Beiträge von Palim

    Zivil Klage, Schmerzensgeld, Pausenhofverbot das sind die Maßnahmen, die mir gut gefallen.

    Es geht ja nicht darum, was dir gefällt, sondern was möglich ist.

    "Erzieherische Maßnahmen"/ Erziehungsmaßnahmen sind jedenfalls nicht allein Gespräche.

    An sich sollen die Maßnahmen ausgeschöpft werden,

    bei derart gefährlichem Verhalten ist es aber möglich, das Kind direkt zu suspendieren.

    Dabei bist du aber auf die Schulleitung angewiesen.

    Wenn du bisher nicht die Klassenlehrerin bist, gibt es hoffentlich jemanden, der diese Funktion hat.

    Hast du mit ihr das Gespräch gesucht und dich über bisherige und anstehende Maßnahmen informiert?

    Hast du deine Beobachtungen notiert und ihr mitgeteilt?

    Für den Ausschluss und andere Ordnungsmaßnahmen gibt es in allen Bundesländern klare Vorgaben.

    Die sollten dir als Lehrkraft bekannt sein.

    Bei uns (NDS) sind Bertretungsstellen auch schon mehrfach leergelaufen.

    Und ja, dann stemmt man die meist 26 h irgendwie zusätzlich, DaZ ist komplett gestrichen, Klassen werden zusammengelegt oder irgendwie betreut.

    Noch lieber wäre mir eine gute Ausstattung mit Lehrkräften und zusätzliche Alltagshelfer für den nie enden wollenden Kleinkram.

    . Im Rahmen einer Studie für die Uni muss ich eine Diskussion über Meinungen zum Thema Inklusion in einem Internetforum anstoßen und dokumentieren

    Eine merkwürdige Vorgehensweise,

    aber es war schon klar, dass eine Arbeit oder irgendetwas anderes dahinter steckte.

    Ich meinte Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die momentan eine Förderschule besuchen.

    Du hattest gefragt, ob man die Kinder besser in FöS ließe.

    Das geht davon aus, dass Kinder mit sonderpädagogische Unterstützungsbedarf in Förderschulen SIND. Aber wie kommen sie dahin?

    Zum einen werden nur einige Kinder vorab überprüft und direkt in FöS eingeschult, die anderen besuchen zunächst die Regelschule, oft mehrere Jahre, da das Erstellen der Gutachten an Vorgaben geknüpft ist, die das Feststellen des Unterstützungsbedarfes in mehreren Bundesländern erst nach 2-3 Jahren erlauben, mit wenigen Ausnahmen, und erst mit der Feststellung ein Wechsel auf eine FöS möglich wird,

    zum anderen haben die Eltern in mehreren Bundesländern (oder allen?) die freie Schulwahl und können entscheiden, wo das Kind beschult wird - im Rahmen der Möglichkeiten des Bundeslandes und der Region.

    Diese Wahl erfolgt nach Beratung und sicher nach Abwägung der Umstände und ist immer eine individuelle Entscheidung, die vielen Eltern schwer fällt, weil sie das, was in den Schulen geschieht, wenig beeinflussen können und weil die Inklusion in der Regelschule und die Förderschulen nicht derart ausgestattet sind, wie es die Erlasslage vorgibt und schon gar nicht so, wie es in den Medien manchmal erscheint.

    Davon unabhängig würde ich noch darauf verweisen, dass es ganz unterschiedliche Bedarfe gibt, häufig aber auf zieldifferent beschulte Kinder verkürzt wird, während z.B. Bedarfe wie Hören oder Sehen außen vor bleiben.

    Dann dreht sich die Diskussion entweder um die tatsächlichen Umstände in verschiedenen Ländern und verschiedenen Regionen

    oder um die theoretischen Möglichkeiten gut ausgestatteter Förderschulen, die dann kn den Vergleich zu gut ausgestatteter Inklusion gestellt werden müsste.

    Nein,

    Antimon vergleicht die Verhältnisse der Italiener:innen in der Schweiz mit den Türk:innen in Deutschland,

    wobei die Italiener:innen in der Schweiz offenbar noch mehr Möglichkeiten in den Teilen der Schweiz haben, in denen Italienisch als Amtssprache anerkannt und möglich ist, sodass sie in ihrer Herkunftssprache agieren können, während andere sich die fremde Sprache aneignen müssen.

    Das spiegelt den Anpassungsdruck wider, von dem du aus SH auch geschrieben hast, weil du selbst über Parallelsturkturen geschrieben hast (Renter im Ausland, Portugiesen in HH).

    Ebenso kann man dann aber auch zu dem Schluss kommen, dass Personen innerhalb dieser Parallelstrukturen weniger Integration zeigen, weshalb Kosovaren in anderen Regionen besser integriert sind. Das ist weniger auf ethnische Faktoren und mehr auf die umgebende Gesellschaft zurückzuführen.

    Und objektiv kommt es eben doch oft zu einem unnötig langen Anpassungsprozess. Das fängt schon damit an, dass Migranten ungleichmäßig verteilt unterkommen und bestimmte Stadtquartiere stark frequentiert werden, während es gleichzeitig in weiten Teilen des ländlichen Raumes so gut wie keine Zuwanderer gibt.

    Es wird für aktuell Zugewanderte durch Quoten begrenzt (Wohnsitzauflage),
    danach siedeln sich Migrant:innen eher in der Region ihrer Familien oder Bekannter an oder finden in Zentren schneller entsprechenden Wohnraum oder Unterstützung.

    Zudem wird es gesellschaftlich zum Teil gestützt, auch mit der möglichen Wahl der Schulen.

    Schmidt

    Vielleicht liest du meine Beiträge mal im Zusammenhang?

    So sehr in Deutschland Arbeitskräfte fehlen, können diese Migranten häufig erst nach langwieriger Anpassung oder gar erst in der 2. oder 3. Generation einen - in ökonomischer Hinsicht - positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten. Es ist ein zentrales Versäumnis der Ampelkoalition, dieses Problem nicht wirklich anzugehen.

    Ich habe angezweifelt, dass dem so ist,

    jedoch sehe ich einen Zusammenhang im schlechten Bildungssystem und schlechter Förderung der Migrant:innen, sodass diese häufig erst verspätet Arbeitsstellen ergreifen können oder in Jobs für Geringverdiener landen.

    Das bedeutet aber nicht, dass es einer langwierigen Anpassung bedürfe oder sie erst in 2. oder 3. Generation einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten würden.

    Einfach mal die Begriffe der Rechten nicht verwenden und ihre Argumente nicht aufgreifen.

    Paraibu hat ja dargelegt, dass er/sie es nicht diskriminierend fassen wollte, die Nachfragen aber noch nicht beantwortet.

    Zur Sache:

    Ja, wir schaffen es nicht, allen Kindern, welches soziokulturellen Hintergrundes auch immer, angemessene schulische Bildung zu gewähren.

    Dafür können aber die Migrant:innen nichts.

    Bei der Versorgung mit DaZ gibt es ein ähnliches Vorgehen.

    Es gibt DaZ-Klassen, diese könnten klein sein und personell zusätzlich ausgestattet sein, sind sie aber nicht.

    Man kann die SuS der DaZ-Klassen am Unterricht der Regelklassen teilnehmen lassen, meist ist das zuerst in Sport, Kunst oder Musik der Fall.

    Man kann die SuS auch in die Regelklassen setzen, dann aber DaZ und zum Aufholen Mathe in kleineren Gruppen beschulen, für weitere Fächer überlegen, ob oder wie man die sprachliche Hürde überwinden kann.

    Ob nun Integration mit zeitweise zusätzlicher Förderung oder die Einrichtung spezieller DaZ-Klassen mit zeitweiliger Teilnahme an den Regelklassen, immer braucht es Räume und Personal, immer braucht es die Gestaltung des Überganges, immer braucht es auch Möglichkeiten, je nach Einzelfall flexibel bleiben zu können.

    Und immer ist die Bewertung auch von den sonstigen Klassen abhängig, davon, wie viele besondere Bedürfnisse ohnehin schon berücksichtigt werden müssen.

    Da man in den BL verschieden vorgeht, ist eine Bewertung immer auch an diesen Rahmen geknüpft und mir ist bewusst, dass die Bedingungen in der SekI wieder andere sind.

    Insgesamt reichen die Anstrengungen in keinem Bundesland bisher aus, selbst dort, wo es nicht FöS gibt, 3x mehr Schulpsycholog:innen beschäftigt sind und es zusätzliche Kräfte zur Förderung ist es nicht zufriedenstellend, davon kann in meinem BL nicht die Rede sein.

    Wann kann man vom Scheitern sprechen?

    Der Personalmangel trifft die FöS genauso und war hier vor der Umsetzung der Inklusion auch schon über Jahre gravierend,

    dann sind die FöS schlecht ausgestattet.

    Wird man dann vom Scheitern der Exklusion sprechen?

    Dann kann man dies doch aber den Flüchtlingen nicht anlasten.

    Sie kommen in ein schlecht aufgestelltes System, können das aber zuvor nicht wissen.

    Dass sie schlecht oder zu langsam qualifiziert werden, liegt also an der schlechten Ausstattung und könnte geändert werden, indem man dieses System verbessert.

    Stattdessen gibt man den Migranten die Schuld, verlangt Ausweisung und wählt Deportation.

    Davon wird das Betreuungsangebot- und Schulsystem nicht besser, die Situation in der Pflege und in der medizinischen Versorgung auch nicht, der Mangel an Arbeitskräften verschärft sich.

    Wenn das so offensichtlich ist, muss man doch fragen, was der eigentliche Grund für derartige Forderungen ist.

    Ich finde die Frage nach der Zusammenarbeit sehr schwierig.

    Die Inklusion ist so schlecht besetzt, dass die zusätzlichen Kräfte neben der Klassen-/Fachlehrkraft kaum existent sind.

    Man kann immer nur einen winzigen Anteil an Bedarf versorgen, nimmt die Ausnahmefälle, die anderen verbleiben ohne weitere Förderung, je mehr Mangel an der Schule, desto schlimmer.

    Für die Zusammenarbeit bräuchte es also zum einen eine weit bessere personelle Ausstattung.

    Dazu bräuchte es Zeiten für Absprachen für alle Beteiligte, die gleichermaßen auf das Deputat angerechnet werden.

    In meinem Bundesland kann ich zudem nicht erkennen, wie man auf die Inklusion vorbereitet und ausbildet oder fortbildet. Bisher habe ich noch immer den Eindruck, es sei ein Behelfskonstrukt,

    jeder geht von der bisherigen Aufgabe aus, keiner ist im Rahmen der Inklusion ausgebildet.

    Dazu kommt, dass sich die Vorgaben ständig ändern 7nd ständig Anpassungen notwendig sind, sodass man sich als Schule nicht finden und festlegen kann oder ständig wieder die bestehenden Absprachen überarbeiten muss.

    Zeit für Entwicklung gab es nie und sie ist im Mangel auch nicht leistbar.

    Sinnvoll wäre, in einer Arbeitsgruppe die Notwendigkeiten und Möglichkeiten an der Schule ausloten zu können, sinnvoll wäre auch, für verschiedene Vorgehensweisen die notwendige personelle wie auch räumliche Ausstattung zu definieren.

    Ähnliches gilt für DaZ, was man im weiteren Inklusions-Begriff hinzuzielen würde und was m.E.n. ähnliche Herangehensweisen braucht.

    Für die zwingend notwendige Differenzierung bräuchte man stets auch zusätzliches Personal und zusätzliche Räume, die aber nicht gegeben sind.

    Stellt man also jetzt ein Konzept auf und Absprachen her, sind es immer welche, die den Mangel einschließen … und womöglich zementieren.

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