Ich schrieb es anderenorts schon einmal. Was wir brauchen, ist...
... eine nationale Bildungsbehörde, die dem direkten Zugriff der Politik entzogen ist, über einen großzügigen Etat verfügt und sachorientiert arbeitet. (=> Grundgesetzänderung)
... im Zuge dessen die Abschaffung der Kultushoheit der Länder. (=> Grundgesetzänderung)... die Abschaffung der kommunalen Trägerschaft und die Überführung der Zuständigkeit für die Schulen an den Bund. (=> Grundgesetzänderung, Änderung in den Länderverfassungen)
... die Einrichtung von Verwaltungsstellen (Schulorganisation, Gebäudemanagement, Haushalt, Personalmanagement) parallel zur didaktischen Leitung, Einrichtung von sozialen/psychologischen Diensten sowie IT-Verwaltungsstellen an jeder Schule.
Auch wenn ich eigentlich ein Optimist bin, gehe ich hier davon aus, dass nicht einmal meine Enke das erleben werden.
Ich glaube nicht, dass ich das alles möchte, dass man es umsetzen könnte, sehe ich auch nicht.
Die Kultushoheit der Länder schafft Ungleichheit, aber auch Vielfalt, Möglichkeiten, die vielleicht wirklich in einem BL besser laufen als im anderen. Das müsste man aufgeben, zusätzlich zum historischen Hintergrund der Länderhoheit.
Was aber genau soll eine Bundes-Bildungsbehörden leisten?
Wie will man es von der Politik unabhängig gestalten, wenn es doch an vielen anderen Stellen jetzt schon nicht gelingt?
Wer wählt das Personal aus, dass dann womöglich nur noch wenige Stunden vor der Klasse steht oder nie dort angekommen ist und keinen keinen Schimmer vom Alltag hat.
Und wer garantiert, dass die Politik auf den Rahmen keinen Einfluss nehmen kann, also kein Sparzwang und keine Richtung vorgibt, obwohl die Politik das Geld bereitstellen und die Entscheidungen umsetzen muss, ggf. gegen die eigene Agenda?
Müsste es nicht vielmehr ein Gremium geben, in dem Lehrkräfte von ganz unten, die keinerlei andere Ämter haben, sondern täglich voll im Unterricht stehen, aus dem Alltag heraus die Expertise stellen und die Beratung leisten. Dazu sollten es Lehrkräfte aus allen Schulformen und vielen verschiedenen Fächern sein, die mit Kindern und Jugendlichen unterschiedlichster Fähigkeiten arbeiten, also gerade keine IT-Nerds. Diese Lehrkräfte müssten sich dann mit den Informatikern zusammensetzen und sich austauschen, was sie benötigen, um gut arbeiten zu können.
