Ich finde die Frage nach der Zusammenarbeit sehr schwierig.
Die Inklusion ist so schlecht besetzt, dass die zusätzlichen Kräfte neben der Klassen-/Fachlehrkraft kaum existent sind.
Man kann immer nur einen winzigen Anteil an Bedarf versorgen, nimmt die Ausnahmefälle, die anderen verbleiben ohne weitere Förderung, je mehr Mangel an der Schule, desto schlimmer.
Für die Zusammenarbeit bräuchte es also zum einen eine weit bessere personelle Ausstattung.
Dazu bräuchte es Zeiten für Absprachen für alle Beteiligte, die gleichermaßen auf das Deputat angerechnet werden.
In meinem Bundesland kann ich zudem nicht erkennen, wie man auf die Inklusion vorbereitet und ausbildet oder fortbildet. Bisher habe ich noch immer den Eindruck, es sei ein Behelfskonstrukt,
jeder geht von der bisherigen Aufgabe aus, keiner ist im Rahmen der Inklusion ausgebildet.
Dazu kommt, dass sich die Vorgaben ständig ändern 7nd ständig Anpassungen notwendig sind, sodass man sich als Schule nicht finden und festlegen kann oder ständig wieder die bestehenden Absprachen überarbeiten muss.
Zeit für Entwicklung gab es nie und sie ist im Mangel auch nicht leistbar.
Sinnvoll wäre, in einer Arbeitsgruppe die Notwendigkeiten und Möglichkeiten an der Schule ausloten zu können, sinnvoll wäre auch, für verschiedene Vorgehensweisen die notwendige personelle wie auch räumliche Ausstattung zu definieren.
Ähnliches gilt für DaZ, was man im weiteren Inklusions-Begriff hinzuzielen würde und was m.E.n. ähnliche Herangehensweisen braucht.
Für die zwingend notwendige Differenzierung bräuchte man stets auch zusätzliches Personal und zusätzliche Räume, die aber nicht gegeben sind.
Stellt man also jetzt ein Konzept auf und Absprachen her, sind es immer welche, die den Mangel einschließen … und womöglich zementieren.