Ich setze mein Kind nicht unter Druck sondern will ihn einfach ein bisschen vorbereiten, damit der dann im Unterricht nicht ständig denkt, er könne Sachen nicht.
Ich finde sowas schwierig, bei allem Verständnis dafür, dass man das eigene Kind fördern und unterstützen will. Aber es bleibt eine Gratwanderung.
Es gibt Kinder, denen es hilft, ja.
Es gibt andere,
- die dann zu Hause denken, dass sie es nicht können, weil viel zu viel verlangt wird,
- die zu Hause denken, dass sie nichts können, weil mit ihnen geübt wird, das Kind denkt dann, die Eltern würden meinen, es sei schlecht in der Schule,
- die zusätzlich zu Hause üben (müssen) und dann in der Schule zum einen selbst nichts mehr entdecken dürfen und der Lernerfolg nie auf diesen Entdeckungen basiert und darüber belohnt wird,
- die sich in der Schule langweilen, nicht anstrengen müssen, keine Anstrengungsbereitschaft entwickeln, was einem sehr viel später auf die Füße fällt.
Die Bücher, die ihr für die Schule angeschafft haben solltet, sollen in der Regel für das 1. Schuljahr ausreichen und nicht Weihnachten fertig sein. Wir brauchen sogar bis zu den Herbstferien im 2. Schuljahr, bis wir alle Buchstaben erarbeitet haben. Wir schaffen es am Anfang nicht, 1 pro Woche einzuführen, zu den Zeugnissen im Halbjahr habe ich etwa 12 Buchstaben (je nach Jahrgang und Schulanfang im Sommer), der Rest kommt dann. Dennoch können nun viele Kinder Sätze lesen, wenig auch Texte.
Und auch bei uns gilt offiziell, dass man 2 Jahre Zeit bekommt.
Erstlesebücher sind eher etwas für Kinder in Klasse 2+3,
die Lesefähigkeiten der Erstklässler in der DDR gelten als legendär, vielleicht kann Quittengelee oder jemand anderes das einordnen - es gab damals auch eine Vorschule und meines Wissens 12 Std. Deutsch, in denen auch SU abgedeckt wurde (kann auch falsch sein).
Dazu kommt dann noch "hat er zwar, aber mag er nicht".
Wenn dein Kind soweit ist, dass ihm die Aufgaben leichter fallen, dann nimmt es sich selbst Fibeln oder Material der 1. Klasse.
Wenn TipToi mit Stift doof ist, kann man gemeinsam Bücher anschauen oder vorlesen und hinterher noch drüber reden oder die Geschichte weiterspinnen, bevor man weiterliest oder nachdem das Buch fertig ist. Das ist nicht Lesen im klassischen Sinn, fühlt sich nicht wie Schule an und fördert trotzdem das Lesen. Um den deutschen Wortschatz zu fördern, kannst du es auf Deutsch machen, um das Lesen/ den Umgang mit Texten zu fördern, kann es auch in der Erstsprache sein, das überträgt sich auch auf die Zweitsprache und fördert die Sprachkompetenz.