Beiträge von Lehrerin2007

    Ja genau...

    Ich bin davon ausgegangen, dass ich das Kind dann ins Sekretariat schicke und dort wird alles weitere veranlasst, da ich ja weiter Unterricht in meiner Klasse habe. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass man vorher mit der Klasse in Ruhe drüber spricht, Fragen klärt und die Schüler anhält, Ruhe zu bewahren, wenn jemand ein pos. Ergebnis hat, zu sagen, dass man ja Verantwortung übernimmt, wenn man sich regelmäßig testet und dass es jeden treffen kann etc. - mehr kann ich doch nicht tun?

    ich finde, da wird ein bisschen viel von uns erwartet (wobei das nun auch wieder nichts Neues ist)...

    Wir sollen jetzt bis Ostern die Einverständniserklärungen einsammeln für die Selbsttests nach Ostern.

    Ich bin gespannt, wie viele da zustimmen. Eine Mutter schrieb mir allerdings, dass sie nur zustimmt, wenn sie genau weiß, wie wir die betr. Kinder dann "psychisch unterstützen" (so wie es auf dem Merkblatt für Lehrer von der KM-Website steht).

    Äh... Gute Frage.

    die KONTROLLE, dass sie wissen, jemand hat ein Auge darauf

    Ja genau, so mach ich das bei meinen Kindern auch. Beim Grundschulkind guck ich wirklich noch genau, ob auch alles erledigt ist, bei meinem eigenen 5.-Klass-Kind frag ich nur noch stichprobenartig nach, weil ich weiß, dass es passt. Wenn nicht, würde ich mir auch jeden Tag die Aufgaben zeigen lassen, dass ich zumindest im Blick habe, dass alles erledigt ist. Das machen viele Eltern gar nicht...

    Ich lasse mir alle Aufgabenbearbeitungen zuschicken.

    Das hab ich z.T. auch gemacht, aber nicht bei jeder einzelnen Übung; ich bespreche die ja auch nicht umsonst in den Konferenzen. Wenn ich mir 1x die Woche einen Text zuschicken lasse, ist es schon nimmer ein Drama, weil es vielleicht die Hälfte der Klasse selbständig zuschickt, den anderen muss ich hinterherrennen und sie reagieren nicht auf Anfragen. Manche sind auch so verpeilt, dass sie mir dann was Falsches zuschicken. Es ist jedes mal ein K(r)ampf. Mir graut davor, wenn wir nach Ostern (wahrscheinlich) wieder "auf Distanz" gehen :(:(:(

    Ich habe heute (nach meinem ersten Präsenzunterrichtstag seit 3 Monaten!) gleich mal die Hefte meiner 5. Klasse (Englisch) eingesammelt und war doch etwas geschockt. Ein Kind hatte 90% der Aufgaben nicht gemacht. Einige andere haben überhaupt nicht verbessert während wir die Aufgaben in den Videokonferenzen besprochen haben. Natürlich machen sie das im Präsenzunterricht auch nicht immer zuverlässig, und natürlich übersehen sie mal was usw. - aber manche haben so schlampig gearbeitet, dass ich gerade das Gefühl habe, ich habe den ganzen Distanzunterricht nur für die paar richtig Guten In der Klasse gemacht...

    Ich bin ziemlich frustriert :(

    In vielen anderen Jobs ist das auch nicht wirklich so. Eine Freundin von mir ist Beamtin bei der Stadt, die hat 50% Teilzeit, die ist dann von 8-12 Uhr jeden Tag da.

    Das wäre für mich durchaus eine Alternative zum freien Tag. Nur hat man an der Schule i. d. R. nie täglich um 12 (oder auch 13) Uhr Schluss. So einen Stundenplan habe ich noch nie gesehen.

    Daher finde ich einen freien Tag durchaus gerechtfertigt bei Teilzeit. Sonst kann man es sich eigentlich fast sparen.

    "Wir Eltern sind müde, kraftlos und ausgelaugt. Die Zündschnur ist bei allen kurz. Was wiederum zu schlechter Laune im ganzen Haus führt und alle, besonders aber die Kinder darunter leiden. Als Vollzeitarbeitende Mutter mit zwei Kindern ist es schwierig alles unter einen Hut zu bekommen."

    Das ginge mir bei Vollzeit mit Kindern schon ohne Corona so...

    Mir geht es an manchen Tagen ähnlich, obwohl meine Kinder echt selbständig sind und das meiste selbst machen und mein Mann - zum Glück! - recht flexibel Home Office machen kann an den Tagen, wo die Kinder daheim sind und ich in der Schule.

    Trotzdem schicke ich meine Kinder mit Bauchweh in den Wechselunterricht. Kind 1 freut sich so sehr, dass es mir schon leid tut, zu wissen, dass es möglicherweise bald wieder vorbei ist.

    Das hätte schon klappen können. Man hätte es halt durchsetzen müssen.

    Ja, ich hab mich falsch ausgedrückt. Ich glaube die Annahme war, dass die Inzidenz recht niedrig bleibt und die Grenzwerte waren deshalb so niedrig angesetzt. Dass wir Weihnachten bie 200 liegen würden, hat wohl keiner gedacht...

    unsere SL war der Meinung, okay 3 Wochen Schulschließung bis Ostern

    Das habe ich am Anfang ehrlich gesagt auch gedacht. Ich dachte sogar: Ist das nicht etwas übertrieben, die Schulen zu schließen? Ich hatte noch keine Ahnung, was da auf uns zukommt, hatte mich nicht mit exponentiellem Wachstum befasst und habe immer noch geglaubt, dass es bei uns schon nicht so schlimm wird. Erst später ist mir das ganze Ausmaß nach und nach bewusst geworden, nicht ahnend, dass wir ein Jahr später gefühlt immer noch auf der Stelle treten, was die Schulen anbelangt.

    Als am Tag davor die ersten Gerüchte bei mir ankamen über Schulschließungen, konnte ich das nicht glauben! Ich war noch mit den Kindern beim Sport und die Trainerin sagte: Solange die Schulen noch offen sind, trainieren wir auch weiter. Welche Ironie...

    In dem Sportverein sind die Kinder mittlerweile nicht mehr...

    Ich schaue auf das letzte Jahr zurück und finde es manchmal unfassbar! Aber ich bin froh, dass meine Familie bisher verschont geblieben ist, und frage mich: Was kommt da jetzt noch auf uns zu? Wie sieht es am 13.03.22 aus? Puh...!

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