Beiträge von Palim

    Kann jemand aus seiner Erfahrung berichten, ob dabei das Verhältnis SuS:LuL nationale Spannungen zeigt?

    (auf dem Hintergrund, dass 2/3 aller wahlberechtigten in Deutschland lebenden Türken Erdogan gewählt haben)

    Ich weiß, dass es an der benachbarten weiterführenden Schule so schlimm war, dass die russischstämmige Lehrkraft (ohne dt. Lehramtsausbildung und meines Wissens ohne Anerkennung) aus dem Unterricht genommen wurde.

    An unserer Schule gab es zuerst Skepsis, obwohl die Ukrainer:innen selbst eher/lieber russisch sprechen, inzwischen hat es sich gelegt und sie sind froh, eine Ansprechpartnerin (keine Lehrkraft) zu haben, die dolmetschen kann und vieles erklärt.

    Für den Unterricht ist es ein Unterschied, ob jemand die Unterschiede der Sprachen kennt und in der Herkunftssprache erläutern kann, ob man Fragen nach sprachlichen Auffälligkeiten direkt erläutert bekommt.

    Aber auch ohne dem ging es bisher bei den Kindern, die intellektuell dazu in der Lage waren, recht gut. Mit einer Einschränkung im Lernen ist DaZ noch schwieriger.

    Nicht in jeder Region gibt es viele Personen, die Russisch oder Ukrainisch sprechen.

    Dazu ist es etwas anderes, wenn die Lehrkraft die Herkunftssprache versteht oder spricht oder gar ähnlich sozialisiert ist und das andere Schulsystem kennt.

    Unsere DaZ-Schüler:innen kommen aus ganz unterschiedlichen Ländern, sprechen auch Farsi, Arabisch, Türkisch, Romanes, Kurdisch, andere europäische oder seltener auch afrikanische Sprachen.

    In einer IK-Klasse wären sie alle gemeinsam, in Daz-Gruppen in den Schulen sind sie es auch, in den Regelklassen ebenso.

    Das Curriculum sind die Vorgaben des Landes,

    einen Schulplan muss man vielleicht gar nicht erstellen, aber man kann sich zumindest aus dem Curriculum die Themen und Anregungen holen.

    Gerade in diesen Klassen wird man den Unterricht kaum so führen können, dass alle zur gleichen Zeit an gleichen Inhalten arbeiten. Um so wichtiger, dass man ein breiteres Repertoire hat.

    Dazu gibt es viele Materialien und Hilfen im Internet, die seit 2015 entstanden sind, um in IK-Klassen oder mit den DaZ-SuS im Unterricht arbeiten zu können.

    Aber mein Eindruck, dass du gar keine Hilfe willst, wird bestärkt.

    Ja, ich habe mich über das "stiefmütterlich" auch gewundert.

    Das Konzept in NDS ist ein anderes.

    Es gibt Schulen mit gesonderten Klassen, hier IK-Klassen genannt,

    aber die SuS sind schnell auch anderen Klassen zugeordnet und nehmen da am regulären Unterricht teil (Sport, Kunst, Musik uvm.).

    Ähnlich ist es, wenn die Kinder generell den Klassen zugeteilt sind und für einzelne Stunden dann in DaZ-Gruppen gehen.

    Am Ende geht es - wie so oft - darum, ob man die DaZ-Kinder separiert und erwartet, dass sie die neue Sprache als Fremdsprache erlernen, oder ab man sie möglichst bald integriert, sodass sie die neue Sprache erleben und als Zweitsprache erlernen. Letzteres würde gefördert, wenn alle Schulen einige dieser SuS aufnehme und sie gerade nicht an einzelne Schulen entsandt werden.

    Die DaZ-Stunden müssen in NDS beantragt werden, fehlt eine Lehrkraft länger, werden sie ersatzlos gestrichen.

    Für die Ukrainer konnte man zusätzliche Kräfte ohne Lehramt einstellen, musste diese aber auch finden.

    Die Ausstattung ist also vom Antrag, von der Bewilligung und direkt vom Lehrkräftemangel abhängig.

    Der Mangel wirkt sich sofort auf DaZ aus, ist aber überall zu bemerken, wo Klassenlehrkräfte fehlen und man sich irgendwie über Wasser halten muss, um alle Klassen beschulen zu können.

    Es gibt ein Curriclum für DaZ, ich verstehe nicht, worauf man als Lehrkraft dann noch wartet, wenn das Ziel klar ist und die Themenfelder benannt sind.

    Dazu kann man sich im Internet vielfältige Anregungen quer durch alle Bundesländer suchen. Die grundlegenden Anforderungen sind gleich und als Lehrkraft ist man in der Lage, sie mit dem Curriculum abzugleichen.

    Es gibt Erlasse, wonach die SuS 2 Jahre ohne Noten bleiben.

    Die Wege dahin sind sehr unterschiedlich, gerade weil einige Kinder gar nicht alphabetisiert sind.

    Da würde ich mir sogar wünschen, dass diese Kinder 3 Jahre ohne Noten bleiben, denn das erste benötigt man für die Alphabetisierung.

    O. Meier

    Wie viele Stöckchen möchtest du denn noch hinhalten?

    Öffne doch einen eigenen Thread und diskutiere mit denen, die möchten, deine Gewaltphantasien oder die, die dir in den Bibeltexten sauer aufstoßen.

    Für Letzteres benenne die konkreten Stellen und lass dich auf eine Diskussion zur Exegese ein, statt dich hier in Andeutungen zu ergehen.

    Was hast du dafür getan, dass es besser wird?

    Warum brauchst du eine SL, um eine Konferenz oder eine gemeinsame Besprechung mit denen zu koordinieren, die auch in den IK-Klassen eingesetzt sind?

    Welche Ideen und Konzepte kannst du in einem Gespräch vorschlagen oder einbringen, sodass die Absprachen für alle hilfreich sind und ihr euch gegenseitig unterstützt?

    Welche anderen Fächer oder andere Themen könntest du in den Unterricht einbringen, um andere Fähigkeiten der SuS zu fördern, sichtbar werden zu lassen und wertzuschätzen?

    Einige Lehrkräfte loben doch diese Klassen, gerade weil sie sie für notwendig erachten... und weil sie betonen, dass man diese Kinder nicht im eigenen Unterricht beschulen könnte.

    Wie kann man es einerseits notwendig finden und es andererseits als Zumutung darstellen?

    Hauptsache, ein anderer machts?

    In anderen Bundesländern gibt es die Klassen nicht, da sind die Schüler:innen sofort in Regelklassen und lernen da Deutsch und auch anderes.

    Auch da hat man SuS, die lateinisch alphabetisiert sind, und andere, die gar nicht alphabetisiert sind und muss die Alphabetisierung in der Zweitsprache ermöglichen, NEBEN dem anderen Unterricht, in dem zudem auch LE und GE und Hochbegabte beschult werden müssen.

    Dass man (scheinbar) uninformiert an Petitionen teilnehmen kann, kann man als Nachteil sehen,

    mit dem man sich Vorteile verschaffen kann.

    Die Petition zu unterschreiben kann auch zum Ausdruck bringen, dass man die Vorgehensweise der Behörde undurchschaubar findet, im Zweifel für die Benachteiligte stimmt und sich wünscht, dass genauer hingeschaut wird, sodass der Vorgang durch viele Unterschriften publik wird und daraufhin einer Prüfung unterzogen wird, statt sang- und klanglos vergessen zu werden.

    Den SL wird alles Mögliche an Verantwortung aufgedrückt.

    An welcher Stelle haben sie die Option, deutlich „Nein“ zu sagen und an welcher Stelle müssen sie Entscheidungen von außen tragen, auch wenn dies der Schule und den SuS nicht förderlich ist?

    Ich habe noch nie Eltern bei uns in der Schule gesehen. Es sind auch keine Eltern zu den Konferenzen eingeladen. Was sollen die denn da?

    Es gibt Bundesländer, in denen Eltern in Fachkonferenzen sitzen, das muss man bei der Einladung berücksichtigen und die Zeit so wählen, dass den Eltern eine Teilnahme ermöglicht wird.

    Gleiches gilt für die GK und den Schulvorstand.

    Bei ZK weisen wir vorab daraufhin und oft finden sich da Eltern, die es eher einrichten können, an 2 Nachmittagen im Jahr für 15-30 min zur Schule zu kommen.

    Man muss doch selbst nicht persönlich betroffen sein, um sich in einer Sache zu positionieren. Man kann sich gegen die Verfolgung von Volksgruppen oder Religionsangehörigem aussprechen, ohne selbst dieser Gruppe anzugehören.

    Man kann vorwerfen, dass die Personen vielleicht nicht umfassend informiert sind, aber selbst das schließt einen von der Beteiligung nicht aus.

    Im Grundschulbereich, da steht dieser Thread, ist die Arbeit mit Schulbüchern sehr unterschiedlich je nach Fach und Ansatz.

    Noch wichtiger ist aber die Zeit, die man in die Differenzierung stecken muss, was wiederum an der Zusammensetzung der Klasse und am Einzugsgebiet liegt und auch daran ob man Hilfe von FöS-Kolleginnen erhält und wie gut man I-Hilfen einbinden kann.

    Für mich ist es gut, die Einheiten selbst in Ruhe vorzubereiten, nach Jahren habe ich einen Grundstock, auf den ich zurückgreifen kann.

    Die Sachen werden mit Neuem ergänzt, weil es neues Material gibt und weil man immer auf die Klasse eingehen muss. Dazu gehört auch, dass Themen außerhalb von D und Ma mit Materialien erweitert werden, sodass die I-Kinder besser mitarbeiten können. Je nach Schwerpunkt des Förderbedarfs müssen es aber andere Sachen sein. Auch für begabte Kinder bin ich bemüht, zusätzliches Material zu den Themen zur Verfügung zu haben, aber auch da ist es sehr von den einzelnen Kindern abhängig, was möglich ist.

    Für D und Ma gibt es einen unterschiedlichen Umgang mit Schulbüchern.

    Ich würde behaupten, dass man die Einführungen und Erläuterungen eher ohne Buch, dafür durch Materialien gestützt vornimmt, im Anschluss dann Aufgaben aus dem Buch wählt.

    Auch ist es ein Unterschied, ob man viele Materialien zum Üben im Unterricht einsetzt oder eher erarbeitet, erforscht, diskutiert, reflektiert.

    Und es richtet sich auch danach, wie offen der Unterricht gestaltet wird. Gibt es an der Schule Absprachen zu Wochenplänen, gibt es Lernstraßen in bestimmten Bereichen, stellt die Schule Lernmaterialien oder haben viele Lehrkräfte vieles selbst erstellt, einerseits war das früher üblich, dass man vieles selbst erstellt hat, andererseits gibt es nun auch eine Menge Vorlagen im Internet, drucken und schnippeln muss man dann aber immernoch.

    Was auch Zeit braucht, ist die Klassenraumgestaltung. Da kann man viel Aufwand betreiben oder weniger. Die jungen Kolleginnen haben oft für Themen eine gestaltete Pinnwand mit vielen bunt ausgedruckten Schriften und Darstellungen, bei mir sind es auch mal von Hand gezeichnete Schilder mit Schrift und Symbolen und Skizzen. Das sieht anders aus und für mich geht das schneller und günstiger.

    Am allgemeinbildenden Gym (anekdotische Evidenz) schaffen es Kekse, Kuchenstücke und abgelaufener Schoko selten einen halben Tag.
    Die gute Bio-Äpfelkiste des Kollegen einmal im Jahr bleibt allerdings ein paar Tage stehen, bevor sie leer ist :D

    Na, weil doch jede im Frühstück ohnehin Obst und Gemüse mitbringt,

    Schoki dagegen im Laden lässt, um nicht in Versuchung zu kommen.

    Sachgerecht entsorgen?

    Leg sie ins Lehrerzimmer, das erledigt sich dann wie von selbst.

    Wir sind ein wirklich kleines Kollegium, da ist das schon kein Problem,

    aber wenn eine Tafel Schoki im LZ mit 100 Kolleg:innen liegt, dürfte es doch noch viel einfacher sein.

    Meine Schüler:innen lassen sich gerne vorlesen, nur zu. Aber es muss gut gelesen sein und sollte nicht langweilen.

    Ich überlege mal, ob ich deinen Schüler:innen auch etwas meiner Wahl vorlesen möchte. Aber an sich sollten deine Schüler:innen ja in der Lage sein, selbst zu lesen.

    Wenn ich Kindern aus dem Handelsblatt vorlese, ist anzunehmen, dass sie sich furchtbar langweilen. Ist das die Sorge, die dich umtreibt, wenn man Kindern aus einer Bibel vorliest?

    Wenn man Kindern Texte vorlesen möchte, die nicht altersgerecht sind und für die Kinder kognitiv nicht zu fassen sind, dann ist das langweilig.

    Man kann überlegen, ob man durch Erläuterungen, Vereinfachungen oder Erzählungen den Inhalt zugänglich machen kann und möchte.

    Es wäre ja schade, wenn die Kinder mit Handelsblatt oder Bibel verknüpfen würden, dass es langweilig ist.

    ... von der jeder immer nur genau *eine* Sorte isst. Marzipan und Zartbitter bleibt immer übrig und landet eben doch wieder im LZ auf dem Tisch. Bei uns haben es Überreste von Merci tatsächlich mal geschafft Wurmbefall zu erleiden. :uebel:

    Unser Kollegium ist über Jahre sehr ausgewogen

    und es bleibt so ziemlich nichts übrig,

    egal welche Mischung man kauft oder backt.

    Wir nehmen auch Marzipan, das ist zuerst weg, und Kaffee, das teilen wir gerecht, und Zartbitter, das kann zur Not in den nächsten Kuchen.

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