahrung nicht relativierst, sondern als Bestätigung anführst. Von jemandem mit einem abgeschlossenen Masterstudium darf man da schon etwas mehr kritisches Bewusstsein erwarten.

    Könntest du bitte aufhören, mir ständig das Wort im Mund herum zu drehen?
    Die Kindererziehung bleibt mehrheitlich an den Frauen hängen. Ob die gut oder schlecht damit klar kommen, ist eine andere Sache.
    Mein Ex Partner hat sich von der Kinderziehung von klein auf distanziert. Wenn ich mir anschaue, wie er mit der Tochter seiner neuen Freundin umgeht, dann bin ich doch ganz froh darüber.

    Kann ich nicht sehen, wo dir das Wort im Munde herumgedreht wurde, wohl aber - mal wieder- ein Fall von "ich will nicht gemeint haben, was ich sage". Wenn du derart gehäuft das Gefühl hast missverstanden zu werden, solltest du dir vielleicht etwas mehr Zeit beim Verfassen deiner Beiträge lassen, damit diese entsprechend durchdacht sind und auch tatsächlich unmissverständlich darstellen, was du meinst. Dies geschrieben ist es halt immer so, dass Worte nicht nur eine isolierte Bedeutung haben, sondern erst im Kontext Bedeutungsgehalt bekommen. Deine Beiträge in diesem Thread stehen insofern nicht isoliert für sich, sondern werden natürlich auch vor dem Hintergrund deiner bisherigen Beiträge interpretiert und verstanden. Je mehr du schreibst, desto klarer kann das Bild werden, dass das Gegenüber sich von dir macht. Manche Vorstellungen die zu diesem Bild gehören werden Fehlvorstellungen sein (und im Idealfall im Laufe des weiteren Austausches korrigiert werden) andere werden dich besser beschreiben, als dir selbst von dir bewusst wäre. Wenn du willst profitierst du von diesem Spiegel, um Selbst- und Fremdwahrnehmung einander anzunähern oder gar blinde Flecken aufzutun (ich freu mich ja immer sehr, wenn ich so einen an mir entdeckt habe, denn das bedeutet, dass ich etwas sehender wurde und bleiben kann) oder du ignorierst derartige Hinweise, machst deinen Stiefel weiter und zahlst den Preis dann im Ref, wo dir genau diese Haltung auf die Füße fallen wird.

    Gibt es Spanisch denn in NRW an der Sek.I überhaupt @Tantarek? Falls du dir diesbezüglich nicht sicher bist: Schau dir einfach mal die Fächer an, die man für Sek.I studieren kann.

    Grundsätzlich kannst du natürlich das Ref auch in einem anderen BL absolvieren als dem, in dem du studiert hast. Allerdings nur unter der Vorraussetzung eine dort zulässige Fächerkombination studiert zu haben. Wenn deine Alternative zu NRW also Brandenburg ist um deine Chancen auf einen Platz am Gym zu erhöhen, dann solltest du sicherstellen, dass du eine Fächerkombi wählst, die sowohl in NRW, als auch in Brandenburg am Gymnasium (und/oder der Sek.I) zulässig ist. Überleg dir aber in jedem Fall, was dir im Fall der Fälle wichtiger wäre: Eine Stelle in deinem Heimatbundesland später erhalten zu können (und deshalb ggf.von vornherein z.B. auf Sek.I zu studieren) oder die Wahrscheinlichkeit auf das Gymnasium als Schulart zu erhöhen (und dafür den BL-Wechsel in Kauf zu nehmen). In jedem Fall würde ich an deiner Stelle auch für Brandenburg mal prüfen, ob die Kombi Spanisch-Geo-Gym (so überhaupt zulässig) überhaupt gefragt ist. Wenn es dort ähnlich mau aussieht, kannst du das in deine Überlegungen bei der Fächer- oder Schulformwahl mit einbeziehen.

    Na gut, das ist jetzt wieder ein anderes Thema @Morse . Bei den Konferenzen kann man auch als Kollegium nur begrenzt Veto einlegen bzw. die Alternative wären 2-3 Konferenznachmittage in der ersten Schulwoche gewesen bei uns, darauf hatten auch niemand Lust, vor allem, da wir halt die SuS auf die neuen Abschlussprüfungen vorbereiten sollen zu denen gerade mal vor den Sommerferien endlich mal der grobe Ablauf (Gewichtigung etc.) klar wurde, die Handreichungen um die SuS vernünftig vorzubereiten gibt es erst September oder Oktober. Der erste Prüfungsteil nach der neuen Prüfungsordnung muss aber schon im ersten Halbjahr Klasse 9 (neuer BP) absolviert werden...

    Entweder du machst es wie von MrsPace vorgeschlage und folgst deinem Herzen, Interessen und Fähigkeiten. In dem Fall solltest du das Studium äußerst intensiv dazu nutzen dir die Zukunftspläne B-D nicht nur zu inhaltlich zu erarbeiten, sondern mithilfe von Praktika und Co. eine Umsetzung auch realistisch zu machen, denn die Möglichkeit, dass du einen davon sei es überbrückend oder dauerhaft benötigen wirst ist nunmal gegeben.

    Zweite Variante: Du folgst den Hinweisen von Lehramtsstudent und kombinierst entweder das Studium von Bedarfsfach und Neigungsfach um deine Einstellungschancen zu erhöhen oder zeigst dich flexibel bei der Schulformwahl.

    Dritte Möglichkeit: Du studierst genau das, was dich interessiert ohne Alternativpläne und hast Glück, weil die heutigen Prognosen vergessen haben einen Jahrgang einzuplanen (wo man schonmal übersieht, wieviele 6jährige wann in die GS kommen werden und welcher Lehrerbedarf sich daraus ergibt- kann ja alles sein) oder weil in fünf Jahren plötztlich alle Geographie bilingual machen wollen an der Schule oder weil das Land NRW nach dem Brexit beschließt ab jetzt Spanisch verpflichtend 5stündig an allen Schularten zu unterrichten oder oder oder.

    Die perfekte Antwort gibt es nicht, denn Prognosen heißen deshalb so, weil sie keine Garantien darstellen, eine Chance hat man also auch mit Fächern, von denen aktuell abgeraten wird (am Ende hören alle drauf und du bist derjenige mit der dann gefragten Mangelkombi- who knows). Grundlegend solltest du dir aber wenn du auf jeden Fall in den Schuldienst willst überlegen entweder bei den Fächern oder der Schulart etwas zu verändern, um deine Chancen zu erhöhen oder sonst eben Alternativpläne machen und auch ernsthaft vorbereiten. Eine Einstellungsgarantie gibt es nicht (auch nicht bei Mangelfächern).

    Unsere Lehrerin hat uns damals einmal mitgenommen, weil es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu lang gedauert hätte.

    Da das BL unklar ist: Vielleicht durfte sie das damals, vielleicht dürfte sie es auch heute noch. Vielleicht durfte sie es nicht, hat es aber auf eigenes Risiko gemacht (nach einem Notfall liest sich das ja nicht) und würde es auch heutzutage noch auf eigenes Risiko machen. Da diese Lehrerin nicht mitschreibt und ihren Fall klären wollen würde, ist das aber nicht wirklich wichtig.

    Mit etwas Glück bist du in einem BL, in dem Schulrecht ein Teil des Refs sein wird. Wenn nicht klärst du eben deine schulrechtlichen oder auch pädagogischen Fragen ab dem Ref (wenn es um konkrete Fragen und Probleme geht, die du hast) sei es mit Mentoren, deiner SL, im Seminar oder eben auch hier im Forum (dann unter Angabe des BLs, damit man dir bei diesen rechtlichen Fragen auch tatsächlich weiterhelfen kann). Im Moment sind das zum Glück doch noch ungelegte Eier.

    Die Mitwirkungspflicht der Eltern gibt es aber doch schon jetzt und die versagt nunmal leider in bestimmten Fällen, in denen sie auch bei einer solchen Systemänderung versagen würde.

    Ich weiß nicht, ob diejenigen Kinder, die Home schooling tatsächlich gesundheitlich bedingt bräuchten und in keiner der bestehenden Varianten unterkommen nicht am Ende auch nur eine Minderheit sind, finde das aber auch nicht relevant, denn am Ende geht es um jedes Kind, nicht nur um die eine Minderheit, die uns vielleicht gefälliger ist. Vielleicht braucht man für die medizinisch bedingten Sonderfälle eine noch stärkere Flexibilisierung des Regelschulsystems (wobei ich mich viel zu wenig mit den Möglichkeiten von Förderschulen und Klinikschulen auskenne, um so etwas sagen zu können), vielleicht braucht man für die Drop-Out-Kandidaten, die drohen komplett aus dem Sytsem herauszufallen infolge von Schulabsentismus und Co. nicht nur ausnahmsweise, sondern generell entsprechende DropOut-Angebote, die es in manchen Kreisen ja auch gibt und die wirklich gute Arbeit leisten (in Freiburg gibt es so ein Angebot, in meinem Landkreis leider nicht und die Angebote die es bisher gibt in BW sind begrenzt auf SuS eines bestimmten Einzugsgebiets) und die deutlich mehr Plätze bräuchten, als sie aktuell anbieten können da die Nachfrage erheblich höher ist.

    Gibt es eigentlich irgendeine Problemorientierung oder Leitfrage dieses Threads? Mal abgesehen von den Stöckchen, über die ich nicht hüpfen mag und persönlichen Anekdoten scheint es mir hier doch etwas oberflächlich zu bleiben, was möglicherweise an mangelnder Zielschärfe/Eingrenzung/Problemorientierung des Themas liegt. Ich stelle mal die provokante These auf, dass wir das diskursiv besser könnten wenn wir nicht nur verbal wöllten, sondern wollen würden und mithilfe einer entsprechende Leitfrage/Problemorientierung motiviert würden.

    Zitat von Caroli

    Stehen Fortbildungen, eurer Meinung nach, denn Informationen aus Foren / Literaturrecherche nach oder ist es langwierig und aufwendig daran teilzuhaben, bzw. weniger schnell und zielführend? Und wie erfährt man überhaupt von (speziellen) Fortbildungen? Sind sie in der Regel kostenfrei?

    Kommt auf die Fortbildung, das Fortbildungsziel, die Organisation etc. an. Manchmal kann es besser sein als erhofft, je nach Vorkenntnissen kann es aber zu unterschiedlich nervtötenden Redundanzen kommen, die eine eigenständige Weiterbildung zielführender gemacht hätten. Ich weiß nicht, ob es das in allen BL gibt, aber zumindest in BW gibt es massenhaft offizielle Fortbildungenden zu allen Arten von Themen, die Informationen dazu gibt es online, in kleinen Katalogen in der Schule und zusätzlich werden wir sehr regelmäßig per Mail noch auf aktuelle Fortbildungen mit freien Plätzen die dem KuMi/RP/Schulamt besonders am Herzen liegen aufmerksam gemacht. Die offiziellen Fortbildungen sind meist komplett kostenfrei, zusätzlich gibt es kostenpflichtige Angebote privater Anbieter. Da ist dann von sehr teuren Angeboten (die zwar gut klingen, aber auch mehrere hundert Euro kosten) bis zu sehr kostengünstigen Angeboten alles dabei. Gerade die Gewerkschaften bieten einige gute Fortbildungen an, die zumindest für die Mitglieder meist kostenfrei oder gegen einen reduzierten TN-Beitrag buchbar sind.
    Mach erstmal dein Studium zuende und das Ref und schau dir dann an, an welcher Schule du landest, welche Bedürfnisse zur Weiterbildung sich daraus für dich ergeben und wähle dann aus dem an allen Schulen mit Sicherheit sehr umfassend vorhandenen Angebot an Fortbildungen aus. Die deutlich interessantere Frage ist dann später nicht, ob es eine Fortbildung gibt, sondern ob du freigestellt wirst, um an dieser teilnehmen zu können, ob es ein kostenfreies Angebot oder eine Kostenübernahme gibt oder ob du abwägen musst Ferien und Privatvermögen zu investieren um eine berufliche Hersausforderung besser bewältigen zu können.


    Zitat von Caroli

    Was ist eure Einschätzung dazu, wie man es mit der Beschulung von Flüchtlingskindern allgemein handhaben sollte? Im Internet findet man sehr verschiedene Meinungsaussagen dazu. Wie viele SuS mit Fluchterfahrungen maximal in eine Klasse? Alle Flüchtlingskinder in eine Klasse bis Deutschkenntnisse vorhanden sind? Oder Einschulung in normale Klasse und parallel andere Maßnahmen (z.B. Sprachförderung)? Rein von Integration ausgehend, sollten ja vermutlich alle geflüchteten Kinder von Beginn an in Regelklassen aufgenommen werden, oder? Was haltet ihr zwecks Lernens der Kinder für am förderlichsten?

    Ich glaube, da gibt es nicht die eine allgemein gültige Antwort, die alle Bedürfnisse jedes SuS erfüllen und abbilden könnte. Grundständig sehe ich die Separierung in Eingangsklassen kritisch, weil das ein echtes Integrationshemmnis ist und halte mehr von Konzepten der gemeinsamen Beschulung, die ergänzt werden um intensiven DaZ-/DaF-Unterricht in einer entsprechenden Teilgruppe. Um das aber tatsächlich innerschulisch so gut umsetzen zu können, wie es für SuS und Lehrkräfte nötig wäre, müsste man deutlich mehr Personal bei deutlich kleineren Klassen einsetzen. Wie bei der Inklusion auch ist es am Ende auch bei der Beschulung von DaF-SuS am Ende so, dass es größte Unterschiede zwischen den Schulen gibt. Ich weiß von Mitanwärtern an deren Schulen in jeder Klasse 2-3 Leute sitzen ohne jedwede Deutschkenntnisse. Bei 30 Schülern in der Klasse und ohne irgendeine Art von Weiterbildung oder Kenntnisse wie mit diesen SuS sinnvoll zu arbeiten wäre, gehen diese oft völlig unter, stören entsprechend häufig, werden vor allem als lästig empfunden (auch von Mitschülern) und nicht integriert. Die Ansage an die Referendare war diesbezüglich diese SuS komplett zu ignorieren, also Standard-AB an diese austeilen in dem Wissen, dass sie dieses nicht bewältigen können und normal weiterarbeiten, weil die Lehrkräfte auch keine Ahnung hatten, was sie machen sollten und völlig überfordert waren von diesen Rahmenbedingungen. DaZ-/DaF-Unterricht hatten diese Schüler dann oft erst nach Wochen und Monaten in der Regelklasse.
    An anderen Schulen ist es dagegen wie ich weiß völlig selbstverständlich, dass DaF-Leute zunächst einmal einige Wochen zum Spracherwerb in Spracheingangsklassen beschult werden, ehe sie - möglichst schnell- Regelklassen zugeordnet werden. Der DaF-Unterricht in einer speziellen Teilgruppe läuft dabei zusätzlich zum regulären D-Unterricht weiter. An diesen Schulen gibt es dann nicht nur entsprechde Lehrkräfte und Konzepte, sondern auch einen Plan, wie SuS in die Regelklasse sprachlich integriert werden können sowie Ansprechpartner bei akuten Problemen, was die Arbeit für alle Beteiligten erheblich erleichtert.
    Und schließlich gibt es aber auch SuS für die es hilfreich und gut ist auch längerfristig in ihrer Gruppe weiterzulernen aus der Spracheingangsklasse und mit diesen Mitstreitern, mit denen sie bestimmte Erfahrungen teilen, die andere nunmal weder kennen, noch oftmals verstehen können z.B. einen Hauptschulabschluss vorzubereiten, weil sie in diesen Extraklassen oft auch in Programmen sind, die ihnen mehr Zeit für die Vorbereitung der Schulabschlüsse lässt, die vom einen für die Spracharbeit genutzt wird, vom anderen für notwendige seelische Arbeit bei bestehenden Traumata (denn auch diese Art von Arbeit kann ja ein Lernhemmnis darstellen, selbst wenn Sprache schon längst kein Problem mehr darstellt).

    Der Idealfall wäre es, wenn nicht aus Kostengründen von Schulträgern, Schulämtern und Kultusministerien nur eine bestimmte Vorgehensweise vorgeschrieben würde, sondern man tatsächlich personell und fachlich so gut ausgestattet wäre, dass man aufs Kind schauen könnte. Der Regelfall sieht anders aus.


    Zitat von Caroli

    - Gibt es wohl Ballungszentren für Schulen, die Flüchtlingskinder aufnehmen, nämlich vorwiegend Brennpunktorte /-schulen oder täuscht der Eindruck?

    Ja gibt es, also Ballungszentren. Schlichtweg deshalb, weil einerseits die Flüchtlingsunterbringung staatlich organisiert wird und keine freie Wohnortwahl vorsieht, so dass es eben Landeszentren oder auch kommunale Flüchtlingeinrichtungen in bestimmten Stadtvierteln gibt oder auch der soziale Wohnungsbau oft einhergeht mit Wohngebieten mit einem besonders hohen Anteil an Bewohnern ausländischer Herkunft, die ebenfalls im Regelfall wohnortnahe Schulen besuchen (woraus sich dann eben teilweise die Brennpunktschulen ergeben). Zusätzlich gibt es Schulen die spezielle Vorbereitungsklassen etc. anbieten, im Idealfall sogar dafür entsprechndes Personal bekommen haben (oder auch nicht..) und an denen entsprechend natürlich deutlich mehr Jugendliche mit wenig Deutschkenntnissen oder auch ganz ohne diese landen.

    Diese "Ghettoisierung" ist kein spezifisches Phänomen der Flüchtlingsunterbringung und - beschulung, sondern bedingt durch die gesamtgesellschaftliche Segregation (ökonomisch und/oder kulturell, vgl. auch dazu Habitus-Theorie von Bourdieu), die sich gerade bei der Beschulung überdeutlich zeigt.

    Im Zweifelsfall werden Vorbereitungstage in BW über die Konferenzpflicht abgedeckt. Darüber haben wir im September Mo und Di der ersten Schulwoche (sind beides noch Ferientage) ebenfalls als Konferenztage ("Vorbereitungskonferenzen") ganztägig geblockt, bei denen dann von der Standard-GLK zum Schuljahresanfang über die Fachkonferenzen, Stufenkonferenzen bis hin zu besonderen Infoveranstaltungen zu den neuen Abschlussprüfungen alles stattfinden wird. Möglich ist also auch jetzt schon in BW an allen Schularten einiges, wenn man es denn nutzen will und begründet nutzen muss.

    Die Familien die du konkret beschreibst MrsPace sind mit Sicherheit die unproblematischen Kandidaten, bei denen man sich eine Flexibilisierung des deutschen Schulsystems wünschen würde. Aber es gibt nunmal auch Familien mit sehr einseitigen Erziehungsauffassungen (religiös-fundamentalistische Familien, Reichsbürger etc.) die in anderen Ländern nur allzugerne solche Dropout-Varianten aus dem Regelschulsystem nutzen und denen oft auch Privatschulen noch nicht ausreichen, um die eigene Wertbasis unverfälscht dem eigenen Nachwuchs mitzugeben. Zumindest bei diesen Familien sehe ich durchaus ein Problem darin ein Home schooling als maximal mögliche Dropout-Variante zu gestatten. Selbst mit zentralen Prüfungen zur Sicherstellung bestimmter Grundstandards fehlt da einfach der Austausch mit Anderen und damit zumindest die kleine Chance mit anderen Lebensweisen und Auffassungen ungefiltert durch die Eltern in Berührung zu kommen.

    Über den Meldebutton - gelbes Dreieck mit Ausrufezeichen rechts unten- einen Mod darauf aufmerksam machen und um entsprechende Umnotierung bitten. Ich war so frei, dass mal eben dür dich zu machen. Ich drück dir die Daumen, dass du schnell wieder an das Buch und v.a. das Lied kommst.

    Nicht alle Männer hier im Forum haben eine derart spezielle Klientel wie Plattyplus sie hat, nicht alle scheinen sich vergangenen Posts nach zu urteilen per se und nur qua Geschlecht von körperlichem Kontakt (jenseits der Streitschlichtung) auszunehmen, auch wenn natürlich alle Lehrkräfte geschlechtsunabhängig bei körperlichem Kontakt äußerst umsichtig und mit besonders hohem Grenzbewusstsein agieren müssen, weil das - zum Glück- inzwischen ein Bereich ist, in dem Kindern im Regelfall nicht einfach nur etwas übergestülpt wird beständig (reicht ja, wenn Familie das viel zu oft auch weiterhin so handhaben). Ich vermute auch, dass die männlichen Kollegen spätestens wenn sie einmal einen Vorfall unberechtigter Vorfälle bezeugt oder gar selbst erlebt haben noch vorsichtiger agieren, als wir alles es sowieso schon machen sollten, kann das aber aus meinem Kollegium und den Gesprächen mit meinen Kollegen heraus nicht gesichert feststellen. Ob das am Ende an der Umsicht der Kollegen, dem vorhanden Grenzbewusstsein, unserer Schulkultur oder auch schlichtweg unserer Klientel liegt vermag ich nicht zu sagen.

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