Beiträge von Palim

    Gemischt gibt das en Schobbe (einen Schoppen auf Standarddeutsch).

    Wobei Schobbe traditionell einfach nur ein (großes) Glas Wein war und heute halb/halb im großen Glas ist. :D

    Ich kenne "Frühschoppen" und "shoppen gehen",

    aber mit Wasser gemischter Wein ist hier eine Weinschorle.

    In der Früh shoppt der Schotte im Schoppenshop den Stoppenzieher, um am Abend im Schuppen beim Schoppen den Stoppen beim Schopf zu packen. Was´n Schaff.

    Den Eltern hier ist es auch wichtig, nahezu alle Kinder nehmen teil.

    Die Themen sind in den Curricula ähnlich, es geht schon auch oft um das Miteinander.

    Vielleicht liegt es daran, dass die nächste Moschee weiter weg ist, dass sie sich in der Schule lieber der Mehrheit anpassen, dass wir ihnen auf Augenhöhe begegnen…

    … in jedem Fall aber gibt es in allen Religionen auch säkular eingestellte und nicht nur fundamentale Gläubige.

    Sollte es dazu kommen, dass die SL dich darauf anspricht, weil die Kollegin etwas geäußert hätte, würde ich die SL fragen, auf welcher Grundlage es zu dieser Einschätzung kommt, auf die Abschlussnote verweisen, die Bewertungen im Ref, das gerade erst war oder sie in meinen Unterricht einladen.

    Wenn die Kollegin so gern eine Klassenleitung übernehmen möchte, frage ich mich, warum sie keine hat.

    Eben. Und wenn man das klären kann, bevor diese zu euch wechseln, ist doch alles geklärt.

    Ja, unsere SL ist toll und klärt vorab in Gesprächen, dass die 1. Stunden zu besetzen sind (wenige Ausnahmen), Klassenleitungen gebraucht werden um doppelte zu vermeiden, Klassenleitungen in der Regel wenigstens ein Hauptfach übernehmen, Einzelfächer nicht Vollzeit vergeben werden können und Fachräume erst bezogen werden können, wenn sie angebaut wurden ... also nie.

    Es kommt auf die Schule und das Kollegium an, auch auf die SL - und darauf, was du schultern und aushalten kannst.

    Du sagst ihr, dass du dein Referendariat erfolgreich abgeschlossen hast und damit durchaus eigenständig Unterricht planen kannst. Du spiegelst ihr, das sie dich wie eine Referendarin behandelt und dass du es ungünstig findest.

    Du könntest ihr auch vorschlagen, dass sie selbst Stunden übernimmt und du ihr dann Rückmeldung zu ihrem Unterricht gibst :) . Aber ja, damit schlägst du sie wahrscheinlich vor den Kopf.

    Du erklärst ihr, dass du die Diskussion über Unterrichtsmöglichkeiten außerhalb des Unterrichts führen möchtest.

    Du schickst sie mit Kindern raus, wie Zauberwald schon schrieb ... und du hast einen Schrank voller Übungsmöglichkeiten oder eine Liste an der Tafel, wer nach und nach an der Reihe ist ... so viele, dass die Stunde nie ausreicht!

    - Ich hatte dazu auch schon einen Streife mit Namen darauf, da ging die Wäscheklammer einfach immer weiter bis zum Stundenende und dann beim nächsten Mal an der Stelle wieder los.

    - Man kann sie immer zum übenden Lesen einsetzen.

    - Es gibt in fast allen Klassen Kinder, die etwas gesondert üben oder nacharbeiten müssen.

    Also gibt es eine Planung, was an den verschiedenen Tagen erfolgen soll... und wenn sie damit fertig ist, nutzt sie die Unterrichtszeit, um allgemeine Übungen mit einzelnen Kindern durchzuführen (1+1 oder 1x1 abfragen/üben, lesen geht eigentlich immer, Übungen zur Schrift/ zur Rechtschreibung auch). Wenn du das umsetzen möchtest und Ideen brauchst, gibt es hier bestimmt hilfreiche Kolleg:innen, die dir Tipps geben können, wie du es schnell und mit wenig Aufwand umsetzen könntest.

    Du sagst ihr, was zu üben ist und bittest sie, selbst Material vorzubereiten - aus ihrem Erfahrungsschatz, damit die Zeit effizient genutzt wird. Dabei kannst du ihr sagen, dass du die Unterrichtszeit gerne für möglichst viel / viele Kinder genutzt wissen möchtest.

    Ihr müsst unendlich gut ausgestattet sein, wenn eine Lehrkraft so viele Stunden zusätzlich mit in der Klasse sein kann, und es ist für die Lehrkraft eine große Entlastung, dass sie 5 Stunden ohne Vor- und Nachbereitung erhalten hat.

    Wir haben eine SL, die die beliebten Stunden sehr gerecht verteilt, die Wünsche annimmt ...

    ... und ein winziges Kollegium, bei dem jede weiß, dass der eigene Vorteil der Nachteil der anderen sein kann - aber nicht muss. Vieles kann man einfach untereinander und miteinander klären, aber es ist ja auch sehr übersichtlich bei uns. Die SL ist gerne bereit, etwas zu ändern, wenn man mit vernünftigen Vorschlägen zum Tausch kommt und diese rechtzeitig eingibt und die Beteiligten alle einverstanden sind.

    Dahinter steckt aber auch, dass wir unter Lehrkräftemangel mit 1/2 Kollegium irgendwie den Laden aufrecht erhalten haben, unendlich viele Abordnungsstunden aufgenommen haben, alles irgendwie kooridiniert und uns untereinander im Stammkollegkum die außerunterrichtlichen Aufgaben geteilt haben - die kann man in den seltensten Fällen an Abordnungen oder Vertretungskräfte geben. Jetzt ist jede Kollegin, die sich einbringt, ein Gewinn! Deshalb muss ich aber nicht auf ewig die vielen Aufgaben übernehmen, die im größten Mangel aufgefangen wurden. Auch das regelt sich aber bei uns gut und alles wird aufgeteilt.

    ABER

    ich kenne auch Anfragen von Kolleg:innen, die gerne an unsere Schule wechseln möchten und meinen, sie könnten Wünsche äußern, die in jedem Fall zu erfüllen sind: Vollzeit-Stelle, später kommen, eher gehen, nur in EINEM Fach eingesetzt werden, dessen Umfang in der Stundentafel gar nicht abgebildet ist, einen eigenen Fachraum dafür nutzen - in einem Schulgebäude gänzlich ohne Fachräume, keine Klassenleitung, nur ausgewählte Jährgänge...

    Das kann man sich alles wünschen, auch an unserer Schule... aber es ist wie Weihnachten: Es gehen nicht alle Wünsche in Erfüllung. :niko:

    Aber die meisten Schüler:innen sind doch in BY katholisch.

    Warum haben dann alle frei?

    Bei uns hat ja auch niemand frei, wenn Katholiken Hl. 3 Könige Fronleichnahm, Maria Lichtmess oder anderes feiern.

    Und die muslimischen Schüler:innen haben an ihren Feiertagen frei, die anderen Schüler:innen aber nicht.

    Es gab bei uns früher eine ähnliche Regelung für den Reformationstag.

    Für den Besuch eines GoDi konnte man als Schüler:in vom Unterricht befreit werden. Der GoDi war direkt neben der Schule. Vorher und hinterher hatte man Unterricht.

    Gerade beim Buß- und Bettag ist es aber so, dass es unbedingt dieser evangelische Feiertag sein musste, obwohl diverse katholische zur Auswahl gestanden hätten. In Sachsen ist der Buß- und Bettag offizieller Feiertag geblieben, dafür müssen die Sachsen mehr Geld für die Pflegeversicherung bezahlen.

    Ich finde das Thema sehr schwierig, wir lassen es in Klasse 3 erarbeiten und präsentieren.

    Woher kommt das Thema?

    Wo findet es sich im Bildungsplan BW?

    Lesen und Schreiben würde ich zum derzeitigen Zeitpunkt auch lassen, in Klasse 1. Das braucht meistens noch eine Weile bis es so gut gelingt, dass man es im SU nutzen kann.

    Möglich sind immer Zuordnungsaufgaben mit Bildern, selten mit Texten/ Worten.

    Es gibt Bilder von Tieren im Schnee, damit ist auch für Kinder ersichtlich, dass sie im Winter aktiv sind.

    Passen würden auch Bilder von schlafenden Tieren - also Winterschlaf.

    Schwieriger ist es dann bei Winterruhe, da es ja Wach- und Schlafphasen gibt.

    Auch die Bedingungen, Körperfunktionen und Veränderungen sind den Kindern nur mühsam zu erläutern und schlecht gemeinsam zu erarbeiten - Herzschlag kann man zählen, ok, Thermometer aber nicht ablesen und auf kein Vorstellung von Temperatur zurückgreifen.

    Meiner Referendarin würde ich in Klasse 1 vom Thema abraten.

    Ein Kind aus meiner Klasse hat auf Nachfrage ein Laternenlied gesungen - sehr schön -

    mit folgender Textzeile:

    "Mond, bleib du doch heut zu Haus..."

    Kennt das jemand und hat eine Ahnung, wo ich es finden könnte?

    Es könnte auch sein, dass das Kind sich das Lied selbst ausgedacht hat - wäre zumindest möglich,

    aber es wurde 2x genannt und gleich gesungen.

    Hier war nie unterrichtsfrei,

    um so besser ist es, wenn man nicht alle Gespräche an einem Tag machen muss.

    Hat man eine eigene Klassenleitung und zusätzlich ein oder mehrere Hauptfächer in anderen Klassen, ist das ohnehin nicht möglich, wenn die Gespräche sinnvoll sein sollen.

    Ich plane 15 min, wenn es mit den Terminen eng wird, auch mal nur 10 min.

    Dabei können die Eltern Wünsche angeben, die Verteilung nehme aber ich selbst vor.

    So kann ich schwierige Gespräche und vermutlich einfachere abwechseln.

    Auch ich plane Teepausen ein, die ich dann nutze oder mit denen ich einen Puffer habe, sodass es nicht zu Wartezeiten kommt.

    Manche Teepausen liegen auch so, dass ich bei bestimmten Kindern einen Doppeltermin habe.

    Nachdem es früher ein bestimmter Tag sein sollte, sind wir inzwischen bei 2 Wochen Gesprächszeitraum, in denen jedeR die Elterngespräche ansetzt. Es gibt auch Kolleg:innen, die ihre Gespräche länger strecken, also an einem bestimmten Wochentag immer 3 Eltern einladen, bis alle an der Reihe waren.

    Gespräche eröffnet ich unterschiedlich.

    Manchmal lasse ich die Eltern erzählen, gerade am Anfang ist es interessant, wie es zu Hause läuft (Wir sitzen den ganzen Nachmittag an den Hausaufgaben) oder ob die Kinder zu Hause überhaupt etwas erzählen. (Wie war es heute? - Hm.)

    Später gibt es Arbeitsproben, die man vorlegt, oder Auswertungen oder bestimmte bekannte Probleme, an denen man arbeitet (Termine bei xy erhalten/ Therapie begonnen, Trennungen vollzogen, Förderplan, Verstärkerplan u.a.)

    Außerdem finde ich es gut, den Eltern zu sagen, wo es richtig gut läuft, die Stärken des Kindes hervorzuheben oder Kleinigkeiten aus dem Schulvormittag zu erzählen.

    Lass dich nicht verunsichern!

    Vermutlich bist du mit deinem Fach und deinem pädagogischen Anspruch an der Schule genau richtig.

    Hinterher hast du dein 2. Examen und kannst da bleiben oder dir eine andere Schule suchen.

    In keinem Fall glaube ich, dass bei den Einstellungen eine Rolle spielt, wo du jetzt arbeitest - danach guckt niemand. Da geht es nach Noten, Wohnorten, Familienstand, Beeinträchtigung ... manchmal Beziehungen.

    Eine weitere Möglichkeit ist, dass diese Schule sich eine Referendarin mit diesem Fach gewünscht hat, gerade weil es eher selten ist und weil diese Schule in der Hinsicht Bedarf hat.

    Es gibt tatsächlich Schüler:innen, die traurig sind, wenn es WE gibt oder Ferien - gerade wieder erlebt.

    Und sie vermissen die Lehrkräfte schon am 1. Tag, sind traurig, fragen und hoffen, dass sie bald wieder da ist.

    Das bleibt nicht ewig so, stimmt, aber ich finde gut, dass es gerade am Anfang so ist und sie gerne zur Schule gehen.

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