Beiträge von Palim

    Wenn dir dein Gott ultimative Ge- und Verbote auferlegz, schließt das weitergehende Begründungen und ein Hinterfragen aus.

    Das ist in meinen Augen falsch.

    Wenn mein Gott sagt: „Du sollst nicht töten“, schließt es doch nicht ein, dass sich jede und jeder dieser Religion daran hält.

    Und wo in der Religion das Hinterfragen verboten wird, möchte ich wirklich gerne mal wissen.

    Davon weichen sie wohl nur deshalb ab, weil es mit Religionslehrerinnen knapp würde.

    Ich denke, die Abweichung macht es günstiger, weil man ab 12 Schüler:innen keine 2 Gruppen mehr anbieten muss.

    Gleichzeitig wird Werte und Normen ausgebaut, allerdings ist da die Versorgung durch Lehrkräfte (Statistik, und ja, auch Ausbildung) nicht klar geregelt. (… kann die Schule anbieten, bekommt aber keine Stunden/ soll die Schule anbieten … von welchen Stunden?)

    Kein islamischer Religionsunterricht? Jüdisch? Christlich-orthodox?

    Das eine schließt das andere nicht aus.

    Es gab zuvor Religionsunterricht nach Konfession (ev/kath), nun gibt es christlichen. Wo der orthodoxe Unterricht bisher angeboten wurden und ob er nun integriert wird, weiß ich nicht.

    Ähnlich des Angebots für herkunftssprachlichen Unterricht, den es an bestimmten Standorten gibt, jedoch nicht flächendeckend, gibt es auch an einzelnen Standorten anderen RU. Es gibt ein Curriculum für islamische. RU und ich weiß von orthodoxem, alevitischem und jüdischem RU, weiß aber keine Schule, die das anbietet.

    Religiöse Regeln verlagern die Verantwortung auf fiktive Entitäten, Göttinnen et. al. Sie entziehen sich einer Begründung und erlauben kein kritisches Hinterfragen

    Deine Interpretation und deine Sozialisation.

    Meine ist komplett anders und nein, ich verlagere die Verantwortung nicht auf Gott und habe das kritische Hinterfragen nicht mit Taufe, Konfirmation, Vocation abgegeben, ganz sicher gar nicht.

    Ich muss dich auch nicht missionieren, bekehren, belehren, umstimmen, kann dir aber entgegenstellen, dass andere Menschen das, was du darstellen möchtest, anders sehen und glauben und leben.
    Ich möchte übrigens kein einseitiges Bild vermitteln, auch nicht deines.

    Ich weiß, dass du recht gut informiert bist, das finde ich immer wieder beeindruckend, aber ich weiß auch, dass du alles deiner Maxime der Ablehnung unterwirfst.

    Man muss sich schon die Mühe machen zu erkennen, dass ethisches Handeln aus der Übernahme der Verantwortung für das eigene Handeln entsteht. Das Befolgen religiöser Regeln ist so ziemlich das Gegenteil davon.

    ?(

    Sehe ich anders.
    Das Befolgen religiöser Regeln schließt die Übernahme von Verantwortung für sich und andere nicht aus, auch nicht für das eigene Handeln.

    Hättet ihr es gewusst, dass es einen Ramadan-Kalender gibt, der unserem Adventskalender ähnelt? Dass die abrahamitischen Weltreligionen eigentlich denselben Ursprung haben? Dass jede dieser Weltreligionen einen Gott hat, ein Glaubenshaus, betet, Gläubige Dinge in ihrem Leben gemacht haben sollen (Säulen des Islams, Sakramente...), es ein Buch Gottes gibt usw.

    Ja.

    Ich weiß übrigens auch nichts über Quantenphysik oder das das Auftragen einer Teerschicht auf Straßen oder über das Häkeln von Luftmaschen.

    Doch, kann man wissen oder sich zumindest damit beschäftigen, wenn Fragen kommen … oder vermitteln, dass es Menschen gibt, die das erforschen oder beherrschen. Kann man doch nicht wissen, wer aus der Klasse mal was wird - Quantenphysikerin oder Bäcker oder Zahnärztin oder Näher.

    Alles muss ich wirklich nicht wissen, deswegen bin ich da auch eher auf der Schiene: lass weg aus der Schule.

    Geht mir gerade anders herum, könnte aber daran liegen, dass meine Schüler:innen so viel jünger sind, ich finde nicht nur im Hinblick auf Religionen, dass man Einblicke in viele verschiedene Bereiche vermitteln sollte, gerade damit nicht alles unbekannt bleibt und für absurd oder unheimlich erklärt werden kann.

    In anderen Ländern ist es durchaus üblich, über die Ferien Lektüren zu erwarten, für jede Sprache die Unterrichtet wird.

    Ich glaube aber, es bezog sich auf die Sommerferien (RU), da bin ich mir aber nicht mehr sicher (NL).

    Das ist durch den Lehrplan gedeckt?

    Eine Feier vielleicht nicht, aber beim letzten Mal, als ich nach einem Plan gesucht habe, waren etwa 1/3 der Inhalte religiöse Themen, was auch die Vermittlung von Festen, Feiern und Hintergründen enthält.

    Wenn man im ev. RU den Sederabend erläutert, „feiert“ man das Fest nicht, vermittelt aber, ggf. auch mit Speisen, worum es geht, ebenso „feiert“ man dann nicht Weihnachten, vermittelt aber, was in verschiedenen Familien dazugehören kann - das ist ja auch nicht überall gleich, siehe Kartoffelsalat-Diskussion.

    Die eigentliche Frage wäre ja, ob man z.B. zum Zuckerfest eine „Feier“ oder Rituale entwickelt, vergleichbar zu anderen Ritualen der Schule zu Advent oder vor Ostern.

    Wenn alle dann am Weihnachtssingen teilnehmen oder einer Aufführung vor Weihnachten, könnte man dann auch am Fastenbrechen teilnehmen.
    Und auch wenn vor Ostern nicht (mehr) viele Fasten, weil das Fest für sich stehen kann, kann man durchaus vermitteln, dass es in verschiedenen Religionen ähnliches gibt, Fastenzeiten mit Hintergründen und Feste am Ende der Fastenzeit. Dann ist „Fasten“ eben nicht auf den Islam begrenzt und „anders“, sondern durchaus auch in der eigenen Religion vertreten, auch wenn man es selbst noch nicht kannte.

    Je fanatischer sie einer Idee hinterherrennen, desto feindseliger werden sie.

    Ja, und das ist dann präsent,

    dass die anderen, die es nicht fanatisch verfolgen, ohne Feindseligkeit schaffen, gemeinsam zu leben, sich Gottteshäuser zu teilen, sich zu Festen besuchen, einander schöne Feiertage wünschen, an Bräuchen und Traditionen interessiert sind und dem anderen die Religion oder Konfession lassen können, ist eben nicht so publik und nicht so brisant.

    Es gibt eine Menge Orte, wo das recht gut gelingt, und Projekte, die genau das fördern.

    Wenn es fanatisch wird, braucht es ein Stopp und zwar auch oder gerade aus der eigenen Religion/Konfession, das gilt gerade auch regional, ist aber schon da schwierig wegen der Absonderung und sozialen Kontrolle, die man z.B. bei evangelikalen Gruppierungen hat.

    Das Stopp kann eben auch sein, dass man die Gemeinsamkeiten betont, aber das ist dann auch der Grund, wenn hier benannt wird, dass der schulische Religionsunterricht abgewählt wird, weil er zu offen ist.

    Ich weiß ehrlich gesagt so gut wie nichts über die Feste anderer Religionen

    Man kann auch einfach fragen,

    bei und haben Kinder im lebendigen Adventskalender etwas über ihre Feste erzählt, das war sehr beeindruckend.

    Mir fällt zunehmend auf, dass die religiösen Kinder eher Verständnis für die anderen Religion zeigen, allerdings fehlen bei uns Kinder, die nur ihre eigene Religion extrem verteidigen.

    Okay, also machen Leute beim Fastenbrechen mit, die gar nicht fasten. Auch wieder mal sehr ulkig.

    Ostern feiern auch Menschen, die vorher gar nicht fasten.

    Ich finde es schön, andere zu Festen einzuladen, wenn man damit offen umgeht, kommt es zu gegenseitigen Einladungen, Austausch und Verständnis.

    wenn man nach dem 6. Januar wieder in die Schule kommt

    Man kommt AM 6. Januar in die Schule, wenn man da weder Ferien noch Feiertag hat.

    Dann kann man selbst überlegen, ob man an diesem Tag oder in der Woche nicht etwas Weihnachtliches thematisieren will oder ob man das Material der Sternsinger nutzen mag.

    Den Weihnachtsbaum muss ja jemand wegräumen, also Personal der Schule, das dann zwischen den Jahren oder vor dem 6. Dezember arbeiten müsste, so wie Lehrkräfte, die vor Unterrichtsbeginn arbeiten und z.B. den Raum vorbereiten.

    Ich habe die adventlichen Sachen am Freitag nach Unterrichtsschluss weitestgehend weggeräumt, die Fensterdeko wird irgendwann durch „Winter“ ersetzt.

    War es nicht so, dass die "sonderpädagogische Grundversorgung" nur die Förderschwerpunkte L, E und S umfasst und es für die anderen Schwerpunkte durchaus auch in der Grundschule extra Stunden gibt? Oder hat sich das geändert?

    Ansonsten könnte es natürlich auch sein, dass sie Teilzeit arbeitet und nur 16 Deputatsstunden hat?

    Die Förderschullehrkraft ist auf der Seite der Schule genannt.

    NDS versetzt nach und nach die FöS-LK, die zuvor an den L-Standorten waren, an die Grundschulen, dann gehört die LK mit zum (Verwaltungs-)Kollegium der Schule, kann aber von dort abgeordnet werden, wie es bei Stunden, die über die Grundversorgung hinaus gehen, üblich ist. Diese Kolleg:innen sollen die Grundversorgung (L, ESE, S) versehen, im Notfall gehen sie auch als Vertretung in den Unterricht (bei uns wäre das, wenn die Vertretung durch PM, Lehrkräfte, Zusammenlegung/Aufteilung nicht ausreicht).

    Für die anderen Schwerpunkte gibt es weiter keine Grundversorgung und Stunden nur nach Gutachten, nach Antrag, nach Bewilligung, nach Verfügbarkeit.

    Für mich ist diese Stellenbeschreibung der wahre Horror an der Geschichte. So kann man immerhin Geld sparen. Jedenfalls würde ich da als Klassenlehrer keinen Elternabend einberufen, wenn so ein Helferlein was verzapft hat. Reklamationen bitte an SL oder Ministerium.

    Ich hatte ja schon geschrieben, dass es seit 2000 die übliche Vertretungsregelung ist.

    Erst nach 6 Wochen darf die SL nach einer Vertretungskraft fragen, dann läuft das Genehmigungsverfahren, dass eine Stelle ausgeschrieben werden darf, dann geht die Schule auf die Suche …

    Bis dahin und im Fall von Erkrankungen/ Fortbildungen/ anderen Ausfällen übernehmen die PM die Betreuung der Klassen. Vor Weihnachten war es auch bei uns eng und wir mussten es an einigen Tagen irgendwie retten (also Klassen zusammenlegen oder aufteilen).
    Auch die betroffene Schule ist unterversorgt, es ist eine Vertretungskraft im Personal aufgeführt, die FöS-Lehrkräfte sind meist nur tageweise da, die Lehrkräfte in Elternzeit nicht, die Referendar:innen nur bestimmte Stunden.

    Jede Erkrankung führt aber nicht zuerst zur Vertretung durch Lehrkräfte, sondern zur Betreuung durch die PM, die genau dafür eingestellt sind und die befugt sind, die Betreuung zu übernehmen. Sie müssen keinen Unterricht planen, aber es ist schon üblich, dass sie auch selbst Vorschläge machen, z.B. basteln vorbereiten und anbieten oder eben auch einen Film gucken)

    Diese Stunden tauchen in keiner Statistik auf, die Kinder sehen die Stunden als Unterricht, denn eine erwachsene Person gibt das Material aus oder beauftragt die Aufgaben, in der Regel sind die PM auch um das Fortsetzen von Ritualen bemüht.

    Das bezweifel ich gar nicht. Als Reaktion direkt einen Elternabend durchzuführen, finde ich allerdings schon überzogen. So viel Mehrarbeit für so einen Kleinkram..

    Willkommen in der Welt der Grundschule. Die Kinder sind klein, die Schule liegt im Umfeld, die Eltern sind nah dran und die Kinder benötigen sehr viel mehr als gehaltene Unterrichtsstunden.

    Ja, es ist viel Arbeit, Kleinkram ist das nicht, da gibt es auch andere Anlässe, die Elternabende erfordern. Elternarbeit ist kein Selbstläufer, das braucht viel Zeit und hilft nicht immer.

    Ob man sowas auch machen würde, wenn wir auf Stempelkarte arbeiten und Überstunden minutengenu abrechnen würden?

    Vermutlich schon, aber es würde mal deutlich, dass dies zu Mehrarbeit führt oder anderes dann nicht erfolgen kann. Dennoch brauchen außergewöhnliche Ereignisse ein Krisenmanagement und ich kann mir kaum vorstellen, wie man das mit einem Elternbrief bewältigen wollte.

    Hoffen wir, dass die Kinder Begleitung bekommen, aber auch, dass an der Schule Ruhe einkehrt, damit der Unterricht wieder einen stabilisierenden Rahmen geben kann.

    hat diese Grundschule acht Klassen an zwei Standorten und - wenn ich mich nicht verzählt habe - 22 Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiterinnen.

    Mit Ganztags- und Mensa-Personal, Reinigungskräften und BuFDis, vielleicht, oder es sind viele Lehrkräfte in sehr kleiner Teilzeit, ansonsten gilt: 8 Klassen, 8 Lehrkräfte, davon eine als Schulleitung.

    Nachtrag: 11 Lehrkräfte (mit SL), 2 Referendar:innen, 1 FöS-LK ( die sicher noch einen anderen Standort versorgt, denn 8 Klassen generieren max. 16 FöS-Std.), 1 Vertretungslehrkraft ( in NDS mit päd. Bachelor möglich), je nach Zeitpunkt der Umsetzung des Ganztages sind die Pädagogischen Mitarbeiter:innen wie schon beschrieben für spontane Vertretung, Mittagsbetreuung und hier auch den Ganztag zuständig.

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