Beiträge von CDL

    und was soll das bringen? Fürs schlechte Gewissen? So wie im Ref plant doch keiner mehr, der mit beiden Beinen fest im Lehrersattel reitet und bis drei zählen kann... :pfeifen:

    Stunden fliegen einem bei uns - ich bin Sek. I - vor allem dann "um die Ohren", wenn man nicht gut drauf ist (Omnipräsenz mal nicht 100% klappt) und/oder die Lerngruppe einfach nicht gut drauf ist. Es gibt so viel gutes Material mittlerweile, das differenziert daher kommt und für alle Geschmäcker was bietet... da kommt man selber am Reißbrett auch nach Stunden nicht annähernd ran.

    Den Tipp hat uns ein Dozent an der PH (mit jahrelanger Berufserfahrung an der RS) auch gegeben. Er meinte, das sollte einem jede Klasse und Lerngruppe wert sein, dass man entsprechenden Aufwand betreibt aktuelles Material zu finden, arbeitsaufwendigere Methoden vorzubereiten, eigene ABs zu entwerfen, die optimal auf Lernstoff, Unterrichtsziele und Lerngruppe zugeschnitten sind statt eben nur das Material zu verwenden, das wenig Zeit kostet, dafür aber selten so passgenau ist, sondern erst passgenau gemacht werden muss (womit wir wieder bei der "Planung wie im Ref" wären). Wenn ich von meinen Fächern ausgehe: In Französisch kann ich sehr gut mit dem vorgefertigten Material arbeiten und muss nur ergänzendes Material erstellen, in Politik und Wirtschaft sind die Schulbücher maximal die Basis, die immer von mir ergänzt und intensiv aufgearbeitet werden muss, um die Menge an Stoff einerseits sinnvoll zu reduzieren (was z.B. unser Wirtschaftsbuch kaum leistet- kann ich zwar auch problemlos im Rahmen eines L-S-Gesprächs sehr vorbereitungsarm leisten, sobald ich aber meinen SuS mehr Eigenverantwortung zugestehen möchte, muss ich eben auch mehr in Vorleistung gehen bei der Vorbereitung) und anderseits ansprechend aufzubereiten, um eben nicht nur funktionierenden Unterricht zu haben, sondern Stunden, die den SuS und mir auch Spaß machen. Differenzieren kann ich auch nur selten mit vorgefertigtem Material, da dieses oft nicht passgenau ist für meine Lerngruppen oder Unterrichtsziele. Ist vielleicht in anderen Fächern anders, das vermag ich nicht zu beurteilen.

    In Vollzeit kann man diesen Aufwand natürlich nicht für jede Stunde leisten, aber eine Stunde pro Klasse und Monat schafft man und kann so ganz nebenbei immer mal wieder seinen Materialpool aktualisieren und ergänzen. Es geht nicht darum, dass einem Stunden "um die Ohren fliegen könnten", sondern um den Selbstanspruch bezüglich der eigenen Unterrichtsqualität, der hoffentlich nicht schlagartig mit bestandenem Ref endet. Vollprofis wie im Regelfall unsere Mentoren es sind bereiten auch solche "schönen" Stunden im Regelfall ratzfatz vor, weil sie eben entsprechende Übung haben. Mein Mentor war sich aber auch nie zu schade mir offen zu sagen, dass er meine Unterrichtsentwürfe und Materialien in seinen Klassen ebenfalls einsetzt, weil ihm eben die Zeit fehlt so viele Stunden so umfassend vorzubereiten.

    Warum sollte er hier eine Anleitung für ein bewusstes Dienstvergehen bekommen?

    Deshalb:

    Hier steht drin dass ich maximal 20% der wöchentlichen Arbeitszeit und bis zu 40% meines Gehaltes zusätzlich erarbeiten darf. Die Zeiten kann ja niemand kontrollieren, daher ist das wohl erstmal egal. Gehalt ist natürlich etwas anderes.

    Der TE ist also bereit in Kauf zu nehmen zumindest schonmal die zeitlichen Beschränkungen für eine zusätzliche Tätigkeit nicht zu beachten (= Eventualvorsatz bzgl. eines Dienstvergehens), was zumindest die Frage aufwirft, ob er auf eine Anleitung hoffen könnte, wie man ein möglicherweise zu hohes Einkommen ebenfalls unentdeckt dazuverdienen kann.

    Und kann eine Verbeamtung verweigert werden, wenn ich bereits eine nebenberufliche Selbstständigkeit habe?

    Ja, kann sie. Lies dir einfach mal den Link von Volker durch. Je nach Art der Selbständigkeit kann diese als unvereinbar mit den Aufgaben eines Landesbeamten angesehen werden.

    Als Landesbeamter sollst du dich mit deiner "vollen Kraft und Hingabe" deinem Beruf widmen. Dafür wirst du von deinem Land alimentiert, erhältst einmal eine Pension, von der jeder deutsche Durchschnittsrentner nur träumen kann und bereits nach 5 Jhren eine berufliche Sicherheit, für die andere Arbeitnehmer deutlich länger einem Betrieb angehören müssen. Umgekehrt erwartet dein Land dafür eben auch etwas von dir, wie u.a., dass du deinen Diensteid als Landesbeamter nicht nur pro forma ablegst und direkt missachtest, sondern respektierst. Also solltest du damit anfangen diese Nebentätigkeit (und nur um eine solche darf es sich handeln) anzumelden und genehmigen zu lassen, dein damit generiertes Einkommen sauber zu deklarieren und dich so vorrangig deiner beruflichen Tätigkeit als Lehrer zu widmen, wie der Umstand, dass dein Land dich zu alimentieren bereit sein könnte es verdient.

    Dies geschrieben wünsche ich dir natürlich, dass deine Projekte den von dir erhofften Erfolg haben werden.

    Logisch finde ich das nicht, da man schon während der OBAS Ausbildung ein fester Bestandteil der Schule ist und kein wirklicher Referendar. Das Zeugnis ist ja nur ne Formalie. Das es bei dem normalen Lehramt so macht, das ist verständlich.

    Magst du vielleicht erklären, warum das bei Referendaren verständlich sein soll, nicht aber bei Seiteneinsteigern (OBAS)? Ist für mich jetzt nicht nachvollziehbar auf den ersten Blick, wie du darauf kommst?

    Bzgl. des Schwörens/der Vereidigung:

    Ich kenne gleich mehrere Schulleitungen, die das gar nicht mehr machen...

    In BW gibt es am 1.Tag des Refs für alle angehenden Beamten auf Widerruf eine offizielle Vereidigung (im Regelfall im RP), für die angehenden Anwärter im Angestelltenverhältnis findet das Ganze getrennt statt (eine wirklich emptionale Erinnerung für mich diese Vereidigung, die mich erneut berührt hat, als ich das beim neuen Kurs als Seminarsprecherin noch einmal miterleben durfte, weil mir der Eid persönlich viel bedeutet und ich es nicht als selbstverständlich ansehe diesen ablegen zu können). Zur Verbeamtung auf Probe wird man dann erneut einbestellt ins Schulamt/RP zur erneuten Vereidigung. Auch in BW ist lediglich die Gottesformel fakultativ. Der SL macht das gar nicht, frage mich also, wie du darauf kommst Morse?

    Auch für guten Literaturunterricht muss man sich landeskundlich auf dem Laufenden halten bezogen aufs Zielland und/oder den Themenbereich eines Werks, um dieses in größere Zusammenhänge bringen zu können. Deine Motivation dich fachlich nicht vertiefen zu wollen- so diese alle Fächer bestrifft- macht dich ehrlich gesagt wenig attraktiv als potentiellen künftigen Kollegen, wird dir ein Ref ganz gleich an welcher Schulform auch deutlich schwerer machen (habe ich an meinen Mitanwärtern gesehen, die ihre UBs teilweise wochenlang vorbereiten mussten, weil sie sich erstmal fachlich einlesen mussten ausreichend, um das geforderte Niveau bringen zu können), passt insbesondere zu Oberstufenunterricht überhaupt nicht und wird sich ohne jeden Zweifel auch in Noten und Einstellungschancen niederschlagen.

    Welche Fächer interessieren dich denn tatsächlich so sehr, dass du Lust hast, sie 5 Jahre lang zu studieren und dich erstmal zum Experten deiner Fächer zu machen? Und: Warum willst Lehrer werden? (Evtl.wäre die Fachwahl leichter für dich ohne diese berufliche Verengung, weil du eher Fächer finden würdest die dich begeistern und interessieren.)

    Wer den Job lange gesund ausüben will, MUSS als Junglehrer lernen eine volle Stelle zu bewältigen. Was für ein furchtbarer Ratschlag!

    Da praktisch alle in Vollzeit starten müssen, werden sie das jetzt wohl auch lernen. Ich finde auch nicht, dass eine TZ-Stelle dazu da sein sollte, um einfach mehr Zeit in jede Einzelstunde zu investieren, so dass man am Ende einfach nur weniger verdient, bei gleicher Arbeitsbelastung. Lässt sich aber auch leicht sagen, wo ich gesundheitlich bedingt immer TZ genehmigt bekommen werde.

    Stimmt, der spricht schon seeeeeeeeeeeeeeeeeeehr tiefenentspannt. Ich frage mich, wie der es als Lehrer geschafft hat bei der ruhigen Sprechweise und dieser angenehm tiefen Stimmlage, dass seine SuS nicht gleich reihenweise in den Tiefschlaf fallen.

    Ist das ein süddeutscher Konjunktiv? Den habe ich schon öfter gehört gehabt. ;)

    :rotfl: Das hat mir grad mein Autofill reingehauen. Laut Duden gibt es sogar ein Verb namens "wöllen" (noch nie gehört, aber Autofill kennt das, wo es schon regelmäßig keine Umlaute zu setzen bereit ist)), mit Konjunktiv II "wöllte".

    Was oben über die Notwendigkeit bei Sowi, immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben geschrieben wurde ist ein wichtiger Punkt, denke ich. Ich bin jemand, der sich jetzt schon nicht intensiv mit aktuellen Themen der Politik auseinandersetzt und diese diskutiert. Könnte ein Ausschlusskriterium sein.

    Ist es dann wohl, denn die folgend empfohlene eine Stunde Tagesschau in der Woche ist für guten Politik- oder Wirtschaftsunterricht nicht ausreichend, vor allem nicht, wenn es lediglich eine Pflichtübung ist und du Themen nicht weiterverfolgst, hinterfragst, tiefer einzusteigen bereit bist. Das muss ich schon für meine Realschüler von 7-10 leisten, um in der Oberstufe vernünftigen Unterricht zu halten wirst du da nicht weniger Zeit investieren müssen. Man muss vielleicht nicht die eine Stunde täglich investieren, die mir das wert ist, aber eben doch ausreichend Grundinteresse haben, mehr wissen und verstehen zu wollen, als gerade mal genug, um mit den SuS an der Oberfläche kratzen zu können thematisch.

    Aber sich aktuell auf dem Laufendenhalten musst du dich auch in Englisch....

    Abgesehen davon: Englisch/Deutsch ist DIE Kombi in den Burnout. Die Korrekturen sind da am Höchsten. Da investierst du doch lieber eine Stunde in der Woche in Tagesschau gucken.

    Auf dem Laufenden halten muss man sich doch letztlich in jedem Fach in der einen oder anderen Weise. Persönlich empfinde ich meine Fremdsprache diesbezüglich aber als deutlich weniger arbeitsintensiv, als Wirtschaft und Politik, für die ich auch eine Stunde Tageschau in der Woche keineswegs für ausreichend halte, nachdem der TE schreibt, sich schon jetzt nicht intensiv damit auseinanderzusetzen oder darüber zu diskutieren. Da fehlt meines Erachtens zuviel Grundinteresse, um überhaupt mit so vernünftigen Noten das Studium abschließen zu können, dass der TE trotz der gewählten Schulart Gym am Ende eine realistische Einstellungschance haben wird bei den aktuell in der Überlegung befindlichen Fächern.

    @Landvogt: Wenn du unbedingt Lehrer werden willst, dann überleg dir entweder an eine andere Schulart als ausgerechnet ans Gym zu gehen oder prüf sehr kritisch, welches Mangelfach mit guten Einstellungschancen auch am Gym du mit einem Herzensfach kombinierst.
    Wenn du Fächer studieren willst, die dir liegen und die dich interessieren und es auch noch um jeden Preis Gym sein soll, dann fang schon jetzt an, dir die Berufspläne B-D zu überlegen, die du aus der Schublade ziehst, wenn du mit deinen Fächern am Ende am Gym keine Chance auf Einstellung haben solltest und mach im Studium entsprechende Praktika in anderen Bereichen.
    Garantierte Einstellung, nur am Gym, womöglich nur im eigenen BL und wohnortnah und mit Fächern, bei denen tendenziell kein Mangel besteht gibt es halt nicht. Was spricht denn gegen die Sek.I oder die beruflichen Schulen für dich?

    Ich habe erst gestern wieder gelesen, dass in Berlin vereinzelt sogar Leute als Lehrer eingesetzt werden, die nicht einmal einen Studienabschluss vorzuweisen haben (z.B.Reiseverkehrskaufleute als Geographie-Lehrer). Als LovL hat der TE also vermutlich nicht einmal die schlechtesten Karten.

    @Tiberius : Nachdem du wie du schriebst keinerlei Erfahrungen im Schuldienst hast, solltest du erstmal mittels Hospitationen herausfinden, ob der Job dem nahekommt, was du dir vorstellst. Wenn ja, die bereits angesprochenen Stellen montatkieren und dort nachfragen, ob du mit deinem Abschluss zumindest als LovL starten kannst (wenn die Berichte in der Presse die Einstellungssituation in Berlin auch nur annähern korrekt wiedergeben solltest du gute Chancen haben) oder sogar ein regulärer Seiteneinstieg möglich ist.

    Warum wollen 80% aller frisch ausgebildeten Lehrer in Teilzeit arbeiten?

    Ob es 80% aller Junglehrer sind weiß ich nicht, habe ich auch nicht geschrieben. In meinem Kurs wollten das 80%,weil ihnen die Belastung einer vollen Stelle zu groß war, sie jetzt mit der Familienplanung starten wollen, sie lenein Hobby haben, dem sie sich auch noch widmen wollen wie ehrenamtliches Engagement beim DLRG oder auch einfach nur, weil ihnen erfahrene Kollegen geraten haben das gerade zu Beginn möglichst zu machen, weil die Arbeitsbelastung im vollen Deputat gerade als Junglehrer immens ist und sie schließlich möglichst lange möglichst gesund ihren Job machen sollen. Verrückterweise gibt es nicht wenige junge Menschen, die auch gerne weniger verdienen zugunsten von mehr Freizeit. Gibt eine Handvoll Leute, die deshalb lieber ins Ausland gehen, wo man ihnen für sie bessere Konditionen geboten hat oder erstmal ein Jahr lang nicht in den Schuldienst gehen, statt in Vollzeit in BW oder einem anderen BL tätig zu werden.

    Na gut, ich korrigiere: Für Süddeutschland spreche ich v.a.beruflich ein hier eher unübliches Hochsüdbadenwürttembergschwarzwalddeutsch, was Lehrbeauftragte in Protokollen vermerken ließ, ich spräche "reines Hochdeutsch" (= reines Hochsüdbadenwürttembergschwarzwalddeutsch). Feudel drüber.

    Ehrlich, das weiß ich auch nicht so genau. Die dunkle Seite hat mir beinahe alle Moral genommen. Vom ersten Zögern ist nur ein leiser Hauch geblieben, der mir sanft die Fersen kühlt. Die selbständige Arbeit, die auch noch Spaß macht, birgt zu viele Möglichkeiten. Theoretisch sogar die Möglichkeit, nur noch zu schreiben und bei freier Zeiteinteilung auch noch die freie Ortswahl zu genießen.

    Sollte das mehr sein als lyrische Übertreibung, dann solltest du vielleicht wirklich einmal den gänzlichen Wechsel in den privaten Sektor andenken. Als Lehrkraft ist so eine Grundhaltung erschreckend finde ich (als Mensch im Übrigen auch, aber manche ruft Gott Mammon eben lauter als andere).

    Mit Schülern bin ich extra streng, ist doch klar. :top:

    Auch hier: Sollte das nicht nur ironische Überspritzung und Übertreibung sein lässt es sich nur nachvollziehen im Kontext mit der Aussage zu deiner Moral.

    Weil ich glaube, dass die Nebentätigkeit nicht genehmigt wird bzw., dass die Anzeige einer nicht genehmigungspflichtigen Tätigkeit dienstrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen würde. Nicht aus rechtlichen Gründen, sondern weil man mir beispielsweise die Moral abspricht, das Vertrauen entzieht, die Arbeit für das Amt als unangemessen ansieht.

    Hältst du dein Verhalten denn für vereinbar mit deinem Diensteid? Gehst du davon aus SuS ein Vorbild sein zu können? Ist dein Verhalten deines Erachtens nicht nur für dich persönlich sondern auch deiner Kenntnis des Beamtenrechts nach angemessen?

    Zwei Sprachen bedeuten im Studium auch zwei Auslandsaufenthalte, die muss man auch im Studium erstmal zeitlich unterbringen. Nachdem du Spanisch erst von Grund auf lernen müsstest: Wie schnell lernst du denn Sprachen? Gibt es Vorkenntnisse in den romanischen Sprachen auf die du aufbauen kannst? Ist es realistisch für dich innerhalb von ca. 5 Jahren zumindest auf ein C1-Niveau in Spanisch in allen Bereichen (Hören-Sprechen-Lesen-Schreiben) zu kommen neben der Erarbeitung der linguistischen und literarischen Grundlagen des Fachs (gerade Primärliteratur in der Zielsprache könntest du ja erst recht spät im Studium zu lesen beginnen mangels ausreichender Sprachkenntnisse)?

    SoWi: Bist du bereit dich konstant, dein gesamtes Studium und Berufsleben über auf dem Laufenden zu halten, dich politisch zu informieren und weiterzubilden und den praktisch immer veralteten Schulbüchern entsprechend aktuelle Bezüge entgegenzusetzen zu den Bildungsplanthemen? Unterricht rein nach Schulbuch macht man im Vergleich z.B. zu einer Fremdsprache in diesem Bereich doch eher selten. Das bringt einiges an Extraarbeit mit sich, die man als Sprachlehrer so zumindest nicht hat (dafür muss man v.a.seine Sprachkenntnisse konstant trainieren, um sein Sprachniveau zu halten). Was löst Kontroversität in Diskussionen in dir aus?
    Wenn Wirtschaft als Fach in NRW eingeführt wird an den Gymnasien, werden das mutmaßlich zumindest mal zunächst die SoWi-Lehrer übernehmene müssen. Wie passt das für dich zu dem Umstand, dass wie du schriebst Wirtschaftswissenschaft dir nicht liegt?

    Einstellungschancen sind nicht der Allheilbringer. Schau dir zuerst einmal an, welche echten Stärken du neben dem Interesse für die von dir genannten Fächer du mitbringst. (Wenn es dir v.a. um Einstellungschancen geht: Sonderschul- und Grundschullehramt dürften diesbezüglich aktuell unschlagbar sein (zumindest mal, wenn ich von BW ausgehe).)

    du kannst ihn doch dazu befragen. Mache ich jedenfalls, wenn ich so ein Gefühl habe.

    Im Regelfall plagiieren die Hssen doch so schlecht, dass man es ihnen problemlos nachweisen kann, von welcher Webseite sie abgekupfert haben. Man kennt ja den Schreibstil seiner SuS und weiß insofern, wann man genauer nachforschen sollte bzw. erkennt auch die stilistischen Brüche zwischen verschiedenen zusammenkopierten Quellen. In der Schule ist das ja noch nicht ganz so raffiniert (und es hängt auch noch nicht ganz so viel dran), wie teilweise später im Studium.
    Das ist in jedem Fall aber auch ein anderes Kaliber, wenn der 12-13jährige Tim-Rüdiger aus der 7b bei seiner ersten GFS abkupfert oder seine Lehrerin Frau EmPe analogen Betrugsversuche erwachsener Menschen wissentlich und willentlich Vorschub leistet. Ich habe schon eine Menge Drecksjobs gemacht im Leben aus finanzieller Not, aber niemals etwas, was mir das Gefühl gegeben hätte, ich könnte mir selbst im Spiegel nicht mehr begegnen, weil ich nicht nach den Werten lebe, die ich von anderen einfordere. Ich kann mir insofern kaum vorstellen, wie du das für dich löst und vor dir rechtfertigst @MeikePaula . Gehst du nicht innerlich kaputt daran, dass du morgens A predigst und einforderst, während du am Nachmittag/Abend/in den Ferien dann selbst B machst? Oder rechtfertigt für dich der Zweck die Mittel, so dass du hier abgebrühter rangehen kannst, als ich mir das vorstellen kann und will?

    Oder alternativ zu wirklich immer köstlichem Minztee eine Mischung aus verschiedenen Kräutern (Apfelminze, Nanaminze, Ananasminze, Spearmint, Zitronenthymian, Melisse, Salbei...) das Ganze ergänzt um etwas Sauerkirschsaft und ggf.noch Sprudel/Wasser. Ist ein super Durstlöscher und schmeckt immer mal wieder etwas anders, je nachdem, wieviel man von welchem Kraut nimmt, ob und mit welchem Saft man mischt, etc.

    Habe jetzt noch mal einen aktuellen Überblick über meinen Kurs: Von weit über 100 Absolventen die direkt in den Schuldienst gehen werden im Herbst als Beamte auf Probe, erhält lediglich eine Handvoll eine Stelle in Teilzeit, aus entsprechend nachgewiesenen Gründen, wie kleinen Kindern, die zu betreuen sind. Dabei wollten rund 80% lieber in TZ straten, ahtten aber eben keine Wahl, wenn sie eine Stelle wollten.

    Im neuen Kurs treibt der Lehrermangel jetzt offenbar ebenfalls gewisse "Blüten": Verlängerungen des 1.Ausbildungsabschnitts werden im Regelfall nicht mehr bewilligt (auch wenn Schule und Mentoren dies dringend empfehlen würden). Anweisung von ganz oben: Die Anwärter werden im eigenständigen Unterricht benötigt um den Bedarf zu decken. Ganz abgesehn davon, dass damit offenbar noch notwendige Ausbildungszeit nicht zugestanden wird, frage ich mich, was das in der Folge für die kommenden Prüfungsdurchgänge bedeuten wird: Bekommen die Prüfer die Anweisung bei 4,5 nochmal gaaaaaaaaaanz genau zu prüfen, ob man die Leute nicht doch grad noch bestehen lassen kann, weil die Lehrkräfte ja gebraucht werden (und unterstützt das dezent, indem der Aufwand ein Nichtbestehen zu rechtfertigen für die Prüfer entsprechend komplizierter und zeitintensiver gestaltet wird- es soll ja nur um eine kriteriale Norm gehen..) oder nimmt man in Kauf, das möglicherweise gleich reihenweise Leute, die eben dieses halbe Jahr extra zu Beginn benötigt hätten in den Prüfungen dann durchfallen (in der Verlängerung stehen sie dem Land ja noch einmal bis Ende Dezember als günstige Vertetungskräfte zur Verfügung, ehe die dann entweder im 2.Anlauf bestehen oder eben erfolgreich verheizt sind)?

    Wenn ich von meinem Kurs ausgehe: Rund 10% mussten das erste Halbjahr verlängern, 85% der Verlängerer konnten nicht in den eigenständigen Unterricht entlassen werden (wären es aber wohl im neuen Kurs). Hätte man den Leuten einen Gefallen damit getan, wenn sie statt nach einem Jahr das Ref verlassen zu müssen die Prüfungen hätten antreten können, weil sie sich vielleicht doch noch berappelt hätten? Was ist mit den SuS, denen Lehrer zugemutet werden, die der Verantwortung unter Umständen tatsächlich (noch) nicht gewachsen sind, aus Gründen der politischen Fehlplanung aber sein sollen?

    Meinetwegen kann man die Privilegierung der süddeutschen Länder bei den Sommerferien gerne bei der nächsten KMK-Sitzung zu dem Thema beenden.

    Mir war bis eben gerade gar nicht bewusst, dass es eine solche gibt. Ich erinnere mich, dass zu meiner Schulzeit einige Jahre lang die Sommerferien nicht mehr fest Ende Juli waren, sondern alle Jahre verschoben. Fand ich als Schülerin eher lästig und anstrengend, weil der Rhythmus sich ständig verschoben hat. Irgendwann war das urplötzlich dann wieder weg (nach längeren öffentlichen Diskussionen über diese ungeliebten Verschiebungen) und es gab wieder den festen Termin Ende Juli. Tatsächlich bin ich bis gerade eben davon ausgegangen, dass alle BL seitdem einen festen Termin für die Sommerferien haben, nicht davon, dass abgesehen von BY und BW alle anderen BL noch brav weiter untereinander Sommerferientermine rollieren.

    Persönlich fände ich ja Sommerferien ab spätestens Mitte Juli optimal, würde aber immer unseren festen Termin Ende Juli wählen, wenn wir dafür auch weiterhin eben diesen festen Termin haben und nicht alle Jahre wieder einen um eine Woche verschobenen Starttermin. Mir ist aber bewusst, dass auch andere BL ganz gerne mal später Sommerferien hätten. Würdet ihr denn für insgesamt feste Termine plädieren oder eben nur dafür, dass alle BL an dem rollierenden System teilnehmen?

Werbung