Beiträge von CDL

    ^^^Habe ich absolut kein Problem mit. Finde ich sogar gut, wenn man das so sieht und fördert, wie von dir umschrieben:

    Zitat von keckks

    sogar eher mehr. man kann das auch mal vom individuum her denken: den einzelnen in seinen stärken möglichst umfassend stützen und fördern, auch in bereichen, die wenig oder keinen kommerziellen erfolg oder eine verbesserung der jeweiligen "humanen ressource" aka des arbeitnehmers versprechen.

    Das Wörtchen "Nachteilsausgleich" hat in dem Kontext aber einfach gar nichts verloren. Das verweist auf einen festgelegten Zusammenhang, in dem man es belassen sollte. Ich denke, dahingehend besteht auch keine Divergenz zwischen unseren Positionen.


    Es kann einfach nicht sein, dass die Lehrer die ich kenne eine absolute Ausnahmen sind in Hinblick auf Freiheit, Freizeit und Vergütung. Da meckert keiner. Der längste ist 6 Jahre dabei.
    Wenn ich höre, dass jemand an der Grundschule mit Sonderpädagogik so viel Zeit hat, dass sie nicht weiß was sie damit anzufangen hat und deshalb die Begründung abgibt jeden Tag zum Sport zu gehen dann frage ich mich ..wie kann das sein? Es sind doch nicht meine Aussagen. Es sind Aussagen von Lehrern. Gerade im Flugzeug noch einen Englischlehrer kennen gelernt auf den Weg nach Malle am Freitag "achh heute kurz Stunde getauscht, kurz ne Arbeit schreiben lassen und das war's dann bin ich gefahren!"

    Das sind eure Kollegen die das raushauen auch nicht ich.

    Meine Kollegen hauen sowas nicht raus, die wissen alle, was sie arbeiten, wann sie wieviel leisten und dass Schulferienzeiten, soweit sie überhaupt tatsächlich freie Tage beinhalten, der dringend notwendige Überstundenausgleich sind. Schwarze Schafe gibt es aber halt immer und in allen Berufen (und die sind nunmal in keinem Fall repräsentativ für die gesamte Branche)- wer sich einen bequemen Schlappen machen will, korrekturarme Fächer hat, sich vor jeder Zusatzaufgabe erfolgreich zu drücken versteht (gibt ja KuK, die noch mehr machen können), Elterngespräche so unkooperativ führt, dass diese sich Nachfragen abgewöhnen, Klausuren so einfach stellt, dass kein SuS sich beschweren könnte (die Noten stimmen ja, was will man mehr), im Idealfall auch noch keine Abschlussprüfungen abnimmt und bitte, um Gottes willen sich bloß nicht weiterbildet um in seinen Fächern auf dem Laufenden zu bleiben oder gar besseren Unterricht zu machen, der wird auch im Schuldienst seine Lücken finden ungeachtet der hohen Arbeitsverpflichtung. Wie schön, dass du gleich mehrere dieser Exemplare gefunden zu haben scheinst und deren Äußerungen unkritisch übernimmst. Sehr weise, derart unreflektierten Käse ausgerechnet in einem Lehrerforum zum Besten zu geben und dich zu wundern, dass du damit keinen Punktsieg landest. Gelungene Polemik auf jeden Fall. Als Einstand in einem echten Lehrerzimmer würde ich davon eher abraten..
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    Die reale Arbeitszeit realer Lehrer war das Thema meine ich..

    Musiker müssen auch opferbereit sein und ein Musikinstrument zu erlernen darf man durchaus als ebenso hohes Kulturgut ansehen, wie sportliche Betätigung- wo bleibt da der analoge "Nachteilsausgleich" für junge Musiker? Wer fördert unsere Künstler angemessen? Warum sollten nicht junge, herausragende Mathematiker oder kleine Sprachgenies oder herausragende junge Handwerker Boni auf ihre Abschlussnoten erhalten zum Ausgleich für ihre Liebe und ihr großes Engagement für ihr Hobby? - Wirklich gute Gründe, warum gerade Sportler diese Vorteile erhalten sollen gibt es nicht. Wenn man sie dennoch gewähren möchte, sollte man begrifflich zumindest nicht vom Schwerbehindertenrecht profitieren wollen, so es nicht um tatsächlichen Nachteilsausgleich eines zufällig auch paralympisch engagierten Schülers geht.

    Der Duden definiert "Gender" wie folgt:

    Geschlechtsidentität des Menschen als soziale Kategorie (z. B. im Hinblick auf seine Selbstwahrnehmung, sein Selbstwertgefühl oder sein Rollenverhalten)

    Realistischerweise ist ein 3.Geschlecht nur für diejenigen Intersexuellen zumindest potentiell von Interesse, deren Geschlechtsidentität sich im Mann-Frau-Schema nicht abbilden lässt (was nunmal nicht für alle derart Geborene der Fall ist). Damit ist Biologie am Ende nicht der zentrale Grund für ein 3.Geschlecht, sondern eben gerade die Geschlechtsidentität und damit eben "Gender" als Kategorie. Das BVerfG begründet dazu, dass das Geschlecht mehr sei, als reine Biologie und von sozialen und psychischen Faktoren (vgl.Definition von "Gender") mitbestimmt werde.

    man bekommt den nta, wenn man in bayern z.b. lang genug während des besuchs der oberstufe auch in einem (bundes?)kader war. das macht sehr viel sinn. ohne sowas ist leistungssport praktisch ausgeschlossen, außer man macht es wie der ostblock und die usa und schickt die betreffenden praktisch einfach nicht mehr zur schule. da ist gottseidank die schulpflicht vor.

    Mag ja sein, dass es teilweise der einzige Weg ist junge Leute dazu zu motivieren sich entsprechend intensiv während ihrer Leistungsjahre dem Training zu widmen. Dennoch geht es am Ende eben nicht um einen "Nachteilsausgleich", sondern faktisch um eine Vorteilsnahme. Letzteres würde man jedem behinderten Menschen vorhalten, der mehr, als nur faktische Nachteile ausgeglichen haben wollen würde. Warum also sollte jemand, der einfach nur Leistungssport semiprofessionell betreiben möchte derartige Vorteile erhalten? Gesellschaftlich und moralisch ist das vollkommener Mist. Politisch erwünscht aber allemal, schließlich sind solche Sportler und ihre Medaillen halt gut, um sich zu profilieren.

    Das führt für mich allein schon aufgrund der Begrifflichkeit den Sinn und die Ziele eines Nachteilsausgleichs ad absurdum. Wer das gewähren möchte sollte so ehrlich sein es "Sportlerbonus" zu nennen und sich ggf.aufkommenden Debatten um derartige Vorteilsgewährung zu stellen.

    Ich konnte bislang weder im Grundgesetz noch im Schulgesetz den Terminus "Gender" finden.

    Verstehendes Lesen des GG hilft ganz enorm. Alternativ einfach mal unterstützt durch diese Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts die Artikel 1, 2 und 3 des GGs nochmal nachlesen. Ignoranz ist bestimmt was Feines, entbindet dich als Beamten aber glücklicherweise nicht von der Pflicht die entsprechenden Gesetze ungeachtet deiner persönlichen Überzeugungen zu beachten.

    Und damit es am Ende nicht daran scheitert einen Link anzuklicken:

    Beschluss vom 10. Oktober 2017
    1 BvR 2019/16
    Die Regelungen des Personenstandsrechts sind mit den grundgesetzlichen Anforderungen insoweit nicht vereinbar, als § 22 Abs. 3 Personenstandsgesetz (PStG) neben dem Eintrag „weiblich“ oder „männlich“ keine dritte Möglichkeit bietet, ein Geschlecht positiv eintragen zu lassen. Dies hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts mit heute veröffentlichtem Beschluss entschieden. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG) schützt auch die geschlechtliche Identität derjenigen, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen. Darüber hinaus verstößt das geltende Personenstandsrecht auch gegen das Diskriminierungsverbot (Art. 3 Abs. 3 GG), soweit die Eintragung eines anderen Geschlechts als „männlich“ oder „weiblich“ ausgeschlossen wird. Der Gesetzgeber hat bis zum 31. Dezember 2018 eine Neuregelung zu schaffen. Gerichte und Verwaltungsbehörden dürfen die betreffenden Normen nicht mehr anwenden, soweit sie für Personen, deren Geschlechtsentwicklung gegenüber einer weiblichen oder männlichen Geschlechtsentwicklung Varianten aufweist und die sich deswegen dauerhaft weder dem männlichen, noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen, eine Pflicht zur Angabe des Geschlechts begründen. (...)

    Nein, das Wort "Gender" steht dort nicht. Von einem Akademiker darf man erwarten, dieses größere Thema anhand des Kontextes zu erkennen.


    Vielleicht sollte der Besuch konfessionellen Religionsunterrichtes verpflichtend ergänzt werden um einen Ausbau der Staatsbürgerkunde an den Schulen. Da scheint es offenkundige Mängel zu geben selbst beim Personal..

    Alternative: du zahlst die Sitzungen komplett privat, dann bekommt gar niemand was davon mit.

    Ich vermute, dass das die einzige halbwegs saubere Lösung ist, ohne auf eine notwendige gesundheitliche Versorgung verzichten zu müssen. Von einem A12-Gehalt lässt sich das nach dem Ref normalerweise auch unproblematisch finanzieren einmal wöchentlich einen Therapeuten privat zu fianzieren.

    ^^Das hat gestern auch bei mir einige Fragen aufgeworfen. Allerdings muss sich auch ein katholischer Religionsunterricht hierzulande grundsätzlich an die Werte halten, die das Schulgesetz/Grundgesetz als Rahmen vorgeben. Insofern wird das auf schulischer Ebene mit Sicherheit nicht ganz so problematisch sein.

    Das liest sich, als würdest du den UB von Inhalten und Methoden her planen, nicht ausgehend vom Unterrichtsziel oder täuscht das? Was wären denn die Ziele der UB-Stunde (also was sollen die SuS am Ende dieser Stunde wissen oder können, was sie vorher nocht nicht wussten oder konnten)? Welche Kompetenzen sollen in der gesatmen Einheit angebahnt werden ("Piraten im Deutschunterricht" ist ja weder ein Ziel, noch eine Kompetenz)?

    (...) Sozialwissenschaften wird NIE dein "Erstfach".(...)

    Aaaaaach, das könnte es aber ja werden: Andere Schulform und/oder anderes BL und schon lassen die Träume des TE sich realisieren. Ich bin theoretisch Lehrerin für Wirtschaftslehre, Gemeinschaftskunde und Französisch. Praktisch habe ich eine Französischgruppe und tobe mich ansonsten in Wirtschaft und GK aus. Das kann zwar je nach Schule auch anders ausssehen, aber mit Wirtschaftslehre gehöre ich zu den aktuell noch wenigen Lehrern an der Sek.I in BW, die das Fach nicht fachfremd unterrichten, da werde ich also noch ein paar Jährchen lang mit Sicherheit einige Klassen mehr haben, als in meinen anderen beiden Fächern, weil die Mehrheit der Kollegen gar nicht mal soooo scharf darauf ist, sich fachfremd einzuarbeiten in dieses Fach.

    Ab in die Sek.I lieber TE und wenn das nicht reicht: Willlkommen im Ländle. :wink_1:

    Mein Kopf ist grad zu verschnupft, um mir das Dokument komplett zu Gemüte zu führen, wie ich gestern nachmittag gemerkt habe, tut mir leid. Für mich klingt das aber so, als solltest du dich vielleicht einfach mal von deiner Gewerkschaft beraten lassen. Denen kannst du dann nämlich auch dein konkretes Angebot vorlegen, damit die Gewerkschaft dieses einordnen kann.

    Das sollte sich doch mittels eines simplen Anrufs/einer Mail bei der Studienberatung klären lassen, dann bist du auf der sicheren Seite, was genau diese Universität bei exakt dieser Anforderung erwartet.


    Alternativ:

    Und grundsätzlich, warum kannst du nicht beides einbringen? Ich möchte gerne Lehrer werden, weil ... Die Fächer .... liegen mir besonders, da ... ?

    Das mit Reli und der fehlenden Taufe hatte ich glatt überlesen: Wenn du tatsächlich über andere Fächer nachdenkst, dann vielleicht nicht nur Bedarfsprognosen zugrunde legen, sondern vorhandene Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Kirche und Religion scheinen da bislang keine Rolle zu spielen (wobei der Taufstatus täuschen kann), was ein Religionsstudium nicht gerade begünstigt.

    Ich lese aus deinem Beitrag (und auch anderen Beiträgen) ehrlich gesagt grad vor allem eine immense Angst heraus tabularasa, welche Konsequenzen deine Entscheidung haben könnte und ob du am Ende dann auch sicher eine Stelle finden wirst. Das kann ich gut verstehen vor dem Hintergrund der von dir geschilderten Erfahrungen bei der Arbeitssuche und der familiären Verantwortung, die du trägst. :troest: Solange aber kein absolutes Mangelfach zu deinen Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten gehört und du bereit bist die Zeit zu investieren, die das Studium dann noch erfordern wird, wird es eben keine Garantien geben können. Da bleibt dir an einem bestimmten Punkt nur ins kalte Wasser zu springen, loszuschwimmen und für dich und dein Ziel zu kämpfen, notwendige Kompromisse (z.B. beim Wohnort) einzugehen, etc. Unbefriedigend, ich weiß, aber eben die Realität.

    Link zur Quelle? (Macht es leichter, den Text zu verstehen, wenn man nicht nur von dir ausgewählte Auszüge lesen kann, sondern bei Bedarf den Kontext kennt und ist ganz nebenbei auch guter wissenschaftlicher Standard Zitate nicht ohne Quellennennung zu verwenden..)

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