Beiträge von CDL

    Ich frage eigentlich genau im richtigen Forum, nicht etwa Laien, sondern Profis. Wen sollte ich denn sonst fragen? Es geht auch nicht um Nebengeschäfte, sondern eher um das Hauptgeschäft und das damit verbundene Beamtengesetz.
    Es gäbe ja auch die Möglichkeit, die Tätigkeit anzumelden, daher frage ich vorab nach Erfahrungen.

    Und ganz ehrlich, dein letzter Satz stimmt genau. Wenn mir die Entlassung droht, wäre das ein Grund nebenbei nicht zu arbeiten. Wenn mir aber im extrem unwahrscheinlichen Fall, dass ich erwischt werde, eine kleine Geldstrafe droht, die ich aber in den Sommerferien schon dreimal erarbeitet habe, dann mache ich mir keine Sorgen. Das scheint mir auch keine unnormale Haltung zu sein, im Gegenteil. Weshalb wurde wohl eben wieder der Bußgeldkatalog angepasst.

    Die Wahrscheinlichkeit in einem Lehrerforum Profis im Umgang mit nicht angemeldeten Nebentätigkeiten und den daraus resultierenden beamtenrechtlichen Konsequenzen zu finden ist nun doch - zum Glück- eher gering. In jedem Fall brauchst du einen einwandfreien juristischen Rat und dafür sind wie bereits geschrieben wurde am Ende eben nicht Lehrer die Profis, sondern Fachanwälte für Verwaltungsrecht. Ruf deine Gewerkschaft an, frag nach einem guten Anwalt, den diese dir empfehlen kann und nimm das notwendige Geld für eine seriöse anwaltliche Beratung in die Hand. Danach hast du juristische Klarheit (möglicherweise samt gegebener Ermessensspielräume).

    EDIT: Und denk beim nächsten Blick in den Spiegel nochmal drüber nach, wie du glaubwürdig vor dir selbst SuS bestimmte Wertvorstellungen vermitteln und diese dazu anhalten willst, wenn du selbst nichts dabei findest aus pekuniären Interessen Recht und Gesetz zumindest mal zu deinen Gunsten zu beugen.

    Yesssssssssssssssss, nur noch morgen und dann Feriäääääääääääääään!!!!! Teebeutel falten klingt ja irgendwie sehr meditativ (oder nach fieser Akkordarbeit). Habt ihr da bevorzugte, bundeslandtypische Teebeutelformen @Palim ? Kleine Teeschiffchen fänd eich ja ganz putzig! (Kann ich die bei dir ordern, damit deine SuS bis Weihnachten basteltechnisch beschäftigt sind? :teufel: )

    Passend zum anstehenden Ferienbeginn meldet die Tagesschau gerade, dass es eine Hitzewarnung gebe für die kommenden Tage @lamaison . Der Sommer endet also nicht, wenn wir auch endlich frei haben. ;)

    Viele Begriffe- oft derselbe Inhalt. :weissnicht:

    Die Umsetzung in eine kooperative Gruppenarbeit ist doch eigentlich recht naheliegend. Gehen wir von einem Gruppenpuzzle aus: Jede Expertengruppe bearbeitet einen der Teilbereiche 1-3 (ggf. 2 Expertengruppen je Teilbereich), das wird in den Stammgruppen zusammengetragen, die dann gemeinsam noch- basierend auf ihren Erkentnissen und Lösungsansätzen- Bereich 4 bearbeiten. Da die dort erarbeiteten Lösugen sich dann unterscheiden, sammelt ihr diese dann nch einmal im Plenum/auf Plakaten/...
    Oder als Placemat: In jeder "Ecke" steht eine Frage- die Gruppenmitglieder arbeiten erst still an ihrer jeweiligen Frage, stellen sich dann ihre Ergebnisse gruppenintern vor und entwickeln dann gemeinsam Lösungsstrategien (Bereich 4).

    Wir haben das damals so makaber "Uni-Schach" genannt, weil er nicht der Einzige war, der sich nach der Zwangsexmatrikulation da runtergestürzt hat. ;(

    Was spricht dagegen, das zumindest heutzutage nicht mehr so despektierlich und menschenverachtend zu benennen?

    Konkret zur Vorbereitung: Wenn ich z.B. Arbeitsblätter vorbereite, darf ich Textabschnitte aus Büchern kopieren? Oder verschiedene Bilder etc. zusammenstellen?

    Ja, darfst du, allerdings nur im Rahmen der urheberrechtlichen Bstimmungen. Bezogen auf Bücher bedeutet das z.B., dass du pro Klasse un Schuljahr maximal 15% oder 20 Seiten (zuerst erreichte Grenze zählt) eines Werks kopieren und ausgeben darfst. Hier kannst du dich informieren über urheberrechtliche Bestimmungen bezogen auf Schule (die Checklisten fassen das recht übersichtlich und verständlich zusammen): https://lehrerfortbildung-bw.de/st_recht/urheb…bild/index.html (da das Urheberrecht bundesweit identisch ist, ist das BL hierbei nicht relevant.)
    In jedem Fall musst du immer auf deinen ABs die Quellen angeben, woher die von dir verwendeten Teile stammen (und zwar für jeden Textteil und jedes Bild- nicht, dass der Papa/die Mama von Anwalt ist und sich freut über die Steilvorlage...). Bei Bildern die du aus dem Internet verwendest achte darauf, dass diese zur nicht-kommerziellen Wiederverwendung (und ggf.Bearbeitung) frei gegeben sind (Sucheinstellungen entsprechend verändern). Wenn du Unterrichtsbesuche haben solltest im Rahmen deines Seiteineinstiegs achte bei der Verwendung von Musik darauf, diese nicht zu streamen, sondern als geakuftes Exemplar (analog/digital) zu besitzen (wurde bei uns z.B. bei den Sportlehrern explizit darauf geachtet, wenn diese Musik verwendet haben).

    Immer wenn es heißt: "Frau Lamaison, ich rufe IHNEN an", zuckt es bei mir innerlich. Aber ich kann ja nicht ganz BW verbessern. Die denken bestimmt, ich mache das falsch.

    Bei meinen ersten UBs steht in den Protokollen, dass ich reines Hochdeutsch spräche im Unterricht. Das hat die LBs derart fassungslos gemacht, dass sie das jedes Mal explizit vermerkt und auch angemerkt haben. Fanden sie sehr irritierend glaube ich den Blicken nach zu urteilen, konnten sie aber ja nicht sagen, ist ja kein Kritikpunkt, nur eher ungewöhnlich mitten im Schwarzwald. :lach:

    Ja, jetzt wisst ihr, warum wir immer die letzten sind bei den Sommerferien :Due Schüler und Lehrer müssen Anfang September noch alle beim Herbsten helfen. :D

    Ich meine, die Trauben werden tatsächlich geschält beim Blancs de Noirs (reine Handarbeit versteht sich, weshalb BW in den Weinregionen führend beim Kita-Ausbau ist - kleine Finger..- Sparschaeler *pfff* das kann ja nur von einem Nordlicht kommen 8) )

    Jein, sind geschälte rote Trauben, dadurch sieht das Ergebnis (fast) wie Weißwein aus, sind aber immer noch Rotweintrauben bei "Blanc de Noirs" (die Farbstoffe sitzen fast vollständig in der Schale, nicht im Saft). Der edle Name ergibt sich übrigens aus der eher unscharfen deutschen Bezeichnung, die es erlaubt den Wein als "Roséwein", "Weißherbst" oder in der Deutschschweiz auch als "Federweißer" zu vermarkten. Da das nicht besonders deutlich macht, dass sich eine Rotweintraube dahinter verbirgt (und ein gewisser Aufwand, der zusätzlich zum Gärprozess mit dem Schälen betrieben wird), wird der Wein eben gerne auch hierzulande als "Blanc de Noirs" vermarktet ("Weißes vom Schwarzen""), was völlig unmissverständlich eben auf den hellen Wein aus geschälten Rotweintrauben verweist.

    Und Kinder tragen auch kein Trauma davon, wenn bei einem Lehrer mal der Dativ nicht richtig angewendet wird oder ähnliches. Das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau.

    Wir sind in BW: Dativ können wir qua Dialekt wie eine Eins und der Genitiv ist bekanntlich dem Dativ sein bester Freund. :P

    Die meisten Englischlehrer sind keine Muttersprachler und machen bestimmt auch Fehler. Manchmal bemerke ich sie und korrigiere noch, manchmal bemerke ich sie nicht.

    Stimmt, ist bei Franz identisch oder anderen schulischen Fremdsprachen. Da wird aber im Ref durchaus auch sehr streng drauf geschaut. Kenne ein paar Mitanwärter, denen wahlweise geraten wurde das Ref abzubrechen, weil sie zwar gut genug Englisch /Französisch gesprochen haben für ein 1.Staatsexamen nicht aber für Schuldienst und 2.Staatsexamen oder aber bei den UBs en detail sprachliche Mängel vermerkt wurden mit der Empfehlung eines Aufenthaltes im Zielsprachenland in den Sommerferien etc. Das war gerade bei den 1.UBs bei allen Sprachlehrern ein riesen Thema und wurde bei allen explizit thematisiert. (Habe umgekehrt aber auch eine Kollegin -20 Jahre im Schuldienst - , die so schlecht Französisch spricht, dass sie den Unterricht hauptsächlich auf Deutsch hält. Habe im 1.Halbjahr viel hospitiert bei ihr und war ihr wandelndes Wörterbuch.)

    Meine 7er haben mir erklärt, dass ich zwar viel zu viele HA gebe und das ganze Begründen echt anstrengend sei in GK ("Können wir das nächstes Jahr weglassen ?"), aber sie mich auf jeden Fall im nächsten Schuljahr wieder als Lehrerin wollen. (Ist nicht so großartig, wie wenn alle den Abschluss schaffen, hat mich persönlich aber gefreut zu hören, da ich mir die Klasse schon gewünscht habe für kommendes Schuljahr.)

    Naja, für EINEN Punkt ...

    Ist isoliert nicht viel (für bestimmte Seminare hier in BW muss man sich unter 10 Punkten gar nicht erst bewerben, da es höchstens als Lottotreffer dennoch klappt), kann aber ja einfach nur ein Ergänzungspunkt sein, um wohnortnah zugewiesen zu werden. Wenn man keine großen Punkte rege hat zählt eben jedes solche Einzelpünktchen.

    Meinst du das ernst? Ist es nicht eher die existierende Realpolitik, von der sich viele nicht vertreten und abgehängt fühlen?

    Mein Fehler. Selbstredend entstehen Haltungen immer im luftleeren Raum und können - ob nun in Ost oder West-niemals nicht auch auf Prozesse in der Vergangenheit zurückgeführt werden, die durch Vorgänge in der Gegenwart ergänzt werden.

    Aus der heutigen Perspektive ist es so leicht, zu erwarten, dass 1933 die Bevölkerung hätte gegen Hitler aufstehen müssen.
    Aus der damaligen wäre das unverständlich gewesen.
    Die Dikatur wurde langsam, mit legalem Anstrich installiert, Propaganda färbte früh die öffentliche Meinung zu Oppositionellen in Gefängnissen und Lagern (mit passenden Bildern, das alle gut behandelt würden, was vor Übernahme der SS ja sogar noch einigermaßen stimmte). Getragen von der Begeisterung über den Rückgang von Arbeitslosigkeit, außenpolitischen Erfolgen, mit attraktiver Freizeitgestaltung und sozialen Googies für die Arbeiterschaft und mehr gefühlter Sicherheit wurde die Bevölkerung immer bereiter dazu, die Idee von der "Volksgemeinschaft" mitzutragen.

    Sich heute hinzustellen und zu fordern, dass man damals hätte wissen müssen..., zeugt von wenig Verständnis für den historischen Perspektivwechsel. Von heute aus besehen hätte man eine Menge anders gemacht als die Vorfahren.
    Meine Oma war begeistert im BDM dabei, sie konnte so dem strengen Regiment ihres Vaters entfliehen. Ich würde von mir nicht behaupten, dass ich das damals unter den damaligen Umständen anders gemacht hätte.

    Jaja, wusste keiner,oder wollte keiner wissen. Warum nur gab es dann trotzdem politischen Widerstand Einzelner? Und wie konnten gleich zwei Mitglieder meiner Familie im KZ landen, davon zumindest einer völlig klar als Folge seines Widerstands als aktives SPD-Mitglied im Raum Magdeburg? Waren vermutlich dieselben unerklärlichen, ahistorischen Gründe, die andere Mitglieder wegen ihres Widerstands ein paar Jahrzehnte später in SED-Haft als politische Häftlinge gebracht haben... Ein Glück ist die Erde so eine schicke monokausale Scheibe. Danke, dass ihr mich diesbezüglich erhellt habt.

    Es gibt viel zu wenige Hornhautspender. Insbesondere auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können durch Hornhauterkrankungen (z.B. Keratokonus) erblinden. Damit wären sie dauerhaft auf Hilfe angewiesen und die gesamte Lebensplanung ist eingeschränkt. Durch eine Hornhauttransplantation können sie ihr Augenlicht zurückbekommen.
    Ein kontaktlinsengroßes Stück der vorderen Hornhaut kann noch bis zu 72 Stunden nach dem Herz-Kreislauf-Stillstand entnommen werden. Dabei bleibt das Auge erhalten, der Defekt wird mit einer stabilen Kontaktlinse abgedeckt und die Augenlider werden wieder verschlossen, so dass man dem Gesicht des Verstorbenen nichts ansieht.

    Ist mir bekannt, habe selbst ein Familienmitglied, das bereits als Kleinkind eine Hornhaut-OP (wenngleich keine Transplantation) benötigt hat, so dass das Thema in der Familie war. Moralisch ist das insofern sehr eindeutig für mich, mein Kopf spinnt trotzdem und ich habe gelernt nicht einfach über so starke Gefühle hinwegzugehen in mir ist bedeutend gesünder für mich. Also habe ich das aktuell eben ausgeschlossen. Ändert sich vielleicht nochmal und selbst wenn nicht : Immerhin gehöre ich zu den wenigen Deutschen, die überhaupt einen Organspendeausweis haben (und das Gros der möglichen Entnahmen auch bewilligt hat).

    (...)
    Wenn ihr Tipps für die Aufregung habt, immer her damit :D (...) Ich habe das Gefühl, dass die Lehrer bei mir extra pingelig sind, und wirklich alles 100 Mal geprüft wird, weil ich "ja ein Migrationshintergrund" habe, was ich voll Schade finde, weil bei meinen Mitrefis gerne mal "Leichtsinnsfehler", REchtschreibfehler etc. übersehen werden. (...)

    Diese Erfahrung haben meine Mitreferendare mit Migrationshintergrund teilweise (betraf nur die weiblichen Anwärter und nur die mit türkischem Background) auch machen müssen an ihren Schulen. Das ist extrem schade, macht dich aber gleichzeitig zu einem wichtigen " Türöffner", denn dieselben Vorbehalte haben diese Lehrer realistischerweise auch SuS mit entsprechendem Migrationshintergrund gegenüber. Da kannst du manches in den Köpfen in Bewegung bringen.

    Was den Umgang mit der Aufregung anbelangt : Übung ist dein bester Freund. Im eigenständigen Unterricht jetzt sitzt nicht mehr in jeder Stunde jemand hinten drinnen, da kannst du dich auch mal in Ruhe ausprobieren und Sicherheit gewinnen. Wenn jemand drinnen sitzt, dann versuch nicht zu streng mit dir zu sein und dir nicht zu viel "jetzt muss es aber klappen" - Druck auch noch wegen des sprachlichen Ausdrucks zu machen. Ggf.konnen Übungen aus dem Bereich des autogenes Trainings helfen, um ruhiger bleiben zu können (die musst du dann aber regelmäßig machen, nicht erst am Tag x, damit es was bringt).

    Klingt nach einer etwas übertriebenen Reaktion, bei so einem kleinen Schnitzer (nicht deine, die des Kollegens). Verstehe ich gut, dass dich das verunsichert. Der Tipp von SchmidtsKatze ist insofern wirklich gut: Notier dir möglichst genau vor allem deine Gelenkstellen, aber auch Arbeitsanweisungen, damit du, wenn du nervös wirst direkt nachsehen kannst im Verlaufsplan. Da sich solche Formulierungen wiederholen wird sich das bestimmt schnell einschleifen. Trau dir selbst etwas zu und lass dich nicht zu stark verunsichern: Wenn es nur mal so ein kleiner Schnitzer ab und an ist, geht auch die gymnasiale Welt davon nicht unter. ;) Lehrer mit Migrationshintergrund sind so wichtig als Rollenvorbild für unsere SuS, also lass dich nicht entmutigen.

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