Beiträge von Lehrerin2007

    Habe heute bei Tierarzt eine Intensivkrankenschwester aus dem KKH getroffen. Die hat erzählt, wie April/Mai noch die Intensivstation randvoll war und ständig Covid-Patienten gestorben sind. Sie meinte, eine Minderheit wären ganz alte Patienten gewesen, die Mehrheit waren U50. Gerade erst haben sie wohl einen 21jährigen der wochenlang beatmet werden musste von der Beatmung entwöhnen können. Meine Hausärztin meinte diese Woche, sie hätte in den letzten Monaten so unfassbar viele Patienten, auch und gerade junge Patienten, sterben sehen, dass sie inzwischen ganz radikal dafür wäre, alle, die weder geimpft noch genesen wären in Dauerquarantäne zu schicken (sprich Einführung einer Impfpflicht durch die Hintertüre). Die Krankenschwester heute hat auch schon wieder die größten Sorgen vor dem Herbst/Winter.

    Das finde ich interessant.

    Meine Verharmloser-Familie kennt angeblich einen Intensivpfleger, der ihnen gesagt habe, dass es v.a. im Winter eigentlich wie immer auf den Intensivstationen war: Knallvoll, aber das sei eben immer so, inklusive chronischem Personalmangel. Er habe gesagt, dass er das ganze Tohuwabohu um Corona übertrieben findet. Leider stützen sie sich mit ihrer Argumentation gegen Coronamaßnahmen und -imfpungen auf die Aussage dieses einen Pflegers.

    Ich kenne auch einen Pfleger (der Mann einer alten Schulfreundin), der seiner Frau gesagt hat: Wie kannst du dich impfen lassen mit einem Stoff, dass es erst so kurz gibt? Er selbst lässt sich nicht impfen... :(

    Tatsache ist, dass es das Konzept Summer School in Bayern nicht allgemein gibt.

    Das Programm heißt ja eigentlich "Gemeinsam Brücken bauen", die "Summer school" ist ein Teil davon oder auch Sommerschule, Ferienunterricht, Sommerunterricht... Zumindest haben wir die Info bekommen, dass wir das genau so in der 1./letzten Ferienwoche anbieten müssen. Wenn ich dich richtig verstehe, kann man das ggf. anders gestalten mit dem zur Verfügung gestellten Etat (wusste ich nicht). Die Kommunikation darüber finde ich insgesamt wirklich miserabel.

    Zum Thema summer school habe ich jetzt festgestellt, dass externe "Hilfslehrer"(Studenten, Praktikanten, Aushilfslehrer...) offenbar nicht erwünscht sind. Gleichzeitig bekam die SL aber wohl die Meldung, dass das Budget nur für 3 Lehrer / Fach / Woche reicht. Da diese als Freiwillige wohl schon verfügbar waren, war ich zum Glück raus.

    Von einer anderen Schule weiß ich aber, dass Kollegen z.T. für eine ganze Woche zur summer school verpflichtet wurden!! X(

    Nun bin ich leider nirgends fündig geworden, wie diese Note entsteht, wie hoch der Malus ist etc.

    Soweit ich mich erinnere, steht das auch erst am Ende des jeweiligen Jahrgangs fest bzw. am Ende deines Referendariats.

    Ich habe auch in einem anderen BL studiert und wurde dann nach BY verschleppt, wo mir der Referendariatsplatz hinterhergeworfen wurde. Wie die Notenberechnung letztendlich ausfiel, erfuhr ich erst im Anschluss an mein 2. St.Ex.

    Bei uns gibt es "Brückenkurse", wohl auch im neuen Schuljahr, die allerdings aus dem Wahlkurs-Topf genommen werden, d.h. es gibt viel weniger Wahlkurse. Und die tolle "Summer school" in der 1./letzten Ferienwoche.

    Ich bin aber auch in einer Gegend mit sehr niedriger Übertrittsquote (etwas über ein Drittel).

    Das ist natürlich ein großer Unterschied zu meinem Wohnort (über 60%).

    Ansonsten habe ich zwei Fremdsprachen und muss sicher gehen, dass die Vokabeln gelernt werden, daher frage ich auch ab. Wenn man die Vokabeln tatsächlich lernt, kann man da (sehr) gute Noten bekommen. Das Problem ist jedoch häufig, dass eben nicht gelernt wird. Ohne Abfragen würde wahrscheinlich noch weniger gelernt werden...

    Heute fragte ich in die Runde, warum einige gar nicht die Maske abnahmen, obwohl sie das am Platz doch jetzt dürfen. Antwort einer Schülerin: Ach lieber nicht, ich hab heute so Augenringe...

    Ich habe heute gestaunt, dass vor allem bei den Älteren gar nicht alle die Maske abnahmen am Platz. In meiner 9. war es sogar die Hälfte, die sie aufgelassen hat. Sie sagten, sie haben sich so sehr dran gewöhnt, dass es ohne Maske komisch ist oder dass sie sich Sorgen machen wegen möglicherweise bald wieder steigenden Zahlen bzw. Delta, und lieber die Maske aufbehalten.

    Zwei Wochen würde ich bei einem doppesltündigen Fach keinen längeren Zeitraum nennen. Doch mich würde interessieren: Wie genau erhebst du die dann?

    Da hast du natürlich Recht, ich habe in meiner 5. aktuell z.B. 5 Stunden pro Woche in Englisch, das ist sicher was anderes. In meiner 9. sind es 3 Stunden, da reichen mir 2 Wochen auch nicht immer (vor allem, wenn derjenige, den ich "beobachte" dazwischen auch mal fehlt). Man kann aber Unterrichtsbeitragsnoten auf einzelne (längere) Beiträge geben oder eben über einen längeren Zeitraum, es hängt auch sehr von der Unterrichtsform ab in dem Moment (Frontalunterricht vs. Gruppenarbeit mit anschließender mündlicher Präsentation).

    Ansonsten habe ich für einen Zeitraum (von 2 oder auch 3-4 Wochen) bestimmte SuS besonders im Blick bei ihren mündlichen Beiträgen, frage sie auch mal, wenn von allein nichts kommt und gebe denen dann darauf eine Note.

    richtig schwierigen "mixed bag"- Aufgaben

    Ich finde die selbst aus Lehrersicht schwer. Diese Aufgabenform (mit 5 Grammatik-Strukturen + Vokabeln) ist mit den Vorgaben noch relativ neu. Anfangs waren die SuS völlig überfordert und wir auch. Ich habe das richtig trainiert mit meinen Klassen. Was man sich selbst beim Erstellen der Texte denkt, ist nicht automatisch das, worauf die Schüler kommen. Die kommen manchmal auf ganz andere Sachen. Wir haben allerdings die Vorgabe, alles auch gelten zu lassen, was sinnvoll eingesetzt ist (ist ja auch fair) und bei Rechtschreibfehlern einen halben Punkt zu geben, wenn das Wort/die Form sonst richtig ist. Auch machen wir keine Mega-Texte mit 50 Lücken, das ist ja der Wahnsinn!

    Ich weiß aber nicht, ob das jetzt ein speziell bayrisches "Phänomen" ist.

    Ja, leider hab ich es verpasst, in dem Gespräch mit den Eltern zu fragen. Nächstes Mal tue ich das, wenn ich es höre.

    Ich sehe auch immer wieder, dass die Arbeitshaltung einfach nicht ausreicht. Da werden Hausaufgaben nur halbherzig oder lückenhaft gemacht, oder gar nicht erst aufgeschrieben (und dann auch nicht bei den anderen nachgefragt), es werden Vokabeln nur oberflächlich gelernt (obwohl ich mit 5ern anfangs immer bespreche, wie man das am besten anstellt und was dabei wichtig ist). Dann kommen die ersten schlechten Noten und es entsteht der Druck. Statt kontinuierlich immer die Aufgaben zu erledigen und dabei zu bleiben, lernen viele erst, wenn was ansteht (Schulaufgabe) und das dann gleich stundenlang. Nicht selten höre ich: "Wir haben doch so viel gelernt am Wochenende", wenn Eltern mit einer Note unzufrieden sind.

    Was bei mir in der Grundschule noch eine 3 war, war am Gymi eine 4 oder 5.

    Diese Erfahrung mache ich auch als Lehrerin der 5. Klassen, habe sie aber selbst bei mir damals nach dem Wechsel zum Gym auch machen müssen (wie gesagt, anderes BL); da wurde uns vorher sogar gesagt, dass es normal ist, wenn man notentechnisch etwas abrutscht, da die Anforderungen ja steigen. Meinen Eltern haben sie das aber leider nicht erzählt und die haben dann den Druck gemacht...

    Außerdem hatte ich ein grundsätzliches Problem mit dem Bewertungssystem z.B. in Englisch: Man hatte ein Punktekontigent pro Aufgabe, die gar nicht den erforderlichen Antworten entsprach und bekam entsprechend Minuspunkte. So konnte es sein, dass man noch Teile der Aufgabe richtig hatte, aber null Punkte hatte.

    Das ist bei uns (zumindest an meiner Schule) nicht erlaubt. Wie es an der Grundschule ist, weiß ich allerdings nicht.

    Lediglich, wie schon beschrieben, bei multiple choice-Aufgaben, da gibt es Minuspunkte für falsche Kreuze.

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