Beiträge von Lehrerin2007

    Liebe Englisch-Kolleg*innen!

    Wie gestaltet ihr Kurzarbeiten im Fach Englisch in der Oberstufe in Bayern? Seit es diese neue Berechnung gibt mit den Tabellen, heißt es ja - eigentlich - man soll nur Abitur-relevante Formate in den Kurzarbeiten verwenden, und nicht mit anderen (nicht-Abitur-relevanten) Aufgabenformen mischen. Macht ihr dann z.B. nur eine Cartoon-Analyse, einen Aufsatz, eine Hörverstehensprüfung usw?

    Wie prüft ihr z.B. Wortschatz ab in der Oberstufe - oder macht ihr das gar nicht mehr?

    Danke!

    Ich habe die Hälfte meines Studiums noch zu Hause bei meinen Eltern gewohnt, dann war ich im Ausland und als ich wiederkam, bin ich ausgezogen (noch knapp 1,5 Jahre Studium übrig). Ich habe in einer 1-Zimmer-Wohnung für 260 € warm gewohnt (und das in einer guten Lage in einer Großstadt)!!! Die kostet heute mind. das Doppelte, wenn nicht 3x so viel Miete...

    Ich bin mit einem 430 €-Job, dem Kindergeld und ein wenig Taschengeld ausgekommen, ich hatte sogar ein Auto. Heute völlig unvorstellbar...

    Deshalb überlege ich, ob ich jetzt nicht mehr durch die Reihen gehe, sondern am Pult bleibe und die Schüler zu mir bitte.

    Das sollen wir sowieso explizit so machen. (Ausnahmen sind möglich, wenn es nicht anders geht).

    meine persönliche Komfortzone ist irgendwie größer als die 25 cm von Gesicht zu Gesicht, die viele angemessen finden...

    Das finde ich schon ohne Corona das absolute Minimum. Ich muss nicht wissen, was mein Kollege oder meine Kollegin zuletzt gegessen hat. Ich wäre da ganz rigoros und würde weiter die Fenster öffnen, wenn ich reinkomme (wenn ich wieder draußen bin, kann ein anderer, dem es zu kalt ist, ma wieder zu machen), ungeachtet dessen, was die anderen sagen. Und ich würde meinem Gegenüber ganz klar sagen, dass er bitte Abstand halten soll. Darüber hinaus würde ich das Lehrerzimmer meiden wo es geht.

    In unserem Hygieneplan gehört auch das Lüften im Lehrerzimmer dazu!

    Für mich klingt das alles eher nach ziemlicher Willkür. Vor allem, wenn man nicht mal mehr nachvollziehen kann, warum man eine schlechte Note bekommen hat... (bzw. die Begründung nicht nachvollziehbar ist).

    Wir haben alle in einer Oberstufe unterrichtet und haben alle einen kulturwissenschaftlichen Ansatz bzw. interkulturellen Ansatz gemacht; so wie es unsere Fachleitung beigebracht hat. Laut unserer Fachleitung ist die höchste Priorität im LK, dass die Schüler den AFB III auf der Beurteilungsebene schaffen. Folglich haben wir alle unseren Unterricht so geplant, dass die SuS am Ende im AFB III Bereich diskutieren und ihre interkulturellen Kompetenzen fördern. Entweder haben wir alle hier es falsch gelernt oder es gibt unter den Fachleitungen und Prüfern unterschiedliche Sichtweisen auf den Unterricht in der Oberstufe.

    ... Klingt als hätte man euch ins offene Messer laufen lassen. Für mich erschließt sich aus dem, was du da beschreibst nicht, wie man deine Lehrerkompetenz feststellen wollte.

    Es ist mir aber z.B. ein Graus, am Wandertag mit Schülern ins Gespräch kommen zu müssen. Vor allem am Anfang des Jahres, wenn ich die Schüler noch nicht kenne.

    Irgendwas muss ich an mir haben, dass die SuS mir immer alles Mögliche erzählen... 🤔

    Ich käme gar nicht in die Verlegenheit, dass ich nicht wüsste, worüber ich mit denen reden soll... Dabei war ich früher auch absolut keine Smalltalkerin und fand Situationen mit unbekannten Leuten sehr unangenehm.

    Ein Praktikum ist eine gute Idee. Ich denke, dass eine introvertierte/zurückhaltende Art allein kein Grund ist, nicht Lehrer zu werden, wenn das der Berufswunsch ist. Aber vielleicht kommt es ein wenig darauf an, welche Auswirkungen das hat, ob du z.B. trotzdem gut auf Menschen eingehen kannst, wie du kommunizierst usw.. Du bist zwar ein Alleingänger in deiner Klasse als Lehrer, aber arbeitest trotzdem im Team mit Teilen des Kollegiums. Du sitzt nicht den ganzen Tag für dich im Büro.

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man auch reinwächst in dieses "Lehrersein", schlagfertiger im Umgang mit frechen SuS wird usw. - also die Erfahrung bringt dir sicher auch noch was.

    Mit Überforderung wirst du in der Ausbildung (wie in anderen Berufen auch) oder auch später im Job hier und da sicherlich mal konfrontiert werden. Vielleicht solltest du dir da rechtzeitig Hilfe suchen (auch z.B. in Form von Fortbildungen), um damit umgehen zu können, denn da kommt man mit Rückzug langfristig wahrscheinlich in diesem Job nicht so weit.

    Sorgen und Ängste hatte sicherlich jeder mal in der Lehrerausbildung. Dabei ist es wichtig, diese anzugehen, sich Hilfe zu suchen (z.B. bei erfahrenen KollegInnen), sich auszutauschen Strategien zu entwickeln usw.

    Ich habe selbst zum Glück keine Erfahrungen machen müssen mit Gewalt gegen Lehrer (bzw. mich). Was ich allerdings im Vergleich zu meinen Anfängen feststelle, ist, dass der Ton mir gegenüber deutlich schärfer, unfreundlicher, sogar beleidigend geworden ist und die Wertschätzung abgenommen hat, von Seiten der Schüler, aber vor allem auch der Eltern. Was sich Schüler heute trauen zu sagen den Lehrern gegenüber, das gab es zu meiner Schulzeit nicht. Da frage ich mich schon manchmal, woher das kommt bzw. wie diese Entwicklung zustande kommt. Der Umgang mit solchen Schülern kostet mich mehr Energie und ich nehme die Themen mehr mit nach Hause als früher, was ich als stressig empfinde.

    Diese Berichte über Gewalt oder sogar geplante Morde finde ich entsetzlich und sehr besorgniserregend...

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