Was soll ich daraus schließen?
Ich hatte den Eindruck, dass du immer noch meinst, dass andere für die Aufgabe besser geeignet, besser bezahlt, besser vorbereitet sind, als du, und dass du suchst, wer es statt deiner machen könnte.
Dass aber tausende Lehrkräfte und nicht-Lehrkräfte genau diese Aufgabe auch übernehmen, mal freiwillig, mal nicht, verdrängst du anscheinend. Die anderen machen das…
- weil sie, wie du in die Kurse gesteckt werden, es gibt eine Menge Schulen, an denen diese Aufgabe jeder mal übernimmt, was hier mehrere Personen schon geschrieben hatten,
- weil sie die Aufgabe übernehmen wollen, da es eine wichtige Aufgabe ist (hatten ja schon einige geschrieben, warum die Arbeit in der DaZ-Klasse toll ist),
- weil sie sich mit einem weiteren Fach breiter aufstellen und damit in der Schule weniger entbehrlich machen,
- weil die Kurse ihnen das Überleben finanzieren und sie von einem Markt, der auf prekäre Beschäftigung setzt, abhängig sind.
Während du dich im speziellen als Einzelfall ungerecht behandelt fühlst, weil du deinen Abi-Kurs verloren hast (ja, blöd), deine kleine Lerngruppe (4 SuS reichen mir) und deine Abi-online Vorteile (ich bin unterwegs, da darf keine Konferenz hingelegt werden),
hatten andere Lehrkräfte andere Aufgaben.
Deine vorherigen Bedingungen würde ich -in meiner bisherig bekannten Schulwelt- als speziellen Einzelfall ansehen, ich habe gezweifelt, ob es stimmen kann, aber es gibt nichts, was es nicht gibt, und die Tiefen der BBS-SekII-Möglichkeiten sind unergründlich, werden aber von anderen WBK-Forist:innen bestätigt.
Eine ungerechte Behandlung sehe ich da nicht, eher viele Vorteile, die dir entgegenkamen, die du gerne angenommen hat, mit denen du dich arrangieren konntest.
Aber man hätte ja auch da jammern können, dass die Stunden online sind und die Korrekturen und Rückmeldungen schwierig, dass die Klasse zu klein ist, dass die Zeiten merkwürdig verteilt sind, dass die Schulleitung Bedingungen setzt, die ihr zum Teil von oben vorgegeben sind (Kursgröße), dass sie an die derzeit weniger belasteten Kolleg:innen Aufgaben heranträgt, die auch zu erledigen sind…
In vielen Kollegien ist man darum bemüht, dass die Verteilung ausgewogen ist, jeder hat mal einen doofen Stundenplan, eine schwierige Lerngruppe, unliebsamere Fächer (fachfremd ist anderswo Alltag), bei einer fairen Verteilung ist es im Jahr darauf wieder anders, wenn es dazu die Versorgung an der Schule gibt.
Über Vorteile, die man hat, darf man sich freuen, man hat sie aber nicht gepachtet und sie sind nicht festgeschrieben.
Du beschwerst dich über ganz normale Aufgaben und ich frage mich einmal mehr, was du erwartest - vom Forum und von der Schulbehörde.