Beiträge von CDL

    Nicht nur SuS, selbst vielen Kollegen fällt das ja gar nicht auf, dass im System Schule immer die gleichen Noten rauskommen bzw. damit eine relative Rangfolge innerhalb (!) einer Klasse/eines Jahrgangs kreiert wird und keine absolute über Jahrgänge hinweg.
    Wenn man lauter Dreier-Schüler in eine Klasse stecken würde, wären sie nicht mehr lange Dreier Schüler, sondern würden über die Notenskala differenziert.
    Man kann so gut sein, wie man will, wenn die anderen besser sind, ist das nichts Wert und umgekehrt - man kann schlecht sein, solange die anderen noch schlechter sind (vielleicht ein aktuell passenderes Beispiel).
    In der Schule werden Gewinner und Verlierer produziert.

    Ich bin sofort bei dir Morse, wenn es um das Argument geht, dass Schule Lebenschancen nicht einfach nur ermöglicht sondern auch aktiv zuteilt und Noten dabei der massgebliche Selektionsfaktor sind. Ich glaube aber nicht, dass man per se annehmen kann, dass - ungeachtet schulgesetzlicher Vorgaben- Lehrer konstant eine soziale Norm anstelle einer kriterialen Norm ansetzen würden. Ich glaube bei mündlichen Noten ist das ein gewisses Risiko, weil diese generell für Bewertungsfehler anfälliger sind, würde aber annehmen, dass sich diese Bewertungsfehler mit entsprechender Selbstreflexion zumindest auf ein akzeptables Maß reduzieren lassen. Siehst du das anders? Wie machst du das bei deinen SuS- muss es innerhalb der Klasse eine "Rangliste" geben die sich in Form von Noten zeigt (und die nicht rein fachlich begründet ist)?

    Nö, bislang nicht. Hatte "noch nie" (als Ref gab es auch noch nicht viele Optionen...) Kundschaft und deshalb auch keine Anwesenheitspflicht (läuft bei uns nur über vorherige Termine, keine "Spontanbesuche" möglich).


    Der/die Nächste würde sich so eine Regelung auch wünschen an der eigenen Schule.

    Die Frage gab es vor ein paar Wochen schon einmal (also Anerkennung eines Studiums aus Österreich), von einem Hans sowieso. Einfach mal die Forensuche nutzen, dann solltest du fündig werden. Für BaWü gibt es eine zentrale Stelle für die Anerkennung von im Ausland erworbenen Lehrbefähigungen. Link ist im anderen Thread zu finden. Ggf. müssen bestimmte Teilleistungen neben dem Ref/berufsbegleitend nachgeholt werden wie beispielsweise Schulrecht (in BaWü auf jeden Fall verpflichtend) oder - je nach bisherigen Studieninhalten- Pädagogik/Didaktik.

    Wechsel im Studium ist heutzutage europaweit infolge des Bologna-Prozesses ja recht unproblematisch. Mit dem Bachelor könntest du dich für ein Masterstudium in Deutschland bewerben.

    Was deine Frage zur Fächerkombi anbelangt hätte ich eine Gegenfrage: Welche Schulform wäre denn für dich von Interesse? Primarstufe, Sekundarstufe I, Sek. I+ Sek.II, Berufliche Schulen, Förderschulen? - Je nach Schulart und BL fällt die Antwort andes aus.

    Ich war jetzt ehrlich gesagt gar nicht davon ausgegeganen, dass Mikael GEW-Mitglied sein könnte, da mir das angesichts seiner konstanten Kritik spezifisch an dieser Gewerkschaft (neben Verdi versteht sich) ideologisch doch sehr fern scheint aus meiner Perspektive (wäre aber tatsächlich möglich, dass er einfach nur wahnsinnig enttäuscht und desillusioniert ist von seiner bisherigen Gewerkschaft- Gründe hat er ja hier im Thread auch schon genannt). Aber klar: Erstmal darf man durchaus auch einfach im eigenen Verband seine Kritik äußern, sich einbringen, sich Gehör verschaffen wenn dort Dinge gefühlt aus dem Ruder laufen, man aber den Eindruck hat dennoch noch am "richtigen" Ort zu sein (was ich mir jetzt bei Mikael und der GEW irgendwie nur schwer vorstellen kann, aber seis drum). Schließlich zeichnen sich ja auch Gewerkschaften durch demokratische Mitwirkung aus, die es zu leben (oder ggf.auch einzufordern) gilt.

    Meine Reaktion bezog sich nicht auf sachliche Argumente, mit denen ich absolut bereit bin mich auseinanderzusetzen, ganz gleich, ob ich sie teile oder nicht, sondern auf immer wieder ohne Argumente eingeflochtene Sprüche über GEW ("GEWerkschaften") und Verdi, die eben gerade kein Diskussion darstellen und für eine Kritik dann in ihrer Repetitivität auch zu dünn sind. Nur auf diese Sprüche bezog sich mein Gegenspruch. Lass uns sehr gerne argumentativ kritisch auf Gewerkschaften (GEW, Verdi, Philologenverband, IGMetall, Cockpit, whatever) blicken und über diese diskutieren. Dafür bin ich jederzeit zu haben. Ich bin auch Mitglied in einer Gewerkschaft (seit inzwischen 18 Jahren), sehe klare Stärken, aber weiß natürlich auch um Schwächen und bin da sicherlich- auch wenn ich meine gewerkschaftliche Heimat gefunden habe- ideologisch nicht so festgefahren, dass ich nicht imstande wäre Kritik selbst zu äußern oder auch mit ihr umzugehen, wenn sie von außen kommt. Das sollte eigentlich auch normal sein und nicht erwähnt werden müssen. Das halte ich dir angesichts deiner sonstigen Beiträge auch zugute Morse, dass du diese Form der Kritikfähigkeit mitbringst. ;) :)

    Ich glaube schon, dass allein die Tatsache, dass man schon Mal in irgendeiner Art von psychischer Behandlung war oder derartige Medikamente verschrieben bekommen hat, ein Problem sein könnte.

    Wie gerecht oder ungerecht das im Allgemeinen oder Deinem Fall ist, weiß ich nicht, aber ich würde das nicht auf die leichte Schulter nehmen.
    Vermutlich hängt das auch etwas vom jeweiligen Amtsarzt ab, da gibt's ja bei diesen Untersuchungen Unterschiede wie Tag und Nacht.

    Ja, diese Unterschiede gibt es, deshalb ja auch meine eingangs erfolgte Empfehlung den Arzt weise auszuwählen mit gutem Blick auf dessen originäre Facharztrichtung. Ein Arzt, der selbst als Therapeut tätig ist dürfte beispielsweise zwar detaillierter nachfragen bei einer vergangenen depressiven Verstimmung, verfügt aber eben - anders als Kollege X mit Facharzt in Orthopädie- auch eher über das erforderliche Fachwissen um Antworten des Patienten sauber einordnen zu können und nicht nur nach Schublade zu sortieren. Wenn der TE sich zusätzlich noch gut überlegt, was er auf mögliche kritische Fragen antworten kann, um diese sowohl völlig ehrlich zu beantworten, aber auch sich selbst dabei klug darzustellen und das Attest ergänzt ist das Ganze zumindest vor dem Hintergrund dessen, was hier im Thread steht kein unmögliches Unterfangen auch wenn es leider stimmt, dass Therapie und Co.weniger als gesunde Selbstfürsorge, als vielmehr als mögliches Risiko gesehen werden.

    @Pustekuchen : Gute Frage. Vor dem Ref mussten wir das nur selbst einreichen, ist ja auch eine privat bezahlte Untersuchung bei der es wirklich erhebliche Unterschiede gibt. So bestand bei manchen Refs der Hörtest darin, dass der Arzt in einer Ecke des Zimmers leise etwas gesagt hat, was die Person hören musste, während es bei mir ein richtiger Hörtest war wie beim HNO. Müsste der TE vielleicht nochmal bei seiner Gewerkschaft in Erfahrung bringen, als worst case-Option.

    In BaWü gibt es seit dem Schuljahr 2012/2013 keine verbindlichen GS-Empfehlungen mehr. Seit dem Schuljahr 2018/19 muss die noch immer nicht-verbindliche GS-Empfehlung jetzt zumindest der Sekundarschule bei der Anmeldung vorgelegt werden, damit diese weiß, welche Schülerschaft mit welchem Förderbedarf zu ihnen kommt. Nach der Orientierungsstufe darf man getrost davon ausgehen, dass SuS mit Werkrealschulempfehlung nicht mehr am Gymnasium zu finden sind, da diese konsequent abschulen wenn die Noten nicht ausreichend sind. Alle anderen Schularten schulen nicht mehr ab, beraten aber Eltern zu möglichen Niveauwechseln der Kinder oder auch ggf.einem sinnvoll erscheinenden freiwilligen Schulwechsel, der in Einzelfällen angezeigt sein kann. Die sogenannte "multilaterale Versetzungordnung" regelt dabei detailliert bei welchen Noten ein Niveauwechsel in die eine oder andere Richtung möglich oder nötig ist.

    Morgensonne ist herrlich, da es bei uns an der Schule aber neben der Ausrichtung auch eine Frage des Bauteils der Schule ist, ob man im Sommer ab 9 Uhr nur noch mit Vollverdunkelung arbeiten kann- was jedwede Morgensonnenfreude obsolet macht-, damit das Whiteboard nicht blendet und ab 10 Uhr mit geöffneter Zimmertür, damit man in der stickigen Luft nicht umkippt: Nachmittags im Sommer nur Süd-Ost-Ausrichtung im Ur-ur-uraltbau, alle anderen Räume sind dann aus den verschiedensten Gründen nicht mehr erträglich.

    Wo würdest du es in deiner Schule dauerhaft beim Unterrichten aushalten?

    Weniger motzen Mikael, mehr selbst machen: Wenn dir die GEW nicht passt, such dir eine andere Gewerkschaft die näher an dir dran ist ideologisch (Philologenverband vielleicht?) und engagier dich dort, damit was dir wichtig ist gehört und womöglich umgesetzt wird. Nur Schimpfen, aber nichts machen wollen, damit sich etwas ändert ist zu billig.

    Ach Hase, du hast da letztes Jahr für dich gesorgt, damit es kein größeres gesundheitliches Problem wird. Das kostet Mut, Kraft und innere Stärke und ist nichts, was dir auf die Füße fallen sollte- im Gegenteil! Also mach dir deshalb keine Vorwürfe, sondern sei stolz auf dich, weil du gut auf dich srlbst geachtet hast. Solche Arbeitskräfte wünscht sich am Ende jeder Arbeitgeber.

    Besorg dir das Attest des Psychiater und lass dich nochmal von deiner Gewerkschaft beraten. Mit dem von mir genannten Text, der einer Empfehlung der Schwerbehindertenvertretung entnommen ist, stehen deine Chancen aber gut, dass es durchgeht, da ein Amtsarzt sich nicht einfach über ein fachaerztliches Gutachten hinwegsetzen kann.

    Erstmal: Herzlichen Glückwunsch und willkommen im Ländle! Schön, dich bei uns zu haben.

    Zu deinen Fragen: Es gibt keinen festen Amtsarzt mehr, sondern Ärzte, die für die erforderlichen Untersuchungen zugelassen sind verteilt übers alle vier RPs. Beim Landesgesundheitsamt findest du weitergehende Informationen dazu: https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Service…e_Bewerber.aspx samt Link zur Liste der zugelassenen Ärzte. Aus der wählst du einen Arzt aus, der/die dir besonders geeignet scheint. Speziell bei vestehenden Vorerkrankungen die vernünftig eingeordnet werden müssen, kann es sinnvoll sein, sich einen passenden Facharzt auszuwählen, damit man nicht vorschnell einsortiert wird.

    Auf der Seite findest du auch verlinkt den auszufüllenden Anamnesebogen (darin steht auch sehr genau, was du alles angeben musst). Attest des Berliner Psychiaters würde ich auf jeden Fall anfordern, aus dem klar hervorgeht, dass es keinen Rückfall gegeben hat, eine weitere medikamentöse oder therapeutische Behandlung nicht erforderlich ist und keine Einschränkung für den Zielberuf besteht. Damit ist die Hürde hoch angesetzt, über die ein weitere Arzt nicht einfach hinweggehen kann.
    Wenn du seit zwei Jahren abgesehen von den psychischen Problemen gesundheitlich komplett fit warst ist das natürlich kein Nachteil. Geh einfach mal den Anamnesebogen durch und wenn sich daraus weitere Fragen ergeben, melde dich noch einmal. Ich denke aber dieser ist größtenteils selbsterklärend.

    (...)Aber eine Nachfrage stellen: Hat denn JEDER Schüler "WBS" und "GK"? (Ich nehme an, "WBS" ist was mit Wirtschaft und "GK" mit Politik und Soziologie?). Oder besteht auch die Möglichkeit, nur eines der Fächer anzuwählen? Dann wären die fächerübergreifenden Maßnahmen ja schon wieder futsch.

    Ja, alle SuS haben WBS (=Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung) und GK (=Gemeinschaftskunde). WBS am Gym müsste ich nochmal nachschauen in der Kursstufe, zumindest GK kann kein SuS bis zum Abitur abwählen. In der Sek.I wo ich bin haben alle SuS ab Klasse 7- 10 jeweils eine Wochenstunde Wirtschaft. In GK gibt es die Möglichkeit in einem Schuljahr ab Klasse 7 im Rahmen des Schulcurriculums eine Doppelstunde zu setzen, ansonsten wird das Fach bis Klasse 10 einstündig unterrichtet. Bei uns ander Schule ist das Fach in Klasse 7 doppelstündig, ich weiß aber auch von einigen Schulen, die die Doppelstunde erst in Klassenstufe 8 setzen.

    Ansonsten: Was Yummi sagt. Große Frage, ob das Fach "Wirtschaft" eher VWL- oder BWL-lastig sein soll. BWL können wir als Sowi-Lehrer wohl echt nicht leisten.So, wie es mir erscheint, soll es aber tendenziell eher in RIchtung VWL gehen, was ich persönlich auch richtig finde (nicht, dass BWL sinnlos wäre, als Diff-Fach wäre das sicherlich ne tolle Ergänzung, aber vor dem Hintergrund der Stundentafel kann ich mir ein zusätzliches Fach oder eine stundenmäßig massive AUsweitung für Wirtschaft/Politik eben kaum vorstellen).

    Bei der Demokratieerziehung möchte ich vehement widersprechen - das ist aber vielleicht auch eine Art Glaubensfrage. Demokratieerziehung muss erstens ohnehin in jedem Fach stattfinden. So wie sprachsensibler Unterricht als Maßnahme der Sprachförderung auch in jedes Fach gehört, nicht nur in den Deutschunterricht.
    (...)
    Insofern: Wirtschaftspolitik hat m.M.n. einen großen Einfluss auf die Lage der Demokratie in einem Land. Daher kann man "Demokratieerziehung" von ökonomischer Bildung eben nicht trennen - man braucht beides, und das am besten miteinander verwoben.

    Ich bin zwar nicht einig mit dir, was das eine interdisziplinäre Fach anbelangt, mit dem Rest deiner Argumentation zur Demokratieerziehung aber umso mehr, die auch mir ein fundamentales Anliegen ist.
    Ich verstehe deine Argumentation aber durchaus. Tatsächlich konnte man in BW auch für die Sek.I bereits etwa 10 Jahre lang "Wirtschaftslehre" ( hauptsächlich VWL+ Wirtschaftspolitik für den Schuldienst mit einem Hauch von BWL, was auch genau dem entspricht, was wir hier in BaWü dann in der Sek.I unterrichten) studieren, ohne, dass es das Einzelfach gegeben hätte. Wirtschaftsaspekte wurden im Rahmen eines Fächerverbundes aus Politik-Geographie- Wirtschaft unterrichtet. Erst seit letztem Schuljahr gibt es das Fach eigenständig in der Sek.I, weil der alte Fächerverbund aufgelöst wurde. Dennoch gibt es noch kaum ausgebildete Lehrer für Wirtschaftslehre, weil bislang die Mehrheit der Absolventen des Fachs dieses für die beruflichen Schulen studiert haben und dort eingesetzt sind.

    Mir wir der Thread konstant auf der Dashboardseite angezeigt, als Thread mit ungelesenem neuen Beitrag des TEs. Wenn ich den Thread öffne, ist mein Beitrag Nr.4 allerdings der Letzte, den ich sehen kann. Ist der Beitrag z.B. wegen beinhalteter Werbung o.ä, nicht freigegeben?

    Na ja, ganz gleich, was einem "medial vermittelt wird" darf man von einem mittelprächtug intelligenten Menschen, pardon: Einem Menschen mit abgeschlossener Promotion, breiter Allgemeinbildung, hohen Ansprüchen an die fachliche Qualität und Führungsaspirationen dann schon erwarten, dass diesem klar ist, dass ein Internetforum kein geeignetes Bewerbungsportal für den Schuldienst, geschweige denn eine Führungsposition ist.

    @brasstalavista : Mein Tee nahm bei der Lektüre deines Beitrags einen kleinen Umweg über die Nase. Danke für den herrlichen Lachanfall! :top:

    Die Inflationsrate betrug in Deutschland seit 2013 konstant unter 2% ( vgl. https://de.statista.com/statistik/date…es-zum-vorjahr/ ). Im Durchschnitt der letzten 27 Jahre - um die Jahre mit wirklich hoher Inflationsrate zu Beginn der 90er noch einbeziehen zu können- hatten wir im Schnitt eine Inflationsrate von 1,68%. In den letzten 10 Jahren lag sie durchschnittlich sogar nur bei 1,22%. Welche Jahre genau hast du zur Grundlage des von dir angegebenen Durchschnitts der "letzten Jahre" gemacht @plattyplus ?

    Wirtschaftsunterricht isoliert unterrichten zu wollen, ohne Rückbindung an aktuelle (oder auch vergangene) Wirtschaftspolitik ist fachlich/fachdidaktisch ebensolcher Unfug, wie davon auszugehen, dass mit der Einführung eines Faches "Wirtschaft" der "neoliberalen Hegemonialpolitik" Tür und Tör geöffnet sei. Unsere Wirtschaft entsteht schließlich nicht im luftleeren Raum, sondern als Folge politischer Entscheidungen und gesellschaftlicher Grundwerte die ihren Ausdruck in Gesetzen und weiteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen finden. Wer seinen Schülern diese Verbindungen vorenthält, ihre Sinne nicht dafür schärft, sie nicht dafür qualifiziert, nicht nur funktional erfolgreich zu "wirtschaften" als Anbieter oder Nachfrager, sondern auch über nationale oder internationale Implikationen ihres Handelns nachzudenken und damit für wertorientiertes Urteilen und Handeln qualifiziert hält diese in einer künstlichen Unmündigkeit die jeder Form gesellschaftswissenschaftlicher Bildung fundamental widerspricht.
    Gerade Lehrwerke der Sek.I haben immer wieder eine erschreckende Tendenz dahingehend Sek.I-Schüler vorrangig zu guten, obrigkeitshörigen kleinen Soldaten erziehen zu wollen (dazu gab es erst vor zwei Jahren ein sehr erhellendes Fachbuch über Politik-Lehrbücher im Wochenschau-Verlag, bei Interesse kann ich den Titel mal im Bücherschrank raussuchen), wohingegen Gymnasial-Lehrwerke deutlich stärker auf echte, kritische Mündigkeit abzielen. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, dass wir als Lehrkräfte uns des Hauptziels unseres Unterrichts - Mündigkeit- bewusst sind und diese zu befähigen suchen. Simple Fachlichkeit wiederzukäuen hat mit dem Unterrichtsfach Wirtschaft - zumindest so, wie wir es hier in BaWü verstehen, interpretieren und unterrichten- höchstens am Rande zu tun und wird weder diesem Fach und seinen Zielen, noch unseren Schülern gerecht.

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