Ich kenne ehrlich gesagt niemanden im Ref, der nicht an der einen oder anderen Stelle mit Selbstzweifeln und Unsicherheiten zu kämpfen hätte. Solche Menschen mag es geben, ich wage aber zu behaupten, dass die kritische Rückmeldung und Beratung im Ref bei halbwegs selbstkritischen Menschen - und ein solcher sollte man als Lehrer sein- typischerweise den Effekt hat, dass man sich immer mal wieder auch selbst anzweifelt. Wichtig ist es, sich immer auch die im Regelfall ebenfalls vorhandenen Stärken vor Augen zu halten und an sich selbst und dem eigenen Unterricht weiterzuarbeiten. Diejenigen, die das ausreichend machen und schnell genug lernen dabei sind auch erfolgreich in meinem Kurs.
Beiträge von CDL
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Nunja, Schulpflicht ist zumindest in Deutschland Gesetz. Blöd nicht nur für Homeschoolingverfechter... und widersprüchlich bei notorischen Schulschwänzern, um die sich keiner schert.
Was schlägst du vor?Guter Hinweis Krabappel. Hat nicht @Frechdachs mal etwas über das Homeschooling des eigenen Sohns in Österreich geschrieben? Wäre dort also möglicherweise tatsächlich eine zulässige Alternative um die Schulpflicht dennoch zu erfüllen.
EDIT: Das hier spricht dafür, dass Homeschooling tatsächlich in Österreich möglich ist:
In Österreich gilt statt der Schulpflicht wie in Deutschland die sogenannte Bildungs,-bzw. Unterrichtspflicht. (...) Der zureichende Erfolg des Hausunterrichts ist jährlich vor Schulschluss durch eine Externistenprüfung an einer entsprechenden Schule mit Externisten Prüfungskommission nachzuweisen. Wird ein solcher Nachweis nicht erbracht, so hat der Bezirksschulrat anzuordnen, dass das Kind seine Schulpflicht künftig in der Schule zu erfüllen hat. (...)
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Wie kann denn ein Erfüller Quereinsteiger sein? Entweder oder, würde ich meinen.
In BaWü sind Seiteneinsteiger Menschen mit Fachstudium und Ref, Direkteinsteiger die ohne Ref. In anderen BL (z.B.Sachsen?) sind Seiteneinsteiger die ohne Ref und diese Seite hier behauptet einfach mal, dass ganz generell Quereinsteiger die mit Ref und Seiteineinsteiger die ohne Ref wären. Niedersachsen wiederum bezeichnet offenbar beide Varianten als Quereinstieg, für Hessen scheinen dagegen Quereinsteiger grundsätzlich nur die mit Ref zu sein. Ehe ich jetzt alle Varianten aller 16 BL durchspiele, bleibt denke ich kurz gefasst bestehen, dass die Begrifflichkeiten eher unklar sind, es bundesweit maximal mögliche Unterschiede gibt, was man darunter verstehen möchte mit welchen Konsequenzen, weshalb einheitlich zu behaupten Quereinstieg bedeute, man habe es mit schlechter qualifizierten Lehrkräften zu tun dann eben doch zu kurz greift und- wenn die Aussage sich auf Gesamtdeutschland bezieht und nicht auf ein BL reduziert wird, wie im Spiegel-Artikel- schlichtweg falsch ist.
Ganz persönlich fände ich es auch logischer bei einem Quereinstieg nicht von Fachstudium + Ref (= Seiteneinstieg BaWü) auszugehen. Ist aber offensichtlich in verschiedenen BL die zutreffende Begrifflichkeit.

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Das liest sich erschreckend, was du beschreibst Krabappel. Ob die Hintergründe bei dem Lehrer in dem Video ähnlich sind, weiß man natürlich nicht. Bei dem, was du beschreibst, würde mir aber auch das Rückwärtsessen in den Sinn kommen. Der Job ist auch anstrengend genug ohne eine SL, die einem Knüppel zwischen die Beine wirft und die pädagogische Arbeit sabotiert.
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Aktuelle Einstellungsprognose RLP: https://bm.rlp.de/fileadmin/bm/A…ktober_2018.pdf
Mittel-langfristige Prognose RLP: https://bm.rlp.de/fileadmin/bm/M…ktober_2018.pdf (Gute Chancen mit Wirtschaft und Informatik an den berufsbildenden Schulen, am Gymnasium mit Informatik; da dies die für dich relevante Prognose ist bei deiner Fächerkombi nicht uninteressant)Fragen zum Studium, zu Bedarfsprognosen etc. beantworten neben den Studienberatungsstellen der Universitäten auch die Zentren für Lehrerbildung. Internetseiten derselben sind hier zu finden auf S.7.
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Das Verhalten der SuS in den Videos die man sieht ist unfassbar. Eine Rechtfertigung einem Schüler ins Gesicht zu spucken sehe ich nicht. Das ist genauso primitiv, wie das Verhalten der Schüler. Zumindest von der Lehrkraft darf und muss man aber mehr erwarten. Sich zur Wehr setzen ist legitim, aber dann eben mit angemessenen Mitteln. Wenn der Kerl im Zimmer bleiben will mit seinen Kumpels, dann bleiben die eben drin und der lernwillige Teil der Klasse zieht um bei entsprechenden Konsequenzen für alle die da meinen Randale veranstalten zu müssen.
Ich weiß natürlich nicht, was dieser Lehrer versucht hat im Hintergrund mit der SL, mit Kollegen oder auch im eigenen Unterricht. In den Videos sieht man ihn aber reichlich wenig machen, wenn es um die diversen Übergriffe und Respektlosigkeiten seiner SuS geht, ganz gleich, ob diese ihn mit Müll bewerfen, sich im Klassenraum eine Zigarette anstecken oder eben auch konstant Videos drehen. Mag sein, dass in dieser Schule etwas konstant falsch läuft, vielleicht aber auch hat dieser Lehrer - möglicherweise mangels Wissens ums Schulsystem- einfach auch nicht die ihm zur Verfügung stehenden Mittel genutzt. Zumindest in den Videos wirkt es so, als habe er pädagogisch aufgegeben, was nach gerade mal einem Jahr Schuldienst vielleicht auch bedeutet, dass zumindest diese Schulart mit entsprechenden Zielgruppen und pädagogischen Aufgaben nicht die richtige Schulart für ihn ist.
Ich weiß nicht, was für Möglichkeiten man in Österreich hätte in so einem Fall vorzugehen. Für mich wäre bereits das Video drehen+ veröffentlichen an sich ein Grund eine Klassenkonferenz zu beantragen. Wir hatten letztes Schuljahr so einen Fall. Der SuS hat drei Tage Schulausschluss erhalten und im Kontext mit weiteren Übergriffigkeiten inzwischen ein Hausverbot für das gesamte Schulgelände, eine Strafanzeige eines Kollegen und die Ansage ans gesamte Kollegium, dass bei erneutem Betreten des Schulgeländes die Polizei zu verständigen sei. Da ging es um ein Video, welches ins Internet gestellt worden ist plus eine Handvoll Beleidigungen+ Drohungen- kein Vergleich zu dem, was in dieser Klasse los zu sein scheint. Ja, unser SL steht hinter uns. Weiß man, ob die SL dieses Kollegen Kenntnis z.B.von den ganzen Videoaufnahmen hatte und wie sie reagiert hat (oder eben nicht)?
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(...) Es ist aber so, dass ich mit meiner Fächerwahl (insbesondere mit dem später aus "Zwang" (da man halt mindestens 2 Fächer braucht) dazugenommenen Zweitfach Deutsch) immer ein wenig unglücklich war, bzw. aufgrund der Tatsache, dass Deutsch nie meine erste Wahl war, deswegen erhebliche Selbstzweifel bezüglich meiner fachlichen Kompetenz in dem Fach entwickelt habe.
Nun schaue ich mir meinen derzeitigen Notenschnitt in Deutsch von 1,3 an, der um 0,5 höher liegt als der von Englisch und frage mich hin und wieder: sind meine fachlichen Kompetenz-Selbstzweifel dann berechtigt? Vermag die Leistung im Studium tatsächlich etwas über die fachliche Kompetenz auszusagen? (...)Dein Notenschnitt bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass du imstande bist auf den Punkt die geforderte Fachleistung zu erbringen. Das ist nicht jedem Studenten in diesem Ausmaß möglich, ist also auch eine Kompetenz. Über deine generelle Fachkompetenz sagt es dennoch nur begrenzt etwas aus: Du schriebst selbst, dass du mit Literaturwiss. fremdelst, es dir schwer fällt da den Kanon durchzulesen und du ungern zusätzliche Literatur liest in diesem Bereich. Daraus ergeben sich natürlich im Vergleich zu Anderen Lücken mit dem Ergebnis, dass du mehr wirst arbeiten müssen um literarische Zusammenhänge darstellen zu können oder auch Anspielungen auf ältere Texte, kleine Referenzen oder auch Kritiken die sich in einem Satz auszudrücken vermögen oder auch im Gesamtkonzept eines Buchs/Stücks/Gedichts voraussichtlich weniger häufig spontan einordnen wirst können als jemand, der in der Literaturwissenschaft seinen Schwerpukt hat. Mit dem Studienabschluss weist du nach, dass du imstande bist dich zielgerichtet in neue Fragestellungen, Themen und fachliche Aspekte einzuarbeiten. Das wendest du dein Berufsleben über an und schließt damit mit dem Studienabschluss bestehende Lücken, die letztlich jeder hat, nur eben in verschiedenen Bereichen.
Fachkompetenz ist bedeutend mehr, als nur Studienleistungen und - noten. Solange dir das bewusst ist und du an dir arbeitest ist das aber kein Problem. Sich darüber selbst zu täuschen wäre problematischer.Zitat von KallistoIm Praxissemester lief alles gut - wie ich schon erwähnt habe, ich hatte von beiden Mentorinnen super Rückmeldungen, selbst im Fach Deutsch.Dass der Alltag im Lehramt mit Arbeit verbunden ist, das bestreitet hier ja gar keiner und ich am allerwenigsten. Nur sage ich mir halt: wenn ich schon den Berg an Arbeit aufnehmen will bzw MUSS, um meine Brötchen zu backen, dann wenigstens bitte auch mit Arbeit, die mir Spaß macht, sprich die Fächer, die ich gerne hätte.
Wie gesagt: Triff eine Entscheidung für dich, was du willst und mach das dann, ganz gleich was es bedeutet. Einen Berg an Arbeit zu stemmen, der nicht immer nur Spaß macht müssen die meisten Arbeitnehmer. Mit anderen Worten ist das ein Luxusproblem, welches du beschreibst, vor allem, weil niemand dich gezwungen hat Deutsch zu studieren, dich nicht für Musik zu bewerben, dich auf Bachelor/Master umzuschreiben ehe deine alte Prüfungsordnung ausläuft die du vielleicht hättest abschließen können...- Entscheidungen haben Konsequenzen. Lern damit zu leben. Überleg dir, welche Konsequenzen du daraus für dich ziehen willst und pass dein Verhalten entsprechend an und dann: MACH ES!!!
Zitat von Kallisto(...)Ich kenne die Arbeit als Lehrer bisher nur von einem 13-wöchigen Schulpraxissemester und von einem Schulhalbjahr freiwilligen Unterrichtens an einer Privatschule. Ich fühle mich allerdings bislang durch die Uni super schlecht (um nicht zu sagen überhaupt nicht) vorbereitet auf den Beruf. Die Studieninhalte - das habe ich im Praxissemester und auch an der Privatschule gemerkt - bringen mir kaum etwas. Keiner der Schüler muss wissen, was ein Phonem oder ein Allophon ist, oder wie man über Analogieausgleich von ursprünglich "buk" zu "backte" gelangte.(...)
Joah, willkommen in der beruflichen Realität würde ich sagen. Geht allen so im Ref, geht die Welt nicht unter von. Am Ende ist eine hohe fachliche Kompetenz die Basis um im Zusammenspiel mit Pädagogik und Didaktik guten Unterricht gestalten zu lernen. Du wärst ganz nebenbei überrascht, was Schüler einen völlig unerwartet mittendrin fragen zum Thema, wo man von derartigen Kenntnissen dann doch noch profitieren kann und sei es auch nur, weil man die eine neugierige Frage kompetent zu beantworten wusste, die mit dem Bildungsplan gar nichts zu tun hat.
Zitat von Kallisto(...)
Aus diesem Interessensgebiet erfolgte dann auch der Wunsch, jetzt parallel zum Lehramtsmaster noch den DaF/DaZ-Master mit dazuzunehmen, um eventuell vor Beginn des Refs erstmal in diesem Bereich etwas tätig zu sein - sozusagen als "Warm-Up"-Phase fürs Lehren, gerne auch im Ausland, etwa an einem deutschen Seminar einer ausländischen Uni.
Dies soll zeitgleich auch ein verzweifelter aber meinerseits gutgemeinter Versuch sein, mir parallel zum Lehramt noch ein anderes Standbein aufzubauen (gemäß meiner mir jetzt studierten Möglichkeiten), einfach für den schieren Fall, dass ich eventuell nicht durchs Ref komme (was eine Angst bzw. Sorge von mir darstellt), oder aber für den Fall, dass ich später irgendwann mal weg vom Lehramt will.
Nur weil man sich jetzt noch nicht vorstellen kann, sein Leben lang in einem Beruf zu bleiben, muss das doch nicht gleich "erschreckend" für dich klingen und eine "0-Bock-Haltung" signalisieren?! Wie viele Lehrer sind nach einer Weile zurück an die Uni, arbeiten jetzt in einem Zentrum für Lehrerbildung an der Uni, geben Fachdidaktikkurse an der Uni oder machen sogar ganz was anderes...
Vielleicht hat mich das Jahr Amerika etwas amerikanisch geprägt, aber dieses "man fängt nach der Schule einen Beruf an, indem man dann bis zum letzten Atemzug bleibt" ist so etwas Urdeutsch-Konservatives, was vielleicht mitunter nicht mehr ganz zeitgemäß ist. Ich kann einfach jetzt noch nicht sagen, ob ich die restlichen Arbeitsjahre bis ich tot umfalle für immer im Lehramt bleiben werde - aber: könnt ihr das?Als Warm-Up fürs schulische Lehramt und alternative Berufserfahrung wirst du was- Lehrer? Deutschunterricht (schulisch wie außerschulisch) darfst du an vielen Stellen im Ausland auf Basis deines Germanistik-Studiums erteilen. DaZ/DaF kann helfen, wird aber eben nicht überall verlangt. Ist also kein "must have" für deine Pläne (wenn es denn tatsächlich reale Pläne gibt). Wenn du verzweifelt bist, dann such dir wie bereits mehrfach geschrieben eine Zusatzqualifikation aus, die dir den Weg in einen alternativen Markt eröffnet als reines Lehramt und geh um Himmels willen zu einer Berufsberatung.
Niemand hier im Thread hat übrigens geschrieben, du sollest dich jetzt festlegen für dein gesamtes restliches Berufsleben. Nur, dass du für dich Entscheidungen treffen solltest. Wenn diese dich nach dem Studium direkt ins Ref führen weil sich das richtig für dich anfühlt und du die berufliche Sicherheit möchtest: Fein, mach das! Wenn du nach deinem Master erst noch für andere Arbeitgeber zu schlechteren Konditionen tätig sein willst (aka DaZ/DaF-Kurs): Fein, mach das! Auch solche Erfahrungen sind am Ende interessant und lehrreich. Ein Job im Ausland sei es als Deutschlehrkraft oder etwas ganz anderes macht dich glücklich? Fein, mach das! Entscheide dich einfach nur, was du willst. Das kann niemand hier für dich machen. Und wenn du nach ein paar Jahren merkst, dass du noch etwas anderes willst, kannst du auch das machen. Der Schuldienst ist diesbezüglich ganz außerordentlich flexibel und bietet unglaublich viele Möglichkeiten. Wenn du aber den Eindruck hast es ist nicht dein Weg, dann bieg rechtzeitig vorher ab.
Ein offener Blick, was du sonst noch machen könntest oder wo, schadet bei deiner Fächerkombi + Gym+ BaWü keinesfalls. Willst du wirklich Lehrer werden, wirst du aber sei es in BaWü, sei es in einem anderen BL auch mit dieser Fächerkombi fündig werden. Wenn es das sein soll: Mach es!
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OK, bei privaten Schulen gibt es ja fast nichts, was es nicht gibt. Ich kann nur hoffen dass die von dir beschriebene Schule nicht anerkannt ist und dementsprechend keine Schulabschlüsse abnehmen darf.
Ich weiß, dass es gerade in den USA, aber auch einigen arabischen Ländern einige Wissenschaftler gibt, die den Kreationismus wissenschaftlich zu begründen suchen. Ich habe da immer mal wieder bei meiner früheren Arbeitsstelle von Jugendlichen Artikel bekommen, mit denen sie meinten ihre Haltung wissenschaftlich fundieren zu können im Rahmen von Referaten. Bislang habe ich da noch nichts gelesen, was ich nicht für eine Verzerrung wissenschaftlicher Fakten halten würde und gehe nicht davon aus, dass es Derartiges geben könnte. Dafür fehlt mir dann einfach der notwendige Glauben.
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Offenbar gibt es hier im Thread ebenfalls einen nicht freigeschalteten Beitrag, weshalb der Thread konstant als ungelsen im Dashboard erscheint. Ich vermute mal Spam+Werbung?
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Reden wir jetzt von staatlichen oder von privaten Schulen in denen Kreationsimus gelehrt werden würde Palim? Und reden wird von "lehren" oder davon, dass angesprochen und kritisch reflektiert und eingeodrnet wird, dass es das gibt?
Ich habe zu meinen Schulzeiten im Bio-LK auch davon gehört, dass es in religiösen Kreisen den Kreationsimus als alternative Evolutionstheorie gebe. Konnte keiner von uns etwas mit anfangen (inklusive des Bio-Lehrers), war kurios zu hören und kein Thema einer Klausur oder gar des Abiturs (auch wenn der Bio-Lehrer damals meinte, er müsse das an dieser Stelle erwähnen- mehr aber auch nicht). Jahre später war ich dankbar davon schonmal gehört zu haben, als mir bei meiner früheren Arbeitsstelle das erste Mal ein Kind erzählt hat, dass es, wenn in der Schule Evolutionstheorie bearbeitet werde zwar wisse, dass das nicht stimme, aber auch wisse, dass es das zu reproduzieren gelte für gute Schulnoten, ungeachtet dessen, wie es wirklich sei. Ich gebe zu, dass ich ab dem Tag recht regelmäßig kleine Witze darüber gerissen habe, dass mein Hund Glück habe in mir seinen persönlichen Primaten zu haben, weil opponierende Daumen halt was Feines sind. Selbst meine Toleranz hat ihre Grenzen..
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Das war nicht als Vorwurf gemeint. Sondern fasst ganz unabhängig von den Gründen- die ja vielfältig sind- nur das faktische Ergebnis aus bislang 8 Jahren Studium zusammen.
Ich habe auch nicht nur 10 Semester Regelstudienzeit studiert. Mit dem Zweitstudium war das- trotz aller Anrechnungen aus dem Erststudium- dann doch deutlich länger. Im Ref interessiert das letztlich keinen, welche Gründe es für individuelle Studienzeiten gab. Da zählt die Leistung, die du dann tatsächlich während des Referendariats zu erbringen vermagst und die Vorleistungen sind nur insofern relevant, als sie gewisse Aussagen über deine deinen Unterrichtsplanungen zugrundeliegende Fachkompetenz erlauben.
DaZ-DaF ist übrigens eine Qualifikation die man häufig auch im Rahmen des Erweiterungsbereichs während des Refs nachweisen kann. Das ist dann oft nur ein ganztägiger Kurs mit entsprechendem Zertifikat, das man einer Bewerbung später beilegt. Als Deutsch-Lehrer wird dir mit einem solchen ergänzenden Zertifikat zumindest im Schuldienst niemand absprechen, dass du DaZ/DaF leisten wirst können. Außerhalb des Schuldienstes wird an vielen Stellen ja noch nicht einmal ein abgeschlossenes Fachstudium vorausgesetzt, um Kurse halten zu können. Ich habe schon vor Abschluss meines Erststudiums fachfremden Unterricht an einer privaten Schule gehalten. Offiziell nicht unproblematisch, will man offizielle Schulabschlüsse abnehmen dürfen, schulintern ging das dann dennoch. Die VHS erwartet in letzter Instanz nur ein vernünftiges Konzept und dass du überzeugend darlegst, dass du halten wirst können, was du versprichst. DaZ-DaF-Kurse privater Träger werden zwar am allerliebsten natürlich von entsprechenden Lehrkräften gehalten, wo es diese nicht gibt, werden aber auch einfach nur massenhaft Deutsch-Lehrkräfte eingesetzt (zumindest, wenn ich von meinem ehemaligen Arbeitgeber und den dort angebotenen Daz-/DaF-/Alpha-Kursen ausgehe. -
Jawohl. Mein Lieblingssamstagsprogramm! Gerade mogel ich allerdings etwas, weil ich die Beerensaison- wie jedes Frühjahr- nicht mehr erwarten kann und mir deshalb Heidel- und Himbeeren im Supermarkt hole.

Die Person nach mir kauft konsequent saisonal und regional ein.
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Dressierte Kolibris- ständig, Amazon meldet konstant, dass die Lieferung sich um wenige Tage verzögert und bittet um Geduld..
Was hast du dir schon erfolgreich vom Universum gewünscht?
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Ich sehe da auch kein Lehrerbashing.
Die Gründe für die schlechte Vorbereitung der Schüler werden aufgezählt als
- Lehrermangel (Schuld des Landes)
- Quereinsteiger (von denen eine schlechtere Ausbildung als von "echten" Lehrern angenommen wird; auch Schuld des Landes)
- Unterrichtsausfall (bedingt durch Lehrermangel, also auch Schuld des Landes)Man könnte ganz differenziert betrachtet von einem Quereinsteiger-Bashing sprechen, da diese hier einfach undifferenziert über einen Kamm geschoren werden. Dabei sind viele dieser Quereinsteiger Fachkollegen mit erfolgreich absolviertem Referendariat und damit offensichtlich genauso qualifiziert guten Unterricht zu halten wie jeder andere Lehrer mit voller Lehrbefähigung. Am Ende geht es eigentlich doch nur um diejenigen Quereinsteiger ohne Ref, die ungeachtet ihrer Motivation und des Engagements von Kollegen sie nachzuqualifizieren einfach nicht in den Beruf gehören und letztlich nicht mehr sind, als die Feuerwehr, um Aufsichten zu gewährleisten und zumindest Mininimalunterricht durchzuziehen. Insofern hat Mikael damit recht, dass man sich da vom Spiegel schon eine etwas differenziertere Argumentation erwarten dürfte. Immerhin haben die eine Extraabteilung zur Prüfung von Fakten die nach den letzten Problemen mit der Wahrhaftigkeit der Artikel eines bestimmten Autors angeblich noch verbessert wurde. Da würde ich mir dann wünschen, dass Quereinsteigern nicht per se eine schlechtere Ausbildung, schlechtere Unterrichtsqualität und in der Folge mangelhafte Prüfungsvorbereitung zugeschrieben wird als Ursache für mögliches Prüfungsversagen von SuS (neben Lehrermangel und Unterrichtsausfall), sondern die Einstellungspraxis vieler BL von gerade nicht voll qualifizierten Lehrkräften benannt wird, die eben in dem Begriff "Quereinsteiger" nicht vollständig zum Ausdruck kommt, der bundesweit betrachtet ja mal Lehrer mit Ref und mal solche ohne Ref meint.
Abgesehen von diesem Detail kommt in dem Artikel völlig unmissverständlich zum Ausdruck, dass nicht die Lehrer per se die Verantwortlichen wären, sondern neben Fehlvorstellungen der Jugendlichen vor allem die Bildungspolitik der Länder an verschiedenen Stellen nicht das leistet, was jeder Lehrer/Schüler/Elternteil oder auch einfach wir als Gesellschaft uns von unserem Bildungssystem wünschen und erwarten.
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Zudem lässt mein Bundesland es gar nicht zu, noch ein Drittfach nachzustudieren, sobald man einmal das Ref gemacht hat.
Das LLPA BaWü hat zu mir gesagt, sobald ich mich fürs Ref anmelde, sind die Fächer, die ich anmelde im Ref, fix. Das Land habe irgendwann auch mal genug in meine Ausbildung investiert, da könne ich nicht einfach noch nach Belieben nachstudieren und nochmal ein Ref im nachstudierten Fach absolvieren.Ja, das Ref kannst du nicht 2x machen (warum auch?), das heißt aber nicht, dass du nicht noch weitere Fächer nachstudieren oder dich auch - je nach Fach und aktuellen Bedarfen- im Rahmen berufsbegleitender 2jähriger Nachqualifikationen entsprechend qualifizieren könntest. Ein Kollege von mir hat sich vom Schuldienst beurlauben lassen, Biologie in Vollzeit nachstudiert und ist nach dem Abschluss an die Schule zurückgekommen. Natürlich wird er jetzt auch als Biologie-Lehrer eingesetzt. Zu Beginn meines Refs gab es Aushänge im Lehrerzimmer die sich explizit auch an Nicht-Relilehrer richteten, um die Vocatio in einer 2jährigen Qualifikation nachzuholen und danach evangelischen Religionsunterricht erteilen zu dürfen. Da ist in der Schulpraxis dann sehr vieles möglich..
Eventuell ist das in der Sek.II etwas strenger, mit deiner Fächerkombi solltest du in BaWü aber sowieso bei den späteren Bewerbungen örtlich völlig flexibel sein (Ländlicher Raum!) und auch die GMS mit im Blick haben. Spätestens an der GMS wirst du in der Sek.I auch problemlos fachfremd in diversen Fächern eingesetzt werden können, wenn du dich dazu bereit erklärst und ausgebildete Fachkollegen Mangelware sind.In Bayern kannst du nachträglich mit so vielen Fächern erweitern wie du lustig bist und hast dadurch die selbe Fakultas und Rechte wie welche die das grundständig gemacht haben. Finde es sehr schade das es anscheinend in BW sehr streng ist.
Ist es nicht (s.o.).
Entschuldige mal bitte, ich habe seit Beginn meines Studiums einen 450€-Job nebenher, der schmeißt aber leider bei Weitem nicht genug ab, um davon mein komplettes Studium selbst finanzieren zu können - das sollte sogar dir einleuchten, hoffe ich doch.
Du studierst seit 2011 und hast in 8 Jahren noch nicht einmal den Bachelor abgeschlossen. Dafür kann es viele Gründe geben: Pflege naher Angehöriger (hast du nicht genannt), Kindererziehungszeiten (nicht erwähnt), Schwangerschaft (biologisch unwahrscheinlich), Schwerbehinderung/schwere eigene Erkrankung (kein Hinweis darauf zu lesen- muss aber ja nichts heißen), mangelnde Leistung (passt nicht zu deinen Noten), keine anderweitige finanzielle Absicherung und deshalb existenzsichernde Arbeitstätigkeiten mit entsprechdem Zeitaufwand (ein 450€-Job reicht wie du schreibst nicht zum Leben, deine Eltern sichern deine Existenz und der Zeitaufwand bei einem 450€-Job ist- wenn keine weiteren Faktoren dazukommen- auch überschaubar genug, dass man in 8 Jahren ein auf 6 Jahre angelegtes Studium- =Master!- komplett abschließen könnte). Nachdem keiner dieser Standardgründe auf dich zuzutreffen scheint (kann natürlich täuschen- manches möchtest du vielleicht ja hier nicht preisgeben), bleibt als letzter möglicher Standardgrund noch Angst. Prüfungsangst ist ein Klassiker, aber auch Ängste vor dem beruflichen Umbruch sind etwas außerordentlich Häufiges und können einen unglaublich hemmen, wenn es darum geht stringent einen Prüfungsplan durchzuziehen. Wenn das für dich nicht zutrifft ist das schön. Krabappels Vermutung war aber durchaus naheliegend, weshalb es nicht nötig ist, sie dafür anzuranzen. Immerhin ist sie hier recht aktiv dabei und versucht dir mit Denkanstößen zu helfen (mehr kann so ein Forum ja nicht leisten).
Ganz gleich, was die Gründe waren für die bisherige Studienzeit: Zieh es jetzt durch, schließ den Bachelor ab, schreib dich für einen Master ein, der dich motiviert, interessiert und dir hilft, dass es dann tatsächlich maximal bei den 2 Jahren bleibt, auf die ein Master angelegt ist (mit deinen Anrechnungen vielleicht ja sogar tatsächlich weniger, das hängt aber dann ja nicht nur von Anrechnungen ab). Wenn es etwas gibt, was dich begeistert und was deine Studienzeit nicht verlängert, dann nimm es mit, ansonsten mach das jetzt flott fertig oder such dir alternativ einen existenzsichernden, studienbegleitenden Job, der dein Gewissen deinen Eltern gegenüber erleichtert und studier gemütlich weiter, was auch immer du gerne noch wissen und lernen möchtest (dann sind auch nochmal 6 Jahre Musik kein Thema n´est-ce pas). Am Ende geht es vor allem darum, dass du für dich selbst eine klare Entscheidung wirst treffen müssen, welchen Weg du gehen willst. Das scheint dir sehr schwer zu fallen. Unterschwellige Ängste könnten ein Grund sein, also versuch für dich selbst klären, was dich hemmt, was dich aufhält, was sind äußere Bedingungen, was ist dein konkreter und konstanter Anteil daran dich selbst aufzuhalten und dir selbst Steine in den Weg zu legen (keine Entscheidungen zu treffen ist sogar ein ganzes Gebirge). Klär für dich, ob du das ändern willst und wenn ja mach das.
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Rein hypothetisch könnte das passieren, stimmt. Wobei: Im Ramadan ist Armenspeisung noch wichtiger als sonst, weil niemand in dieser Zeit hungern soll (Spenden an arme Menschen sind allerdings ganzjährig ein wichtiger Teil des Glaubens). Menschen die infolger z.B.schwerer Erkrankung nicht fasten können sollen stattdessen an jedem Fastentag arme Menschen speisen. Meist erfolgt das mittels einer Geldspende an die Moschee, die das organisiert durch öffentliche Speisungen.
Sollte mich (oder dich) also völlig unerwartet der missliebige Nachbar Motzkugel (oder in meinem Fall Frau Ich-zücke-das-Messer-im-Treppenhaus) einladen mit einem ominösen Hinweis auf eine entsprechende muslimische Pflicht, dann könnte das wahlweise ein Hinweis sein auf das Erfordernis einer kleinen Shoppingtour oder auch nur auf den Charakter des entsprechenden Nachbarn der/die die eigene Religion und deren Werte dann eben voraussichtlich nicht verstanden hat.
(Meine beste Freundin lädt tatsächlich im Ramadan auch schwierige Nachbarn z.B.zum gemeinsamen Fastenbrechen in der Moschee ein, weil es ihr sehr wichtig ist die Grundidee einer Zeit des Friedens und der Besinnung mit Leben zu füllen. In ihrem Fall ist das auch ehrlich gemeint, ohne böse Hintergedanken, weil sie immer hofft, einen Weg zu finden mit ihren Mitmenschen friedlich auszukommen und sie davon ausgeht, dass alle Menschen im Kern gut sind und sich nur dafür entscheiden müssen auch gut sein bzw. handeln zu wollen.)
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Ooooooooh, eines der schönsten Schäfchen überhaupt^^^^. Danke Jotto. *dahinschmelz*
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Gern. Meld dich, wenn du noch was brauchst. BaWü ist zwar eine kleinere Fraktion hier im Forum, aber auch gut präsent und mit vielen hilfsbereiten Usern.
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