Beiträge von Palim

    Wir haben einiges, Logico-Bretter sogar als Klassensatz.

    Allerdings habe ich den Eindruck, dass diese weit weniger als früher eingesetzt werden.

    Das könnte daran liegen, dass man sehr viel individueller als früher fördert, also nicht eine Kartei ausreicht, sondern noch eine 2. und 3. für die zieldifferenten Kinder benötigt würden … 8nd das haben wir dann doch nicht.

    Es könnte auch daran liegen dass derzeit der Trend verstärkt zum Abarbeiten von Kopien in Heftern geht, die XY-Werkstatt hat mit Werkstatt-Unterricht nichts zu tun, sondern ist eine Sammlung von AB. Das ist einfacher zu organisieren und schneller zu individualisieren, aber auch trist.

    Wie findest du das Konzept allgemein Palim?

    Doof.

    Ich bin immer ein Fan von offener und ehrlicher Kritik.

    Nun hast du eine.

    Man kann sicher auch mit einem GenZ Slang, das ganze verlockend gestalten.

    Man kann Kinder mit diesem und jenem verlocken, bei Jugendlichen wird es schon schwieriger.

    Ich denke, in der Schule muss man Acht geben, wann man Spielerisches nutzen will, weil die Motivation steigt und der Nutzen entsprechend groß ist.

    Man muss aber auch reflektieren, wann und wo man Belohnungssysteme einsetzen will und wann und weshalb sie schädlich sind. Wir stören uns an einem Algorithmus sozialer Medien, der zu mehr Konsum verführt, gleichzeitig nutzen wir Apps, die häufigeres Nutzen zum Lernen einfordern (siehe Duolingo). Wir trainieren uns/ den Kindern also an, sich nach den Belohnungssystemen zu richten. Gleichzeitig erlernen sie dann aber nicht, sich selbst um etwas der Sache wegen zu bemühen und sich um den Lernerfolg zu kümmern. Ich habe den Eindruck, dass dies zunehmend verloren geht, gerade weil die anderen Systeme das Suchtverhalten triggern.

    Davon abgesehen fehlt mir ein Rückmeldesystem, ein System, das bei egal welcher Aufgabe den Lernenden weiterhilft, etwas auf pädagogische Weise korrigiert, herausfordert, aber nicht überfordert. DA wäre KI irgendwann sicher hilfreicher, als allein darin, Aufgaben nach gleichem Muster auszuwerfen.

    Gegen das Selbst-Aneignen spricht übrigens das aktuelle System Schule. Man hat kaum Luft zum Atmen, geschweige denn zur ordentlichen Unterrichtsvorbereitung mit anschließender eigenen Reflexion. Es ist daher unerlässlich, dass man durch das Ref dazu gezwungen wird.

    Gleichzeitig wird das System Schule dazu gezwungen, dem Rechnung zu tragen - wenigstens weitestgehend im Ref, ohne dass man dort für noch mehr Stunden und noch mehr Aufgaben eingesetzt werden kann.

    Das machen die Schüler:innen freiwillig oder als Übung oder als Hausaufgabe?

    Oder gar nicht?

    Wo genau ist da der Einsatz der KI?

    Warum genau benötigen Schüler:innen eine App oder eine Plattform, wenn sie es mit ihren Schülergeräten bearbeiten und fristgerecht in der schuleigenen Plattform hochladen können?


    P.S. ... schon wieder Mittwoch.

    Was du zitierst ist doch eindeutig.

    Offenbar nicht.

    meine Freunde im MINT-Bereich, gerade Ingenieure, Informatiker und Co. und gerade dort nochmal die besonders Neurodivergenten begrüßen eigtl. immer den schnörkellosen, eindeutigen, logisch-argumentativen Stil.

    Ich würde deinen Schreibstil anders umreißen und stelle fest, dass hier mehrere Schreibende deinen Stil weder schnörkellos noch verständlich finden, wie neurodivergend sie auch immer sind.

    Ich würde dich wirklich bitten, ganz genau zu lesen was ich konkret schreibe (und was nicht).

    Ich habe ganz genau deine Zitate daruntergesetzt.

    Dann müsstest du mal deutlicher schreiben, was du zum Ausdruck bringen möchtest und nicht nur Andeutungen setzen oder hinterher erklären, dass du etwas anderes sagen wolltest… Es steht da nicht.

    Es geht beim Ref um eine oktroyierte Maßnahme für alle

    Man nennt es „Ausbildung“,

    übrigens gibt es Ansätze, dass man Teile davon in Modulen ausweist, um mehr Individualität und Spezialisierung zu ermöglichen.
    Ich wüsste gerne mehr über die Inhalte, um das beurteilen zu können.

    Wer macht das denn / widerspricht dem denn?

    Du schreibst, du bräuchtest das nicht,

    Erziehungswissenschaften kann man zusammenstreichen.

    … Zitat müsste ich raussuchen…

    Hier:

    bei Erziehungswissenschaften ließe sich deutlich einsparen

    Bezogen auf Erziehungswissenschaften, Didaktik ind Co.: Bspw. die Flut an (praktischer) Arbeit mit qualitativen Studien, diverse Übungen, das Praxissenester samt Begleitseminaren, die x-te Veranstaltung zum gerarde aktuellen Didaktiktrend...

    Ich behaupte, die ganze Diskussion hier hat auch viel mit Menschen-, Rollen-, Selbst- und Fremdbildern (z.B.Missgunst; Glorifizierung der eigenen Professionalität), unzulässigen Generalisierungen, gatekeeping und selbsterfüllenden Prophezeiungen (wenn ich ohnehin schlecht von Quereinsteigern denke, bewerte ich deren Leistung u.U. verzerrt und habe dann praktischerweise 'ne Anekdote zur Vorbewertung der nächsten Quereinsteiger) u.ä. zu tun...

    Weil man die Vorwürfe in dieser Richtung schon erwarten kann, spart man sich leider die Auseinandersetzung mit dem Thema.

    Noch ein „schade“.

    Obwohl ich in meinem Studium mehr Praktika samt Begleitung hatte, als es damals üblich war, hätte ich nach dem 1. Examen keine volle Stelle übernehmen wollen. Wir hatten sogar 3 Monate, in denen man keinen eigenverantwortlichen Unterricht hatte.
    Und das finde ich bis heute sinnvoll. Auch das Einsetzen von Refs in immer mehr eigenverantwortlichen Unterricht halte ich für eine Sparmaßnahme. Selbst die eine begleitende Stunde der Mentor:innen im 2. Semester konnten wir nicht immer realisieren.

    Nach dem Ref war das anders. Ich erinnere mich an eine Diskussion mit einem Seminarleiter, der nicht verstanden hat, dass ich es gut fand, an einer Brennpunktschule das Ref zu machen.

    Statt „braucht man alles nicht“ würde ich eher auf die Suche danach gehen, was man braucht. Für mich gehört Anleitung und eine Art Schonraum, Ausprobieren und Reflektieren dazu, gemeinsam mit erfahrenen Lehrkräften.

    Die Ablehnung von Themen der Pädagogik und Psychologie kann ich nicht nachvollziehen. Lehrkraft ist eben nicht Fachwissenschaftlerin, sondern das Vermitteln selbst, abe4 auch erziehen und beraten. Das mag in höheren Jahrgängen abnehmen, in der Grundschule ist es Alltag und ein großer und auch anstrengender Teil der Arbeit.

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