Beiträge von Palim

    Es sind so viele SL-Stellen vakant, da muss man nur „hier“ schreien oder Interesse zeigen, wenn man gefragt wird.

    Aber Menschen, die politisch aktiv sind und unbedingt schnell auf eine A15/A16-Stelle kommen wollen, wissen, wie es geht und handeln danach.

    Du fährst nicht nur von Teich zu Teich, sondern auch von Fass zu Fass?

    So findet man auch in den kleinsten Dörfern ein angenehmes Nass.

    Danke fürs Rätsel, ich wusste nicht, dass D daran so viel Auswahl hat.

    Irgendwie verrückt.. Ich hatte es so verstanden, als ob es bei deinem Kind so wäre.

    Es war schaff s Kind, die Logos sind beide lila, da kann es zu Verwechslungen kommen.

    Kein Kind im Vorschulalter entwickelt "einfach so" Interesse am Lesen.

    Doch.

    Ja, Vorlesen oder Bücher im Haushalt sind vielleicht sehr dienlich dafür, Kinder von Analphabeten entwickeln womöglich eher andere Interessen.

    Und es gibt unzählige Beispiele - allein hier im Thread haben es mehrere erwähnt - dass man vor der Einschulung lesen gelernt hat, ohne dass jemand unterrichtsähnliche Unterstützung geleistet hätte. Manche Kinder lernen das einfach so, weil sie es für sich entdecken und spannend finden, weil sie im phonologischen Bereich fit sind, weil ...

    Es arbeitet übrigens auch nicht jede Schule mit einer Anlauttabelle, man kann weiterhin ohne arbeiten. Aber ich finde es eine gute Idee, dem Kind das System einmal zu zeigen. Dann wird es damit bestimmt irgendwas anfangen oder eben auch nicht ... macht ja aber nichts.

    Ich weiß es auch nicht genau, habe aber im Kopf, dass die Beurteilung 2-3 Jahre Gültigkeit hat, weil ja nicht jedes Besetzungsverfahren erfolgreich ist und man sich dann nachfolgend noch auf andere Stellen bewerben kann.

    Die Verfahren gehen manchmal sehr schnell, können aber auch über 1 Jahr laufen (Widerspruch eines Kandidaten), dann wird alles geprüft und so lange weiß man nicht, ob man die Stelle bekommt.

    So oder so ist die vorherige Beurteilung aber schon zu lange her, sodass eine neue erfolgen würde.

    Nicht formgetreues Schreiben ist heute vielfältig, ich frage mich, ob es mir heute einfach eher auffällt oder ob es die Kinder mit schlechter Motorik oder geringer Merkfähigkeit oder wenig Orientierung oder wenig Struktur sind - und das sind mehr, zumindest in meinen Klassen.

    Aber man kann Kindern vermitteln, wie man es in der Schule haben möchte, dann lernen sie es dann. Mein Leser hatte eine ausgesprochen ungelenke Motorik und hat innerhalb eines Jahres eine sehr schöne Schrift entwickelt, andere auch, wieder andere nicht.

    Wer lesen lernen will, lernt es vor der Schule. Es braucht keine zusätzlichen Aufgaben vorab oder gekaufte Materialien und schon gar keinen Unterricht. Wenn das Kind fragt, würde ich es aber nicht vertrösten.

    Weil hier immer auch andere mitlesen:

    Ich würde eher nicht das Material aus der Schule nehmen, dann kennt das Kind es ja schon und es wird womöglich noch eher langweilig in der Schule.

    Auch ist es ein Unterschied, ob man sagt: „Hups, das Kind kann schon lesen.“ oder „Wir haben dann schon mal die ersten 50 Seiten vorab geübt.“ Ersteres lässt dem Kind die Freiheit, letzteres raubt die Motivation aus mehreren Gründen. Es klingt, als sei es auf Druck der Eltern geschehen, das Kind denkt, es hätte einen Vorsprung, der dann aber schmilzt, die Lehrkraft muss weitere Materialien neben dem Lehrwerk finden, was nicht immer willkommen ist. Meiner Beobachtung nach ist ein Kind, das von sich aus lesen lernt, neugierig auf vieles und es ist leicht, ihm ein Angebot zu machen. Ein Kind, das vorab am Material der Schule arbeitet, erwartet eher, dass es mit dem Material weitergeht und die Lehrkraft das bedient - so wie zu Hause.

    Und bevor jemand meint, das gäbe es nicht: Doch, ich habe schon Eltern gehabt, die mehrere Seiten vorab mit dem Kind ausgefüllt haben, und andere, die die gleichen Hefte aus der Schule zu Hause noch einmal gekauft hatten, sodass das Kind alles doppelt machen musste.

    Wenn du in 50-100 km Umkreis nur eine einzige Privatschule hast und alle anderen Schulen Regelschulen auch ohne kirchliche Bindung sind, dann landen auf der Privatschule mit Schulgeld bestimmte Schüler:innen und auch für Lehrkräfte ist es etwas Besonderes.

    Ichbindannmalweg

    Meine Perspektive ist eine andere: Ich kann so gut wie gar nicht auf andere Tätigkeiten verweisen, die GS-LuL auch haben,

    mögliche FöS sind bei uns offiziell nicht vorhanden (außer GE), es gibt wenige private Plätze und ansonsten ein Recht auf Inklusion.

    Die Kinder bleiben also in der Regelschule und ich muss mich damit auseinandersetzen, weil es der Alltag ist und man gemeinsam zu einer Lösung kommen muss und will, die für alle Beteiligten trotz allen Mangels eine möglichst gute Beschulung bietet.

    Das ist oft unabhängig von Diagnostik, die für eine I-Hilfe notwendig ist, ein sonderpädagogische Gutachten wird schulischerseits im Jahr vor der Einschulung erstellt, wenn frühzeitig genug bekannt ist, dass man es braucht. Ist das Kind bereits eingeschult, gelten vorgegebene Termine und Regeln, an die man sich halten muss. Bis auf weiteres (das können auch 3 Jahre sein) verbleibt das Kind in der Regelklasse.

    Wenn Ichbindannmalweg von einer hohen Wahrscheinlichkeit für eine ASS spricht, sind sie doch vermutlich bereits im Diagnostik-Prozess. Warum man diesen erst ein Jahr vor der Einschulung starten sollte, erschließt sich mir nicht. ASS kann theoretisch ab 18 Monaten diagnostiziert werden.

    Es geht ja aus dem ersten Post nicht hervor, wie alt das Kind ist, KiGa ist 3-6 Jahre.

    Ich würde die Diagnostik spätestens ein Jahr vorab angehen, offenbar ist diese Familie schon weiter.

    Warum musst du Fächer abdecken, wenn dein Kind im Kindergarten ist?

    Das Kind wird in der Schule beschult, es hat Schulpflicht.

    Wenn mich eine scheinbare oder angenommene Unausgewogenheit in der Aufgabenverteilung zwischen Kolleg:innen nervt, heißt es ja nicht, dass die I-Kinder keine Förderung bekommen, sondern dass man als Lehrkraft der Regelschule selbst erheblich mehr abdecken muss.

    Ein FöS-Studium in sämtliche Schwerpunkten hat man nicht, einarbeiten muss man sich dennoch. Förderung war in meinem Studium schon Thema, heute sicher mehr, in einigen Unterstützungsbedarfen fällt es leichter oder man sammelt schneller Erfahrung, weil sich die vergleichbaren Fälle häufen. Auch die inklusive Beschulung ist mal leichter und mal schwieriger, da gibt es vielleicht auch persönliche Schwerpunkte.

    Wenn ihr eine ASS vermutet, könnt ihr euch als Eltern vor der Einschulung um eine Diagnostik bemühen oder zuerst einmal Kontakt suchen, Informationen einholen und erfragen, wo ihr auf welchem Weg Hilfe in eurer Region erhaltet. In meiner Region gibt es Autismus-Zentren, die sich gut auskennen und Elternberatung anbieten.

    Wenn es ärztliche Diagnostik braucht, sollte man dies 1 Jahr vor der Einschulung angehen, weil die Wartezeiten lang sein können. Wenn es die Diagnose schon gibt, kann man damit an die Schule herantreten und fragen, wie man sich gegenseitig gut unterstützen kann, damit der Schulstart gelingt. Es gibt auch Kinder mit ASS, die in der Schule einfach mitlaufen.

    Die Aufteilung kann aber eben auch ganz anders sein:

    Grundschullehrkraft

    • Papierkram (Zeugnisse, Förderpläne, jährliche Überprüfungen, oft auch Berichte zur Einleitung von Verfahren, usw),
    • definitiv den gesamten Unterricht für jedes Kind in der eigenen Klasse und im Fachunterricht
    • Material für Deutsch und Mathe (und bin dabei deprimiert, weil die Kinder eigentlich ganz was anderes bräuchten, als Arbeitshefte und Arbeitsblätter abzuarbeiten).
    • Eltern- und Kollegengesprächen, auch Gespräche mit Therapeut:innen, Jugendamt, Gesundheitsamt, gerne auch mit Dolmetscher, den man vorab organisieren muss,
    • Diagnostik bei auffälligen Kindern auch ohne Förderbedarf
    • versuche eng mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten und mich möglichst regelmäßig auszutauschen.
    • Organisation und Durchführung der Schuleingangsdiagnostik,
    • leite auch Verfahren ein, schließe sie auch ab, z.T. samt Aktenführung (manchmal macht das auch die Sekretärin unserer Schule),
    • organisiere die Klasseneinteilung.
    • Elternberatungen der Viertklässler zum Übergang in die Sek I dazu, inklusive Übergangsberichten inklusive Protokollen für alle Gespräche
    • Ich habe ganz bestimmt noch etliches vergessen, was ich so mache.

    Förderschullehrkraft

    • eingesetzt an mehreren Schulen
    • vom Schulamt mit Gutachten an anderen und den Schulen der Abordnung beauftragt
    • Diagnostik (z.B. Intelligenz), die nur FöS-Kolleginnen durchführen dürfen
    • zuständige für alle Klassen - je etwa 2 Std. pro Woche pro Klasse
    • Unterricht mit einzelnen Kindern, selten mal 2-3 Kinder
    • Material wird zum Teil von den GS-Lehrkräften gestellt, zum Teil selbst zusammengestellt
    • Beratung hinsichtlich Materialien, was sich aber immer an fertigen AH orientiert - mit bestimmten Vorlieben der FöS-Lehrkräfte, die dann aber ja kaum damit arbeiten/ begleiten,
    • bei einigen Lehrkräften Erstellen der Förderpläne für FöS-Kinder oder vor Gutachten

    Ich verstehe auch ein Stück weit die FöS-Kolleginnen, weil sie immer auf Reise sind, sich in mehreren Schulen einarbeiten müssen und dabei häufig noch wechseln, viele Kinder nur kurz in der Woche sehen,

    aber ohne Klassenleitung und immer nur mit einzelnen Kindern im Unterricht haben sie viel Ruhe. Dazu nervt es mich, wenn ich dann zur Antwort bekommen, es gäbe kein (fertiges) Material für bestimmte Kinder. Ich kann aber die Kinder nicht vor die Tür setzen, nur weil irgendjemand meint, dass es dafür kein Material gäbe, am Ende muss etwas auf den Tisch, das Kind muss etwas zu tun haben, wobei es auch etwas lernen soll und nicht nur beschäftigt ist.

    Ich hätte gerne eine FöS-Lehrkraft für zumindest 4 Stunden an 5 Tagen in der eigenen Schule und ein Lernraum-Konzept, sodass die Kinder, die alleine nicht lernen können, dann im Lernraum mit Hilfe von Unterstützung und gesonderten Materialien (für D und Ma) arbeiten können. Anderes, was sie selbst bewältigen, können sie auch gerne in der Klasse erledigen, aber es wäre notfalls immer jemand im Lernraum da und zuständig.

    Wenn du wirklich denkst, dass du mit deinem Kind den Wortschatz gezielt trainieren müsstest:

    Von Jandorf gibt es die Bilder, die in den Heften sind, auch als Spielkarten-Material (Bild-Wort-Karten). Ich habe das Set mit den 416 Karten für den Daz-Unterricht.

    Damit kann man sehr schöne Spiele machen und darüber die Wörter üben und dann auch andere Sachen trainieren. Wenn du denkst, dass du das mit ihm üben willst, guck dir das Material an, die Übungen kann ich dir gerne demnächst hier herein kopieren

    Ich setze mein Kind nicht unter Druck sondern will ihn einfach ein bisschen vorbereiten, damit der dann im Unterricht nicht ständig denkt, er könne Sachen nicht.

    Ich finde sowas schwierig, bei allem Verständnis dafür, dass man das eigene Kind fördern und unterstützen will. Aber es bleibt eine Gratwanderung.

    Es gibt Kinder, denen es hilft, ja.

    Es gibt andere,

    - die dann zu Hause denken, dass sie es nicht können, weil viel zu viel verlangt wird,

    - die zu Hause denken, dass sie nichts können, weil mit ihnen geübt wird, das Kind denkt dann, die Eltern würden meinen, es sei schlecht in der Schule,

    - die zusätzlich zu Hause üben (müssen) und dann in der Schule zum einen selbst nichts mehr entdecken dürfen und der Lernerfolg nie auf diesen Entdeckungen basiert und darüber belohnt wird,

    - die sich in der Schule langweilen, nicht anstrengen müssen, keine Anstrengungsbereitschaft entwickeln, was einem sehr viel später auf die Füße fällt.

    Die Bücher, die ihr für die Schule angeschafft haben solltet, sollen in der Regel für das 1. Schuljahr ausreichen und nicht Weihnachten fertig sein. Wir brauchen sogar bis zu den Herbstferien im 2. Schuljahr, bis wir alle Buchstaben erarbeitet haben. Wir schaffen es am Anfang nicht, 1 pro Woche einzuführen, zu den Zeugnissen im Halbjahr habe ich etwa 12 Buchstaben (je nach Jahrgang und Schulanfang im Sommer), der Rest kommt dann. Dennoch können nun viele Kinder Sätze lesen, wenig auch Texte.

    Und auch bei uns gilt offiziell, dass man 2 Jahre Zeit bekommt.

    Erstlesebücher sind eher etwas für Kinder in Klasse 2+3,

    die Lesefähigkeiten der Erstklässler in der DDR gelten als legendär, vielleicht kann Quittengelee oder jemand anderes das einordnen - es gab damals auch eine Vorschule und meines Wissens 12 Std. Deutsch, in denen auch SU abgedeckt wurde (kann auch falsch sein).

    Dazu kommt dann noch "hat er zwar, aber mag er nicht".

    Wenn dein Kind soweit ist, dass ihm die Aufgaben leichter fallen, dann nimmt es sich selbst Fibeln oder Material der 1. Klasse.

    Wenn TipToi mit Stift doof ist, kann man gemeinsam Bücher anschauen oder vorlesen und hinterher noch drüber reden oder die Geschichte weiterspinnen, bevor man weiterliest oder nachdem das Buch fertig ist. Das ist nicht Lesen im klassischen Sinn, fühlt sich nicht wie Schule an und fördert trotzdem das Lesen. Um den deutschen Wortschatz zu fördern, kannst du es auf Deutsch machen, um das Lesen/ den Umgang mit Texten zu fördern, kann es auch in der Erstsprache sein, das überträgt sich auch auf die Zweitsprache und fördert die Sprachkompetenz.

    Ich kann gar nicht erkennen, wo die regierenden Parteien, es sind unterschiedliche in verschiedenen BL, zur Verfolgung von Menschen mit Migrationshintergrund aufrufen,

    wohl aber, wie andere durch ständiges Wiederholen von Behauptungen wie "Masseneinwanderung" oder Kriminalisierung von Zugewanderten die Wahrnehmung beeinflussen, die Diskussionen bestimmen wollen und ein Klima der Unzufriedenheit schüren.

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