Ich glaube der Umgang im Kollegium spielt auch eine große Rolle, inkl. der Schulleitung. Und die Eltern der Schülerschaft auch. Wenn man auch Wertschätzung erfährt für seine Arbeit, ist es leichter, man ist selbst zufriedener und hat das Gefühl, man tut was Gutes, macht es richtig, wird anerkannt. Wenn aber nur gemeckert wird, es nie (gut) genug ist, Eltern ständig wegen den Noten der Kinder auf der Matte stehen und dabei persönlich werden, man das Gefühl hat, es ist eh für die Katz, was man da tut, ist die Gefahr größer, ein Burnout zu bekommen.
Ich hatte mal eine SL, die beim Beuteilungsgespräch zu mir (TZ, 2 kleine Kinder) sagte: Schön, dass Sie das und das und das gemacht haben. Aber in Zukunft könnten Sie ja auch noch das und das und das machen und sich hier und da engagieren.
Genau... Da war ich so genervt, weil das einfach überzogen und unverhältnismäßig war, zu erwarten, dass man quasi bei allem mitmacht (- es gibt auch Kollegen, die außerhalb ihres Unterrichts nichts groß zum Schulleben beitragen -), dass ich das total demotivierend fand. Das sollte sich über das ganze Kollegium gleichmäßig verteilen und bei TZ-Kräften auch nur anteilig (bei uns ist es aber leider oft eher umgekehrt). Und wenn es dann im Kollegium Lästerei oder sogar böses Blut gibt, kann einen das schon krank machen.
Letzteres ist bei mir wiederum aber nicht der Fall, zum Glück, sowas wäre für mich auch ein Grund, ggf. die Schule zu wechseln.

