Gemeinschaftsschulen
Hier kann man es nicht an Schulformen festmachen, es gibt Gesamtschulen, die die Inklusion kaum umsetzen, und andere, denen es weit besser gelingt. Gleiches gilt für andere Schulformen und Standorte.
Gemeinschaftsschulen
Hier kann man es nicht an Schulformen festmachen, es gibt Gesamtschulen, die die Inklusion kaum umsetzen, und andere, denen es weit besser gelingt. Gleiches gilt für andere Schulformen und Standorte.
Wir arbeiten bereits an, teilweise über der Grenze unserer gesetzlichen Arbeitszeit.
Alle anderen auch.
Was genau hat es mit dem Thema zu tun, dass andere Schulformen einen ausgeprägteren Lehrermangel haben?
Die anderen Schulen arbeiten am Limit UND haben keine Lehrkräfte, sondern eine Menge geringer qualifiziertes Personal, das nicht einmal vollständig für das Erteilen von Unterricht ausgebildet wurde.
Jede andere Schulform sollte davon ausgenommen sein.
Dann bleiben die SuS genau wo? Und wer beschult sie dann?
Mal ein konkretes Beispiel
Ja, Beispiel ist gut.
Gerade die lernschwachen SuS, die sich eh nicht konzentrieren können und denen man am besten alles allein (also in einer 1:1 Situation) erklärt?
Wenn der/die Schüler:in alles in einer 1:1-Situation erläutert haben muss, warum ist diese Situation dann auf die FöS beschränkt? Die könnte man ja auch an jeder anderen Schulform erreichen.
Welche Differenzierung erreicht man sonst bei Kinder z.B. mit Unterstützungsbedarf Lernen. Auch sie sind ja nicht alle gleich und können nicht in einer homogenen Gruppe beschult werden. Bei uns waren sie altersgerecht in den Klassen eingestuft und nicht nicht leistungsbezogen.
Ich erlebe in der Inklusion SuS, die durchaus in einigen Fächern mitarbeiten können.
Aber es wäre mit zusätzlichem Personal (Assistenzen) erheblich einfacher, stimmt.
Zurück zum Beispiel:
Mal ein konkretes Beispiel: Mein Kind hat in der 5. Klasse gerade das Skelett und die Muskelgruppen gelernt. Schön im Lehrervortrag und dann selbsständig mit ABs und gemeinsamer Abfrage danach ("Lösung von Aufgabe 1b, wer kann die formulieren?").
Lehrervortrag - wie lange dauert er und wie viele SuS bekommen da alles mit? Wenn es im Anschluss eine Arbeitsphase gibt, kann man diese gut differenzieren.
Dabei müssen meiner Ansicht nach nicht alle zur Lösung von Aufgabe 1b kommen, es ist ja zieldifferent.
Man kann
- andere Lösungen präsentieren,
- die Zusammenfassung der Aufgabe bzw. der Lösung von Aufgabe 1b anders gestalten,
- die SuS während der Präsentation an ihren Aufgaben arbeiten lassen und 2 Präsentationsphasen voneinander unabhängig haben...
Seit dem Studium zerbreche ich mir den Kopf, ob Inklusion oder äußere Diff besser ist.
Auch ich finde es immer wieder schwierig und unter gegebenen Bedingungen sind die Grenzen enger, als sie sein müssten.
Die Frage, die bei mir immer wieder aufkommt: Wann bearbeiten alle SuS etwas im gesetzten Thema und wann ist es sinnvoller, ganz andere Themen und Ziele zu setzen, sodass es in der Klasse verschiedene Arbeitsgruppen oder Arbeitsaufträge gibt, gerade weil die FöS-Curricula auch Themen setzen.
Aber diese Abwägung muss ich ja immer treffen, auch immer, wenn ich DaZ-Kinder ohne Schulerfahrung beschulen und alphabetisieren muss, immer wenn ich Ukrainer beschule, die die Schrift nicht kennen, immer wenn ich Kinder mit besonderen Begabungen habe, die andere Inhalte benötigen, um sich überhaupt mal für etwas anstrengen zu müssen.
Man argumentiert mit dem, was man hat.
Ist das so?
Hat man diese Extrembeispiele?
Oder bleibt man am liebsten bei dem, was man hat ... also "Schuster bleib bei deinen Leisten"?
Wo in der Diskussion kommt vor, dass die FöS-Schulen besonders großen Lehrkräftemangel haben?
Wo kommt vor, dass an den SekI- und Grundschulen Lehrkräftemangel herrscht?
Könnte man die Aufgabe der Inklusion nicht dort umsetzen, wo bisher weit weniger Kinder mit zusätzlichen Anforderungen beschult werden oder weniger Lehrkräftemangel herrscht, somit viel leichter zusätzliche Aufgaben verteilt werden könnten?
Warum berufen sich SekII-Lehrkräfte darauf, dass sich ihr Beruf auf die Hinführung zum Abitur beschränken würde, obwohl sie doch die meiste Zeit sehr viele Kinder in der SekI beschulen?
Viel Spaß dabei, das mit vollem Deputat zu bewerkstelligen. 👍 Zumal Schüler mit Förderbedarf GE/LE/EE ja gerade nicht selbstständig an Material arbeiten können.
Hab ich.
Täglich.
Immer wird mit Extrembeispielen argumentiert.
Aber man kann ja ein gut ausgestattetes FöS-System nicht mit unausgestatteter Inklusion vergleichen und auf dieser Grundlage für oder gegen Inklusion argumentieren.
Ich habe Gymnasiallehramt studiert, weil ich Schüler zum Abitur führen will. Jeder, der dazu kognitiv in der Lage ist, hat das Recht darauf, so gefördert zu werden, dass das unabhängig von etwaigen Behinderungen auch klappt. Insofern gehört auch Inklusion zu meinen Aufgaben.
Das ist das, was DU unter "Inklusion" verstehst.
Zu meinen Aufgaben gehört es aber nicht, Schüler zu beschulen, die kognitiv nicht dazu in der Lage sind, das Abitur zu erreichen.
Das ist, was ANDERE unter Inklusion verstehen.
Wenn an anderen Schulformen Kinder unterrichtet werden, die kognitiv gar nicht in der Lage sind, einen Abschluss zu erreichen, obwohl die Schulform zu diesen führt, warum soll das Gymnasium davon ausgenommen werden?
Führt Inklusion einem Kind nicht erst recht vor Augen, dass es anders ist? Wenn es nie fertig wird, einfachere Aufgaben bekommt, leichtere Tests schreibt als die anderen?
Das Kind bleibt in der Klasse, in der es eingeschult wurde und wechselt nach 4 Jahren in irgendeine weiterführende Schule - so wie andere Kinder auch.
Wenn es üblich ist, dass viele Schüler:innen in den Klassen an verschiedenen Aufgaben arbeiten, weil man von GE bis Hochbegabung alles in den Klassen hat, dann ist es für alle normal, in Arbeitsphasen zu arbeiten, in Präsentationsphasen zu präsentieren - auf unterschiedlichem Niveau.
Dann ist es vielleicht normal, dass alle zeitgleich einen Test schreiben, aber die einen A- und B-Version bekommen (zielgleich), andere aber C oder D (zieldifferent).
So braucht man aber Materialien und Unterricht für Kinder der Regel-Curricula, differenziert, da sich da ja auch Unterschiede ergeben, für Kinder mit Unterstützungsbedarf unterschiedlicher Ausprägung - je nachdem, wer in der Klasse ist, für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache, die gerade noch alphabetisiert werden, für Kinder, die besonders begabt sind und andere Aufgaben benötigen.
Wenn Kinder einer Klasse es so kennen, können sie die Leistung der anderen anerkennen, auch Vorträge eines sprachlich beeinträchtigten GE-Kindes sind dann lobenswert und führen zu Bewunderung, nicht zu Abwertung.
Ihr schreibt alle über verschiedene Ansätze und Umsetzungsformen, dazu vermutlich aus verschiedenen BL, habt eure Schulen vor Augen, die Möglichkeiten in eurer Stadt oder auf dem Land, die bestehenden Förderschulen mit guter Ausstattung oder solche ohne Lehrkräfte oder geschlossene Schulen.
WENN man Inklusion haben möchte, müssten sich Regelschullehrkräfte UND Förderschullehrkräfte bewegen. BEIDE müssen Inklusion lernen, denn bisher war die Ausbildung der Lehrkräfte schulformspezifisch.
Die Regelschullehrkräfte hatten weniger Kinder mit Beeinträchtigungen in den Klassen, je nachdem, wie schnell die Übergänge in die Förderschulen gestaltet wurden.
Die Förderschullehrkräfte haben in den Förderschulen gearbeitet, nicht aber in einem inklusiven Setting.
Sie haben jetzt ganz andere Aufgaben, alte Aufgaben, neue Aufgaben, die untereinander möglichst ausgewogen verteilt werden müssen. Somit müssen sich alle auf etwas anderes einlassen.
Es würde leichter gelingen, wenn diese Änderung des Aufgabenbereiches entsprechende Anerkennung und Entlastung erhalten würde und nicht erwartet würde, dass man es zusätzlich und ohne Ausgleich erledigt - das ist aber vielerort der Fall und zwar gerade bei den Lehrkräften, die bisher nach A12 entlohnt werden.
Das Berufsbild wandelt sich - ich finde den Vergleich zum Mechaniker nicht abwegig - aber wenn sich Ansprüche und Anforderungen ändern, muss man auch am Beruf selbst etwas ändern und nicht erwarten, dass beide Berufe gleichzeitig übernommen werden - sozusagen zur Hälfte der Arbeitszeit.
Dabei bedeutet eine zieldifferente Beschulung in keinem Fall, dass die SuS die Kompetenzen erreichen, die die regelbeschulten Kinder in der Klasse erreichen. Darum wird es ja als "zieldifferent" bezeichnet. Insofern ist es abwegig, Inklusion am Gymnasium unter die Bedingung zu stellen, alle Kinder müssten das Abitur erreichen, da an anderen Schulen die Abschlüsse auch nicht erreicht werden - und in der Grundschule bei weitem nicht die Kompetenzen, die von Kindern ohne geistige Beeinträchtigung erwartet werden.
Vielleicht bringen dir die Kurse von Alpha-Prof etwas
oder Bücher, z.B. von Naegele , wie
https://www.beltz.de/fachmedien/pae…isbuch-lrs.html
oder eine Übersicht wie von Wolfgang Schneider
https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-50319-5
oder du startest hier ein Forum oder eine Konversation und fragst, wer teilhaben möchte?
Auf einer FoBi bin ich auch auf BISS aufmerksam geworden, aber explizit zum Erstschreiben habe ich noch nichts gefunden.
https://www.biss-sprachbildung.de/angebote-fuer-…eine-einheiten/
Was habt ihr denn dafür mehr? Sachunterricht?
Wir haben insgesamt weniger Stunden zur Verfügung.
Bei so vielen Vorschriften finde ich erstaunlich, dass die Unterrichtszeit in Schulen nicht vorgegeben ist.
Die Schüler mancher Bundesländer schaffen ihre Leistungen und Abschlüsse in weniger Zeit. Ob das soviel besser ist? Es ist aber billiger.
Ich hätte auch gern durchgängig 7 Stunden Deutsch und 6 Stunden Mathe, OHNE auf die Unterrichtszeiten anderer Fächer verzichten zu müssen.
Hier ist es aber so, dass bei uns einzelne KuK rausgezogen werden und die Schule nicht geschlossen wird. Das alles unter enormem Zeitdruck. Bekanntgabe der Personen und dann in der Folgewoche schon die Abordnungsbekanntgabe, die dann einige Wochen später wirksam werden soll.
Das ist vor Ort fast immer so.
Hintergrund ist, dass die andere Schule NOT hat und nicht mit 140% versorgt ist, sondern jeden Tag aufs Neue sehen muss, wie sie die Klassen versorgt. Ist es eine Schule mit jüngeren SuS, muss die Schule immer auch die Aufsicht gewährleisten.
Natürlich haben die Dezernent:innen ein Interesse daran, die Schulen recht zügig zu versorgen. Mit Absprachen und Verfahren dauert es dann immer noch Wochen, in denen die aufnehmende Schule keine Hilfe erfährt.
Eine Klassenlehrerstunde fände ich auch super. Woher kommen bei euch die Stunden hierfür?
Es gibt BL mit 92 h im Grundschulplan und solche mit 108 h, da kann man dann auch eine KL-Stunde oder 7 Std. Deutsch unterbringen.
Wenn es nur um die Klassenlehrerschaft geht, kann man ja der Klassenlehrkraft eine Stunde Deutsch geben, die anderen Stunden übernimmt die Fachlehrkraft.
Die Bekenntnis zur Förderschule teilen hier ja einige Kollegen und außerhalb des Forums auch viele Eltern. Dass es hierfür ausreichend Personal braucht ist unstrittig, ebenso dass langfristig mehr ausgebildet werden muss und dafür mehr Anreize geschaffen bzw. Werbung dafür gemacht werden muss, dass sich Abiturienten für dieses Lehramt entscheiden. Kurzfristig kann das Problem des Lehrermangels durch Absenkung der Zulassungsvorazssetzungen oder Abordnung aus Überschussbereichen ermöglicht werden. Hier ist nur die Frage, wer hierfür eher infrage kommt. Im Gymnasialbereich hättest du am ehesten den Überschuss, bist aber gleichzeitig vom Anforderungsniveau doch ein Stück weiter entfernt als jemand aus dem Primar- oder Haupt-/Mittelschulbereich.
Die Förderschule gut ausgestattet mit Personal mit einer nicht ausgestatteten Inklusion zu vergleichen, ist verquer. Es wäre m.E. auch unstrittig, dass Inklusion ausreichend Personal bräuchte. Offenbar zeigt die Realität aber ein anderes Bild, das war in meiner Region auch schon vor der Einführung der Inklusion so, allerdings kein Anlass, um in den vergangenen Jahren Maßnahmen zu ergreifen. Quer- und Seiteneinstiege ins FöS-Lehramt hat es aber in dieser Zeit schon gegeben, auch von BBS- und Gym-Lehrkräften.
Kurzfristig könnte man die freien Stellen mit den Lehrkräften besetzen, die an anderen Schulen übrig sind. Im Primar- und SekI-Bereich besteht aber Mangel, also ist dort niemand abkömmlich. Vielmehr übernehmen diese Kolleg:innen bereits einen Großteil der Aufgaben unentgeltlich innerhalb der Inklusion, da die FöS-Lehrkräfte dort fehlen.
Kurzfristig könnte man auch zusätzliches Personal einstellen, das z.B. Aufgaben der Förderung übernimmt, sodass die betroffenen Schüler:innen besser betreut sind (als gar nicht, weil die FöS-Lehrkräfte fehlen).
Das könnte "lustig" werden, wenn wir Männer allein angesichts des Lehrkräftemangels den Laden am Laufen halten müssten
... und wie viele Lehrer dann in der Grundschule eingesetzt wären!
Auch Gymnasiallehrkräfte sind bereits seit längerem in der Inklusion eingebunden. Das gilt insbesondere für diejenigen, die an Gesamtschulen unterrichten, aber auch an den Gymnasien ergeben sich entsprechende Notwendigkeiten bereits seit einigen Jahren.
Dann ist es doch um so erstaunlicher, wie sehr es hier kategorisch abgelehnt wird, weil man dies nicht als Aufgabe für Gymnasiallehrkräfte ansieht,
einmal mehr, wenn sie in NRW als für GymGeSa ausgebildet werden.
Ich frage mich einmal mehr, warum Lehrkräfte mit A12 seit Jahren in der Inklusion durchaus FöS-SuS beschulen können - nur am Gym ist man dafür nicht ausgebildet, obwohl es mit A13 ja amtsangemessen wäre?
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