Beiträge von Lehrerin2007

    Und eine seriöse Hausfinanzierung sollte in der Tat so aussehen, dass man das auch mit einem Gehalt irgendwie schaffen kann. Eine Finanzierung so aufzubauen, dass man auf 2 Gehälter angewiesen ist und den Faktor Kinder noch hat, ist schon risikobehaftet.

    Das ist allerdings Realität bei vielen Familien, insbesondere in den Ballungsräumen. Das Modell, dass nur einer (i d R der Vater) arbeitet und die Familie ernährt, funktioniert schon lange nicht mehr flächendeckend und dauerhaft (dass es nicht mehr zeitgemäß ist, ist ein anderes Thema). Wenn dann alle Eltern so denken oder planen würden wie du, oder, wenn sie eben feststellen, dass es so risikobehaftet ist, überhaupt Kinder zu haben, weil ja alles mögliche passieren kann, gäbe es noch viel weniger Kinder (und damit auch viel weniger Lehrer*innen!).

    Übrigens würde ich das Risiko, ein Kind über Wochen zu Hause zu haben, eher als gering einschätzen.

    Ich auch. Mir ist kein solcher Fall in meinem Umfeld bekannt. Maximal 2-3 Wochen vielleicht wegen einer OP oder so und da ist das Kind dann auch die meiste Zeit im KH.

    Aber stell dir vor, wenn massenweise Eltern nicht arbeiten gehen, weil ihnen das Risiko zu hoch erscheint, das funktioniert nicht. Allein wenn am einer Schule ein Teil der Lehrkräfte wochenlang nicht kommen, wie soll das gehen?

    Sehe ich ebenfalls so. Selbst wenn die Lehrkräfte sich alle unbezahlt beurlauben ließen (würde dann ja ggf. auch gar nicht genehmigt werden, wenn die Unterrichtsversorgung nicht gewährleistet ist), hilft das dem Unterrichtsbetrieb nichts.

    Ich habe geschrieben, dass man sich auch auf eine Betreuung von 2-3 Woche zu Hause einstellen muss.

    Nee, ursprünglich ging es darum, seine Kinder aufgrund der Infektionsgefahr nicht in die Schule zu lassen. Und da reden wir nicht von 2-3 Wochen. Letzteres zu organisieren ist i. d. R. kein so großes Problem und das muss man auch nicht minutiös vor dem Schwangerwerden (das dann doch manchmal ganz fix geht, soll sogar schon ungeplant passiert sein...!) durchplanen. Ich kenne niemanden, aber auch absolut niemanden, der sich vor der Familienplanung Gedanken gemacht hat, was passiert, wenn das Kind mal 2-3 Wochen krank ist, was passiert, wenn die Kita einen Rohrbruch hat, was passiert, wenn die Schule brennt, was passiert, wenn eine Pandemie mit Schulschließungen kommt oder sonst was! Ja, man schließt vielleicht eine Lebensversicherung ab, damit ein Elternteil eine Absicherung hat, falls dem anderen etwas passiert, aber du willst doch nicht ernsthaft meinen, man müsse alle möglichen, z.T. sehr unwahrscheinlichen Eventualitäten und vor dem Kinderkriegen durchplanen??? Ein Wahnsinn!

    Ihr habt euch dafür entschieden, das Kind zu schicken, auch wenn es sich in der Schule anstecken kann.

    Nein. Wie schon gesagt, es besteht Schulpflicht in den meisten Bundesländern, da haben die Eltern gar nichts zu entscheiden, ob sie wollen oder nicht.

    Welche Behauptungen denn?

    Na die da oben z.B. ...

    Sollte man sich solche Gedanken nicht vorher machen? Ich meine was machst du, wenn dein Kind mal längerfristig erkrankt? Das ist ja auch nie auszuschließen.

    Sehr witzig. Das hatten wir schonmal, man soll sich bei der Familienplanung Gedanken machen, wie man bei einer Pandemie mit möglichen Schulschließungen die Kinderbetreuung organisiert? Am besten vor jedem S**, denn es könnte ja ein Kind bei rauskommen!!! Und am besten gleich auch noch, was man macht, wenn ein Partner den anderen verlässt, stirbt, wenn der Klimawandel zuschlägt, wenn dieses, jenes.... Mein Gott, wer macht das denn??? Da kann man es gleich lassen mit dem Kinderkriegen. Natürlich kann eine unvorhergesehen Situation (auch in anderen Lebensbereichen) eintreten und natürlich kann ein Kind auch längerfristig erkranken, bei dem von dir genannten Beispiel von 3-4 Wochen würden aber erstmal die Kinderkrankentage reichen, die ich nicht nehmen darf, wenn ich mein Kind aus Angst vor einer Infektion nicht in die Schule schicke.

    Eine Schülerin sitzt im November (2021--> Corona) in bauchfreiem Top (dünnes Jäckchen drüber) im Klassenzimmer: "Frau Lehrerin, können Sie bitte das Fenster zu machen, mir ist kalt!"

    Ich habe mich über diese Aussage des Stiko-Chefs auch geärgert. Auf mich persönlich wirkt er nicht mehr wirklich kompetent, ich finde seine Aussagen nicht mehr nachvollziehbar. Es ist einfach nur peinlich, wie andere Länder sich über Deutschland und sein lahmes Tempo und die Vorgangsweise der Stiko lustig machen, während wir einer der Hotspots weltweit sind.

    Mal aus Interesse: spielt FFF bei Euch noch eine große Rolle?

    Ich habe das Gefühl, dass das hier ziemlich eingeschlafen ist.

    Ja, ich habe nur von einer Demo im Sommer mitbekommen. Ansonsten nicht mehr.

    Ich weiß, dass unsere Oberstufler (insb. die Q12) so eine Angst vor Distanzunterricht haben, dass sie lieber in die Schule kommen. Bei den Klausuren usw. gibt es bisher kaum Nachschreiber, die wollen das einfach nur noch abhaken.

    Wie geht ihr denn damit um, wenn sich Menschen im näheren Umfeld nicht impfen lassen? Wir haben das sowohl in der Familie als auch im Freundeskreis - da mein Mann Risikopatient ist , finde ich das extrem schwierig . Hier fallen Kontakte weg, die vorher dazugehörten… auch für die Kinder .

    Im Freundeskreis sind zum Glück alle geimpft, aber in der Familie nicht (schrieb ich in einem anderen Thread schonmal). Wir haben beschlossen, die betr. Familienmitglieder nur draußen zu treffen. Dafür ernteten wir Unverständnis und wurden (ignorant!) dennoch gefragt, ob wir nicht noch reinkommen wollten, aber da bleiben wir ganz hart. Auch wenn es jetzt draußen kalt ist, spazieren gehen kann man immer. Ansonsten gibt es kein Treffen. Oder nur online. Punkt.

    Das mit der Schuleingangsuntersuchung (auch wenn ich die U's beim Kinderarzt und die Gespräche und Beobachtungen in der Kita wichtiger fand) ist natürlich schade, wenn das Kind sich drauf gefreut hat. Meine waren damals ganz stolz, "bestanden" zu haben bzw. Lob zu bekommen, was sie alles schon so gut können. Finde ich eine nette Idee, dass ihr das mit der Oma nachholt.

    Ich persönlich empfinde den Moment als puren Stress, in dem ich zweimal wöchentlich die Mail mit dem Pooltest-Ergebnis (Kind 2 ist in der Grundschule) bekomme, auch wenn ich die PCR-Pooltestung an sich super finde. Die war jetzt schon 3x positiv ("schon" ist gut, es gibt sicher Klassen, wo das noch öfter der Fall war) und dann wartet man geschlagene 5-7 Stunden bis zum Einzelergebnis. In der Zeit gehen einem ungefähr 10 Szenarien durch den Kopf, wie der nächste Tag nun weitergeht und wie man sich organisiert bzw. wann man überhaupt anfängt sich zu organisieren, während der eigene Job und der des Vaters ja auch weiterläuft; ich schlafe dann auch meist schlecht. Wenn das Einzelergebnis negativ ist, erfährt man erst morgens, ob das eigene Kind Kontaktperson ist und ob es nun daheim bleibt oder zur Schule darf.

    Bei Kind 2 gucke ich 3x die Woche, wenn ich schon in der Schule bin, ab 8:15 aufs Handy, ob die Schule sich evtl. wegen eines positiven Schnelltest meldet...

    Würdest du dein u12-Kind mit der vollen Dosis impfen lassen wollen? Ich würde Kind 2 sofort die Kinder-Dosis verpassen lassen, kenne aber bisher nur einen Arzt (immerhin), der das direkt nach der Zulassung machen würde und da müsste ich auch erst einen Termin bekommen.. Aber da die Impfstoffe erst kurz vor Weihnachten verfügbar sein sollen, ist das frühestens im Januar ein Thema.

    Kind 2 wird im Dezember 12 und hat einen Impftermin. Es kommt mir noch so eeeeewig lange vor bis dahin und ich hoffe, dass es sich Corona nicht noch vorher einfängt.

    Die Kinder lasse ich impfen, um einen möglichen schwereren Verlauf zu vermeiden (auch, wenn ich weiß, dass das bei Kindern selten der Fall ist, aber darauf allein möchte ich mich nicht verlassen), auch mit der Hoffnung, falls es später doch zur Infektion kommt, Langzeitfolgen zu vermeiden und um das Damoklesschwert namens "Quarantäne" zu verscheuchen.

    Und dann stellt sich v.a. wegen der Kinder ja die Frage: Was machen wir an Weihnachten. Wir sind ja schon letztes Jahr zu Hause geblieben (wir sind sonst immer zu den Großeltern gefahren) und das fanden sie schon schade und mir tat es Leid. Allerdings sind die Großeltern geimpft und bis Weihnachten wohl auch geboostert, was die Sache natürlich einfacher macht und weshalb wir es wohl wagen werden. Dennoch ist es ein komisches Gefühl bei der Situation!

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