Beiträge von Lehrerin2007

    Bevor ich alles hinschmeiße würde ich auch erstmal an den Stellschrauben drehen, wo ich "rankomme". Also, was Samu schon sagte, z.B. an den eigenen Ansprüche arbeiten. Wie lange planst du z.B. Unterricht für die Oberstufe? Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass mich Oberstufe viel mehr Energie, Zeit und Planung kostet und fand es die ersten Jahre auch sehr belastend. Wir haben nicht wenige Kollegen an meiner Schule, die deshalb nie oder selten Oberstufe machen. Ich habe zwei Korrekturfächer und brauche auch lange, aber zumindest hier ist es so, dass ich 1 Klausur pro Halbjahr schreibe und ich plane mir dann andere Termine so drumherum, dass ich mich darauf einstellen kann (ich brauch so ca. 22 h pro Klausur/Kurs von ca. 20). (Nächstes Mal wird es bei mir kurz vor Weihnachten sein, also habe ich noch die Ferien dazu.). Da kann ich auch nicht schneller werden. Aber: Ich habe gerade in der Oberstufe viel mehr an die SuS "delegiert", also meine Lehrervorträge tlw. stark zurückgenommen und durch Referate, Zusammenfassungen, Diskussionen, Ausarbeitung von Texten seitens der SuS usw. und die Unterrichtsmethoden so abgeändert, dass ich immer wieder eine Art "Ruhephase" habe im Unterricht, wo ich mich mal 10-15 min. zurücknehmen kann. Das war für mich am Anfang nicht so offensichtlich, dass man das so machen kann, ich musste das erst lernen. Außerdem schrecke ich nicht mehr davor zurück, Unterrichtsplanungen 1:1 aus den Kursen davor zu übernehmen. Nicht immer, aber gerade wenn ich wenig Zeit habe. Manches überarbeite ich, passe es an, wenn ich gerade etwas Zeit habe, befasse ich mich auch mit neuen Lektüren/Artikeln/Quellen usw., aber eben nur dann. Wen interessiert es, ob ich die gleichen short stories nehme wie im Kurs davor oder andere? Der Vorteil ist ja, dass ich die so gut kenne, dass ich dann möglicherweise noch besser vorbereitet bin als wenn ich mich in eine neue einarbeite? Und wenn sie mir zum Hals raushängen, nehm ich eben doch mal eine neue mit rein... Und meine zusätzlichen Arbeitsblätter, Handouts, vorbereitete Diskussionen/Debates, Quizzes und was auch immer ich vor Jahren mal vorbereitet habe, sind auf Dauer angelegt, die kann ich auch immer wieder einbauen. Also für mich kann ich zum Thema Oberstufe sagen: Je länger bzw. je mehr Erfahrung, desto weniger droht die Überforderung. Das kann bei dir durchaus auch kommen, aber es dauert halt ein paar Jahre.

    Versuche herauszufinden, was genau dich überfordert (bzw. zu überfordern droht) - dein Anspruch an deinen Unterricht, die Korrekturen (nur die?), der Unterricht selbst (fachlich)...? Schreib es auf, am Ende von jedem Tag, der besonders stressig war und überlege dann, ob du was ändern kannst, was du ändern kannst oder ob das Ende der Fahnenstange tatsächlich schon erreicht ist. Dann kannst du immer nochmal überlegen, ob du den Job wechseln willst.

    Also es scheint tatsächlich keine Notbetreuung eingeplant zu sein für den Fall von Klassenteilungen. Es geht ja auch kaum, weil ja der Plan ist, den Stundenplan weiter wie bisher zu unterrichten, nicht reduziert, wie zwischen Pfingsten und Sommer. Wo sollen da noch Stunden für die Notbetreuung herkommen...?

    Im Landkreis Fürstenfeldbruck sind die Klassen geteilt und dort gibt es keine Notbetreuung und es gibt laute Aufschreie seitens der Eltern. Ich bin gespannt, was da noch kommt...!

    Vielleicht ist das "vor die Tür schicken" gar nicht böse gemeint. Wenn ich Kinder in meiner Klasse habe, die so dolle weinen, dass ich nicht mit ihnen ins Gespräch kommen kann/trösten kann, dann schicke ich diese auch raus.

    Ich frage immer, ob sie kurz raus möchten, weil viele es auch unangenehm finden, wenn andere das mitbekommen oder sie sogar immer anschauen, während sie weinen. Ich lasse dann z.B. auch die Sitznachbarin/Freundin mitgehen. Aber ich habe auch schon größere Schüler...

    Neulich weinte eine in meiner 5. plötzlich los, weil sie eine Hausaufgabe vorlesen sollte... Sie hatte sie auch und sie war richtig, sie weinte aber weiter 🤷🏼‍♀️. Ich ging dann selbst mit ihr vor die Tür und die Sitznachbarin durfte mitkommen, aber sie hat weder mir, noch ihr erzählt, was eigentlich los ist... (weiß ich bis heute nicht). Alleine vor die Tür schicken finde ich schwierig, in jeder Altersstufe, denn offensichtlich hat das Kind ja irgendwas und braucht vielleicht Beistand.

    Die Lehrerin sollte das unbedingt wissen, dass das eine schlimme Situation für deine Tochter ist. Vielleicht könnt ihr im Gespräch eine Alternative finden.

    dass es ja nun auch nicht nötig sei, dass ich Vollzeit arbeite. Das empfnd ich als unglaubliche Frechheit.

    Da wäre ich ja an die Decke gegangen. Was geht die eure finanzielle/familiäre/arbeitsorganisatorische Situation an? Außerdem, wie bereits in diesem Thread erwähnt, heißt Teilzeit als Lehrer/in nicht, dass man sein Kind automatisch um 14:00 abholen kann. Schließlich gibt es an vielen Schulen Nachmittagsunterricht. Das ist ja die Krux mit der Teilzeit in diesem Beruf!

    Ich glaube einfach, die Meinungen sind extrem geteilt und die Eltern einfach verunsichert. An manchen Schulen (so auch an denen meiner Kinder) gab es bisher weder Fälle, noch war Quarantäne nötig. Viele Eltern hoffen, dass die Klassen nicht geteilt werden, weil sie nicht wissen, wie sie das nochmal über Wochen leisten sollen. Andere finden es absolut notwenig, spätestens jetzt die Klassen zu teilen.

    Weiß eigentlich jemand, wie das mit der Notbetreuung ist? Muss die zu einer bestimmten Zeit angeboten werden oder machen die Schulen das, wie sie wollen? An meiner Schule war die von 8-16:00. An der Grundschule meines Kindes aber erst ab 10:30, was mir herzlich wenig nützt, wenn ich zur 1.-4. Unterricht habe.

    Vor den Sommerferien haben wir es ohne Notbetreuung geschafft, jetzt definitiv nicht mehr, wenn die Klassen bald geteilt werden sollten.

    Gibt es da Vorgaben? Soweit ich weiß, muss es jede Schule anbieten, aber 10:30 nützt mir halt herzlich wenig...

    Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in unserem Fall sicher noch viel größer als bei anderen Berufen

    Ja und nein. Sehe ich zwiespältig. Was die Schulferien anbelangt, wenn man Schulkinder hat, definitiv ja. Da bin ich wirklich froh, dass ich mich nicht darum kümmern muss (also organisatorisch; unterhaltungstechnisch schon...). Aber ansonsten, wenn der Hort mal eher zu macht (wegen Fortbildung oder Personalversammlung), kann ich nicht mal Überstunden nehmen oder eher Schluss machen wie die meisten anderen. Ich buche die Hortbetreuung um meinen Stundenplan herum, aber wenn die plötzlich eher zu machen als sonst (aktuell wegen Personalmangel), steh ich doof da und kann nichts tun. Ich kann nicht erwarten, dass die Schule wegen mir den Stundenplan ändert, aber auch nicht, dass mein Vollzeit arbeitender Mann immer sofort bei Fuß steht, wo ich doch diejenige bin, die wegen der Kinder TZ arbeitet. Manchmal passt das vorn und hinten nicht mit dem ganzen Nachmittagsunterricht und den Nachmittagsterminen. Leider...

    Eine Freundin, die im Büro arbeitet und immer 15:00 Schluss hat, egal wann, hat dieses Problem nicht (verdient, zugegebenermaßen, aber auch weniger und ich stelle mir ihren Job langweilig vor...).

    Bayern: Was gilt bei einer Inzidenz ab 50 (Grenzwert)?

    Treffen mit anderen Menschen: Nun dürfen sich in der Öffentlichkeit und in privaten Räumen maximal fünf Personen oder zwei Haushalte treffen.

    Private Feiern: Auch feierliche Anlässe dürfen jetzt nur noch maximal zu fünft oder mit zwei Haushalten begangen werden - egal ob an einem Veranstaltungsort oder privat gefeiert wird.

    Ich bin mir jetzt unsicher. Da steht ja max. 5 Personen ODER zwei Haushalte (und nicht max. 5 AUS zwei Hauhalten). Heißt das, die max. 5 Personen können auch aus bis zu 5 Haushalten kommen?

    Eine Bekannte sagte letzte Woche, Kindergeburtstage dürfen ja unter den Umständen nicht stattfinden. Aber mit max. 5 Personen schon, oder interpretiere ich das falsch?

Werbung