Bei uns (auch hoher TZ-Anteil) ist es eher umgekehrt bei den Zusatzaufgaben; neu anfallende Aufgaben gehen meist an Teilzeit-Lehrerinnen, denn "die haben ja noch Kapazitäten".
Hast du denn den vollen Überblick darüber, wer welche Aufgaben hat? Ich musste dazu erst eine Liste des Kollegiums durchgehen, um mir einen Überblick zu verschaffen und hatte nach einem Jahr wohl noch nicht auf dem Schirm, wer genau was alles macht und in welchem Umfang (Zusatzaufgabe ist ja nicht gleich Zusatzaufgabe).
Bei mir war es auch so, dass ich als Anfängerin in Vollzeit (zwei Korrekturfächer, im alten G9 in meiner Fächerkombi 5 Klassen) quasi alles gemacht habe, was mir angeboten wurde und zu allem "ja" gesagt habe, man wollte sich ja erstmal etablieren. Durch die Elternzeiten habe ich natürlich ein paar Sachen wieder abgeben müssen und mir danach auch erstmal möglichst viel vom Hals gehalten, da mich Teilzeit mit kleinen Kindern noch mehr gefordert hat als vorher Vollzeit ohne Kinder. Oberstufe habe ich aber auch die ganze Zeit durchgehend (bis zu diesem Jahr) gehabt.
Bei uns gibt es nur ein recht allgemeines Teilzeitkonzept (bezüglich der Aufsichten, Präsenzstunden, Stundenplangestaltung), aber vieles ist auch nicht geregelt (Präsenz wird an Elternsprechtagen, beim Tag der offenen Tür, Sommerfest etc. in vollem Umfang erwartet) und faktisch haben Teilzeit-Lehrkräfte anteilig oft mehr Mehrarbeit, da sie auch an ihrem freien Tag zur Schule kommen müssen, wenn da eine Konferenz oder Sitzung ist. Wenn man (bei uns) z.B. den Montag eigentlich frei hat, ist das mit dem "freien Tag" ziemlich absurd (--> die meisten Sitzungen und Konferenzen sind montags).
Du könntest ggf. mal mit dem Personalrat sprechen, auch um herauszufinden, ob da wirklich eine Schieflage besteht.