Beiträge von Palim

    Wenn man das direkt am Anfang so entscheidet und plant, dann erscheint mir das eigentlich machbar.

    Vieles ist machbar,

    dafür müssen dann aber die Bedingungen auch klar sein und das können sie derzeit gar nicht sein, da man gar nicht absehen kann, wie es in den Schulen wirklich im nächsten Jahr laufen wird (Quarantänen, Wellen, Mutationen).

    Wenn man ankommen lassen soll und testen, dann kann man in dieser Zeit keine Inhalte erarbeiten, die Zeit fehlt also für sonstige Inhalte. Vor der ersten Klassenarbeit benötigt man zudem eine angemessen Erarbeitungszeit für das Thema.

    Wenn ich mich darauf verlassen KÖNNTE, dass das Jahr dann weitgehend normal verläuft, dann KÖNNTE ich entsprechend planen. Bekomme ich aber häufig neue Angaben, was zu erledigen ist, dann kann ich das nicht. Bekomme ich zum Halbjahr neue Vorgaben, was ich dann im 2. Halbjahr berücksichtigen soll, läuft mein Plan, im 2. Halbjahr eine Arbeit mehr schreiben zu wollen/ müssen, ins Leere. Nach den letzten Monaten wäre ich nicht gewillt, irgendetwas irgendwohin zu schieben, besser, man hat erledigt, was Pflicht ist, die Kür kann erfolgen, wenn tatsächlich Zeit übrig bleibt.

    Niedersachsen hat für die SekI die Curricula zusammengestrichen. Wie sinnvoll das für die Umsetzung ist, müssen SekI-LuL beurteilen, für die GS ist es nur ein Curriculum - die Veröffentlichung kam reichlich spät,die Auswahl des Ministeriums erschließt sich mir nicht wirklich. Zudem hatten wir im letzten Jahr die Vorgabe, dass die Kollegien selbst die Inhalte sichten und zusammenstreichen sollen. Das haben wir erledigt - auch für Doppeljahrgänge 1/2 und 3/4, nun bekommen wir während des Doppeljahrgangs neue Angaben, was wir weglassen sollen. Die Entscheidungen decken sich aber nicht.

    Noch schwieriger wird es, wenn Aussagen aus den PK nicht mit den Briefen übereinstimmen. Gesagt wurde in NDS, die Einschränkung der Arbeiten bliebe bestehen. Angesetzt war zuletzt GENAU EINE pro Fach - wir haben im Mai/Juni nachgehakt und dann die 2. Arbeit unterlassen, obwohl die Kinder seit Januar im Wechselunterricht waren. Die jetzige Aussage, dass es so bliebe, deckt sich nicht mit der Papierform, darin steht nun, dass EINE WENIGER geschrieben werden soll, aber mindestens eine. Entsprechend muss ich wieder anders planen, nachdem schulintern geklärt ist, welcher Aussage zu folgen ist.

    Viel Hampelei für wenig Nutzen, die Leistungserhebungen bekommen Lehrkräfte auch über anderes, am Ende zudem viel Wirrwarr, da ist dann vieles anfechtbar oder der Elternwille gilt - dann kann ich mir die Arbeit zu den Arbeiten auch sparen.

    In NDS sind die Lehrkräfte und IntegrationshelferInnen und sogar Reinigungskräfte eingeschlossen, aber bei uns waren die Tests über Wochen so knapp, dass Geimpfte keine bekamen, damit es für die SchülerInnen reichte.

    An Schulen, wo viele Tests übrig sind, kann man das sicher anders handhaben.

    hier wird m. E. der Begriff "schulscharfe Stellen" auch selten benutzt.

    Da ich eben bei eis-online geschaut habe, was es denn noch so an Stellen gibt:

    Von den ca. 60 noch offenen Stellen an Grundschulen sind nun knapp 10 als Bezirksstellen ausgeschrieben, alle anderen sind schulscharf.

    Ich vermute, dass das Land darüber bestimmte Stellen noch zu besetzen versucht, um dort überhaupt jemanden einstellen zu können. Andererseits haben mehrere dieser Stellen Vermerke, dass die Bereitschaft russisch oder arabisch als Herkunftssprache zu erteilen erwünscht ist.

    In Niedersachsen würdest könntest du momentan mit Einstellung zum Sommer (1.9. vermutlich)

    - als Gymnasiallehrkraft (A13)

    - mit dem Fach Biologie 2 Stellen an einer Gesamtschule bekommen (A13)

    - mit dem Fach Geschichte 2 Stellen an einer Gesamtschule bekommen

    - als Realschullehrkraft (A12)

    - mit dem Fach Biologie 10 Stellen an Haupt/ Realschulen/ Oberschulen bekommen

    - mit dem FAch Geschichte 5 Stellen an Haupt/ Realschulen/ Oberschulen bekommen

    Wohlgemerkt NACH den regulären Einstellungsrunden, es ist also der Rest vom Fest und belegt einmal mehr, dass der Lehrkräftemangel nicht auf bestimmte Fächer begrenzt ist.

    Für NDS bin ich nicht mal sicher, ob die Schulbücher überhaupt überprüft werden - und wie oft.

    Jede Neuauflage bringt andere Inhalte mit und es dürfte meiner Meinung nach nicht sein, dass Inhalte, die im Curriculum nicht enthalten sind (z.B. Zirkel oder differenzierte Behandlung der Objekte), in den genehmigten Schulbüchern auftauchen.

    In NDS ist es eher so, dass die Schulbücher genehmigungspflichtig sind, auch von den Fachkonferenzen und der Gesamtkonferenz bestimmt werden. Diese Sachen gehen bei uns auch in die Materialausleihe, somit hängen auch die Ausleih-Kosten für die Eltern daran.

    Die Arbeitshefte sind frei wählbar, sodass man da reichlich Auswahl hat und gut differenzieren kann. Darüber hat man dann auch die Möglichkeit, offener zu arbeiten. Allerdings muss man, finde ich, aufpassen, dass das, was angeschafft wird, auch genutzt und gefüllt wird, sonst beschweren sich die Eltern zu Recht.

    An unserer Schule haben wir sogar hinsichtlich der AH für die Schulbücher eine Wahl, im letzten Jahr habe ich wegen Corona und möglichem Distanzunterricht ein AH anschaffen lassen, das ich sonst immer weglasse, und auch eingesetzt (Leseübungen passend zum Lesebuch, Aufsatzerziehung), im kommenden Schuljahr lasse ich es wieder weg, da ich mir andere Leseprojekte vorgenommen habe und meine Aufsatzerziehung anders als im AH sein soll.

    Grundschullehrer bereiten ihre Klassenzimmer vor, räumen evtl. das alte aus, das neue ein, treffen sich mit dem Jahrgangsteam, bei Inklusionsklassen noch mit einem anderen Team, usw... Dauert schon mal eine ganze Woche oder länger. Meist 2 oder 3 Tage zu Beginn der Ferien und die letzte Woche vor Schulbeginn - da ist was los in der Schule. Konferenzen sind auch schon vorab.

    Für mich ist es ein Unterschied, ob man für sich Vorbereitungen trifft und Sachen verräumt oder Klassenräume wieder einräumt oder ob man zu einem bestimmten Termin zur DB erscheinen muss, das ist für mich quasi der offizielle Start.

    Wir hatten früher die DB 2 Tage vor Beginn, nun sind es 3 Tage, damit es 1 Tag mehr Puffer für Corona-Vorgaben oder andere Katastrophen gibt.

    Konferenzen sind mit Elternbeteiligung - den Unterschied hatten wir schon mal woanders - und liegen deshalb nicht in den Ferien, Fach-DB finde ich unsinnig, wenn man anschließend doch eine FK benötigt.

    Was ist denn eine O-Woche?

    Der Prof, an dem in den Prüfungen eigentlich niemand vorbei kam, hat im 1. oder 2. Semester aufgedreht und die Erarbeitung besonders interessanter, theologischer Texte angesetzt.

    Das war einigen zu abgedreht oder mühsam oder was weiß ich.

    Ich weiß, dass in unserem Jahrgang apostolische 12 in Ev. Religion übrig blieben.

    Aber wie viele es zu Beginn waren, weiß ich nicht.

    Viele haben auch gar nicht bis zu einer Klausur gewartet, sondern weit vorher das Fach gewechselt.

    Die Fächer sind gesetzt, das ist klar,

    aber bei einer D-beliebig Stelle kann man darauf hinwirken, dass bestimmte Kriterien angefügt werden.

    Außerdem kann man in der Begründung der Rangfolge auf anderes verweisen, ja.

    Letztlich braucht man neben Deutsch und Klassenlehrkraft in der Regel ja weitere Fächer oder Qualifikationen, wodurch die eine Bewerbung besser passt als die andere. Sind an der Schule bereits viele Lehrkräfte mit dem Fach Religion, würde man die Bewerbung D-Rel nachrangig setzen, ist es die einzige Bewerbung, ist man froh, überhaupt jemanden gefunden zu haben.

    Ist das bei euch in der Grundschule wirklich so?

    Ja, habe ich jetzt mehrfach so erlebt, zuvor war es so, wie du es beschreibst.

    Zum einen geht es rein nach Note und die Schule muss trotz Auswahlliste doppelt und dreifach begründen, warum Kandidatin X gewünscht ist,

    zum anderen war es in den letzten Durchgängen so, dass die Bewerbung VOR dem Prüfungszeitraum lag, somit nahezu alle KandidatInnen mit einer 7,x gelistet wurden. Damit kann man sie alle einladen, weil sie gleichrangig sind.

    Die Bewerbungsgespräche und die Besetzungen sind dann WÄHREND des Prüfungszeitraumes, einige Bewerbende haben ihre Prüfungen vor ein paar Tagen abgelegt, andere sind kurz davor.

    Dadurch können diejenigen mit frühen Prüfungen eine reelle Note vorweisen, diejenigen, die ihre Prüfung ein paar Tage oder Wochen später hatten, werden weiter mit 7,x gelistet, wenige Tage später sieht es in der Liste dann wieder anders aus. Das führt also dazu, dass sich die Liste, die nach Noten sortiert, täglich ändert und die KandidatInnen nun nicht mehr gleichrangig sind, was aber am Prüfungstag und nicht an den Leistungen an sich liegt.

    Die Schule hat ein Interesse daran, die Stellen möglichst schnell zu besetzen, da insgesamt immer noch ein Mangel an Bewerbenden herrscht.

    Es ist richtig, dass es Regeln gibt, um persönlicher Bevorzugung entgegenzuwirken, wirklich fair finde ich das derzeitige Vorgehen aber nicht, nicht für die späten Prüflinge und nicht für die Schulen, die sich die Arbeit des Auswahlverfahrens machen, dann aber womöglich andere KandidatInnen bekommen, weil diese eine späte Prüfung haben bei sonst gleicher Eignung.

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