Beiträge von Lehrerin2007

    Sagt mal, wisst ihr, wie das mit Vertretungen im Distanzunterricht ist? Wenn ein Lehrer krank ist und keine Aufträge einstellt, machen die Kinder dann einfach nichts in dem Fach? Ein Lehrer von Kind 2 war schon vor Weihnachten krank und ist jetzt, nach 3 Wochen Ferien, immer noch / wieder krank und sie kommen überhaupt nicht weiter... Die Schulaufgabe von vor 2 Monaten haben sie auch noch nicht zurück. Das finde ich ziemlich ärgerlich, dass sich da offenbar niemand zuständig fühlt. :(

    Wir haben uns gestern gefragt, ob diese neue FFP2-Maskenpflicht in BY auch für Kinder bzw. Schulkinder gilt. Das soll wohl noch geklärt werden. Im Internet habe ich allerdings gesehenen, dass es kaum welche für Kinder zu kaufen gibt, und wenn, dann nur ein China-Produkt mit nicht nachvollziehbarem angeblichen Zertifikat. Daher rechne ich damit, dass es für Kinder nicht gilt...

    In der Schule haben bei uns zuletzt sogar einige Kinder FFP2 getragen, allerdings sind die ja viel zu groß. Ich hab es bei Kind 1 auch ausprobiert, aber an den Seiten ist es zu locker, auch wenn ich die Bänder kürze.

    Ein Kind aus meiner Klasse, das zuletzt infiziert war, trug auch FFP2 (saß aber immer recht locker). Es gab dennoch 2 weitere Fälle in der Klasse.

    Bei mir war es heut sehr chaotisch. Ich hatte meine Kinder vorbereitet, alles besprochen, wir haben gestern geübt, wie sie sich für ihre Videokonferenzen einloggen etc., weil sie heute Morgen ihre parallel zu meiner hatten...

    Natürlich hat nichts geklappt. Kind 1 stand irgendwann neben mir, den Tränen nah, weil sie nicht in die Mathekonferenz reinkam. Es ging dann im Endeffekt nur über Chrome (Jitsi), ich hab's dann noch hinbekommen, und Kind 2 war sauer, dass die Lehrerin nicht startete, dabei hatte es übersehen, dass man auf teilnehmen drücken muss. Meine Klasse hat am Ende der Videokonferenz ständig nur noch Fragen gestellt (eher allgemeine /organisatorische), dass ich gar nicht richtig zum Unterrichten kam. Für die, die irgendwas nicht hören können bzw. (akustisch) nicht verstehen, weil das Netz grad schlecht ist, muss ich dann doch nochmal alles schriftlich nachreichen. Und dann wurde ich mehrfach stumm geschaltet, aber es will keiner gewesen sein...

    Na ja. Nächstes Mal klappt es vielleicht besser.

    Es wurden teilweise weder Vokabeln noch die Bildung von Vergangenheitszeiten gelernt

    Das habe ich auch festgestellt. Das ist aber im Präsenzunterricht auch häufig so.

    Da sie Vokabeln sonst auch immer zu Hause lernen, gibt es dafür keine Ausrede. Ich glaube, es liegt daran, dass immer noch viele den Distanzunterricht nicht so ernst nehmen. Oder sich eben nicht motivieren können. Aber ich glaube, da sind uns als Lehrer einfach Grenzen gesetzt, was sollen wir noch tun? Ich würde ggf. auch vielleicht einzelne noch anrufen und mit ihnen sprechen, manchmal hilft das vielleicht schon, weil sie sich dadurch sehr ernst genommen fühlen. Aber mehr kann man aus der Ferne nicht tun, denke ich...

    Zum Distanzunterricht kann man sicher "gezwungen" werden, das ist ja unsere Dienstpflicht und natürlich muss man mindestens Arbeitsmaterial bereitstellen (absolutes Mininum). Aber dass man zu Videokonferenzen / Online-Unterricht "gezwungen" werden kann, dafür gibt es doch gar keine Grundlage? Man kann höchstens in einem schulischen Konzept vereinbaren, dass nach Möglichkeit pro Klasse / pro Woche eine Videokonferenz stattfinden soll oder Ähnliches. Wenn man z.B. keine Kamera zu Hause hat oder das Mikrofon am Computer nicht geht, kann man dann auch gezwungen werden, sich eins zu kaufen, wenn man das nicht möchte? Sowas gehört nicht zur selbstverständlichen Grundausstattung eines Lehrers!

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es über Beschwerden von Elternseite hinaus geht.

    Gestern habe ich von einem Fall gehört, wo ohne Erlaubnis eine Videokonferenz mitgeschnitten wurde durch einen Schüler, was im Nachhinein rauskam. Ich denke, hier hat dieser Lehrer vor allem das Recht, es eher sein zu lassen, wenn so etwas passiert!

    Oft lese ich hier, dass ihr für das Distanzlernen länger braucht. Wirklich aus Interesse: Wieso ergibt sich das bei euch so?

    Das stimmt, der Arbeitsweg, Pausenaufsichten und Sitzungen usw fallen zwar weg, aber ich muss mich (gerade als Klassenlehrerin) wesentlich häufiger mit meinen Kollegen der Klasse (sowie mit den Klassenleitungen meiner anderen Klassen) kurzschließen und abstimmen. Ich muss hinterhertelefonieren, wenn ein Schüler die Aufgaben nicht runterlädt, sich nicht einloggt, nicht am Onlineunterricht teilnimmt etc. Für Aufgaben, die ich nicht kontrollieren kann (bei 2 Fremdsprachen und ca. 70 SuS kann ich nicht alles selbst korrigieren), stelle ich nicht einfach copy/paste Lösungen ein, sondern erkläre etwas dazu (warum hier jetzt diese Zeit oder dieses Verb rein muss in die Lücke, welche alternativen Lösungen es gibt etc.). Es ist einfach komplett anders und das, was ich normalerweise im Unterricht erkläre, versuche ich durch Recherche (Lernvideos), Tonaufnahmen, schriftliche Erklärungen etc. aufzufangen. Dauert...

    Irgendwo haben wir doch über digital natives und basic skills im Schulleben wie Textaussagen erfassen diskutiert...

    In meinem Arbeitsplan für heute (5. Klasse) habe ich einen Link zu einem Lernvideo eingestellt mit dem Auftrag, das Video anzuschauen.

    Bekomme dann heute mittag im Teams-Chat eine Nachricht: "Wo kann ich das Lernvideo anschauen?"

    Mmh. :computerrache:

    Also die erste Teams-Sitzung (macht ein Kollege) hat wohl geklappt mit meiner Klasse, ich habe parallel auf Hilferufe gewartet, es kam nur einer, dass der Login nicht ging, was bei dem betr. Schüler aber schon vor Weihnachten der Fall war. Mein Hinweis, es nochmal zu probieren, bevor der Distanzunterricht losgeht und sich ggf. zu melden, wurde ignoriert. Tja...

    Und Mebis (bayr. Lernplattform) ist jetzt gestaffelt. Kind 2 sollte jetzt um 8:30 rein und sich bei der Klassenlehrerin melden, hat geklappt! Wow!

Werbung