Beiträge von Palim

    Gibt es in NRW keine Zeugnisse, Förderpläne etc.?

    Oder wurden sie jetzt gerade abgeschafft?

    Vielleicht sollte man der Behörde per Überlastungsanzeige mitteilen, dass man auf dem Schulrechner die Zeugnisse nicht fertigstellen kann?

    Theoretisch hast du ja dein Dienstgerät, auf dem du alles machen kannst

    Dann sollte man das Dienstgerät zur Erstellung der Überlastungsanzeige nutzen

    und im Anschluss für die Zeugnisse und genau das, was dabei entstehen kann, aushändigen, sobald es fertig sein kann.

    2-seitige Berichtszeugnisse müssen dann eben ausfallen, mit dem Hinweis darauf, dass die Zeit nicht reicht, die Pausen am kleinen Display einzuhalten sind, die zur Verfügung stehenden Programme auf den Dienstgeräten das nicht hergeben und die Fortbildung bisher nicht erfolgte.

    Und in der nächsten Welle wieder, und dann wieder und dann wieder...??

    Das kann doch nicht so weitergehen!

    Nein, aber dann muss „alles Mögliche“ getan werden, damit Schulen offen bleiben können und das ist mehr, als die Ankündigung, dass Schulen nicht geschlossen werden.

    Dann hätte man seit 2 Jahren alles daran gesetzt, die Schulgebäude zu sanieren, Lüften zu ermöglichen und Luftfilter einzubauen - als Standard-,

    genügend Personal zur Betreuung in Kleingruppen zu haben, um eine Kohortenbildung und Notbetreuung umsetzen zu können,

    medizinisches Personal an allen Schulen zu haben,

    die Digitalisierung für alle Schulen und Schüler vorrangig und unbürokratisch umsetzen etc.

    Hat man aber nicht, also muss man mit Schulschließungen leben.

    Die Betreuung der Kinder können die Eltern übernehmen, die mit Kurzarbeit und zu 100% aufgestocktem Geld zu Hause sind, quasi als Dankeschön an die Gesellschaft, die ihnen das ermöglicht und die nächste Prämie finanziert.

    Am Ende ist jede Stunde, die in den Klassenrat geht, eine Unterrichtsstunde die fehlt, dabei fehlt es so schon ständig an Zeit für die vielen Aufgaben.

    Die Kinder, die sich nicht an Regeln halten (wollen) und von zu Hause das Signal bekommen, dass Regeln nicht anerkannt werden müssen, stören damit die Klasse und das Lernen derer, die sich an die Regeln halten. Letztere nehmen ohnehin schon ständig Rücksicht.

    Auch kann man viele Streitigkeiten nicht auf den Klassenrat 1x in der Woche verschieben und die Zeit wird nicht ausreichen, dann braucht man bald täglich 1 Stunde für den Klassenrat. Was fällt dann aus für alle? Man kann ja die Zeit nicht für alle hinten anhängen.

    Da finde ich Besinnungszeiten für die, die es brauchen, sehr sinnvoll, das ist dann eben ein vordergründiges Förderziel und wichtiger als anderes im Schulalltag. Wie bei anderem muss man da differenzieren und je Schüler:in abwägen, was gerade wichtiger ist.

    Kann man die SuS mit dem Bogen rausschicken, bekommen sie genau 2x 1 Minute Aufmerksamkeit, den Rest können sie unter sich ausmachen, während der Rest der Klasse Ruhe und Zeit zum Lernen hat.

    Für andere finde ich es richtig, dass sie in einem abgegrenzten zeitlichen Rahmen zeigen, dass sie die gestellten Aufgaben selbstständig lösen können. Dafür nehme ich mir gelegentlich am Mittag eine Stunde Zeit und das Kind bleibt nach Absprache länger und erhält eine intensive zusätzliche Förderung.

    Vielleicht muss man mal das Narrativ ändern, damit die Maßnahme sinnvoll ist und die Grenze deutlich sichtbar und erfahrbar wird.

    Wir mussten im Studium im ersten Praktikum genau aufschreiben, was wir sie fragen - wortwörtlich- und was die SuS antworten werden,

    das fühlte sich nach Schikane an, ist aber durchaus hilfreich, weil man irgendwann wirklich lernt, wie SuS denken.

    Noch etwas anderes: Das , was du verknüpfst und und logisch findest oder offensichtlich, sehen die SuS oft nicht,

    und sie unterscheiden Behauptung, Wunsch oder Aussage nicht.

    So einen Jahrgang habe ich auch gerade und einiges durch.

    Meine schreiben gerade Besinnungsbögen, zum Teil gemeinsam und jeder muss unterschreiben, so müssen sie sich einigen und dokumentieren ihr Verhalten, damit ist es belegt und kann im Elterngespräch oder der Akte landen oder in einer Konferenz zu Erziehungsmaßnahmen.

    Hol die anderen KollegInnen mit ins Boot, damit die Regeln und Sanktionen nicht immer nur von einer Seite kommen.

    Ich habe gerade eine Werbung für Klemmbausteine aus Silber gehört …

    Nettes Geschenk für euch, das könnt ihr dann versilbern verklemmbausteinen.

    Wie wäre es denn, wenn du dich an den Sozialdienst der Uni oder eine Schuldnerberatung wendest, damit diese dir noch die eine oder andere Perspektive eröffnen?

    Da bekommst du Hilfe für unverschuldete schwierige finanzielle Situationen, kurzfristige DArlehen oder Hilfen zur Gesundheitsförderung.

    Genau dafür gibt es die ja.

    Bei uns (auch Niedersachsen) wird zur Zeit auch fast jeder geimpft, der möchte. Inzwischen bekommt man auch kurzfristig einen Termin. Viele Kollegien im Landkreis wurde auch gemeinsam geimpft.

    Das stimmt aber eben nicht für ganz Niedersachsen, in deinem Landkreis mag es so sein,

    einen Landkreis weiter in den Süden sieht es dann anders aus - hatte ich oben schon geschrieben,

    Humblebee schreibt ähnliches aus dem Osten :_o_D

    Spoiler anzeigen

    Dieser "Osten" liegt östlich von uns.

    Gruppen-Impftermine gibt es nicht, unser Schulträger kümmert sich, hatte aber offenbar noch keinen Erfolg, das Impfzentrum ist geschlossen, das Portal zur Terminvergabe auch,

    die mobilen Teams sind klein und impfen ohne Termine, die Wartezeit ist entsprechend und wer erst später kommen kann, geht leer aus, wer die 6 Monate nicht erfüllt, wird weggeschickt.

    Ich weiß, dass es an den weiterführenden Schulen Impfaktionen gibt, diese sind nicht öffentlich, bieten aber mittags für Eltern Impfungen an.

    Das begründet insgesamt, warum es "nur" 15% sind, wenn man Termine, Möglichkeiten, Impfstoff begrenzt,

    ich frage mich, ob man nicht mehr Termine anbieten kann, weil Personal fehlt oder Impfstoff.

    Wie war es denn im letzten Jahr bei euch, als die Präsenzpflicht aufgehoben war oder als Distanzlernen angesetzt wurde, samt Notbetreuung?

    Saß die Schule immer voll und die Notbetreuung auch?

    Bei uns gab es im letzten Jahr vor Weihnachten die Aufhebung, sehr kurzfristig, und dann war die Schule leer. In der Notbetreuung waren die Kinder, deren Eltern Lehrkräfte und Pfleger:innen sind. Das änderte sich auch später kaum, wobei von diesen Kindern einige bei Freunden waren, andere zur Notbetreuung kamen, sobald die Schule wieder im Wechsel startete. Ja, es gab Vorgaben, aber in den ersten Tagen hätte jeder kommen können. Von Tag zu Tag wurden die wenigen Kinder noch weniger, weil immer mehr Familien Alternativen fanden. Das ging also bei vielen, ist aber sicher regional unterschiedlich.

    Dazu kommt auch die ohnehin viel zu knappe Personaldecke, das haben hier schon mehrere geschrieben, dass es gerade (mal wieder) ein großes Problem ist, an unserer Schule ist es auch so. Fällt jetzt eine weitere Lehrkraft aus, werden Klassen zu Hause bleiben müssen, eigentlich ist es jetzt schon nicht tragbar, auf die Dauer trägt der Notbehelf nicht.

    Dass viele Kinder/ Klassen wegen Corona/ Lehrkräftemangel zu Hause bleiben, ist überhaupt nicht geregelt und wird stillschweigend hingenommen.

    Es bleibt kompliziert, die Möglichkeiten sind begrenzt, um so mehr, wenn die Familien darauf eingestellt sind, dass das staatliche/schulische Betreuungssystem hält und sie und ihr Umfeld Vollzeit arbeiten gehen.

    Gerne wird kommuniziert, dass Corona für Kinder nur ein Schnupfen sei, und viele Eltern hoffen womöglich, dass es nicht schlimmer ist und durch oder nach der Infektion leichter wird, bei vielen ist das womöglich auch so, die Last tragen die übrigen dann wieder allein.

    Wie gesagt, Lehrer wollen immer radikales Vorbild spielen. Finde Antimon da sehr erfrischend und sehe es genauso.

    Ich weiß nicht, ob es "Lehrer" sind, @Antimon ist doch auch Lehrkraft, andere, die hier schreiben und es locker nehmen, sind es auch.

    Vielleicht hat es einfach auch etwas mit der persönlichen Situation zu tun, damit, wie gut man sich abgrenzen kann, z.B. Abstand zu halten bis älteren SchülerInnen, die alle geimpft sein könnten vs. weniger Abstand bei jüngeren Kindern ohne Möglichkeit zur Impfung in GS/KiTa,

    wie leicht man eine Erkrankung nehmen kann, weil man für sich selbst das Risiko gering erachtet,

    wie viele Menschen mit erhöhtem Risiko oder wie viele Betroffene man für das eine (gesundheitliches Risiko/ Nachwirkungen) oder das andere (finanzielles Risiko, Beeinträchtigung durch Einschränkungen) man kennt...

    ... und auch damit, ob man für sich alleine spricht, das eigene Risiko, oder eben auch für andere, für Pflegepersonal, Kosten der Gesellschaft u.a.

    Man wird jeweils zu einer eigenen Einschätzung kommen, das eigene Verhalten entsprechend anpassen und womöglich auch anderen gegenüber unterschiedliche Erwartungen hegen.

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