Beiträge von Palim

    Hm, ganz schön verfahren.

    Eigentlich würden einige gerne helfen, uneigentlich bist du bedient mit Ratschlägen.

    Zu Musik und Corona:

    Ich singe mit meiner Klasse nicht, man darf seit einigen Wochen im Raum 5 min singen, ohne Maske und Abstand, der Rest wäre draußen.

    Im Lehrplan steht auch Notenlehre, Komponisten etc. Dann bekommt das eben mehr Gewicht.

    Wenn du doch noch weitere Tipps suchst, bleibe ich bei der Idee der Kommunikation als Gruppe. Vielleicht kannst du da auch das Lehrwerk verraten.

    Dann wäre es möglich, ganz konkrete Sachen vorzuschlagen und du kannst ausloten, was geht und was dir Luft verschafft.

    Puh,

    wenn es bei euch zu so wenigen Konsequenzen kommt, hast du ja selbst kaum Möglichkeiten:

    Klassenkonferenz, Ordnungsmaßnahmen, Ausschluss von Fächern/ Tagen, begrenzte Beschulung,

    Wir stellen auch fest, dass die Klassenlehrkräfte viel auffangen müssen und man in den Fachklassen zum Teil besser voran kommt, wenn man sich allein auf das Fach konzentrieren kann. WENN. Manchmal ist es auch nicht so und die Zeit im Fachunterricht reicht dann für gar nichts aus.

    Warum musst du Musik in der 5. Stunde machen?

    Könntest du auch eine andere Stunde nehmen und wäre das besser?

    Als letzte Möglichkeit sehe ich eine kollegiale Beratung. Wenn es das in der Schule nicht gibt, könntest du es hier über eine Kommunikation mit geladenen Gästen versuchen. Das ist nicht öffentlich und du kannst selbst wählen, wer zu den Beratenden gehört.

    Kann man die anderen Kinder mit Aufgaben erreichen, sodass sie allein oder miteinander etwas erarbeiten können?

    Wenn deine SL dich morgens nach Hause schicken möchte, könntest du vielleicht anderen mal deine 6-Stunden-Tage überlassen.

    Andererseits: Wenn dafür Vertretungsmöglichkeiten bestehen und Personal vorhanden ist, warum kann dieses Personal dann nicht mit in deinen 6-Stunden-Tag gehen?

    Bei Neubaugebieten wird es hier so gelöst, dass es ein Punktesystem gibt, nach dem die Bauplätze vergeben werden.

    Dabei werden dann junge Bewerbende und solche mit Kindern bevorzugt.

    Gleichzeitig gibt es Vorgaben zur Misch-Bebauung, um bestimmte Bauweisen einzugrenzen.

    Auch wir haben vor Jahren lange gesucht und das Angebot war geringer,

    jetzt ist es so, dass die jüngeren KollegInnen gar nicht wissen, ob oder wie sie es finanzieren sollen.

    Auf den Inseln gibt es das Thema ja auch schon länger, auch da gibt es Bemühungen, dass Wohnraum nicht allein für Ferienwohnungen genutzt werden soll, aber das scheint nicht so leicht zu beschränken zu sein.

    https://www.ndr.de/nachrichten/ni…ekeroog414.html

    Nun wohnen wir aber nicht auf einer Insel und nicht direkt an der Küste, sondern eben eher irgendwo im Hinterland.

    Zum Problem gehört dann auch, dass man für bezahlbaren Wohnraum in noch abgelegenere Gebiete ziehen würde, dann aber wieder aufs Auto angewiesen ist und keine gute Versorgung hat.

    Die Einheimischen können sich solche Mondpreise nicht leisten.

    Es ist in Bullerbü üblich, dass Familien und Freunde vieles selbst machen und die Häuser gemeinsam aufschichten.

    Eigentlich hat jetzt viele Jahre lang jede Familie selbst ein Haus gehabt, Mietwohnungen gab es kaum, eher dann Miethäuser, aber mit den explodierenden Preisen kann man es sich jetzt nicht unbedingt leisten.

    Es wandelt sich sehr schnell, Immobilien-Investoren und -Firmen bauen Mehrparteienhäuser und diktieren die Preise am Markt,

    was sich zusätzlich rentiert, wenn die Häuser vergleichsweise teuer verkauft werden können, obwohl die einheimische Wirtschaft die Preise nicht hergibt.

    Das ist die eine Seite, die zweite sind schlechtere Beschäftigungsverhältnisse und die dritte, dass die Lebenshaltung schon auch Erwartungen schürt, die früher nicht gewöhnlich waren oder nicht existent.

    Was Eigentumswohnungen kosten, hängt sicher stark von der Lage und Größe ab.

    Ja, aber die Preise steigen auch in Bullerbü seit Jahren heftig,

    bei einem Wohnort weit draußen muss man die Kosten für die Mobilität mitrechnen

    und es gibt auch Regionen, in denen so ziemlich alles in der Hand von 2-3 Immobilienfirmen ist, die damit die Preise bestimmen.

    Ob Fahrräder rar sind, weil die Nachfrage gestiegen ist, kann ich nicht beurteilen.

    Die ärztliche Versorgung ist übel und auf Termine beim Facharzt sind so rar wir Handwerker.

    Je schlechter die Versorgung am Ende der Welt, desto mehr Menschen zieht es in die Stadt und den Speckgürtel.

    Nicht wenige meiner Lehrer waren Alleinverdiener im klassischen Modell mit Hausfrau und allem Pipapo. Eigenheim, zwei Autos und zwei drei Kinder, Ski-Urlaub und im Sommer in den Süden. Das war doch normal und nicht etwa Ausnahme.

    War das so oder erscheint es dir so?

    Wie viele Menschen betraf das und wie viele zogen ihr Gemüse aus dem Garten, fuhren nie in Urlaub, gingen kaum essen oder ins Kino und strickten die Pullover selbst oder gaben sie immer weiter?

    „Geiz ist geil“ hieß es lang und man geht im Ein-Euro-Laden einkaufen, alles soll günstig sein - auf wessen Kosten?

    Wünsche werden schnell erfüllt, man wartet nicht bis zum Geburtstag, shoppen ist eine gängige Freizeitbeschäftigung, nach 2 mal waschen sind die Kleidungsstücke verbraucht. Ähnlich ist es aber auch mit Möbeln, Wandfarbe und Dekoration, Spielzeug u.a.

    Mir fällt auf, dass es „meine“ Produkte nicht immer alle im Supermarkt gibt, offenbar hat dieser aber auch nicht genug Platz für das gesamte Sortiment, das doch ein ganz anderes ist, als vor 10 oder vor 40 Jahren.

    In meiner Klasse haben wir neulich per anonymer Abfrage die Lieblingseissorten gesammelt und nahezu jeder hat eine andere, weil es so viele verschiedene gibt, aus denen man wählen kann.

    Wie viel Geld haben die Menschen in den 80ern für welche Lebensbereiche ausgegeben, wie ist es heute?

    Es gab im Frühjahr Prüfungszeitraum sogar ein explizites Verbot für alles außer Getränke, Grund war Covid. Als in meinem Seminar gefragt wurde, wie man damit umgehen soll, falls das im eigenen Prüfungszeitraum auch der Fall sei, wurde darauf hingewiesen, dass da dennoch was erwartet wird.

    Das war bei uns ähnlich,

    es wurde offiziell darauf verwiesen, dass NICHTS bereitgestellt werden soll,

    der Seminarrektor selbst hat dann kurz vor der Prüfung angemeldet, dass es dennoch schön wäre, wenn man eine Pump-Kanne Kaffee vorberieten würde.

    Aber es gab auch SeminarleiterInnen, die da sehr, sehr strikt waren/sind und NICHTS als NICHTS verstehen.

    Auf was zielt dann der Unterricht ab?

    Sollen sie die zuvor erarbeiteten Wörter abmalen

    oder selbst etwas malen/ schreiben?

    Was möchtest du mit der Stunde vermitteln und was lernen die Kinder in dieser Stunde dazu?

    Schönes Buch, aber worum soll es gehen und was ist das Ziel … heute Kompetenz?

    Geht es um das hübsche Material oder gibt es eine Absicht, die du verfolgen möchtest?

    Welchen Ansatz des Schreibenlernens verfolgt ihr? Bringen die Kinder dadurch nach 6-8 Wochen Schule die Voraussetzungen mit, etwas zu einem Buch zu notieren oder ging es gar nicht ums Schreiben?

    Obstsaft war dabei,

    füttern mussten wir nicht, die Damen brauchten einen eigen Raum mit genau aufgeschlüsselter Ausstattung.

    Besonders dreist fand ich aber auch, dass man nach der Ankündigung einige Wochen Zeit hatte, die eine Inspektorin aber direkt in der Woche nach der Ankündigung unangemeldet auf der Matte stand und „vorher“-Fotos gemacht hat.

    Was vielleicht auch ein Aspekt ist:

    Wenn man an der Schule zu Gunsten der Abordnungen, Referendare, Quereinsteigenden Aufgaben ans Stammkollegium gibt, ist dieses höher belastet.

    Wenn man weitere Aufgaben von den Teilzeitkräften abzieht, z.B. Beauftragungen oder so, dann bedeutet das auch, dass die Vollzeitkräfte mehr machen müssen.

    Die Aufgaben werden selten komplett zusammengestrichen, aber bei uns ist es inzwischen so, dass wir in den letzten Jahren Projekte auf Eis gelegt haben, weil es einfach nicht mehr zu leisten war... was aber auch mit einer wirklich guten SL zu tun hat, die das wahrnimmt und dann nicht noch mehr fordert, sondern einfach auch mal etwas fallen lässt oder aufschiebt.

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