Könnte daran liegen,
dass in den Grundschulen wirklich seit mehr als 10 Jahren Lehrkräfte fehlen, was immer Klassenlehrkräfte und Lehrkräfte füt D und Ma sind,
dass die Notmaßnahmen der letzen 10 Jahre nun auch nicht mehr ausreichen und
dass die Bedingungen in den Grundschulen schlechter sind als am Gym, was meiner Meinung nach an vielem liegt, auch an der Abwertung, die seit Jahrzehnten immer wieder auf unterschiedliche Weise erfolgt, weil die Arbeit mit Kindern nicht gleichwertig angesehen und bezahlt wird, an fehlenden Entlastungen und Funktionsstellen,
auch daran, dass die Lehrkräfte im kleinen System mit 5-10 Kolleg:innen mit oder ohne SL und Sekretärin alle, alles zu jeder Zeit selbst regeln müssen, nahezu jeder um so ziemlich alles weiß und immer wieder einspringt.
Die meisten GS-Lehrkräfte fühlen sich auch für sehr viel hinsichtlich der SuS verantwortlich, weil die SuS selbst klein sind und für vieles selbst noch keine Verantwortung tragen können. Das ist an anderen Schulformen sicher auch so, hat aber eine andere Ausprägung. Und es grenzen sich andere sicher besser ab oder sie wählen aus dieser Überlegung heraus gleich eine andere Schulform, gerade weil es an den Grundschulen enger, näher und übergreifender ist.
Und trotzdem werden massenweise Gymnasiallehrer in die Grundschulen ab…
Wie ich schon schrieb: Es ist auf ein Jahr oder mehrere gesehen einfacher, mit Lehrkräften anderer Schulformen zu arbeiten, als mit Personen, die den Schulbetrieb gar nicht kennen und keinerlei Ausbildung in Pädagogik und Fächern haben.
Gymnasiallehrkräfte sind auch für Klasse 5+6 ausgebildet, da ist Klasse 3 und vor allen 4 nicht so weit entfernt. Abordnungen zwischen GS und SekI hat es schon immer gegeben, die Gym sind nun mit dabei.
abgeschoben durch Knebelverträge.
Worauf bezieht sich das?
Die Wunschschule im Wunschort zu bekommen, nach dem Einsatz über 1-3 Jahre an einer Grundschule?
Ist das so bitter? Man hat sofort eine feste Stelle, die Alternative sind Vertretungsverträge von Halbjahr zu Halbjahr.
Die Grundschule arbeitet einer Lehrkraft 3 Jahre zu und weiß, dass diese dann geht und die Schule wieder neu zuarbeiten muss, da dann die nächste Maßnahme erfolgt.
Stell dir vor, du müsstest entweder häufig wechselnde Personen ohne Studium dauerhaft mit Material und Anleitungen versorgen, etwa für ein halbes Deputat in der Woche, im besseren Fall in den Fächern deines Deputats, oder du müsstest alle 3 Jahre eine Lehrkraft der GS oder HS in deinen Fachbereichen parallel laufen lassen und einarbeiten. Was wäre schlimmer?
