Beiträge von CDL

    Ein weit verbreitetes Missverständnis in linken Kreisen ist, das Grundgesetz sei eine unumstössliche Konstante. Das ist es nicht. Das Grundgesezt widerspiegelt den Wertekonsens der Deutschen und wird im Idealfall von einer Mehrheit getragen. Die Werte einer Gesellschaft unterliegen stetem Wandel und so ist auch das Grundgesetz wandelbar. Ein besonders markantes Beispiel wird wohl die sogenannte "Drittstaatenregelung" sein, eine einschneidende Änderung des Artikel 16 GG.


    Einfach mal einen Blick in Art.79, 3 GG werfen. Nennt sich auch "Ewigkeitsklausel" oder "Wesensgehaltsgarantie". Hat gar nichts mit "linken Kreisen" zu tun, nur mit Verfassungsprinzipien.


    Müsste also die Alterhöchsgrenze nur bei der Verbeamtung auf Widerruf nicht erreicht worden sein oder auch noch bei der Verbeamtung auf Probe?

    Da das vermutlich für dich ein Thema ist: Kindererziehungszeiten, Grundwehrdienst/Zivildienst oder auch Zeiten der Pflege eines nahen Angehörigen verschieben die Altersgrenze nach hinten. Sollte einer dieser Gründe für dich relevant sein könne, würde ich dir eine Beratung durch deine Gewerkschaft empfehlen. Die können dir anhand deiner individuellen Situation sehr genau sagen, welche Altersgrenze dann tatsächlich in deinem BL für dich gelten wird zum Zeitpunkt einer Verbeamtung auf Probe..

    Urdemokratische Grundhaltung wäre zunächst mal zu akzeptieren, dass die AFD eben auch gewählt wurde, auch wenn einem selbst das nicht gefällt.

    Da liegt ein Missverständnis zur Natur der Demokratie vor: Diese erwartet mitnichten von ihren Bürgern sich mit einer bestimmten Partei abzufinden, lediglich das demokratische Wahlergebnis an sich muss akzeptiert werden. Nachdem die AfD in allen Landesparlamenten, dem Bundestag und dem Europaparlament sitzt, darf man dieses demokratische Grundprinzip getrost als erfüllt betrachten und das obgleich weite Teile der AfD - der konstant stärker werdende nationalistische Flügel, wie auch die Jungen Alternativen- klar rechtsradikal sind und damit gegen fundamentale, unumstößliche Werte unserer Grundgesetzes verstoßen. Wer allerdings dieses Grundgesetz nicht achtet, wird von diesem auch nicht geschützt (nennt sich wehrhafte Demokratie), nicht grundlos werden die genannten Teile der AfD vom Verfassungsschutz beobachtet. Vor diesem Hintergrund bin ich dankbar für jeden Bürger eines jeden Bundeslandes, der/die sich nicht einfach mit Wahlergebnissen abfindet, sondern auf demokratischem Weg gegen ein Aushöhlen des Grundgesetzes infolge eines weiteren Erstarkens der AfD kämpft. Genau das ist es, was eine urdemokratische Grundhaltung mit sich bringt und unser GG auch von jedem von uns fordert.

    Kann man anders sehen- hat dann aber unter Umständen nicht mehr viel mit den Werten unseres Grundgesetzes zu tun. Und nur das ist die Basis meiner demokratischen Grundhaltung.

    Nö, mag praktisch sein, ist aber auch ökologischer Wahnsinn mit diesen Wegwerftüchern. Feucht wischen bindet Staub am effektivsten (alte Allergikerregel- empfiehlt einem jeder Pneumologe) und die Lappen kann man in der Maschine waschen und wiederverwenden.


    Der User nach mir mag den Geruch frisch gewaschener Wäsche.

    Ich hatte schon beim letzten Mal als du meine entsprechenden Aussagen in dieser Weise kommentiert hast verstanden O.Meier, dass du Religionsunterricht für Unfug hältst. Kann man so sehen, muss man aber ja nicht. Dem interkulturellen Dialog hilft es meiner persönlichen Erfahrung (aus der Migrationsarbeit) nach an dieser Stelle jedenfalls keinesfalls, wenn man sich auf diesen Standpunkt stellt. Auch das kann man natürlich anders sehen, ich handle auf der Basis meiner Arbeitserfahrung in diesem Bereich und mache sehr gute Erfahrungen im Arbeitsalltag damit, weil bestimmte Schüler sich mir gegenüber anders öffnen, anders das Gespräch suchen und dann aber teilweise durchaus auch offen sind für Hinweise meinerseits z.B. bzgl.Trinken im Hochsommer in der Prüfungszeit, weil sie umgekehrt wahrnehmen, dass ich ihrem Glauben wertschätzend gegenübertrete. Mir ist das im Ergebnis wichtiger.

    Aber Leute wie Du sind eben auch nicht besser mit ihren diffusen Ängsten. Und ja, auch "die Sachsen" werden oft genug irgendwie gefunden. Das ist euer grundsätzliches Problem: Ihr könnt euch ja selbst untereinander schon nicht riechen. Wie soll man denn da mit hundertausenden von Flüchtlingen und dem Rest der Europäer erst klarkommen.

    "Eurer"/"Ihr" = Pauschal mal von Krabappel auf Sachsen geschlossen. Liest sich jedenfalls auch mit ausreichender Lesekompetenz so.



    Schreib doch jetzt einfach mal, wovor Du Dich genau fürchtest.

    Der Beitrag auf den du dich meine ich beziehst kam nicht von mir, sondern von Krabappel. Jetzt gerade fürchte ich nur eine fruchtlose, polemische Diskussion, die nichts bringt. Meine persönlichen Befürchtungen zu welchem Thema dann auch immer versachlichen das sicher nicht.

    Rückmeldebögen gibt es bei uns nicht. Das, was es gibt, ist intransparente Ankreuzbögen - du weißt hinterher nicht mal, was vom Angekreuzten nun gut und was schlecht war. Lediglich die Zielvereinbarungen sind konkret formuliert.

    Kriteriengeleitet nach wissenschaftlichen Maßstäben ist hier gar nichts. Natürlich gibt es Leitgedanken und blumige Ziele (dem humanistischen Bildungsgedanken entsprechend), aber konkrete Kriterien eben nicht.

    Was für Ankreuzbögen? Habt ihr keine Wortprotokolle? Und was ist mit der Broschüre des Landes zu den Bewertungskriterien im Vorbereitungsdienst, habt ihr die nicht bekommen? Sehr ominös..

    Du fragst ja gar nicht, Du findest nur einfach alle blöd, die die AfD wählen. Und fürchtest Dich diffus ... ja, vor was eigentlich?! Das sich diffuse Fürchten ist ja einer der Punkte, der den AfD-Wählern immer wieder vorgeworfen wird, es gäbe doch gar nichts diffus zu fürchten. Aber Leute wie Du sind eben auch nicht besser mit ihren diffusen Ängsten. Und ja, auch "die Sachsen" werden oft genug irgendwie gefunden. Das ist euer grundsätzliches Problem: Ihr könnt euch ja selbst untereinander schon nicht riechen. Wie soll man denn da mit hundertausenden von Flüchtlingen und dem Rest der Europäer erst klarkommen.

    War das jetzt als differenzierte Reaktion gedacht im Gegensatz von von dir angekreideten Pauschalurteilen? Oder einfach nur als weitere Polemik, die dem Diskurs nicht hilft? Ersteres kann ich nicht erkennen, letzteres durchaus. Pachschal die Bewohner Sachsen abzuwatschen, während du dir selbiges für die Bewohner Bayerns verbittest ist irgendwie ja inkonsequent.

    Aber watt solls, um eine ernsthafte, sachorientierte Diskussion geht es ganz offensichtlich niemandem wirklich in diesem Thread, bleiben wir also bei möglichst faktenarmer Polemik, Bauchgefühl und Co.

    @Krabappel : Doch, bei UBs ist das in BW Vorschrift, dass am Ende ein Ergebnisprotokoll ausgefüllt und an alle an der Beratung Beteiligten ausgehändigt wird. Darin stehen Stärken, Schwächen und 2-3 spezifische Ziele, an denen man bis zum nächsten UB arbeiten soll und auf die dann besonders geachtet wird. Die Beratung nach einem UB dauert auch rund eine Zeitstunde jeweils. Zusätzlich gibt es halbjährlich Ausbildungsgespräche, zu denen SL, Mentoren, pädagogische Lehrbeauftragte und Referendar zusammenkommen, wo dann ein Gesamtblick auf die aktuelle Ausbildungssituation geworfen wird- ebenfalls mit Ergebnisprotokoll und gemeinsamer Zielfestlegung.

    Lediglich am Ende von Lehrproben ist ein schriftliches Feedback nicht zulässig und die mündliche Begründung (kurz und knapp, nur die Gründe, die dann auch so im Protokoll stehen werden) der Note erfolgt lediglich auf explizites Verlangen des Anwärters hin.

    Die Kriterienkataloge für die Beratung und Bewertung haben wir zu Beginn des Refs über die Seminarplattform zur Verfügung gestellt bekommen.

    All diese Dinge sind Vorschrift im gesamten BL, muss als bei Buntflieger ebenso gewesen sein, sonst hat er das hoffentlich eingefordert.

    Letztlich sind die Noten aber auch sekundär, sofern du Schulleitungen kennst, die sich für dich einsetzen (können). Da kenne ich mehrere Fälle, wo trotz mäßigen Noten über Tricks (passende Ausschreibungen und Absprachen) der gewünschte Bewerber die Stelle bekam. Ebenso kenne ich Leute mit Einser-Schnitten, die entgegen ihren Wunschplänen auf dem Land gelandet sind.

    Kann klappen, wenn aber eklatant die Grundprinzipien auch der schulscharfen Einstellungen dabei umgangen werden (und da spielen die Noten nunmal eine zentrale Rolle), besteht immer das Risiko einer Konkurrentenklage. Da die RPs darauf alles andere als scharf sind angesichts des erwartbaren Ausgangs, versuchen sie solche Schulmauscheleien (die es leider gibt) möglichst abzustellen, wo sie sie entdecken.

    So ist mir aufgefallen, dass viele Schüler eher strenge Vorgaben von daheim mitbringen und die eigentlich recht liberalen Vorschriften (die Ausnahmen bei harter Arbeit oder gesundheitlichen Problemen) gar nicht auf dem Schirm haben. Hier wäre ggf. etwas schulische Aufklärung möglicherweise sinnvoll, auch um gesundheitliche Gefahren zu minimieren.

    Stimmt, da wäre es hilfreich denke ich ein Angebot an Islamunterricht als Alternative zum christlichen Religionsunterricht endlich nicht nur an Modellschulen (BW) zu haben. Denn solche SuS (geschweige denn die Familien) wird man wahrscheinlich als Außenstehender der Religion kaum belehren können. Das Wort eines islamischen Theologen kann (nicht muss) da mehr Gewicht haben. Zumindest schadet mehr echtes Wissen über den eigenen Glauben an der Stelle sicherlich nicht.

    Gut, ich denke jetzt werde ich halt in den sauren Apfel beißen und das nächste Mal werde ich nicht mit dem Kopf nicken, sondern nein sagen...

    Nochmal: Lass dir das schriftlich begründen von deinem SL. Kann er das nicht, macht er das nicht und die Eltern des Schülers mit der 1 beschweren sich, bleibt das im worst case an dir hängen. Das schuldest du dir selbst als Selbstschutz, wie auch deinen SuS. Das Schulgesetz ist keine Wahlvorschrift für Wochentage die auf -h enden und ansonsten gilt das Wort des Schulleiters unumstößlich als Gottes Wort auf Erden. Den Weg des geringsten Widerstands zu gehen ist an der Stelle einfach falsch. Auch die Anweisung des SLs zur Wiederholung der KA musst du dir aus Selbstschutzgründen schriftlich geben lassen, damit du nachweisen kannst, dass das nicht auf deinem Mist gewachsen ist. Dann remonstrierst du halt basierend auf der schriftlichen Anweisung, wenn die nicht rechtssauber begründet wäre mit Verweis auf die Notenbildungsverordnung..

    Buntflieger, ich glaube dir das (wirklich).

    CDL et al., bitte nicht drauf antworten! :bitte:
    Sonst... ihr wisst, was ich meine.

    Soooooo böse, bin ich doch nun wirklich nicht..

    Zumindest was die Beurteilung zur Lebenszeitverbeamtung angeht, muss ich CDL widersprechen und CatelynStark, Midnatsol und Frapper zustimmen.

    Mir sagte mein damaliger Schulleiter vor der Lebenszeitverbeamtung, der Notenkorridor hätte sich leider momentan verschoben und er sei angehalten worden, nicht mehr so viele Einsen zu verteilen.

    Darüber weiß ich bezogen auf BW nichts, kann ich mal erfragen, habe ja ein paar SL im Familienkreis. Meine Aussage bezog sich rein auf die Bewertung des Seminars im Referendariat, nicht auf die Probezeitbeurteilung.

    (...)
    Aber um die Frage klar zu beantworten: Ja, ich habe mir das nicht ausgedacht, selbst Fachleitungen bestätigen das oder deuten es gelegentlich an. Hinsichtlich der Beweisführung unserer "Behauptungen" unterscheiden wir uns qualitativ übrigens nicht.

    Wenn du das genau so von Fachleitern als Aussage erhalten hast, habe ich keinen Grund daran zu zweifeln, dass diese entsprechende Ansagen in ihren Seminaren erhalten haben. Ob das am Ende dann - angesichts der Differenz zwischen deinen und meinen Informationen- lediglich interne Seminarpolitik einzelner Seminare ist oder unterschiedliche Auslegung bestimmter Ansagen die sei es von Seminarleitungen, sei es aus den RPs erfolgt sind werden wir hier nicht klären können. Allein der Umstand, dass Fachleiter dir gegenüber eine derartige Aussage getroffen haben ist aber erschreckend. Noten sollten - egal ob bei unseren SuS, uns Referendaren oder später bei Probezeit- oder Stufenbeurteilungen- kriterial begründet sein. Einstellungspolitik erfolgt am Ende schließlich sowieso anhand vorhandender Stellen in Relation zur Anzahl passender Fachbewerber, ganz gleich, ob diese dann massenhaft mit 1,x ankommen (wie so viele Bewerber im gymnasialen Bereich, die dennoch stellenlos bleiben angesichts der Konkurrenz, Stellenlage und Fachkombination) oder 3,x.

    Angesichts der aktuell insgesamt ziemlich aussichtsreichen Einstellungssituation in der Sek.I (BW): Wäre es möglich, dass über solch eine Notenverschiebung vielleicht die Bereitschaft von Neubewerbern künstlich erhöht werden soll, sich auf unbegehrtere Stellen im ländlichen Raum/an GMS zu bewerben? 1,5 und besser braucht man aktuell für eine Stelle in den Unistädten nach dem Ref zwingend, weil diese so begehrt sind und es kaum Planstellen gibt, da machen einge in meinem Kurs jetzt auch lieber ein Jahr KV nach dem Ref, als eine ihnen angebotene Planstelle im ländlichen Raum anzunehmen, in der Hoffnung auf bessere Karten im kommenden Jahr. Das sind aber ausnahmslos Leute mit guten-sehr guten, nur eben in dieser Runde nicht ausreichenden Noten für Heidelberg, Freiburg, Tübingen etc. Die Leute in meinem Kurs (oder aus dem Studium, die an anderen Seminaren gelandet sind), die ihr Ref mit 3,x bestehen, bekamen teilweise direkt von SLs bei der Bewerbung die Ansage, dass sie mit ihren Noten eh nicht viel Auswahl haben würden und haben deshalb reihenweise Stellen im ländlichen Raum angenommen.


    solche "Anweisungen" gibt es definitiv. Was da hinter den zugezogenen Gardinen alles vonstatten geht, kann man als Außenstehender nur erahnen (oder mit spitzen Ohren erlauschen :P ).

    Mangelnde Transparenz auf vielen (allen?) Ebenen macht das möglich und so wird gemauschelt, geklüngelt und vor allem viel telefoniert. Was dann am Ende offiziell und schwarz auf weiß nach außen dringt, ist nur die Spitze vom Eisberg.

    Warum sollte es bei der Notengebungspolitik im Referendariat ausgerechnet anders laufen? Es gibt doch immer den großen Zweck, der von Tonangebern definiert wird und die unternommenen Mittel vorgeblich heiligt. ;)

    Ich habe mehrere Familienmitglieder, die an verschiedenen Seminaren in BW als Dozenten diverser Fächer tätig sind. Solche Anweisungen gibt es an keinem dieser Seminare- habe ich angesichts deiner sich wiederholenden diesbezüglichen Behauptungen doch bei einem der letzen Familientreffen glatt mal erfragt-, warum also an einem der anderen? Hast du- abgesehen von deinen Behauptungen- tatsächlich anderslautende, belastbare Informationen?

    Könnte man den Fall einfach mal in bezug auf den Bundesland des Fragestellers behandeln? Die Rechtslage in Bayern lenkt nur ab.

    Ist er doch längst, samt Abklärung mit einem Schulrechtler bzgl.möglicher Ausnahmen und deren Nachweis.. Einfach den Thread lesen. :)

    Ach Wollsocken, reagier doch nicht immer nur auf ein Bausteinchen, sondern mach dir die Mühe den Gesamtbeitrag zu lesen. Da geht es um deinen Vergleich zwischen Freiburg, der AfD und dem (unstrittigen) Wahlergebnis der AfD im Land BW, welches du auf Freiburg rückbezogen hattest in deiner Aussage. Dazu habe ich Zahlen benannt, die diesen Vergleich klar widerlegen- nicht mehr nicht weniger.

    Was meinen Standpunkt zu AfD und braunen Flecken im Lände anbelangt, lässt sich dieser allein in diesem Thread wenigstens zweimal nachlesen, muss ich mich ja nicht wiederholen..

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