Beiträge von CDL

    @Frapper : In dem Fall passen dann eben Bildungsstudien (die völlig unmissverständlich zeigen, dass freie/offene Unterrichtsformen umso lerneffizienter sind, je leistungsstärker SuS sind und leistungsschwächere SuS vor allem von stark angeleiteten Unterrichtsformen profitieren) und in dem Fall deine Berufserfahrung zusammen. Natürlich müssen alle unsere SuS lernen möglichst selbstbestimmt zu arbeiten, um in ihrem im künftigen Leben tatsächlich auch eigenverantwortliche, mündige Entscheidungen treffen zu können. Insofern müssen wir alle unsere SuS an offenere, freiere Unterrichtsformen heranführen. Im Idealfall aber dann eben nicht ideologisch verbrämt, sondern tatsächlich so, wie es dem Lernfortschritt unserer SuS gerecht wird.
    Die Gemeinschaftsschulen hier in BW halte ich deshalb - von den wenigen Ausnahmen, die tatsächlich die Klientel für eine gymnasiale Oberstufe haben und diese deshalb an zwei (sic!) GMS genehmigt bekommen haben- methodisch für völlig verfehlt. Nicht, weil die Methoden an sich falsch wären, aber weil eben diese Art, Methodik vor pädagogische und didaktische Überlegungen zu stellen wie diese Schulform es vorgibt faktisch ad absurdum führt, was man schon den kleinen Praktikanten in ihrem ersten Schulpraktikum beibringt: Den Unterricht von den Zielen und Kompetenzen her zu planen, nicht ausgehend von einem Material oder einer Methode. Ich empfinde es als unverantwortlich, wie da mit der Zukunft und den Bildungsbiographien von SuS umgegangen wird, die als Hauptschüler überproportional häufig sowieso schon marginalisierten Gruppen entstammen. Ich weiß von einem Großteil der Lehrbeauftragten an meinem Ausbildungsseminar, dass diese das ähnlich sehen, auch wenn sie es uns in den Kursen nur indirekt (--> Fachliteratur über die Korrelation offenen/geschlossenen Unterrichtsformen und das Leistungsvermögen von SuS lesen lassen) vermitteln konnten und sich zu direkten Fragen mit Verweis auf entsprechende Vorgaben nicht äußern durften (aber sehr heftig genickt haben an entsprechenden Stellen unserer Anwärterdiskusssion, der sie dann nur "beiwohnten").

    Ach was, ich bin das totale U-Boot an meiner Schule und falle niemals-nicht auf..

    Bis die "Spitzentechnologie" dann auch das letzte Schülchen im tiefen Schwarzwald erreicht hat, ist sie vermutlich schon wieder völlig veraltet oder es dauert zumindest Jahre, ehe für den Einsatz erforderliche Zusatzgeräte an der Schule vorhanden sind. (Beispiel Apple TVs: Praktische kleine Dinger eigentlich, hätte man nur das passende Endgerät in der Schule oder zufällig versehentlich privat ein passendes Endgerät..)

    Gebe günstig gutes und neuwertiges Arbeitsmaterial ab. Hefte zwischen 1-5 Euro. Titel und Bilder per Mail.

    Details könnten ja die Chancen erhöhen, dass sich tatsächlich jemand melden möchte. Dann zwar nicht "per Mail" (ohne Adresse schlechterdings nicht möglich), aber vielleicht ja per forumsinterner PN. ;)


    Die folgenden Hinweise abzuarbeiten und hier im Thread einzustellen könnte zielführend sein:

    Ich hätte gern das eine da, das gute. Fach, Schulart, Klassenstufe, Verlag oder gar Titel sind eigentlich nebensächlich :D


    Ansonsten hätte ich gerne 3x für mein Lieblingsfach, dann noch 4x für mein "manchmal fremdel ich mit dir, aber ich find dich sauspannend"-Fach und last but not least diesen einen fremdsprachigen super-duper-Titel, den ich schon immer nicht wollte und jetzt besonders günstig ergattern kann. Gerne per PN Bilder, Titel und einen Gesamtpreis senden. Dankääääää. :P

    Da muss ich Buntflieger zustimmen: In BW gilt für die Gemeinschaftsschulen ein eingenständiges, vom KuMi verpflichtend gesetzte Methodencurriculum (das schulintern dann natürlich noch geschärft werden kann und muss), das äußerst zielscharf an den Bedürfnissen der Hauptklientel- G-Niveau-Schülern (= HS/WRS)- vorbeigeht. Wer dort tätig ist, muss also freie Unterrichtsoformen umsetzen, auch wenn die eigene Klasse davon ggf.völlig überfordert ist (wie mir viele Mitanwärter, die an GMS tätig sind immer wieder schildern, die verzweifelt Wege suchen, dennoch ihren SuS lerneffizienten, halbwegs bedürfnisgerechten Unterricht zu bieten. Wenig überraschend kenne ich in meinem Kurs absolut niemanden, der/die an einer GMS ausgebildet wird und auch tatsächlich freiwillig nach dem Ref wieder dorthin will, lediglich schlechtere Schnitte haben die Anwärter bewogen sich auch dort zu bewerben, um sicher eine Stelle ab Herbst zu haben.)

    Nutzen: 1. Ertrag, Gewinn; 2. VorteilBedeutung: [...] 2. Wichtigkeit; 3. Ernst; 4. Tragweite
    Zitiert aus: WAHRIG. Deutsches Wörterbuch.

    Und mit diesem Auszug, der meine Aussage ja belegt, möchtest du mir was sagen?


    Zitat von andramoiennepe

    Dass der Staat auch unter ökonomischen Gesichtspunkten schulpolitische Entscheidungen trifft, ist ja durchaus legitim (z. B. weil man glaubt, durch die Einführung eines neuen Faches "Wirtschaft" was auch immer zu erreichen). Hinter diesen Entscheidungen steht aber nicht die Frage nach der Bildung im Sinne einer Persönlichkeitsbildung oder (für Gymnasien) nach der Studierfähigkeit und Wissenschaftspropädeutik.

    Ökonomische Mündigkeit ist dir ein Begriff? Geht Hand in Hand mit der politischen Mündigkeit, die im Rahmen des Politik-/Gemeinschaftskundeunterrichts erzielt werden soll. Kann man im Rahmen eines Faches mit entsprechend mehr Stunden machen oder mittels zwei Fächern. Am Ende zählen die Inhalte und diese erachte ich durchaus für zentral auch und gerade an Gymnasien. Führt aber zu weit weg vom eigentlichen Thema des Threads.

    Ich würde schon einen Unterschied sehen zwischen dem Nutzen (ökonomisch-technische Betrachtung) und Klafkis Begriff der Bedeutung (existenzielle Betrachtungsweise). Bin aber kein Klafki-Experte.

    "Nutzen" ist aber doch nicht nur ökonomisch besetzt. Darüber hinaus sind auch ökokomischen Überlegungen und ökonomische Nutzenabwägungen nicht irrelevant oder zu verpönen, wenn man über die Zukunftsbedeutung eines Lerninhalts für den Schüler nachdenkt.

    Meiner Kenntnis nach müssen Kindererziehungszeiten nachgewiesen werden, um anerkannt werden zu können und werden dann auch nur im nachgewiesenen Umfang, bis zu 3 Jahren pro Kind (maximal 6 Jahren bei 2 und mehr Kindern) anerkannt. Für alle BL habe ich diesen Überblick gefunden. Die Altersgrenze wurde 2015 meine ich in NRW angepasst, die gesetzliche Grundlage wo es steht dürfte sie wohl nicht entscheidend geändert haben:

    Laufbahnverordnung (LVO) regelt die Altersgrenze und die Ausnahmen:
    - Schwerbehinderung § & Abs. 3 LVO) –bis 43. LJ
    - Wehr-, Zivildienst (§ 6 Abs. 2 a LVO) –Umfang der Verzögerung
    - Freiwilliges soziales Jahr (§ 6 Abs. 2 b LVO) –Umfang der Verzögerung
    - Geburt und Kinderbetreuung unter 18 J. (§ 6 Abs. 2 c LVO) –bis zu 3 Jahren pro Kind; max. 6 Jahre
    - Pflege naher Angehöriger (§ 6 Abs. 2 d LVO) –zusammen mit Kinderbetreuung höchstens 6 Jahre Überschreitung der Altersgrenze

    Also 42 + nachgewiesener Umfang der Kindererziehungszeiten (maximal 6 Jahre) + 10 Monate Zivildienst.

    Ja, das ist mir klar, dass das der Ansatz sein sollte. Nur bewerte ich das bei all diesen Fächern eben auch dann anders, wenn man lediglich Kosten-Nutzen-Relationen erstellen möchte. Diese Abwägung spricht wie ich meine eben immer für diesen Fächerkanon. Wie man "Kosten" oder "Nutzen" definiert ist schließlich nicht vorgegeben.

    Wer sich auf das Niveau herabbegibt, lediglich direkte Kosten-Nutzen-Relationen aufzustellen, wird zu dem Ergebnis kommen (bezogen aufs Gymnasium):- Religion verzichtbar
    - Sport verzichtbar
    - Mathe in der Oberstufe für 2/3 der SuS künftig verzichtbar
    - Auseinandersetzung mit Literatur überhaupt (in allen Sprachen) verzichtbar (Allerdings nur, wenn man noch nie etwas von Schiller gehört hat: Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt [=sich mit Dingen beschäftigt, mit denen er sich nicht beschäftigen muss, sondern will!])
    - Bio, Chemie, Physik in der Oberstufe: für 3/4 verzichtbar
    - Gesellschaftswissenschaften: verzichtbar (es besteht ja keine Wahlpflicht in D, also muss man sich auch nicht mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen befassen und aus der Geschichte auch nichts lernen)

    Halte ich für unzutreffend, da es gerade in der gymnasialen Oberstufe um das Erlangen einer allgemeinen Hochschulreife geht und damit das Recht sich erst spät entscheiden zu dürfen, was man studieren möchte, da wenigstens eine ausbaufähige Basis vorhanden ist.

    - Religion: eine Frage der persönlichen Überzeugung, spätestens, wenn man das Feld um Ethik erweitert sollte klar sein, dass die damit verbundenden Wertediskusionnen absolut relevant sind auch noch in der gymnasialen Obestufe, wo entsprechend vertiefter diskutiert werden kann, andere Texte zugrundegelegt werden können, etc.
    - Sport: Deutschland wird dicker, aber Sport soll weg?!? Wenig ökonomisch gedacht, der individuelle Preis in Form gesundheitlicher Probleme übersteigt vermutlich die Kosten fürs Gesundheitswesen die daraus folgen.
    - Literaturunterricht= Kulturunterricht. Auch unter einer simplen Kosten-Nutzen-Relation durchaus interessant, um eine bestimmte Art der Auseinandersetzung mit Fremdheit, Sprache und Kultur zu schulen, die zu leisten ist spätestens beim 1.Auslandssemester oder gar einem Job im Ausland.
    - MINT: Allgemeine Hochschulreife!!! Abgesehen davon hilft es im Leben ja an unglaublich vielen Stellen ein wenig besser zu verstehen, wie was warum infolge welcher Naturgesetze und Kräfte funktioniert, sei es im eigenen Körper oder aber in der Umwelt. Mag dann vielleicht eher eine mittel-langfristige Kosten-Nutzen-Rechnung sein, wer aber mehr selbst weiß, auch Grenzen eigenen Wissens unter Umständen besser einzuschätzen gelernt hat, muss weniger Dummheiten bei Wikipedia und Co.aufstöbern, um erst aus Fehlern zu lernen.
    - Gesellschaftswissenschaften: Ach geh, hast recht. Braucht keiner. Muss ja keiner lernen sich differenzierter mit der Argumentation von Feinden der Demokratie von links- oder rechtsaußen auseinanderzusetzen, um diese zu entlarven. Irgendjemand kann das bestimmt in der eigenen sozialen Blase und wird einem schon sagen, wie die Welt funktioniert und am besten noch, bei wem man am sinnvollsten das Kreuzchen macht am Ende. Mündigkeit ist ein Arbeitsprozess, der ganz klar Ende Klasse 10 schlagartig, umfassend und ausnahmslos erreicht ist- vor allem bei den angehenden Abiturienten. Denen fällt das qua Geburtsrecht ja eh zu in unserem Bildungssystem..


    EDIT: Was das Sommerloch doch für Blüten mit sich bringt in so einem Lehrerforum. 8)

    Ich weiß nicht, ob ich noch im korrekten Thread bin, aber *mooooooooooooooootz* seit einer Stunde hat auch unser Aufzug im Haus "hitzefrei": Alle Jahre wieder, wenn das Thermometer den 2.oder 3.Tag in Folge deutlich die 30 Grad-Marke überschreitet, begibt dieser sich in einen gemütlichen Urlaub, der in den kühlen Morgenstunden wieder kurzzeitig endet, nur um am Nachmittag erneut zu beginnen. "Kurzstunden" für Aufzüge wenn man so will (ihr ahnt vielleicht, wie das im letzten Sommer hier im Haus lief bei zwar nur 4 Wohnstockwerken, der erste Stock aber aufgesetzt auf ein altes Fabrikgebäude und damit faktisch der 2.Stock und die Familien im Haus wohnen natürlich gaaaanz oben, Nachbarin zeitweise an Krücken, Waschmaschinen im 2.Untergeschoss..). Und ich Bachel hab vorhin nur die erste Hälfte der Getränke nach oben geschafft. :autsch:

    wer oder was ist weg?

    Das Eingangspost der TE war kurzzeitig verschollen, wohl in Änderung begriffen und musste dann wegen des beinhalteten Links erneut schnell von einem Mod freigegegeben werden.

    Wäre die Lage an meinem Seminar bzw.mit meinen Seminarleuten nicht so eindeutig hätte ich das auch nicht ausfüllen können. Da ich nur im oberen Bereich differenzieren müsste im Prinzip, kann ich da auch einen Mittelwert vertreten.

    Beziehungsarbeit? Starren sie dir auch in die Augen?

    :rotfl: Achtung, Feindkontakt steht unmittelbar bevor. :victory: (Verrückterweise kommuniziere ich verbal aktiv mit meinen Schülern und hebe mir die "Blickduelle" für nonverbale Ermahnungen auf.)
    _________________


    Nachts alles auf, was sich öffnen lässt. Spätestens ab 7 Uhr dann alles zu und Rollo runter, damit die Wohnung lange kühl bleibt bzw.noch ist, wenn ich heimkomme (klappt an den meisten Tagen super, heute kommt das an Grenzen). Zwischendurch wenn ich mit dem Hund raus muss selbst die Füße in den Kanal halten- Frau Hund liegt bäuchlings schlabbernd drinnen- oder durchlaufen und abkühlen und wenn es ganz dicke kommt wie letzes Jahr, dann gehe ich auch schonmal eine Runde "spazieren" mit meinem Hund im Tiefkeller, der hat zuverlässig höchstens 22 Grad Celsius und ist seeeeeeeehr erfrischend, wenn es draußen nur noch bratzelt. Ach so und viiiiiiiiiiiiiel Wasser und lauwarmen, ungesüßten Kräutertee nicht trinken, sondern saufen.


    Hast du Optimierungsvorschläge?

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